Diese Anleitung beschreibt, wie du den KES-400A richtig reinigst, nicht nur die Linse von oben. Das bringt in einigen Fällen wesentlich mehr, als nur die grobe Reinigung von oben.
Dennoch sei gesagt, dass das Reinigen des Lasers leider nur selten den gewünschten Erfolg bringt. Entweder er geht danach weiterhin nicht, oder er läuft nur wenige Tage oder Wochen problemlos und gibt danach ganz den Geist auf. Wenn der Laser gar nicht mehr blau leuchtet, kannst du dir den Aufwand auch komplett schenken, denn dann ist die Laserdiode platt.
Die schwarze Abdeckug ist mit drei Nasen fixiert.

An den mit den Pfeilen markierten Stellen musst du mit einem kleinen Schraubenzieher leicht gegen drücken, dann lässt sich die Kappe abheben. Ich würde rechts anfangen.

Schraube die drei Schrauben (gelb) raus. Leg die kleine Klappe (orange) nach oben um, aber vorsichtig! Die bricht schnell weg. Danach lässt sich das Kabel raus ziehen.
Ganz wichtig, du solltest die feinen Drähte zur Linse nicht berühren. Die sind zwar leicht elastisch. Wenn sie aber einmal verbogen sind, bekommt man sie nicht wieder gerade genug, dann muss eine neue Focuseinheit her. Deshalb möglichst die Einheit nur am Kunststoff (grün) oder dem Metallboden festhalten, nicht an den Drähten (rot).

Jetzt lassen sich die untere Scheibe und die obere Linse von unten reinigen. Dazu machst du kreisende Bewegungen mit dem mit Isopropanol befeuchteten Wattestäbchen (nicht zu feucht). Die Linse musst du dabei festhalten, am besten von links an dem Stück, an dem keine Drähte sind.

Setz die Focuseinheit wieder drauf, schieb das Kabel rechts in die Buchse (orangener Pfeil), leg die Klappe um. Als nächstes musst du drauf achten, dass die beiden Löcher links, wo die Schraube rein kommt (gelber Pfeil), möglichst mittig übereinander sitzen. Dann schraubst du die Schraube rein, leicht fest, aber nicht ganz anziehen. Dreh die Einheit so, dass auch die anderen beiden Stellen genau übereinander liegen, drehst die Schrauben dann auch rein.
Die Focuseinheit muss nicht exakt in der Mitte sitzen, damit es funktioniert, bei mir gings im Test auch, als die total daneben saß. Aber ich denke je mittiger, desto besser.
Hast du das geschafft, kannst du die Plastikabdeckung wieder drauf setzen und die Linse von oben reinigen, ebenfalls kreisende Bewegungen. Dass sich die Linse dabei bewegt ist nicht schlimm. Die kann sowohl nach unten, als auch nach links/rechts nur so weit weg, wie sie darf. Dabei verbiegt sich nichts, also keine Angst.
Es kann sein, dass die Linse danach etwas trüb ist. Dann befindet sich noch Isopropanol an der Linse. Warte einfach, bis die Linse wieder klar ist und teste dann, ob es funktioniert hat.