Autor Thema: Also ja...  (Gelesen 1238062 mal)

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RalleBert

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Re: Also ja...
« Antwort #1890 am: 13. Juni 2010, 19:21:05 »
Bohh nervt dieses furchtbare getute der "Nazis". Irgendwie hat jeder in der gegend wohl so eine "Uwe-Seeler-Tröte" - ÄTZEND! Und die bekloppten prügeln sich noch nicht mal um den Ball... erst um 20.30 noch über eine Stunde...

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Re: Also ja...
« Antwort #1891 am: 13. Juni 2010, 22:14:25 »
ich verstehe patriotismus einfach nicht, wieso sollte ich auf ein land stolz sein? ich verurteile das nicht, aber es ist mir einfach nicht klar, ich hab das land nicht erschaffen, die geschichte hab ich nicht beeinflusst, die leistungen der großen persönlichkeiten die aus dem gleichen land kommen sind nicht mein verdienst und außerdem kann ich die hälfte der menschen die in diesem land wohnen nicht leiden.

RalleBert

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Re: Also ja...
« Antwort #1892 am: 13. Juni 2010, 22:23:41 »
Jetz schießen die auch noch Feuerwerk ab... Ich glaube Australien hat verloren. Ist das jetz jedes mal so?! OMFG

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Re: Also ja...
« Antwort #1893 am: 13. Juni 2010, 22:31:49 »
ich bin wirklich froh nicht in der innenstadt zu wohnen  ;D

Takeshi

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Re: Also ja...
« Antwort #1894 am: 13. Juni 2010, 22:35:07 »
ich verstehe patriotismus einfach nicht, wieso sollte ich auf ein land stolz sein?

Diese schwachsinnige Diskussion musste ich schon bei einem Zivilehrgang mit einer Lehrkraft führen. Er war auch der Meinung uns verbal einprügeln zu müssen, dass man nicht stolz drauf sein kann. Da man ja aber Angst haben muss gleich als Nazi abgestempelt zu werden, wenn man dem nur versucht zu widersprechen, hab ichs da mal gelassen.

Mal abgesehen davon, dass ich diesen Nationalstolz zusammen mit der WM etwas dämlich finde (entweder immer oder gar nicht, nicht nur zur WM), bin ich da komplett anderer Meinung.
Wieso kann man nur auf etwas stolz sein, das man selbst aktiv geleistet hat? Wie ist das mit der Mutter, die stolz auf ihr Kind ist, weil es in einer Klassenarbeit eine 1 geschrieben hat?
Es gibt viele Dinge, bei denen ich auf andere stolz bin oder stolz bin irgendwo dazu zu gehören. Das Argument "man kann nicht auf die Leistung anderer Stolz sein" geht nicht, egal wie mans dreht. Dann haben wir halt eine andere Definition dieses Wortes, aber es gibt eine Art Gefühl in dem Zusammenhang und wenn es nicht "stolz sein" ist, dann gib mir eine andere Vokabel, benutze ich halt diese. Aber ich fasse es einfach in die Definition dieses Wortes mit hinein.

Ich bin jedenfalls stolz drauf, nicht nur zur WM.
Und um das vllt gleich auch noch mit anzusprechen: Auch jemand, der nicht in Deutschland geboren ist, kann nach meiner Auffassung dieses Wortes stolz drauf sein. Das Geburtsland spielt da nicht wirklich eine Rolle.

Zum Thema Fußball: Ich wohne in der Innenstadt, hier ist was los ;D
Und ja, Deutschland hat 4:0 gewonnen, glaub ich.

RalleBert

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Re: Also ja...
« Antwort #1895 am: 13. Juni 2010, 23:00:53 »
Muß ja gestehen daß an meinem Auto auch eine kleine Fahne ist: die der Niederlande  ;D

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Re: Also ja...
« Antwort #1896 am: 13. Juni 2010, 23:36:25 »
ich verstehe patriotismus einfach nicht, wieso sollte ich auf ein land stolz sein?

Diese schwachsinnige Diskussion musste ich schon bei einem Zivilehrgang mit einer Lehrkraft führen. Er war auch der Meinung uns verbal einprügeln zu müssen, dass man nicht stolz drauf sein kann. Da man ja aber Angst haben muss gleich als Nazi abgestempelt zu werden, wenn man dem nur versucht zu widersprechen, hab ichs da mal gelassen.

Mal abgesehen davon, dass ich diesen Nationalstolz zusammen mit der WM etwas dämlich finde (entweder immer oder gar nicht, nicht nur zur WM), bin ich da komplett anderer Meinung.
Wieso kann man nur auf etwas stolz sein, das man selbst aktiv geleistet hat? Wie ist das mit der Mutter, die stolz auf ihr Kind ist, weil es in einer Klassenarbeit eine 1 geschrieben hat?
Es gibt viele Dinge, bei denen ich auf andere stolz bin oder stolz bin irgendwo dazu zu gehören. Das Argument "man kann nicht auf die Leistung anderer Stolz sein" geht nicht, egal wie mans dreht. Dann haben wir halt eine andere Definition dieses Wortes, aber es gibt eine Art Gefühl in dem Zusammenhang und wenn es nicht "stolz sein" ist, dann gib mir eine andere Vokabel, benutze ich halt diese. Aber ich fasse es einfach in die Definition dieses Wortes mit hinein.

Ich bin jedenfalls stolz drauf, nicht nur zur WM.
Und um das vllt gleich auch noch mit anzusprechen: Auch jemand, der nicht in Deutschland geboren ist, kann nach meiner Auffassung dieses Wortes stolz drauf sein. Das Geburtsland spielt da nicht wirklich eine Rolle.

Zum Thema Fußball: Ich wohne in der Innenstadt, hier ist was los ;D
Und ja, Deutschland hat 4:0 gewonnen, glaub ich.

was will ich dir denn einprügeln? ich habe eine ernstgemeinte frage gestellt weil es mir bisher kein einziger für mich nachvollziehbar erklärt hat, dazu den satz "ich verurteile das nicht" gebracht, das wort nazi kommt in meinem betrag nun überhaupt nicht vor.

Die Mutter kann auf stolz auf ihr kind sein, weil es auch ihr verdienst ist wenn das kind eine 1 hat, von daher ist dein vergleich mangelhaft, eine mutter investiert zeit, geld und viel arbeit in ein kind, von daher ist der stolz auf die leistung des eigenen kind etwas für mich völlig nachvollziehbares und in keinster weise vergleichbar mit nationalstolz. Der Trainer ist auch stolz auf seine Mannschaft, ist für mich das gleiche wie der stolz einer mutter.

Also ich bin nur stolz auf sachen an denen ich mitgewirkt habe, ansonsten schmücke ich mich mit fremden Federn. Nicht Deutschland war der erste Mensch in der Luft sondern Otto Lilienthal, nicht Deutschland hat die Kernspaltung als erstes durchgeführt sondern Otto Hahn und Fritz Straßmann, nicht Deutschland hat das Auto erfunden sondern Carl Benz und nicht ICH bin Papst sondern Ratzinger, nicht ICH habe den Grand Prix gewonnen sondern Lena, wo bitte war mein Beitrag zu diesen Dingen? Ich hab den Bodensee nicht mit Wasser gefüllt und ich habe den Hunsrück nicht gefaltet.

statt diesem (entschuldige bitte) völlig belanglosem gequatsche von nationalstolz sollen die menschen in diesem land endlich mal anfangen was für dieses land zu tun, wenn diese turnusfans mit deutschlandflagge rumlaufen aber gleichzeitig den müll achtlos wegwerfen, ihre bierflasche auf der fahrbahn zerschmettern, nachts mitm hupkonzert andern menschen auf die nerven gehen, mit 70 durch eine 30er zone fahren und in der schweiz ihr geld vorm fiskus verstecken, is das für mich eindeutig heuchelei, statt diesem hohlen gelaber sollte man mehr taten zeigen.

und zur bedeutung des wortes stolz:
http://de.wiktionary.org/wiki/stolz

ich habs in einem richtigen duden nachgeprüft, die erklärung ist also vollkommen richtig
« Letzte Änderung: 13. Juni 2010, 23:47:01 von hide »

Takeshi

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Re: Also ja...
« Antwort #1897 am: 14. Juni 2010, 00:24:52 »
was will ich dir denn einprügeln?
Nicht du, sondern dieser dämliche Lehrer da. Das war einfach nur bescheuert, was der da abgezogen hat.

Die Mutter kann auf stolz auf ihr kind sein, weil es auch ihr verdienst ist wenn das kind eine 1 hat, von daher ist dein vergleich mangelhaft, eine mutter investiert zeit, geld und viel arbeit in ein kind, von daher ist der stolz auf die leistung des eigenen kind etwas für mich völlig nachvollziehbares und in keinster weise vergleichbar mit nationalstolz. Der Trainer ist auch stolz auf seine Mannschaft, ist für mich das gleiche wie der stolz einer mutter.

Ich lebe in diesem Land, ich bin Teil dieser Gesellschaft (Wirtschaft und was es sonst noch hier gibt), ich gehe wählen, ich beeinflusse auch diese Gesellschaft, genau so auch umgekehrt. Natürlich ist der Einfluss minimal, aber wenn man danach geht, ist es sinnlos wählen zu gehen.

Also ich bin nur stolz auf sachen an denen ich mitgewirkt habe, ansonsten schmücke ich mich mit fremden Federn. Nicht Deutschland war der erste Mensch in der Luft sondern Otto Lilienthal, nicht Deutschland hat die Kernspaltung als erstes durchgeführt sondern Otto Hahn und Fritz Straßmann, nicht Deutschland hat das Auto erfunden sondern Carl Benz und nicht ICH bin Papst sondern Ratzinger, nicht ICH habe den Grand Prix gewonnen sondern Lena, wo bitte war mein Beitrag zu diesen Dingen? Ich hab den Bodensee nicht mit Wasser gefüllt und ich habe den Hunsrück nicht gefaltet.

Tja, du hast einmal einen anderen Bezug zu einem Land und du siehst das auch noch falsch. Einmal ist man stolz auf sich, dass man Deutscher ist (siehe oben), was natürlich nicht auf alles anwendbar ist. Dabei ist man stolz auf SICH, was man geleistet hat.
Dann kann man noch stolz auf andere sein (ich glaube diesen Zusammenhang verstehst du irgendwie einfach nicht). Da ist man stolz drauf, was ANDERE geleistet haben. Viel mehr gibts dazu nicht zu sagen.
Als Beispiel kann ich hier gerade nur Fußball bringen: Ein Fan ist stolz auf seine Lieblingsmanschaft. Dabei ist er denk ich nicht davon überzeugt etwas geleistet zu haben, er ist ja dabei auch nicht stolz auf sich.

statt diesem (entschuldige bitte) völlig belanglosem gequatsche von nationalstolz [...]

Dieses "belanglose gequatsche" gibt es eigentlich nur, weil die Leute, die stolz auf ihr Land sind, dafür angegriffen werden. Sonst gäbe es auch nichts zu bequatschen.

[...]sollen die menschen in diesem land endlich mal anfangen was für dieses land zu tun, wenn diese turnusfans mit deutschlandflagge rumlaufen aber gleichzeitig den müll achtlos wegwerfen, ihre bierflasche auf der fahrbahn zerschmettern, nachts mitm hupkonzert andern menschen auf die nerven gehen, mit 70 durch eine 30er zone fahren und in der schweiz ihr geld vorm fiskus verstecken, is das für mich eindeutig heuchelei, statt diesem hohlen gelaber sollte man mehr taten zeigen.

Das ist natürlich richtig, das ist ein riesen Widerspruch. Für das Land etwas tun ist natürlich auch sinnvoll, wobei das teilweise schwierig ist. Aber bei so kleinen Dingen fängts natürlich an, da sollte man auch anfangen, aber das ist wieder ein anderes Thema.
Das Getröte mit der Vuvusela ist was anderes, das ist Party und "gesellschaftlich genehmigt" (so wie Hochzeit oder andere Feste, die teils öffentlich gefeiert werden).

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Re: Also ja...
« Antwort #1898 am: 15. Juni 2010, 17:49:58 »
der fan sucht sich seine lieblingsmannschaft aus und unterstützt sie: finanziell durch eintrittsgelder, merchandise etc. und moralisch durchs anfeuern, ich hab mir das land in dem ich geboren wurde nicht ausgesucht sondern ich bin hier einfach reingeboren, klar es hätte mich wesentlich schlechter treffen können aber nichts desto weniger spür ich keine tiefe innige liebe zu diesem land. Fähnchenschwenken bringt das land aber auch nicht weiter, schon gar nicht wenn man 1.99 Deutschlandflaggen die in Indonesien und Deutschland t-shirts die in bangladesh genäht wurden kauft.

Ich bezeichne niemanden als Nazi der sich als Patriot bezeichnet, aber da muss auch mehr dahinter sein als nur "ich bin stolz deutscher zu sein", da gehört auch dazu dass ich lieber die heimische Wirtschaft unterstütze statt "geiz ist geil" und immer die billigste Alternative wähle ohne mir Gedanken zu machen unter welchen Bedingungen das Produkt hergestellt wurde. Dazu gehört es auch mal ehrenamtlich zu arbeiten, sei es als Wahlhelfer oder wie bei uns grad aktuell sich bei RUHR.2010 Projekten zu engagieren. Steckt da nicht mehr Substanz hinter als einfach nur zu sagen "ich bin stolz.."?

All die Dinge die ich genannt habe sind mein Verständnis von sozialem Gewissen, ich lebe hier also tu ich was dafür, ich scheiß mir ja auch nicht ins eigene Bett. Ich liebe meine Wohnung auch nicht, trotzdem behandele ich sie ordentlich, das gleiche gilt auch für mein Land.

Takeshi

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Re: Also ja...
« Antwort #1899 am: 15. Juni 2010, 18:10:46 »
[...] der fan sucht sich seine lieblingsmannschaft aus und unterstützt sie: finanziell durch eintrittsgelder, merchandise etc. und moralisch durchs anfeuern [...]

Ein Land kann man auch unterstützen, das hatten wir ja schon. Ich weiß aber auch nicht, wieso du jetzt auf "Fan sein" eingehst.

[...] ich hab mir das land in dem ich geboren wurde nicht ausgesucht sondern ich bin hier einfach reingeboren [...]

Hab auch nie behauptet, dass es darauf ankommt, in welchem Land man geboren wurde. Ich hab sogar mal durchscheinen lassen, dass es genau darauf nicht ankommt. Man kann sich aussuchen, in welchem Land man leben will.

[...] nichts desto weniger spür ich keine tiefe innige liebe zu diesem land [...]

Das ist allein dein Problem, daraus kannst du anderen keinen Strick drehen. Ich spüre auch keine "tiefe innige liebe zu diesem land", aber auch das tut ja nichts zur Sache.

Fähnchenschwenken bringt das land aber auch nicht weiter, schon gar nicht wenn man 1.99 Deutschlandflaggen die in Indonesien und Deutschland t-shirts die in bangladesh genäht wurden kauft.

Das stimmt ja, aber geht irgendwie am Thema vorbei. Es ist sicher keine effektive Unterstützung für das Land, aber das ist ja kein Widerspruch dazu, dass Nationalstolz ok ist.

"Fähnchenschwenken" ist auch eher eine moralische Unterstützung und gilt auch eher der Manschaft (andere tragen T-Shirts von Bayern, Sortmund, Schalke, was weiß ich). Das bringt natürlich auch nichts. Aber es gibt so viel, was nichts bringt, trotzdem wird es gemacht.

Ich bezeichne niemanden als Nazi der sich als Patriot bezeichnet, aber da muss auch mehr dahinter sein als nur "ich bin stolz deutscher zu sein", da gehört auch dazu dass ich lieber die heimische Wirtschaft unterstütze statt "geiz ist geil" und immer die billigste Alternative wähle ohne mir Gedanken zu machen unter welchen Bedingungen das Produkt hergestellt wurde. Dazu gehört es auch mal ehrenamtlich zu arbeiten, sei es als Wahlhelfer oder wie bei uns grad aktuell sich bei RUHR.2010 Projekten zu engagieren. Steckt da nicht mehr Substanz hinter als einfach nur zu sagen "ich bin stolz.."?

Klar, das ist halt einfach dumm.
Gibt auch Dortmundfans (ich sag nur Ultras), die sind stolz drauf Dortmundfans zu sein (aus Dortmund zu kommen, das gleiche Spiel nur ne Nummer kleiner) und das Einzige, was die drauf haben ist Fans anderer Manschaften anzurotzen, zu verprügeln oder irgendwas ähnlich produktives zu veranstalten. Find ich noch ne ganze Ecke dämlicher.

All die Dinge die ich genannt habe sind mein Verständnis von sozialem Gewissen, ich lebe hier also tu ich was dafür, ich scheiß mir ja auch nicht ins eigene Bett. Ich liebe meine Wohnung auch nicht, trotzdem behandele ich sie ordentlich, das gleiche gilt auch für mein Land.

Spricht ja gar nichts dagegen. Der Punkt ist ja nur der, dass deine Aussage am Anfang zumindest so rüberkam, dass Nationalstolz scheiße ist, es sowas nicht geben dürfte, da es keinen Grund dazu gibt. Das ist falsch. Dass viele Leute den Nationalstolz nicht grad konsequent umsetzen ist ne andere Baustelle.

EiriYuki

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Re: Also ja...
« Antwort #1900 am: 15. Juni 2010, 20:46:22 »
In jedem anderen Land ist der Nationenstolz viel krasser als hier in Deutschland. Hätten die Deutschen nicht den 2. Weltkrieg verursacht, dann gäbe es nicht die Situation.

Wir haben mal in Geschichte darüber gesprochen, und wir mussten feststellen dass die 1. und 2. generation nach dem 2. Weltkrieg einfach anders erzogen wurde, was Nationenstolz angeht, eben wegen der Nazi-Sache. Es war damals einfach schwierig.

Ich denke, gäbe es den 2. Weltkrieg nicht, dann würdest du diese Frage nicht stellen, Hide. Es ist meistens unterbwusst, viele kriegen den Vaterstolz nicht "beigebracht". In Frankreich, in den USA würden die menschen dich für diese Frage nur schief angucken.


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Re: Also ja...
« Antwort #1901 am: 15. Juni 2010, 23:52:37 »
@Takeshi:

ich habe nie gesagt oder gemeint dass ich es scheiße finde, falls es so rübergekommen ist und ich damit jemanden verletzt habe tut es mir leid, ich habe nur gesagt dass ich es nicht verstehe und auch jetzt nicht verstehe, ich bin ein Mensch der die Dinge hinterfragt und wenn es da eine Logik gibt, dann verstehe ich sie schlicht und einfach nicht.

@EiriYuki

Das ist mit Sicherheit keine Frage der Erziehung, ich bin unter nem Haufen Nazis aufgewachsen die mir wat von Deutschlands Glanz und Gloria runtergebetet haben, auch wenn viele dieser Leute in der Kindheit noch meine Freunde waren, hab ich den Teil mit dem Nationalstolz nie ernsthaft verstanden und verstehe es bis heute nicht, ich kann nichts dafür deutscher zu sein, ich habe die verbrechen der nazis nicht begangen aber ich will auch keinen ruhm für die guten taten deutscher menschen ernten

Takeshi

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Re: Also ja...
« Antwort #1902 am: 16. Juni 2010, 00:20:19 »
Naja, kam wie gesagt so rüber. Dann hab ichs falsch verstanden ;)
Ich bin ja auch jemand, der Dinge gern hinterfragt, so ist das ja nicht.

Was ich halt nur nicht nachvollziehen kann bzw dämlich finde, ist, dass es das alle 2 Jahre zur WM/EM gibt und sonst nicht. Und es geht nur selten über Fähnchencschwenken und Deutschland-Rufe hinaus.

Das ist mit Sicherheit keine Frage der Erziehung, [...]

Ich denke schon, dass es damit auch was zu tun hat. Ich mein man kann Menschen alles in der Erziehung bei bringen, guck dir Fanatiker an, die sich für irgend nen Scheiß in die Luft jagen. Das ist Erziehung.
Dass es bei dir nicht dazu gekommen bist, obwohl du Nazis in der Umgebung hattest, heißt ja nichts. Andere wachsen mit Drogenabhängigen auf und das Resultat ist, dass sie alles werden, nur niemals drogenabhängig, denn das haben sie gelernt, das wollen sie garantiert nicht werden.

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Re: Also ja...
« Antwort #1903 am: 16. Juni 2010, 00:31:35 »
die spinner die sich in die luft jagen, das würd ich nicht wirklich erziehung nennen, sondern eher gehirnwäsche und wenn mein vater mir beigebracht hätte ich soll mich für mein land oder für die Souveränität Israels in die luft sprengen wäre das wohl auch eindeutig der Holzweg (will damit sagen dass man Gehirnwäsche auch als extreme Form der Erziehung sehen kann).

Erziehung ist nicht alles, mein Character und meine Weltanschauung sind auch ein Produkt meiner Erfahrungen.

Takeshi

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Re: Also ja...
« Antwort #1904 am: 16. Juni 2010, 00:39:44 »
Erziehung, Gehirnwäsche ... das ist irgendwo ein fließender Übergang. Aber das hast du ja auch schon erkannt.

Erziehung ist nicht alles, mein Character und meine Weltanschauung sind auch ein Produkt meiner Erfahrungen.

Klar, und genau deshalb gehts bei einigen mit der Erziehung auch schief.