Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit

Begonnen von Takeshi, 26. März 2013, 20:05:38

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Klauserus


ok. das klingt nachvollziehbar. Wettbewerb hin oder her aber die Grundpfeiler der Deutschenwirtschaft san ja schon fast alle weg...
Das mit der Absprache, wenn ein Loch gebuddelt wird finde ich sehr sinnig.... wenn man das alles so ließt, denkt man sich doch, warum ist dene das nicht eingefallen bzw. warum wird das nicht so gemacht?

ach egal... ich steig aus der Diskussion aus. Als Privater kann man eh kaum was ändern. leider. hoffen wir das Beste
SCPH-7002
SCPH-7502
SCPH-5552
SCPH-39004 + Netzwerkadapter
SCPH-70004
SCPH-70004
..irgendwo muss noch eine FAT sein

RalleBert

Einwenig muß man die Telekom dennoch in Schutz nehmen, denn die haben ja auch den Netzausbau am Hacken. Ich würde auch nicht viel viel Geld in die Erde buddeln, um das Geschäft dann jemand anderem zu überlassen. Nich weil ich gerne möchte, sondern weil ich muß. Denn so ist es ja: Die Telekom muß ihr Netz für andere hergeben. Dafür gibt es ein bisschen Geld. Würden die das selber an den Kunden verkaufen, brächte das mehr. Aber wenn jeder sein eigenes Netz baut, wäre es natürlich wahnsinnig beknackt.

- veni, vidi, ferruminavi -
- ich kam, ich sah, ich l?tete -

Klauserus

Zitat von: RalleBert am 27. März 2013, 21:19:53
Einwenig muß man die Telekom dennoch in Schutz nehmen, denn die haben ja auch den Netzausbau am Hacken. Ich würde auch nicht viel viel Geld in die Erde buddeln, um das Geschäft dann jemand anderem zu überlassen. Nich weil ich gerne möchte, sondern weil ich muß. Denn so ist es ja: Die Telekom muß ihr Netz für andere hergeben. Dafür gibt es ein bisschen Geld. Würden die das selber an den Kunden verkaufen, brächte das mehr. Aber wenn jeder sein eigenes Netz baut, wäre es natürlich wahnsinnig beknackt.

dann würden wir bald keine Sonne mehr sehen
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RalleBert

Deher der letzte Satz:
Zitat von: RalleBert am 27. März 2013, 21:19:53
Aber wenn jeder sein eigenes Netz baut, wäre es natürlich wahnsinnig beknackt.

Nur gut, das wir nicht durch die Teerdecke der Straße sehen können. Irgendwo laufen die ganzen Haushalte einer Straße ja auch mal zusammen. Die Knoten dafür könnten dann so aussehen:


- veni, vidi, ferruminavi -
- ich kam, ich sah, ich l?tete -

grave_digga

Zitat von: RalleBert am 27. März 2013, 21:19:53
Einwenig muß man die Telekom dennoch in Schutz nehmen, denn die haben ja auch den Netzausbau am Hacken...

Also Vodafone hat hier bei mir ein eigenes Netz, nur dadurch konnten die mir auch die 6000 schalten.
<- Der da ist gerne hier. :)

Takeshi

Trotzdem ist es so, dass die Telekom ihre Leitungen vermieten MUSS, weil die meisten Leitungen der Telekom gehören. Baut die Telekom nun weitere Leitungen, müssen die auch vermietet werden, ob die wollen oder nicht.
In der c't gab es sogar mal einen Fall, da hat die Telekom einen richtig flotten DSLAM in so einem Kasten gehabt, nur durften die Leitungen nicht angeschlossen werden, weil das einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen Anbietern bedeutet hätte. Ist ja auch schon krank.

Sogesehen kann ich das in der Tat schon verstehen. Die Regelung ist an sich richtig, weil sonst kein anderer Anbieter eine Chance hätte. Die Telekom war halt lange in staatlicher Hand, weshalb alle bestehenden Netze der Telekom gehörten. Aber ich finde, die Regelung hätte nur für Netze gelten müssen, die bei der privatisierung der Telekom schon vorhanden waren. Denn ab da konnten andere Anbieter ja auch problemlos eigene Netze ausbauen, da wusste man, was Sache ist.

RalleBert

Der Staat hätte die Telekom als reinen Dienstleister privatisieren sollen, aber das Netz selber behalten und vermieten sollen. Dann wären ja alle Provider in ihrem Wettbewerb gleich.

Zitat von: grave_digga am 28. März 2013, 05:56:58
Also Vodafone hat hier bei mir ein eigenes Netz, nur dadurch konnten die mir auch die 6000 schalten.

Aber doch nicht die "Letzte Meile". Das ist doch immernpch die Telekomleitung von vor 45 Jahren, oder hast Du von mehreren Providern einen Anschlusskasten im Keller? Das Netz von Vodafone wird sich auf eine Backboneverbindung beziehen, mit der die Region versorgt wird.
___

Bei mir wollten die mal 16000 verkaufen. Anruf: "Hallo RalleBert, gute Neuigkeiten! Du kannst jetzt 16k bekommen, kostet nur ganz wenig mehr." Gemacht, geschaltet, die Leistung war um die hälfte schlechter als vorher! Messung machen lassen, Antwort: "Nee, in der ganzen Ecke da geht so grade 6k, wer hat das denn verkauft?!" Das war vor 8 Jahren, bis heute ist kein 16k verfügbar.

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Takeshi

Zitat von: RalleBert am 28. März 2013, 19:03:41
Der Staat hätte die Telekom als reinen Dienstleister privatisieren sollen, aber das Netz selber behalten und vermieten sollen. Dann wären ja alle Provider in ihrem Wettbewerb gleich.

Stimmt, das wäre die beste Variante gewesen. Hätte aber sicher auch nicht so viel Geld eingebracht.

Klauserus

ZitatTelekom-Plan zur Drosselung verstößt gegen Netzneutralität

Ein Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirft der Telekom vor, mit ihren Plänen zur Drosselung im Festnetz zwischen guten hauseigenen und schlechten Daten von der Konkurrenz zu unterscheiden.

Die Deutsche Telekom verletze mit ihren Planungen zur Datendrosselung im Festnetz die Netzneutralität. Das vertritt der Autor Michael Spehr in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Die mögliche Drosselung gelte nicht für das IP-TV der Telekom oder Kooperationspartner.

"Nutzt man das Telekom-Angebot für TV-Empfang und Filmverleih, wird das dabei entstehende Datenvolumen nicht auf die DSL-Volumengrenze angerechnet." Im Mobilfunk werden von der Telekom in ihrer Kooperation mit Spotify die Musikdaten nicht auf Inklusivvolumen angerechnet.

"Es geht der Telekom also darum, eine Differenzierungslinie einzuziehen zwischen 'guten Daten' hauseigener Produkte und 'schlechten Daten', die von Mitbewerbern generiert werden." Das Ziel bestehe "in der Abschaffung der Netzneutralität", so Spehr.

Die Telekom erklärte: "Ähnlich wie im Mobilfunk soll es in Zukunft auch bei Festnetztarifen für die Datenübertragung ein bestimmtes Volumen geben, das inklusive ist. Ist dieses Volumen aufgebraucht, wird die Übertragungsgeschwindigkeit gebremst. Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er - wie im Mobilfunk auch - weitere Kapazitäten hinzubuchen. Natürlich ändert sich für bestehende Verträge nichts." Es existierten solche Überlegungen, aber es gebe "noch keine neuen Tarife".

Die Pläne sind nicht neu und in einigen Verträgen bereits vorbereitet. Im März 2012 hatte ein Telekom-Sprecher erklärt: "Wir haben die Geschwindigkeitsbegrenzung bisher nicht umgesetzt."

Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert dagegen: Verbraucher sollten Anspruch haben auf eine Internetverbindung, die ihnen ermöglicht, Inhalte ihrer Wahl zu senden und zu empfangen, Dienstleistungen und Anwendungen ihrer Wahl zu nutzen sowie Hardware ihrer Wahl anzuschließen und Software ihrer Wahl zu verwenden, solange diese dem Netzwerk keinen Schaden zufügt. Sie sollten Anspruch haben auf eine Internetverbindung, die frei von Diskriminierung ist in Bezug auf Art der Anwendung, der Dienstleistung, des Inhalts oder der Adresse des Senders oder Empfängers. Die Netzneutralität müsse daher gesetzlich festgeschrieben werden, reine Transparenzpflichten und verbesserte Wechselmöglichkeiten für Verbraucher reichten nicht aus.
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klesk

Naja die Probleme mit der Telekom bzw T-online häufen sich. Hier im Gebiet gibts z.b Probleme mit YT und einer VDSL Leitung. Brauch mittlerweile ein Addon für den FF das die Videos überhaupt laden, ohne gehts gar nicht.

Klauserus

Servus Leute. Wollte das Thema noch mal aufgreifen, da es in den Medien ja nun ziemlich present ist.

Einmal:

Spoiler
3%? Darauf hab ich ja gewartet!
Autor Unbedeutend 26.04.13 - 15:12

Jedem, der hier der Telekom das Wort redet, muss klar sein daß die Drosselung keineswegs nur "Poweruser, Dauersauger, Vielnutzer" betreffen wird.

Es gibt genug Gründe warum nicht allein nur dem Nutzer, sondern der ganzen Gesellschaft, daran gelegen sein muss, dieses Vorhaben der Telekom zu verhindern.
Netzneutralität zum einen. Es darf keine Diskriminierung oder Bevorzugung bestimmter Datenpakete geben.

Zum anderen wird niemand weniger zahlen! Aber früher oder später alle mehr!
Und das kommt schneller als sich das viele vorstellen können.

Der "zukünftig anwachsende Content" spielt der Telekom hier schon in die Hand. Es interessiert doch keinen Content-Bereitsteller (und das kann jeder von uns sein) wie groß seine Inhalte sind. Oder glaubt irgendjemand daß es gerade die großen Teilnehmer des Internets (MS, Google, Apple usw.) oder den Rest der Welt interessiert, ob Otto-Telekom-User an seine Volumengrenze stößt und deswegen gedrosselt wird?
Die CE-Industrie verschmilzt mit der IT-Industrie und spricht, auf der Jagd nach Innovation, nach 3D schon von 4k. Microsoft und Co. nur noch von Cloud.
Das Internet lebt von der zunehmenden Datenmenge. Das weiß auch die Telekom und begibt sich mit ihren eigenen Contentdiensten genauso auf die Seite der Anbieter.
Nur der im Drosseltarif hängende Nutzer hat in diesem Szenario die geringsten Möglichkeiten dies zu beeinflussen. Selbst wenn mein Surfverhalten sich nicht ändert, die Datenmenge sich auf der Contentseite jedoch erhöht oder die Zukunft Dienste hervorbringt, von denen wir heute noch nichts wissen oder ahnen, dann rauscht jeder irgendwann in die Drosselung.
Meine einzige Möglichkeit dies zu verhindern, ist eben nicht online zu gehen.
Denn ich kann nie wissen welche Datenmenge sich hinter einem Link verbirgt. Dank ultrabreiter Leitung bekomme ich davon auch nicht mehr unbedingt etwas mit. Ist die Seite erstmal geladen, ist der Traffic auch schon auf meinen Zähler.

Wer also denkt er wäre hiervon nicht betroffen, könnte schneller unsanft aufwachen als ihm lieb ist.

Die Telekom agumentiert unredlich wenn sie die Drosselung mit den Kosten des Breitbandausbaus verteidigt. Sie geht nach dem Teile und herrsche-Prinzip vor.
Der Grossteil der User soll, laut Telekom, also gar nicht betroffen sein?
Die Minderheit der "Vielnutzer" soll also den zukünftigen Breitbandausbau finanzieren?
Die 3 Prozent sollen also den Anteil der Telekom an den 80 Milliarden Ausbaukosten stemmen?
UNSINN! WIE SOLL SOWAS ÜBERHAUPT FUNKTIONIEREN?
Ich kann keinen Ausbau eines Netzes finanzieren in dem ich die Daten drossele und damit argumentiere es würde nur die "Vielnutzer, Dauersauger, Poweruser" betreffen!!

Ich kann Mehreinnahmen, wie sie für den "angeblichen" Ausbau des Breitbandnetzes nötig sind, nur generieren, wenn ich weiß daß ich die Nutzer auf voller Breite erwische und eben nicht nur diese "Minderheit der Vielnutzer". Genau dies kommuniziert die Telekom aber eben nicht.
Ich kann damit aber auch dafür sorgen daß ich den, nicht nur dringend notwendigen, sondern seit mindestens 5 Jahren verschleppten, Ausbau wieder ein paar Jahre hinauszögern kann, um am Jahresende gute Zahlen präsentieren zu können.

Mit diesen ominösen 3% wird die Argumentation nach dem Muster "Teile und herrsche" eindeutig. Gleichzeitig gibt es brancheninterne Aussagen das gerade im Backbone riesige Überkapazitäten herrschen. Nein, liebe Telekom das ist einfach zu durchsichtig. Wer nur ansatzweise eure Argumente verfolgt, sie auflistet und darüber nachdenkt, erkennt daß daraus nie ein Schuh werden kann.

Und ich unterstelle der Telekom daß sie auch gar keinen Ausbau in dem Sinne einer zukunftsweisenden Technologie (Glasfaser) vornehmen möchte. Das zeigt mit aller Deutlichkeit auch die Entscheidung hinsichtlich der Vectoring-Technologie.
Es wird nach allem gegriffen, was geeignet scheint um das Schreckgespenst Ausbau noch ein paar Jährchen nach hinten schieben zu können.
Den Herrn Obermann interessiert eh nichts mehr und der Herr Hoettges hat nur dafür zu sorgen daß die Zahlen am Jahresende stimmen. Kein Analyst wird Herrn Hoettges mit glänzenden Augen auf die Schulter klopfen, wenn der ihm erzählt daß er wieder Geld für den Ausbau ausgegeben hat und deswegen die Rendite und somit die Dividende nicht stimmt. Mal ganz abgesehen davon, das es natürlich taktisch klug war, damit jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Herr Obermann hat es entschieden und der Herr Hoettges braucht sich der Verantwortung nicht zu stellen. Hört ihr ihn schon sagen:"Das waren Entscheidungen die von meinen Vorgänger gefällt wurden. Darauf hatte ich nur wenig Einfluss."
Ich glaube der Herr Obermann hat bei ähnlichen Fragen auf Herrn Ricke verwiesen und der wiederum hat auf Herrn Sommer verwiesen.

Es soll hier eine schleichende Konditionierung des Kunden vorgenommen werden. Und aus dieser Büchse der Pandora kommt nichts Gutes.

Wie schon überall geschrieben, wird sich die Branche genau anschauen was passieren wird. Sollte die Telekom Erfolg haben, wird Deutschland in diesem Bereich immer mehr ins Hintertreffen geraten. Der jeweilige Provider wird keine Notwendigkeit sehen den Ausbau voranzutreiben, wenn er seinen Kunden über Drosselungsmassnahmen die Daumenschrauben ansetzen kann, und daurch sogar noch Mehreinnahmen generieren kann.

Desweiteren haben viele Nutzer schlicht auch keine Möglichkeit zu alternativen Anbietern zu wechseln. Auch nicht über Sat oder ähnliche Technologien. Es scheitert mal an Mietverträgen, die keine Sat-Schüssel erlauben. Oder mal an nicht ausgebauten Hausverkabelungen. Die Wunderwaffe LTE funktioniert ebenso in vielen Bereichen nicht. Und dafür war sie auch gar nicht gedacht. Dies findet man komischerweise aber auch erst raus nachdem der 24-Monatsvertrag unterschrieben ist.
Von einer gesunden Konkurrenzsituation auf dem Markt zu sprechen, die dem Nutzer eine Auswahl zwischen gleichwertigen, also konkurrenzfähigen, Angeboten ermöglicht, wäre, gelinde gesagt, lustig. Wenn es denn nicht so traurig wäre.

Wenn ich die Meldungen lese, an wie vielen Stellen die Telekom überall Geldgeschenke verteilt, dann ist es nicht nachvollziehbar, daß der Breitbandausbau nicht finanzierbar sei. Die Telekom verstand es jahrelang diesen Ausbau zu verschleppen. Die Taktik der Telekom erst dann tätig zu werden, und das dann komischerweise mit allen Mitteln, wenn Konkurrenz drohte, ist nicht gerade unbekannt.

Sollte die Telekom es also trotz alledem nicht schaffen den Ausbau "ihres" Breitbandnetzes voranzutreiben, dann müssen die Netze wieder in die öffentliche Hand zurückgeführt werden. Infrastruktur ist für eine Gesellschaft existentiell entscheidend. Gerne auch mit entsprechender Entschädigung, damit niemand von irgendwelchen Enteignungen sprechen könnte. Es sind mittlerweile so viele Dämme bei der Verteilung von Steuergeldern gebrochen, daß diese Verwendung von Steuergeldern nicht im geringsten auf Kritik stossen dürfte. An der Finanzierung einer, für eine Gesellschaft notwendigen, Infrastruktur ist noch kein Staat zugrundegegangen. Ganz im Gegenteil.
Darüber hinaus würde dies der Politik auch wieder Handlungsspielraum bieten, um mit Akzenten den Weg einer Gesellschaft zu zeichnen.

Wenn der Politik ein richtungsweisender Weg für die zukünftige Gesellschaft vorschwebt, dann muss sie hier, nicht nur rhetorisch, Flagge gegen diese Drosselungspläne zeigen. Aber, und das ist wichtig, eben auch nicht nur bei der Telekom allein.

Oder Frau Merkel muss sich von mir fragen lassen, was sie mit dem Satz meinte:
"Auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft nicht die Bevölkerung vergessen"

... abzuzocken?
... für dumm zu verkaufen?
... so richtig abzukochen?

Ich hoffe jedoch daß nicht diese Gedanken den Kontext dieser Aussage bildeten.

hab ich auf Golem.de gefunden. kann ich nur sagen Amen Bruder

Und ich war heute selbst beim Shop und habe Argumentiert. Der Mensch war aber so nett und würde meine Verbesserungsvorschläge gern weiterreichen. Ich soll sie nur zu Papier bringen. Wollen wir sammeln?
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Takeshi

Ich glaube nur, es bringt nicht viel das der Telekom vor die Füße zu werfen. Und eine Unterschriftenaktion juckt die auch nicht, solange die Einnahmen stimmen.

Das Einzige, was hilft, ist, dass möglichst wenige solche Verträge eingehen. Und dafür hilft nur Aufklärung. Und da die Leute zu faul sind zu lesen und ihnen ist vieles egal, so lange es sie nicht ganz offensichtlich betrifft. Man müsste es also kurz zusammenfassen, so dass schnell und klar daraus hervorgeht, dass es jeden betrifft und wieso das alles Käse ist, was die Telekom da erzählt.

Was ich gar nicht bedacht hatte, aber sehr einleuchtend ist, ist die Tatsache, dass die wenigen Nutzer gar nicht so viel an Einnahmen produzieren können. Laut Statista haben rund 22 Millionen Kunden einen Festnetzanschluss. Gehen wir einfach mal davon aus, jeder hat auch DSL, selbst wenn es utopisch ist. 3% davon wären 660.000 Anschlüsse. Wenn davon jetzt jeder statt 30€ im Monat 60€ zahlt, sind das knapp 20 Mio € im Monat mehr. Davon gehen noch Steuern runter, es werden weniger DSL-Anschlüsse dabei sein und es werden gerade diese Leute abwandern, auch wenn andere Anbieter solche Drosselungen einführen, denn es wird dennoch günstiger sein.

Dass die Backbones alle überhaupt nicht ausgelastet sind, ist auch mein aktueller Wissensstand. Es scheitert halt an den letzten Metern. Und genau da druckst sich die Telekom, wo es nur geht.

ZEROFX

#27
Der ganze Mist ist doch eigentlich auf den Murks der EU und Deutschlands Politik gewachsen.

Warum wird oder wurde denn die Infrastruktur mit Privatisiert? Überall hat man doch nur Nachteile. Sei es die Deutsche Bahn oder eben die Telekom.

Die Netze gehören in die öffentliche Hand, das muss dabei so finanziert werden, dass alles Kostendeckend ist und vielleicht etwas für Investitionen über bleibt. Was hier aber fast überall abläuft ist doch eine Farce. Der Deutsche Steuerzahler hat doch die Netze schon vor Urzeiten Finanziert. Die Telekom und die Bahn kassieren hier doppelt ab.

Ich frage mich wann die ersten "Straßen" Privatisiert werden. Einfach nur noch dämlich wie Politiker und Staaten handeln.


Takeshi

Ja, denke auch, da hilft langfristig nur eine Verstaatlichung, oder ein knallhartes Gesetz. Die Verstaatlichung wäre mir lieber.

Vor einigen Monaten lief auch mal ein Bericht, da wurde thematisiert, wie teilweise die Wasserversorgung (!) privatisiert wurde. Die Kurzfassung ist, die Preise sind explodiert, die Wasserqualität ist gesunken und am Ende wurde der ganze Kram von der öffentlichen Hand teurer wieder zurückgekauft. Letzteres ist mir aber lieber, als dass es grauenhaft bleibt. Und so lernt man wenigstens draus, dass das mit der Privatisierung bei Sachen mit öffentlichem Interesse eine blöde Idee ist. Denn um zum Internet zurückzukommen: Der Wert einer Immobilie bzw. einer ganzen Gegend hängt heute auch davon ab, was für eine Internetanbindung verfügbar ist.

klesk

Die Wahrheit sieht so aus, das wir in Deutschland einen Überschuss an Backbones haben und im Endeffekt nur um den Ausbau rumgedruckst wird obwohl schon einiges an Geld dahingehend geflossen ist.
Vieler Orts fehlen auch die alternativen zur Telekom, da nicht überall ein Kabelanschluss liegt und im High Speed DSL Geschäft noch nicht so viele Anbieter vorherrschen, hier z.b wäre es nur O². Denk da nutzt die Telekom auch ihre Monopolstellung aus.
Im Vergleich zu anderen Ländern ist Deutschland, zumindest was das Internet angeht auch eine dritte Welt Land.

Das die das jetzt bekannt geben, obwohl es erst 2016 durchgesetzt werden soll ist dahingehend ein schlauer Schachzug, da jetzt der Shitstorm abläuft, die Leute aber nicht wechseln werden weil es ja noch nicht stattfindet. 2016 hats dann eh jeder vergessen.
Ich hoffe nur das sich bis dahin noch einige alternativen herauskristallisieren.