Autor Thema: Schweiz und Votum gegen Minarett  (Gelesen 16236 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Takeshi

  • Administrator
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 29514
  • Geschlecht: Männlich
    • Profil anzeigen
    • trisaster.de
Schweiz und Votum gegen Minarett
« am: 09. Oktober 2009, 19:58:41 »
"Überlebenswille" und Nationalstolz = Nazi?

Ich hab gerade einen Bericht in der Bild gelesen und mir kam mal wieder das Kotzen wegen der Einstellung vieler Menschen in Deutschland über Deutschland, wegen der übertriebenen Moral.

Soweit möglich möchte ich mal über das Thema (nicht nur diesen Artikel selbst) diskutieren. Das Thema ist (leider) ziemlich grenzwertig, ich möchte deshalb darauf hinweisen, ich will hier keine nationalsozialistischen Aussagen hier haben, sonst hagelts hier Löschaktionen und Verwarnungen!

[einschub]
Ich seh auch gerade, dass der Text extrem lang geworden ist. Es liest hoffentlich trotzdem jemand und sagt ggf. auch selbst noch was dazu, denn ich empfinde es als ein sehr wichtiges Thema.
[/einschub]

Mir ist natürlich bewusst, dass es einige Menschen geben könnte, die sich durch die Aussage auf die Füße getreten fühlen. Diese bitte ich aber die folgenden Aussagen nicht als Verallgemeinerung zu sehen und sich angesprochen zu fühlen, nur weil sich diese Person selbst mit allen über einen Kamm schert, sondern das ganze bitte neutral und mit Verstand zu betrachten. Es geht hier nicht gegen "alle". Wer sich dennoch auf die Füße getreten fühlt, sollte dann vllt mal über sich selbst nachdenken.

Hier der Artikel:
Zentralrat der Juden stellt Sarrazin mit Hitler in eine Reihe

Vorher noch einige Infos über mich, damit kein falscher Eindruck entsteht. Ist bei dem Thema ja leider notwendig.
Ich hab nichts gegen Ausländer an sich. Wie einige hier sicher wissen, steh ich total auf Japan und alles was dazu gehört. Ich mag Spanisch ein wenig. Ich hab Freunde mit ausländischen Wurzeln. Ich hab nichts gegen Schwarze (ich benutze diesen Begriff einfach mal, da ich ihn nicht abwertend finde; wer das tut, sollte mal über seine Sprache und seine Deutung dieser nachdenken). Ich finde die NPD ist (neben der Linke, meine Meinung) die größte Bedrohung für unseren Staat.
Wer also meint mich als "ausländerfeidnlich" oder gar als "Nazi" zu beschimpfen, hat keinen Plan und will einfach nur mal das Maul aufreißen.

Ich hoffe das reicht, nun zum Artikel:
Also ich kenne den Herren "Sarrazin" nicht, ich hab keine Ahnung, was der sich so in seinem Leben geleistet hat. Allerdings finde ich die Reaktion auf seine Aussage etwas übertrieben. Ich kenne auch die Zahlen nicht, aber vllt hat er ja Recht? (Vorallem was hat der Zentralrat der Juden damit zu tun, was er über Türken sagt?)
Ich finde man kann es schon so formulieren, dass Türken Deutschland "erobern". Und ich seh auch nichts falsches darin dagegen etwas zu tun. Es ist nur die Frage was.
Es ist ja denk ich mal allgemein bekannt, dass türkische Familien recht groß sind. Jeder hat wohl auch schon genug Türken erlebt, die sich absolut nicht integrieren können und wollen.

Ich frag mich woher sie sich das Recht nehmen, dass ein fremdes Land sich ihnen anpassen muss.
Ich frag mich, wieso man schon mit einem Beim im Knast steht, nur weil man seine Meinung äußert und diese aus klar definierten Gründen gegen eine bestimmte Personengruppe geht, die als Gemeinsamkeit eine Nationalität haben. DAS ist eher wie bei den Nazis, als man seine Meinung nicht sagen durfte, wenn sie nicht der Regierung passte (wie "ich hab nichts gegen Juden" oder "ich finde Nazis scheiße") und dann mit harten Strafen rechnen musste.

Was in anderen Ländern total normal ist, ist hier undenkbar.
Nehmen wir mal Frankreich. Franzosen sind bekanntlich ein sehr auf ihre Nationalität bedachtes Volk. Sie wahren ihre Sprache, diese wird nicht "verenglischt".
Wer nach Australien oder in die USA auswandern will, der kann nicht einfach sagen "hallo hier bin ich", sondern da muss man schon richtig was leisten, um in das Land zu kommen. Fordert man sowas in Deutschland, ist man ein Nazi.

Ich gebs zu, ich mah Türken nicht wirklich, eben weil sie sich kulturell absolut nicht anpassen, sich daneben benehmen und unsere Sprache nicht sprechen wollen. Stattdessen wird türkisch schon zur zweiten Sprache in Deutschland. Wenn ein öffentlicher Text in zwei Sprache abgedruckt wird, ist er schon oft in Deutsch und Türkisch und nicht in Deutsch und Englisch. Ich finde das traurig.
Es gibt natürlich auch Türken, gegen die man absolut nichts sagen kann, habe ich selbst genug von kennen gelernt. Diese können sich aber auch benehmen und sprechen Deutsch. Einer von denen sagte mir sogar selbst, dass er und genug andere Türken sich für das Verhalten vieler Türken in Deutschland schämen, in der Türkei könnten die sich nicht so verhalten.

In Deutschland sind viele Nationen vertreten, ich finde alle können sich gut anpassen, benehmen sich, fallen absolut nicht auf.

Wenn ich sehe, dass Türken fordern, dass Moscheen gebaut werden, dass Türkisch in Schulen unterrichtet wird, dann stehen mir die Haare zu Berge.
Meiner Meinung haben sie die Wahl zwischen hier bleiben und sich anpassen. Wenn sie das nicht möchten, können sie ja in ein Land gehen, dass genau ihren Vorstellungen entspricht, wie z.B. die Türkei. Dort gibts auch Moscheen, dort können sie ihren religiösen "Zwängen" nachgehen und dort wird an den Schulen auch Türkisch unterrichtet. Dort verlangt auch keiner, dass sie Deutsch lernen.
Aber nein, dort geht es ihnen ja nicht so gut.

In dem Zusammenhang habe ich mal das Argument gehört, dass jeder das Recht hat ein gutes Leben zu führen. Das kann ich so nicht teilen. Denn das Leben ist nunmal nicht so fair, dass es jedem Menschen bei der Geburt die gleichen guten Chancen mit auf den Weg gibt. Wenn das möglich wäre, wär ich der erste, der sich dafür einsetzt, aber es geht nicht so einfach.
Und keiner hat das Recht, dass andere sich darum kümmern, dass sein Leben optimal verläuft, so wie er es gern hätte. Das geht über Ländergrenzen genau so wenig wie über familiäre Grenzen. Ich kann auch nicht meckern und sagen "möh, ich wurde in keiner adligen Familie geboren. Ich hätte aber gern die gleichen finanziellen Mittel, obwohl ich nichts mit denen zu tun hab". So etwas wird aber gern verlangt, und das auch von Deutschen für andere.

Was auch gern gesagt wird, ist, dass Ausländer uns die Arbeitsplätze stehlen. Diese Meinung kann ich absolut nicht teilen, was nicht daran liegt, dass ich ja nicht allgemein was gegen Ausländer hab. Wer einen guten Arbeitsplatz haben und viel Geld verdienen will, der muss auch gebildet sein und eine gewisse Arbeit leisten können. Wenn "wir Deutschen" dafür zu dumm sind und Menschen anderer Nationen (tolle Umschreibung für das verpöhnte Wort "Ausländer", nicht?) die Arbeit besser machen, dann haben "wir" eben Pech gehabt und müssen mal an unserer Bildung arbeiten. Wenn wir zu faul sind daran zu arbeiten, sind wir wieder beim "Pech gehabt".

Ich finde es wichtig Migranten (auch ein schönes Wort für "Ausländer", was an der Aussage trotzdem nichts ändert) Integrationsunterstützung zu geben, das heißt ihnen zu helfen die Sprache zu lernen, vllt aber auch über Verhalten und Werte dieser Nation zu unterrichten. Das heißt aber auch sie dabei zu "unterstützen" wieder auf den rechten Weg (oder sollte ich sagen "richtigen Weg", bevor das jemand falsch deutet?) zu kommen, wenn sie Scheiße bauen, sprich Fehlverhalten auch bestrafen.
Wenn das von den Eltern aber unterbunden wird, dann ist das wieder Pech für die Kinder. Dann haben die Eltern das Leben der Kinder versaut und die Kinder müssen das dann ausbaden, indem sie sich in einer anderen Nation umsehen.
Mit Deutschen ist das nicht anders. Wenn da die Eltern nicht darauf achten, dass das Kind zur Schule geht und dort was lernt, keine Drogen nimmt und sich allgemein sozial verhält, dann hat das Kind fürs ganze Leben verschissen. Doof, aber ist so.

Weiteres Argument ist ja, dass sich viele Deutsche auch total daneben benehmen würden. Das stimmt! Es gibt leider auch genug deutsche Rotzblagen, die sich absolut nicht benehmen können, nur Stress machen, Straftaten begehen, nicht zur Schule gehen, später auf Kosten des Staates (und damit auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung [nicht nur Deutsche, also auch Migranten]) leben. Dagegen muss man genau so was machen, aber das ist ein anderes Thema. Ich finde da läuft auch sehr viel falsch, da müsste man zu ganz anderen Maßnahmen greifen. Es kann ja nicht sein, dass man als nicht-Muskelpaket sich teils zu bestimmten Uhrzeiten nicht mehr auf die Straße trauen kann oder auch anderen Menschen helfen kann, ohne befürchten zu müssen zu Tode geprügelt zu werden. Aber wie gesagt, anderes Thema.
Das sind keine "Gäste" in diesem Land, die gehören hier her und sind damit "unser" Problem, um das "wir" und auch kümmern müssen. Das "wir" mein ich sogar so, denn jeder sollte dazu beitragen, dass sich diese Menschen wieder vernünftig in unserer Gesellschaft verhalten.
Sind es jedoch "Gäste" (und damit meine ich Menschen, die einer anderen Nation mehr angehören als Deutschland, mir gehts da nicht um das, was auf dem Papier steht), dann sollten sich die drum kümmern, die dafür eigentlich verantwortlich sind, also die Nation, von der sie kommen.

Wenn eine Familie Gäste hat, aus welchen Gründen auch immer, müssen die sich auch benehmen, mit einbinden. Tun sie das nicht, müssen sie wieder gehen. Ist es jedoch das eigene Kind, das sich nicht richtig verhält, ist das Sache der Familie und man kann die verantwortung auf keinen anderen schieben.

Dann noch etwas zur Globalisierung, Ländergrenzen, Unterscheidung zwischen den einzelnen Völkern:
Ich finde das gar nicht schlimm, wenn zwischen Völkern unterschieden wird, im Gegenteil. Nationen sind sehr verschieden und das ist auch gut so, sonst wäre es langweilig. Wie viele Menschen wollen in ein bestimmtes Land, weil sie es dort so schön finden, weil die Menschen dort auch anders sind? Wär ja blöd, wenn wir auf der ganzen Welt eine Mischung daraus haben und überall die gleiche.
Daher bin ich dagegen nationale Grenzen in dem Sinne zu stark zu verwischen, damit kulturelle Unterschiede (lokal) erhalten bleiben. Dazu gehören auch Nationen, die ich nicht mag. Jeder hat das Recht zur Existenz auf dieser Welt, solange er andere nicht stört. Nur hat er dafür auch seinen Platz, denn sonst klappt das nicht.

Artenvielfalt ist in der Natur ja auch etwas ganz wichtiges, ohne diese hätte sich die Welt nicht so entwickeln können.

Joa ich glaube ich hab so gut wie alles, was ich mal los werden wollte.
Ich finde es eine beängstigende Entwicklung, dass man in Deutschland Angst haben muss, nur weil man seine Meinung zu diesem Thema sagt. Ist wie gesagt kein Stück besser, als damals im Nazi-Deutschland. Ich seh dafür keine Begründung, denn wir haben alle nichts mit den Menschen um 1930 bis 1945 zu tun, selbst von denen konnten nur die wenigsten was dafür. Zudem übertrifft eine solche Meinung auch nicht die in vielen anderen Ländern, wie ebenfalls schon erwähnt.
-> Ein bisschen mehr Mut zu einem gesunden Nationalstolz wäre angebracht.

Danke fürs Lesen und ggf. für weitere, konstruktive Meinungen.
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2009, 19:49:59 von Takeshi »

hide

  • V.I.P
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3058
  • 50,40,30,20,Retard,Retard
    • Profil anzeigen
    • Geschichten aus der Bucht
Re: "?berlebenswille" und Nationalstolz = Nazi?
« Antwort #1 am: 14. Oktober 2009, 21:11:10 »
Thilo Sarrazin ist nicht erst seit seiner "xy% der Migranten sind überflüssig"-Aussage angeeckt, auch mit Aussagen wie "wenn den HartzIV Empfängern kalt in der Wohnung ist, sollen sie sich nen Pullover anziehen" hat er sich unbeliebt gemacht. Das Problem an solchen Aussagen ist, dass man damit pauschal einen Haufen von Menschen verurteilt und die sich dadurch verletzt fühlen, wenn ein Türke sagt "alle Deutschen sind Nazis" fühlst du dich, genau wie ich dadurch persönlich angegriffen, wenn ein Sarrazin sagt "xy% der Türken und Araber sind überflüssig" fühlen sich auch die Aufrichtigen unter diesen Menschen dadurch verletzt weil sie sich wie Menschen zweiter Klasse beurteilt fühlen.

So kann man über Autos und Apotheken reden aber nicht über Menschen.

Dass sich der Zentralrat der Juden darüber aufregt ist für mich sehr einleuchtend, sie wollen einfach nicht dass in diesem Land irgendwelche Menschen pauschalen Vorurteilen unterliegen ob es jetzt ein Türke, ein Jude oder ein Marsmännchen ist.

Mit "hallo hier bin ich" kommt kein Mensch nach Deutschland rein, das Asylrecht in Deutschland ist in den letzten Jahren verschärft worden und die Abschiebequote ist sehr hoch (also hier in Dortmund werden von 4000 Bleibeanträgen ca. 60 bewilligt).

Dass dieser Bericht deine Emotionen ein wenig zum kochen bringt mag aber  auch an der Zeitung liegen in der du das gelesen hast, dafür ist sie berühmt.

Takeshi

  • Administrator
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 29514
  • Geschlecht: Männlich
    • Profil anzeigen
    • trisaster.de
Re: "?berlebenswille" und Nationalstolz = Nazi?
« Antwort #2 am: 14. Oktober 2009, 21:38:22 »
Die Aussage mit den Hartz IV Empfängern kenn ich, aber wusste nicht, dass die von ihm war. Das ist natürlich total daneben, klar.
Ich bin zwar dafür, dass an der Hartz IV Regelungen stark was geändert werden muss, da viele auf Kosten des Staates leben und es sich gut gehen lassen, während andere mit Hartz IV absolut nicht auskommen und es dann trotz billigster Nahrung an genau dieser mangelt.
Zu verlangen, dass die sich dann aber mit einem Pullover wärmen, ist etwas zu viel verlangt.

Das Problem an solchen Aussagen ist, dass man damit pauschal einen Haufen von Menschen verurteilt und die sich dadurch verletzt fühlen, wenn ein Türke sagt "alle Deutschen sind Nazis" fühlst du dich, genau wie ich dadurch persönlich angegriffen, wenn ein Sarrazin sagt "xy% der Türken und Araber sind überflüssig" fühlen sich auch die Aufrichtigen unter diesen Menschen dadurch verletzt weil sie sich wie Menschen zweiter Klasse beurteilt fühlen.

Klar, stimmt schon. Ist halt schwierig in so einem Fall schwierig bestimmte, aber doch unbestimmte Menschen aus einer großen Menge damit anzusprechen.

Dass sich der Zentralrat der Juden darüber aufregt ist für mich sehr einleuchtend, sie wollen einfach nicht dass in diesem Land irgendwelche Menschen pauschalen Vorurteilen unterliegen ob es jetzt ein Türke, ein Jude oder ein Marsmännchen ist.

Und da finde ich, übertreiben die. Die Zeit der Nazis ist vorbei. Wir sind keine Hochburg von Nationalsozialisten mehr. Solche Menschen gibt es in vielen anderen Ländern auch und da teilweise noch stärker als hier.

Mit "hallo hier bin ich" kommt kein Mensch nach Deutschland rein, das Asylrecht in Deutschland ist in den letzten Jahren verschärft worden und die Abschiebequote ist sehr hoch (also hier in Dortmund werden von 4000 Bleibeanträgen ca. 60 bewilligt).

Gut, ich kenne die Rechtslage da überhaupt nicht. Mir scheint es da aber auch wieder eine ziemliche Ungerechtigkeit zu geben, was wohl an den Kriterien liegen muss. Oft genug seh ich irgendwelches Pack rum rennen oder im TV (gut, da gibts immer die Extreme), wo ich mich frage, wieso die eigentlich noch hier sind. Anderswo müssen Leute gehen, die es weniger verdient haben.

Dass dieser Bericht deine Emotionen ein wenig zum kochen bringt mag aber  auch an der Zeitung liegen in der du das gelesen hast, dafür ist sie berühmt.

Mich kotzt das alles schon ewig an, der Bericht war nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Mit stinkt hier so einiges gewaltig, ich hab nur immer die Klappe gehalten, weil man sich ja schon fürchten muss, weil man seine Meinung sagt; siehe Artikel, gleich mal verklagen.

Bild lese ich übrigens nie, hab den Link nur bekommen und den Artikel dann gelesen.

Die Tage hab ich einen anderen Artikel gelesen, nach dem gefordert wird Sozialleistungen zu kürzen, wenn Ausländer keinen Deutschkurs besuchen und natürlich auch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Da hab ich auch negative Reaktionen erwartet, die in die gleiche Richtung gehen.

hide

  • V.I.P
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3058
  • 50,40,30,20,Retard,Retard
    • Profil anzeigen
    • Geschichten aus der Bucht
Re: "?berlebenswille" und Nationalstolz = Nazi?
« Antwort #3 am: 15. Oktober 2009, 00:06:45 »
Die Aussage mit den Hartz IV Empfängern kenn ich, aber wusste nicht, dass die von ihm war. Das ist natürlich total daneben, klar.
Ich bin zwar dafür, dass an der Hartz IV Regelungen stark was geändert werden muss, da viele auf Kosten des Staates leben und es sich gut gehen lassen, während andere mit Hartz IV absolut nicht auskommen und es dann trotz billigster Nahrung an genau dieser mangelt.
Zu verlangen, dass die sich dann aber mit einem Pullover wärmen, ist etwas zu viel verlangt.

Genau da ist der Punkt, solche Aussagen sind verdammt unfair den Menschen gegenüber die viele Jahre hart gearbeitet haben, ihren Job verlieren und plötzlich am Rande der Gesellschaft gelandet sind.

Zitat
Und da finde ich, übertreiben die. Die Zeit der Nazis ist vorbei. Wir sind keine Hochburg von Nationalsozialisten mehr. Solche Menschen gibt es in vielen anderen Ländern auch und da teilweise noch stärker als hier.

Genau das ist es aber was eine Demokratie ausmacht, auch Minderheiten können sich vereinigen und verdienen es sich Gehör zu verschaffen. Der Heimatvertriebenenverbund findet auch sein Gehör und seine Förderer auch wenn deren Vertreibung über 60 Jahre her ist.

Gott sei Dank sind wir keine Hochburg für Nazis mehr, aber es lohnt sich in meinen Augen auch dafür zu kämpfen das es so bleibt. Natürlich sind wir nicht für die  Verbrechen der Nazis verantwortlich, aber es ist unsere Pflicht dafür zu sorgen dass sich so etwas nie wiederholt.

Zitat
Die Tage hab ich einen anderen Artikel gelesen, nach dem gefordert wird Sozialleistungen zu kürzen, wenn Ausländer keinen Deutschkurs besuchen und natürlich auch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Da hab ich auch negative Reaktionen erwartet, die in die gleiche Richtung gehen.

Auch wenn ich ein linker bin halte die ich diese Maßnahme für sinnvoll, denn letztenendes nützt es doch allen, denn wenn die Migranten sich in die Gesellschaft nicht integrerieren sind sie für ein ´Leben im Abseits verdonnert, das nützt uns nichts und sie sind der Vorstellung eines besseren Lebens enttäuscht.

Ich selber bin großer Bewunderer der kanadischen Immigrationspolitik, dort sind Viertel die von Einwanderer bewohnt werden Sehenswürdigkeiten und keine "No Go Areas".

Aber wie gesagt die meisten Einwanderer kommen heute mit den besten Vorsätzen nach Deutschland und suchen den Kontakt zur Gesellschaft. Meine Kommilitonen due aus Asien oder Afrika kommen sind die fleißigsten, was für mich das beste Beispiel ist das man Einwanderer niemals pauschal verurteilen darf.

Novae7

  • Lv 4: Great Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 207
  • Geschlecht: Männlich
    • Profil anzeigen
Re: "?berlebenswille" und Nationalstolz = Nazi?
« Antwort #4 am: 31. Oktober 2009, 12:38:35 »
hmm (kurz zu mir, Politisch neutral, im öffentlichem dienst, ~24)

Der post is relativ zertsückelt weil ich immerwieder andere sachen irgendwo zwischengeschrieben habe aber der gesamtzusammenhang sollte erkennbar sein ^^

kompliziertes thema (naja eigentlich nich aber gesellschaftlich kompliziert...)

ich wohne in Berlin Neukölln (sollten die meisten kennen ;)
Habe hier auch viele Ausländer um mich rum (wer häts gedacht? ^^)

die meisten sind vollkommen in ordnung (kenne zwar keinen persöhnlich aber da meistens nix negativ auffällt scheints ja so zu sein ;)

allerdings gibts auch hier wieder die "vorzeige extremfälle" halt der ottonormal "assi" (btw assi = kurzform assiozial = schädigend für die gemeinschaft)

und über genau die hatte ich mich mal bei na taxi fahrt mit dem türkischem taxifahrer unterhalten.. seine meinung zu denen war nur
"wenn die in die türkei (zurück) kommen würden, würden die erstmal ärgste probleme haben weil die da keiner "mag" grade weil die die türkei so schlecht hinstellen"

naja was soll man dazu sagen ;) er wirds wohl wissen (und ich glaube dem könnte ich auch so zustimmen nur bestätigen kann ich es nich.. war nie in der türkei,
(wobei ich mir das bestimmt lustig vorstelle, wenn ich mal dahin kommen würde und verlange
das da eine Christliche Kirche gebaut wird und ich gerne deutsch an der schule für meine (immaginären o.O) kinder haben will XD)

naja äpfel und birnen...

um's kurz zu fassen:
ich stimme dir eigentlich zu (@takeshi) mit deinem Post..

mir fällt noch die REP, DVU usw werbung ein die zur wahl in den randbezirken berlins hing...
fand die eher amüsant aber das problem ist das durch deren sprüche die wörter abschiebung,
patriotismus usw. von einem großteil der menschen die die sehen/lesen gleichgesetzt werden mit nazis...

also wenn man für die abschiebung von nicht integrationswilligen menschen ist und dann noch sagt
das man für ein besseres deutschland ist würden eine menge behaupten man wäre nen nazi?!


meine persöhnliche meinung ist dazu das man ruhig etwas "patriotischer" an manche sachen rangehen sollte... aber das wird hier nich so schnell passieren....
(dann wären wir ja böse nazis.... kommt dann der amerikaner wieder?? *hust*)


mal sehen was sich so in den nächsten 30 jahren tut XD

btw mir is da noch was eingefallen (isn zitat was ich irgendwo mal aufgeschnappt hab)
"Bei den Türken heißt es Ehrenmord... bei den Deutschen Familientragödie...)

Farin Urlaub - Lieber Staat ;)
http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=VNYoHeSYQFM

naja mal sehen eventuell fällt mir noch mehr die tage ein....
« Letzte Änderung: 31. Oktober 2009, 12:40:13 von Novae7 »
Ein Feigling tut, was er tun mu? !
Selbst wenn es Zeit ist sich zu wandeln,
Sollte man in neuen Zeiten
Stets nach alten Regeln handeln !
[Samsas Traum]

Takeshi

  • Administrator
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 29514
  • Geschlecht: Männlich
    • Profil anzeigen
    • trisaster.de
Re: "?berlebenswille" und Nationalstolz = Nazi?
« Antwort #5 am: 31. Oktober 2009, 13:16:08 »
und über genau die hatte ich mich mal bei na taxi fahrt mit dem türkischem taxifahrer unterhalten.. seine meinung zu denen war nur
"wenn die in die türkei (zurück) kommen würden, würden die erstmal ärgste probleme haben weil die da keiner "mag" grade weil die die türkei so schlecht hinstellen"
Ich hatte damals einen (ziemlich netten) Türken in der Klasse, der hat mir genau das gleiche erzählt. Weiß nicht mehr, ob das in meinem ersten Post schon drin steht, der meinte er schämt sich für viele Türken hier und die würden den Arsch voll bekommen, wenn die sich dort so benehmen würden.

btw mir is da noch was eingefallen (isn zitat was ich irgendwo mal aufgeschnappt hab)
"Bei den Türken heißt es Ehrenmord... bei den Deutschen Familientragödie...)
Sehr geiles Zitat ;D

Orson

  • Lv 2: Newbie
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 39
    • Profil anzeigen
Re: "?berlebenswille" und Nationalstolz = Nazi?
« Antwort #6 am: 05. November 2009, 12:40:22 »
Dazu fällt mir nur ein: Seit froh, dass ihr nicht in Duisburg wohnt.  ::) Hier kann man wirklich nurnoch wegziehen...

Takeshi

  • Administrator
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 29514
  • Geschlecht: Männlich
    • Profil anzeigen
    • trisaster.de
Re: Schweiz und Votum gegen Minarett
« Antwort #7 am: 01. Dezember 2009, 19:49:01 »
Der ein oder andere hat es vielleicht mitbekommen. In der Schweiz wurde gegen den Bau eines Minaretts gestimmt. Natürlich sind alle total bestürzt...

Artikel: Türken gehen auf Schweizer los
(ja ich weiß, Bild, aber wo anders steht genau das gleiche)

Ich muss sagen, ich bin irgendwie neidisch und stolz auf die Schweiz. Dort haben die Menschen wenigstens noch das Recht mitzubestimmen und sie machen es auch. Ist natürlich klar, dass es dem türkischen Premier "Recep Tayyip Erdogan" nicht gefällt, wenn man ihn und "sein Volk" nicht mag, aber so ist das nunmal und es gibt nunmal (zum Glück) kein Gesetz gibt, das einem das Recht gibt, überall von jedem akzeptiert zu werden. Das geht nicht, jede "Gruppe" von Mensch braucht seinen eigenen Raum. Dass die Schweizer sich den nicht nehmen lassen wollen, ist doch berechtigt. Da muss der Typ mal gar nicht rumheulen.
Hier sind nunmal überall christliche Länder und das kann auch ruhig so bleiben.

Bei sowas ist natürlich immer die Rede davon, dass es an der "Angst vor dem Unbekannten" liegt. Seh ich anders, es ist eher das Gegenteil. Gerade weil man es kennt, sind viele dagegen. Dazu passt auf die folgenden Textzeilen aus dem Artikel:
Zitat
"Das Abstimmungsresultat vom Wochenende war nicht Ausdruck von Angst, sondern von Mut", schreibt er in einem Gastkommentar für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Denn: Seiner Meinung nach hat sich die Mehrheit der Schweizer die Freiheit genommen, "eine andere Meinung zu vertreten als die von Politikern und Intellektuellen gewünschte".

In dem Zitat
Zitat
"Das Schweizer Volksbegehren zeigt, dass in der Tiefe der Gesellschaft anders gedacht wird als die politische Klasse und die Mehrheit der Medien glauben wollen"
wird auch der Unterschied zu unserer Politik deutlich. In Deutschland würde es so etwas vermutlich auch geben, hätte man hier das Recht selbst für etwas abzustimmen. Stattdessen kann man nur alle 4 Jahre mal ein paar Leute wählen, von denen man dann hoffen muss, dass sie in den nächsten 4 Jahren die Meinung jedes einzenen vertreten. Das macht aber keiner, da es ja auch kein anderer macht.

Ich finde das echt super und hoffe, dass das ein Zeichen setzt. Die ganzen fanatischen Islamisten können ja gern fanaische Islamisten bleiben und weiterhin in ihrer kleinen, eindimensionalen Welt leben, doch das können sie bitte in ihrem Bereich auf dieser Welt machen. Die "normalen" Islamisten (gibts ja vereinzelt auch) können gern hier bleiben, die brauchen aber auch keine "Tempel". Wenn Christen in islamistischen Gebieten leben wollen, dann brauchen sie dort auch keine Kirche, zumindest bekommen sie dort keine und können froh sein, wenn sie dort überhaupt problemlos überleben.

Mr.Slayer

  • Lv 2: Newbie
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 64
    • Profil anzeigen
Re: Schweiz und Votum gegen Minarett
« Antwort #8 am: 01. Dezember 2009, 20:52:20 »
Tja ich als Schweizer kann nur sagen, dass ich es gut finde und nicht weil ich etwas gegen ausländer habe, sondern weil ich es einfach nicht einsehe, warum sich die Islamisten nicht anpassen können.Nun gibt es ja Probleme wegen der EU, da man ja angeblich gegen die Menschenrechte vorgeht, obwohl man ja nciht die Religion verboten hat sondern der Bau von Minaretts. Es gibt z.b. Kirchen in der Türkei, jedoch stehen die schon seit midnestens Tausend Jahren, ich kenne keine neue Kirche in der Türkei. Ausserdem ist es dort verboten, ein Kreuz irgendwo aufzuhängen....
Wir haben 3 Muslime in unserer Klasse, 2 von ihnen fanden es auch gut, die andere ist auch so eine Fanatische Musimin, kam nicht mit zur Klassenfahrt,  wir hatten ein Referat mit der, und wir konnten nie abmachen, konnten es jedoch noch rechtzeitig dem lehrer sagen. Haben auch ne Geschichte gelesen, über ein türkisches Mädchen, dass nichts machen durfte(auch nicht klassenfahrt), und da werd ich wütend, wenn ich lese das der Vater sagt, dass sie nicht mit darf, weil es jungs hat. Nicht weil sie nciht mit darf, den meiner meinung nach ist sie selber schuld, aber was denken die Islamisten von uns, dass jeder mit jedem "vögelt"??? Wir sind nicht so und die haben absolut das falsche bild von uns !

EDIT: meine mutter ist selber ausländerin, und sie hat sich auch angepasst.
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2009, 21:00:56 von Mr.Slayer »

Takeshi

  • Administrator
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 29514
  • Geschlecht: Männlich
    • Profil anzeigen
    • trisaster.de
Re: Schweiz und Votum gegen Minarett
« Antwort #9 am: 01. Dezember 2009, 21:21:32 »
Nun gibt es ja Probleme wegen der EU, da man ja angeblich gegen die Menschenrechte vorgeht, obwohl man ja nciht die Religion verboten hat sondern der Bau von Minaretts. Es gibt z.b. Kirchen in der Türkei, jedoch stehen die schon seit midnestens Tausend Jahren, ich kenne keine neue Kirche in der Türkei. Ausserdem ist es dort verboten, ein Kreuz irgendwo aufzuhängen....

Menschenrechte sind ja gut und schön, aber wer sich nicht an die Menschenrechte hält (verbieten ja selbst andere Religionen), der sollte auch nicht dieses Recht bekommen.

Mich würde ja mal interessieren, was die EU sagt, wenn ich eine Religion gründe, nach der alle Muslime umgebracht werden sollen, alles muslimische vernichtet werden muss. Ob ich dann auch Religionsfreiheit hab?
(Will ich natürlich nicht, geht nur um die Theorie!)

[...], aber was denken die Islamisten von uns, dass jeder mit jedem "vögelt"??? Wir sind nicht so und die haben absolut das falsche bild von uns !
Das ist weniger das Problem, denke ich, wir sind einfach nur "ungläubig".

Ich hab die Tage auch ein Profil von nem Schüler gehen, in dem Stand "es gibt keinen anderen Gott als [wie auch immer der hieß]". Und der soll sich auch genau so verhalten, in seiner ganzen Lebensweise, auch seinem Besitz seiner "Freundin" gegenüber. Und davon gibts es nicht nur einen.
Ständig gibt es irgendwelche Fanatiker, die austicken, weil irgendwas nicht nach ihrer Interpretation dieser Religion läuft.
Mir fällt kein einziger Fall in den letzten 10 Jahren ein, in dem irgendein Christ oder überhaupt ein Anhänger irgendeiner anderen Religion aufgrund seines Glaubens Scheiße gebaut hat.

hide

  • V.I.P
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3058
  • 50,40,30,20,Retard,Retard
    • Profil anzeigen
    • Geschichten aus der Bucht
Re: Schweiz und Votum gegen Minarett
« Antwort #10 am: 01. Dezember 2009, 22:54:45 »
das problem ist einfach dass sie von uns (den menschen der westlichen welt) erwarten dass wir die Moslems als Individuen sehen, als solche respektieren und ihre Kultur anerkennen sollen (ICh rede jetzt speziell von den Moslems in Arabien und Persien). Wir dürfen sie nicht alle als Terroristen stigmatisieren, aber wenn irgendein verrückter Russe in Dresden eine Muslimin absticht, sind für die automatisch ALLE Deutschen Islamophob und unsere Flagge wird angezündet, wenn ein dänischer Karikaturist nen Mohammed mit Sprengsätzen am Gürtel malt, werden dänische Flaggen verbrannt, Handelsbeziehungen gekappt und die dänische Botschaft in Brand gesetzt, kurzum ALLE Dänen sind böse Moslemhasser, da wird nicht daran gedacht ob es auch Menschen in diesem Land gibt die ihre Gefühle respektieren. Christliche Missionare werden im Iran zum Tode verurteilt. Wenn dort Demonstranten abgeknallt werden und die Welt das verurteilt heisst es "haltet euch aus unseren Problemen raus", aber sie mischen sich in unsere Probleme ein.

Mir gehts echt auf die Eier, dass die Leute aus dem Nahen Osten uns dauernd wie bockige Kinder anpöbeln und uns Intoleranz vorwerfen. Die sollen sich mal selbst betrachten: einige Länder dort haben ein barbarischeres Rechtssystem als wir im Mittelalter, was in der Scharia steht, da rollen sich mir die Fußnägel nach oben. Frauen werden dort wie Dreck behandelt, sie werden mit Steinen beschmissen weil sie vergewaltigt wurden, aber wir sind Intolerant???

Respekt beruht immer auf gegenseitigkeit und das entgegenkommen dass sie von uns bekommen davon können wir in deren Ländern nur träumen!

und was die minaretten betrifft, ich hätte nicht dagegen gestimmt, ganz einfach weil ich kulturelle Vielfalt sehr zu schätzen weiß, es wertet ein Stadtbild einfach auf, ich würde nur nicht gerne den Mufti in den Straßen brüllen hören.
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2009, 22:58:39 von hide »

Takeshi

  • Administrator
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 29514
  • Geschlecht: Männlich
    • Profil anzeigen
    • trisaster.de
Re: Schweiz und Votum gegen Minarett
« Antwort #11 am: 01. Dezember 2009, 23:06:49 »
*unterschreib*
(bis auf den letzten Satz nicht ganz)

hide

  • V.I.P
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3058
  • 50,40,30,20,Retard,Retard
    • Profil anzeigen
    • Geschichten aus der Bucht
Re: Schweiz und Votum gegen Minarett
« Antwort #12 am: 01. Dezember 2009, 23:59:01 »
*unterschreib*
(bis auf den letzten Satz nicht ganz)

kulturelle Vielfalt hat was wundervolles, als Beispiel will ich mal Toronto anführen, das Zusammenleben dieser unglaublichen Vielfalt ist so beeindruckend, dort pflegen die Menschen einerseits ihre Tradition, gliedern sich aber andererseits in die Gesellschaft ein feiern dort Feste die nicht zu ihrer Kultur gehören (an St.Patricks Day sieht dort jede Kneipe aus wie ne UNO Vollversammlung), Freundschaften sind keine Grenzen durch die Herkunft gesetzt, dort sind Viertel wie China Town oder Greek Town keine schmelztiegel der Kriminalität, sondern Sehenswürdigkeiten.

Takeshi

  • Administrator
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 29514
  • Geschlecht: Männlich
    • Profil anzeigen
    • trisaster.de
Re: Schweiz und Votum gegen Minarett
« Antwort #13 am: 02. Dezember 2009, 00:42:09 »
Dagegen hab ich ja auch an sich nichts. Mich stören mehr die fanatischen Anhänger, die diesen Turm "brauchen", als der Turm selbst.
Außerdem finde ich kulturelle Vielfalt an sich zwar okay, aber wenn du überall auf der Welt alle Kulturen gemisch hast, gehen die Kulturen alle irgendwie unter. Ich denke ein Kern der Kultur braucht seinen eigenen Raum, wo er dominant ist. Da wirst du mir zwar widersprechen, aber so sehe ich das.

Ich fänds (bzw finds) auch nicht gut, wenn zum Beispiel das Oktoberfest oder die Weißwurst in Asien, Afrika oder Amerika so einen Status erreicht wie hier. Die sollen dort ihre nationalen Gerichte haben, wir hier unsere. Eine zu starke Verscmischung nimmt den Sachen die Herkunft und damit irgendwie den Charakter.
So ist das mit Festen und Bräuchen auch, nur fällt mir da gerade nichts typisch deutsches ein :ugly



Die Nachricht gibts auch auf spiegel.de

Zitat
Die Volksabstimmung gefährdet laut der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey die Sicherheit ihres Landes.

Allein diese Tatsache sollte einem schon zu denken geben und ist ein Grund mehr dagegen zu stimmen. Wer ankommt mit "akzeptier mich und lass mich mich hier breit machen, sonst hau ich dir auf die Fresse" kommt, scheint aber erst Recht Anspruch auf Akzeptanz zu haben. Komische Welt.

Zitat
In Ägypten hält sich das Entsetzen über die Schweizer Entscheidung noch in Grenzen. Zwar sprach Ali Gum'a, Mufti Ägyptens und damit ranghöchster Islamgelehrter, von einem "Schreck einflössenden Vorgang". Er sah darin einen Angriff auf die Glaubensfreiheit und einen Versuch, die Gefühle der "islamischen Gemeinschaft innerhalb und außerhalb der Schweiz" zu verletzen.

Noch so einer. Da wären wir wieder bei dem Thema, dass sie selbst andere Religionen nicht akzeptieren.

Zitat
Er forderte seine Glaubensbrüder in der Schweiz auf, sich auf rechtlichem und verfassungspolitischem Wege zu bemühen, das Bauverbot für islamische Gebetstürme rückgängig zu machen.

Er sollte mal lieber seine Glaubensbrüder dazu aufrufen auf die anderen misratenen Glaubensbrüder aufzupassen und denen mal auf die Füße zu treten, wenn die Mist machen. Gäbe es diese nicht, gäbe es auch keine Abneigung gegen den Islam.

Zitat
Muhammad Mahdi Akif, Führer der in Ägypten und in der sunnitisch islamischen Welt einflussreichen Muslimbruderschaft, forderte von den verantwortlichen Instanzen in der Schweiz alles daranzusetzen, um eine "Hasswelle" gegen den Islam zu verhindern und das umstrittene Volksbegehren im Lichte des Toleranzgebotes zu überdenken.

Die können sie selbst verhindern, siehe einen Punkt weiter oben.

Zitat
Professor Mohamed Said von der Kairo Universität ermahnte seine Studenten sogar, nicht jede unwillkommene Initiative als gezielte Aggression hoch zu stilisieren. [...] Im übrigen sollte der Bau von Kirchen und Moscheen weltweit auf gleicher Basis erfolgen.

Direkt mal einer hats verstanden.

Zitat
Der koptische Essayist Gamal Ass'ad war in seinem Urteil über die helvetische Abstimmung härter als seine islamischen Kollegen. Der ägyptische Christ warf den Schweizern vor, ins Mittelalter zurückgefallen zu sein.

*lol*
Ohne Worte...
« Letzte Änderung: 02. Dezember 2009, 01:18:12 von Takeshi »

hide

  • V.I.P
  • Lv 99: Freak
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3058
  • 50,40,30,20,Retard,Retard
    • Profil anzeigen
    • Geschichten aus der Bucht
Re: Schweiz und Votum gegen Minarett
« Antwort #14 am: 02. Dezember 2009, 07:43:06 »
hui das klingt ja fast apokalyptisch was du beschreibst  ;D

also die vermischung der kulturen sehe ich noch nicht, jedes land hat ja doch noch seine native mehrheit und so wird es auch bleiben. die frage is doch viel mehr wie man vernünftig mit minderheiten umgeht und wie die minderheiten sich verhalten. Es ist falsch Minderheiten zu unterdrücken, aber es ist eben so falsch Politik nur auf die Minderheiten auszurichten und den Willen der Mehrheit als falsch zu bezeichnen (siehe Schweiz).

Ein anderes Thema ist ja die große Moschee in Köln, was mich daran so stört dass sie aus EU-Fördermitteln finanziert wird. Warum zahlen Moslems keine Kirchensteuer? Warum bekommen sie ihre Gotteshäuser aus Steuergeldern finanziert? Das ist in meinen Augen schreiend ungerecht, sie sollten wenn sie solche Ansprüche schon stellen, sich auch soweit dem System anpassen und endlich auch eine Kirchensteuer abdrücken! Es darf nicht sein dass ich für meine Religion zahlen muss und sie nicht (den Klingelbeutel meine ich damit nicht).

Den Beitrag auf SpOn hab ich auch gelesen, darauf hat meine erste Antwort zum großen Teil basiert  ;D
« Letzte Änderung: 02. Dezember 2009, 07:44:54 von hide »