Autor Thema: Bauteiletester auf ATMega328 Basis  (Gelesen 13619 mal)

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RalleBert

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Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« am: 09. September 2016, 23:52:13 »
Hier geht es um einen Bauteiltester für Elektronikkomponenten, welchen ich mir kürzlich zugelegt habe. Eigentlich nur aus dem Grund, das er die Hälfte eines Kapazitätsmessgerätes kostet, aber ungleich viel mehr kann. Ein Kapazitätsmessgerät habe ich eigentlich in meinem "Alltagsmultimeter", nur bekam ich in letzter Zeit ausschließlich abstruse Messergebnisse (dazu später). Daher, für gerade mal 10€, nicht lange überlegt und diesen Bausatz bei Ebay (Artikelnr. 182121154675) bestellt:



Außer der Batterie und dem Bauteil im Testsockel ein komplettes Set mit vernünftig hergestellter Platine, allen Bauteilen passend abgezählt und natürlich dem programmierten Atmel. Auf der Platine sind die drei einzigen SMDs bereits vorbestückt, für alle anderen Bauteile sind Aufdrucke vorhanden, so das ein problemloses Bestücken schnell erledigt ist. Ein Multimeter zum Ausmessen der Widerstände macht  die Sache einfacher, zur Not geht es natürlich auch über den Farbcode. Zum Betrieb reicht ein 9V Block, es geht aber auch mit einem DC-Netzteil bis 12V.

Nach dem Aufbau: Helle Freude, bis jetzt klappt alles. Der Funktionsumfang ist (wie ich meine) echt erstaunlich, denn der Tester kann folgendes messen:

Transistoren (mit Erkennung von diversen Typen, Kapazitäten (und auch Ausgabe des ESR ab bestimmter Kapazität), Induktivitäten, Widerstände, Dioden, Frequenz.
Weiter besteht die Möglichkeit eine Pulsweitenmodulation an einer Klemme auszugeben, einen Frequenzgenerator mir verschiedenen, fix eingestellten Frequenzen zwischen 1Hz und 2000kHz ist ebenso vorhanden.
Die Farbe des Bildschirms und auch der Schrift lassen sich nach Wunsch einstellen - na gut, das ist Beiwerk, aber so lange es nicht extra kostet...

Für das Bild habe ich ein TO220 unbekannter Art vom Schreibtisch geklaubt, was das Display anzeigt muß man dann eben glauben. Aber ein bekanntes Teil hat der Tester korrekt erkannt. Auch die Kapazitäten von diversen Kondensatoren scheinen stimmig, sehr schön!

In meinem Multimeter war eine Feinsicherung durch, die habe ich ersetzt, aber anscheinend ist da mehr bei draufgegangen, denn auch danach stimmten die Kapazitätswerte in keinster Weise. Da werde ich aber auch keine Kraft mehr drauf verwenden, einen Fehler zu finden - wahrscheinlich ist das auch nicht möglich.


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Takeshi

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #1 am: 10. September 2016, 17:36:42 »
Das ist echt nicht schlecht. Wobei es an sich nur noch Software ist zu erkennen, was verbaut ist, wenn man alles messen kann. Daher finde ich es erstaunlicher, was die alles für 10 € auf eine Platine packen können. Dass so was als Bausatz verkauft wird, leuchtet mir aber echt nicht ein. Eine automatische Bestückung von SMD-Bauteilen wäre ziemlich einfach und kostengünstig, die Bauteile selbst wären wahrcheinlich sogar günstiger. Aber scheinbar wohl doch nicht.

Mit den Messergebnissen bei Kapazitäten und Induktivitäten musst du aber vorsichtig sein. Die sind gute Anhaltswerte für kleines Geld, aber nicht für jeden Fall aussagekräftig. Die Kapazität und der ESR sind zum Beispiel abhängig von der Frequenz, bei Spulen ist das ähnlich.

Also ich möchte das nicht schlechtreden, das ist ziemlich gut für das Geld und besser als Bauteile gar nicht zu messen. Man darf sich nur nicht auf das Messergebnis versteifen, wenn man glaubt, dass ein Bauteil defekt sein könnte, es aber nicht so gemessen wird.

RalleBert

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #2 am: 10. September 2016, 18:18:39 »
Das dieses Teil u.U. eine gewisse Abweichung hat (haben muß, denn es ist ja nicht kalibriert) ist klar. Aber da ich die Werte von Bauteilen zum Basteln bzw. grobe Einschätzungen ermittle und nicht für "Raketentechnologie" reicht das für mich (momentan) total aus. Der ESR ist in meinen Bastelprojekten eher vernachlässigbar. Und die Erkennung von Transistoren ist eine nette Sache, anstatt jeweils ein Datenblatt zu suchen, ob der jetzt NPN oder PNP ist.
Müßte ich damit Geld verdienen würde ich sicher auch auf ein "professionelles" Gerät setzen ;)

Mit den Messergebnissen bei Kapazitäten und Induktivitäten musst du aber vorsichtig sein.

Die Kondensatoren (diverse Verschiedene), welche ich gemessen habe waren allerdings ziemlich gut getroffen, die lagen in der Abweichung neben dem Wert. Einige bekannt derfekte wurden auch den Erwartungen gemäß gemessen - mit angezeigtem ESR jenseits von Gut und Böse...

Ich werde bei Gelegenheit versuchen den Atmel auszulesen, schauen ob die den geschützt haben ;D


Das ganze basiert wohl auf einem Projekt auf Microcontroller.net
« Letzte Änderung: 10. September 2016, 18:22:24 von RalleBert »

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Takeshi

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #3 am: 10. September 2016, 23:26:17 »
Wie gesagt, ich will es ja nicht schlechtreden! Ich hab selbst ein billiges LCR-Meter aus China ;)

Mit gewissen Abweichungen hat das aber nichts zu tun, was ich meinte. Natürlich haben die Schaltungen Toleranzen, wodurch es zu Abweichungen des Messergebnisses vom realen Wert kommt. Die Messung selbst misst eben nicht immer das, was du wirklich wissen willst. Hast du einen Kondensator, der bei 1 kHz arbeitet, er wird aber mit 50 Hz gemessen, dann hast du die Kapazität bei 50 Hz (die da ziemlich richtig sei kann), nicht aber bei 1 kHz. Und das kann bei Elkos ein großer Unterschied sein, besonders wenn die defekt sind. Ist nicht immer so, hab ich aber schon erlebt. Wichtig bei einer Messung ist immer zu wissen, was einem das angezeigte Messergebnis überhaupt sagt. Viele denken, ein Kondensator hätte eine feste Kapazität und Ende, aber dem ist nicht so.

Um herauszufinden, welcher Typ Transistor es ist, um den RDS(ON) zwischen zwei MOSFETs zu vergleichen oder um zu gucken, welchen Wert der Keramik-Kondensator hat oder welche Induktivität die gewickelte Spule, dafür ist das ne super Sache. Ich würde so was auch im Professionellen Bereich einsetzen, wenn es für die konkrete Anwendung geeignet ist. Das kommt öfter vor als man denkt und nicht immer will man ein riesen Gerät auf dem Tisch stehen haben. Ein Vorteil ist auch, es ist galvanisch getrennt dank Batterieversorgung.

Was ich mich frage: Wie bedient man das Teil?

Viper-Bastler

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #4 am: 11. September 2016, 11:12:16 »
nett. :)
Mario der L?tkolbenakrobat

RalleBert

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #5 am: 11. September 2016, 18:09:53 »
Was ich mich frage: Wie bedient man das Teil?

Beinahe hätte ich gesagt "gar nicht", denn es macht quasi alles selbst. Bauteil in den Sockel, einmal den Drehencoder gedrückt und die Auswertung beginnt selbstständig. Daneben gibt es noch ein Menü, das auch über den Drehencoder aufgerufen wird (andere Eingabetasten besitzt der Tester nicht), hier kann dann auch der Frequenzgenerator aufgerufen und die Einstellung des Displays usw. vorgenommen werden. Auf dem Bild sieht man neben dem Testsockel noch drei verzinnte Flächen, hier können z.B. SMDs aufgelegt werden.

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #6 am: 11. September 2016, 18:56:24 »
Ah klar, über den Inkrementalgeber, den hab ich voll übersehen.

Das heißt egal, ob ich einen Widerstand oder einen MOSFET einstecke, das Teil erkennt automatisch was drin ist und wirft das Ergebnis raus? Das ist ja echt nicht schlecht.

RalleBert

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #7 am: 11. September 2016, 21:41:05 »
Genau so ist es.

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Takeshi

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #8 am: 11. September 2016, 21:54:46 »
Das ist echt ganz cool. Ich glaube ich bestelle mir auch mal so ein Teil. Das ist auf der Arbeit sicher nützlicher als ein Raspberry Pi ;D

Dragoon

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #9 am: 12. September 2016, 23:58:01 »
ich hab mir die etwas teurere Variante zugelegt, da ich blanke PCBs nicht so mag:
http://www.ebay.de/itm/161960234434?_trksid=p2055119.m1438.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

RalleBert

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Re: Bauteiletester auf ATMega328 Basis
« Antwort #10 am: 13. September 2016, 20:25:22 »
ich hab mir die etwas teurere Variante zugelegt, da ich blanke PCBs nicht so mag

Jo, jeder wie er´s mag. Da ich den nicht ~so~ oft brauchen werde, kommt der evtl. auf ein Brettchen, das reicht.

Sehr erheiternd finde ich den TFXTDOL Sockel ;D der ist auch auf meinem Tester, ich hab es zuerst gar nicht bemerkt...

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RockNRolla

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Transistortester
« Antwort #11 am: 11. Mai 2017, 11:40:55 »
THREAD VERSCHOBEN

Moin,

hat hier jemand einen Transistortester nach Karl Heinz?
Gucke mir gerade welche an.
« Letzte Änderung: 12. Mai 2017, 09:29:32 von RockNRolla »

RalleBert

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Re: Transistortester
« Antwort #12 am: 11. Mai 2017, 21:51:28 »

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Re: Transistortester
« Antwort #13 am: 12. Mai 2017, 09:10:38 »
Jawohl!
Das ist so einer!  :)

Welche Software ist drauf bei dir?

Kannst du den Thread löschen und die Posts dort einfügen? Und dann in den alten Threadtitel noch Transistortester einfügen?
Werde dann auch meine Beiträge editieren.

edit: Danke
« Letzte Änderung: 12. Mai 2017, 09:29:56 von RockNRolla »

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Re: Transistortester
« Antwort #14 am: 12. Mai 2017, 21:55:58 »
Welche Software ist drauf bei dir?

Uff, keine Ahnung, hab ich fertig programmiert gekauft, ich glaube auch nicht, das beim Booten eine Version angezeigt wird. Wenn ich den wieder in die Finger bekomme, könnte ich versuchen den Atmel auszulesen, aber ich nehme an, das der Leseschutz aktiv ist, da kommt dann nur Quark raus.

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