Autor Thema: die dunkle Seite der Wikipedia  (Gelesen 2605 mal)

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die dunkle Seite der Wikipedia
« am: 17. November 2015, 17:58:09 »
Ich hab mir vor ca. einer Woche den Dokumentarfilm die dunkle Seite der Wikipedia angeschaut. Der Film wurde von Ken Jebsen auf KenFM veröffentlicht, ist aber weder von noch mit Ken Jebsen, der Film ist von Markus Fiedler gedreht und produziert worden.

Zu den im Film genannten Thesen über den 11. September, dazu kann man seine Meinung haben oder nicht, aber Tatsache ist: die dort angeprangerte Zensur in der Wikipedia findet statt.

Ich hab das selbst mal überprüft:

Seitdem betrachte ich bei allen Artikeln die ich lese die Versionsgeschichten und mir fällt auf, dass Artikel meistens von anonymen Benutzern bearbeitet werden, die dann wiederum von registrierten Usern in einer Diskussion ggf. zensiert und freigegeben oder eben abgelehnt werden. Interessant dabei sind die Profile von vielen sog. Sichtern und Admins. Nahezu jeder Zensur (meine ich jetzt nicht ausschließlich im negativen Sinne, darunter fallen auch grammatikalische und orthographische Anpassungen) wird von Usern vorgenommen, die aberwitzige Bearbeitungsstatistiken haben. 100 Bearbeitungen oder mehr täglich in den verschiedensten Themenbereichen.

Wenn die das alle ehrenamtlich machen, warum nehmen sich so viele, so viel Zeit dafür? Wohl angemerkt, dass ich nur stumpf die Gesamtzahl der Beiträge durch die Anzahl der Jahre der Mitgliedschaft * 365 geteilt habe. Würde man noch durchschnittliche Arbeits- und Ruhezeit abziehen, wäre der Wert der täglichen Bearbeitungen wesentlich höher.

Ich glaube kaum, dass das alles freiwillige Aktivisten sind.

Das Wikipedia als wissenschaftliche Quelle nichts taugt, ist mir nicht neu und dafür gibt es reichlich gute Gründe, aber ich stimme mit Markus Fiedler überein, dass die Leute die über die Enzyklopädie wachen, einen sehr starken Einfluss auf die Meinungsbildung haben. Wer kann sich selbst schon davon freisprechen, dass Wikipedia fast immer die erste Seite ist die man aufruft, wenn man über etwas recherchieren will?

Für mich steht fest: Wikipedia hat hauptamtliche Zensoren, ob die jetzt für Agenturen arbeiten die Artikel ihrer Kunden betreuen, politische Aktivisten sind oder von Wikipedia selbst sind, sei dahingestellt.
« Letzte Änderung: 17. November 2015, 18:01:28 von hide »

Takeshi

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Re: die dunkle Seite der Wikipedia
« Antwort #1 am: 20. November 2015, 10:46:04 »
Das Video macht echt einen interessanten eindruck, vorallem weil es einerseits Dinge anspricht, bei denen manch einer sofort die Augen verdreht, aber andererseits das doch ziemlich sachlich und mit Belegen aufgebaut ist. Leider finde ich kaum Zeit 2 Stunden am Stück so ein Video zu gucken.

In dem Video wird anfangs erwähnt, dass die Qualität der Informationen bei technischen Dingen sehr gut in Wikipedia wäre. Da habe ich allerdings andere Erfahrungen gemacht. Ja, im Vergleich zu anderen Internet-Quellen ist es da noch ziemlich gut, aber auch da findet man immer wieder totalen Quatsch.