Evtl. Ausschließung von ZDF bei KabelDeutschland

Begonnen von Klauserus, 16. Oktober 2013, 19:41:29

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Klauserus

ZitatKabel Deutschland will ZDF nicht mehr einspeisen

Wenn es keine Einigung im Streit um die Einspeisegebühren gibt, wollen drei Kabelnetzbetreiber das Signal des ZDF nicht mehr ausliefern. Einer davon ist Kabel Deutschland.

Drei Kabelbetreiber haben beim Verwaltungsgericht Mainz im Einspeisestreit Klage gegen das ZDF erhoben. Das gab das Gericht am 15. Oktober 2013 bekannt. Kabel-Deutschland-Sprecher Marco Gassen sagte Golem.de: "Wie gegen die einzelnen Anstalten der ARD haben wir auch gegen das ZDF eine entsprechende Klage eingereicht. Am 20. November 2013 ist der erste Gerichtstermin. Der Termin kann sich noch ändern, wenn eine Partei eine Verschiebung beantragt. Wir wollen mit der Klage nicht bezwecken, dass wir das ZDF nicht mehr einspeisen müssen, sondern, dass es angewiesen wird, weiterhin Einspeiseentgelte zu zahlen."
.....
Falls es zu keinem Vertrag kommt, wollen die Kabelnetzbetreiber vor Gericht durchsetzen, nicht mehr verpflichtet zu sein, das Programm des ZDF in ihre Netze einzuspeisen oder zu verbreiten.

Das ZDF erklärt, es gebe keine Verpflichtung, einen Vertrag für das Einspeisen abzuschließen. Das ZDF sei zur sparsamen und wirtschaftlichen Mittelverwendung verpflichtet und habe daher den Vertrag gekündigt.


Servus

Habe ich von Golem.de
Wir alle kennen ja die ewigen Diskussionen über die GEZ. Deren Sinn und Zweck. Möchte jetzt nicht die 1021385 Diskussion darüber vom Zaun brechen ob diese ihre Sinnhaftigkeit erfüllt. Meine frage zu diesem Bericht stellt sich so:

Das ZDF baut meiner Meinung nach auf die Gesetzeslage, dass die Kabelanbieter "noch" verpflichtet sind, die öffentlich Rechtlichen in Ihr Netz zu speisen. Was ich schon mal sehr dreist finde.
Das positive daran ist aber, wenn KD dies nicht mehr anbietet, schafft mir das doch eine Grundlage, keine GEZ Gebühren mehr zu bezahlen, da ich ja bei Kabelanschluss nicht mehr in der Lage wäre dies zu Empfangen. Klar, ich zahle auch bei bereitstehenden Geräten.....Aber aber.....ich kann doch nicht von einer Zimmerantenne ausgehen ^^

Ich suche einfach schon seit Jahren nach einem Grund keine Gebühren mehr zu zahlen. Weil ich es einfach nicht nutze bzw. unser Staat ja immer so auf einen freien Wettbewerb pocht, mir da aber keine freie Wahl gelassen wird ob ich es konsumiere oder nicht.
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..irgendwo muss noch eine FAT sein

grave_digga

Zitat von: Klauserus am 16. Oktober 2013, 19:41:29...schafft mir das doch eine Grundlage, keine GEZ Gebühren mehr zu bezahlen, da ich ja bei Kabelanschluss nicht mehr in der Lage wäre dies zu Empfangen. Klar, ich zahle auch bei bereitstehenden Geräten.....Aber aber.....ich kann doch nicht von einer Zimmerantenne ausgehen ^^...

Die Diskussion ist obsolet da seit diesem Jahr sowieso jeder die Rundfunkabgabe bezahlen muß, egal ob er Geräte zum Empfang hat oder nicht.
<- Der da ist gerne hier. :)

Klauserus


Eine Pauschale heißt ja nicht, dass man sich dagegen wären könnte und man es einfach so akzeptieren muss.

für alle nicht- Studenten obsolet bedeutet überflüssig  ::)


;D war nur Spass. ich bin heut den ganzen Tag schon so zynisch.
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RalleBert

#3
Für alle, die studieren: man kann sich vielleicht gegen eine Abgabe wehren, wären da nicht die Grammatikregeln....

Da grave_digga die Wahl auf das Wort "obsolet" gelegt hat, impliziere man, er habe studiert ;D

Ich bin sarkastisch. Schon das halbe Leben. Nein, ware ich glaube bereits einen Tag länger :rofl

- veni, vidi, ferruminavi -
- ich kam, ich sah, ich l?tete -

grave_digga

Entschuldigung für das obsolet. Ich ersetzte es durch unnötig.
<- Der da ist gerne hier. :)

Klauserus


War doch nur Spass :D

wir schweifen ab. Wollte eigentlich darüber Diskutieren.
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RalleBert

#6
Ich finde es lediglich ein Unding, das die Kabelanbieter Geld auf beiden Seiten verlangen: Einmal beim Programmlieferanten, einmal beim Programmkonsumenten. Per Satellit oder DVBT gibt es das nicht - diese kommen "frei Haus". Den Unterschied der Einspeisegebühren für die Programmanbieter bei DVBT/SAT/Kabel würde ich gerne mal wissen.

Wobei Kabel mit am verlängerten Rücken vorbeigeht, liegt bei mir nicht, und ich nutze zu 99% DVBT.

- veni, vidi, ferruminavi -
- ich kam, ich sah, ich l?tete -

Klauserus

Ist ja nicht das einzigste Beispiel, wo mal wieder doppelt kassiert wird. Zu den Einspeisegebühren habe ich leider "nur" folgendes gefunden

Zitatudem sei das Kabel schon jetzt der günstigste Verbreitungsweg, wenn man die Kosten von ARD und ZDF auf die TV-Haushalte herunterbreche: So koste die Kabelverbreitung die Sender nur zwei Euro pro Haushalt. Beim Satelliten seien es vier und beim digitalen Antennenfernsehen DVB-T sogar 37 Euro. "Wer so rechnet, vergleicht Äpfel mit Birnen", sagt die ARD-Sprecherin.

Quelle: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article2308282/Wird-Kabelfernsehen-fuer-Verbraucher-teurer.html

Wobei ich mit der Aussage "...37 Euro" für DVB-T nix anfangen kann. Pro Haushalt? Das gilt doch, wenn für das ganze Jahr!? Da ist ja mein Skyanschluss günstiger.
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grave_digga

#8
Als wir das Haus hier kauften war auch die Frage Sat (DVBT war damals noch kein Thema) oder Kabel. Wir haben das dann grob überschlagen und festgestellt das nach ca. 3 Jahren sich die Kosten einer Sat Anlage amortisiert haben. Jetzt haben wir eine 120er Kathrein Schüssel mit 2 vierfach LNBs auf dem Dach und ich kriege ungefähr geschätzte 500 Sender rein. Kabelfernsehen habe ich auch liegen und ist für mich immer eine Option für das Internet, man weiss ja nie. GEZ zahle ich mittlerweile schon über 20 Jahre...
<- Der da ist gerne hier. :)

Klauserus


Mit dem Grave_Digger lernt man neue Wörter :)

Amortisieren (Partizip 2) = Den Preis der Anschaffung wieder eingebracht. Er habe es sogar korrekt mit einem Hilfverb eingesetzt. Die Bedeutung erschließt sich, denke ich, jedem aus dem Kontext.
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Takeshi

Ich finde es echt interessant, dass dieser Streit zwischen den Kabelbetreibern und den Öffentlich Rechtlichen so wahrgenommen werden kann. Es ist einfach an Dreistigkeit kaum zu überbieten, dass die Kabelbetreiber von beiden Seiten kassieren und dummerweise auch die Steilvorlage für die Abschaffung der Netzteutralität beim Internet.
Wie kann man bitte rechtfertigen von den Inhalteanbietern Geld dafür zu verlangen, dass deren Inhalte ins Netz eingespeist werden, während man von den Kunden Geld verlangt, dass die den Empfang der Inhalte bezahlen? Scheint ja der totale Mist zu sein solche Inhalte über das Kabelnetz zu schieben, als wäre es denen ein Klotz am Bein, einmal die Anbieter, dass die ihren Mist im Netz haben wollen (und die Kabelbetreiber nicht) und andererseits die Kunden, die das Programm empfangen wollen. Ohne die Einspeisung der Inhalte hätten die Kabelnetzbetreiber kein Argument auch nur einen Cent von ihren Kunden zu verlangen, da die kein Fernsehprogramm empfangen können. Also eigentlich müssten die Kabelnetzbetreiber den Inhalteanbietern das Programm abkaufen und nicht Geld dafür verlangen. Die können froh sein, wenn es kostenlos ist!
Stell dir mal vor, der Supermarkt würde Geld von den deutschen Bauern (subventioniert von Deutschland) verlangen, dass ihr Gemüse in den Supermarkt gelegt wird und wir sollen dann als Kunden noch für das Gemüse bezahlen. Die Vorstellung ist so bescheuert, dass es keiner ernst nehmen kann, aber es ist nicht wirklich anders als die Sache mit den Kabelnetzbetreibern.

Im Internet ist das ja auch so. Google und Facebook sollen an die Netzbetreiber dafür zahlen, dass ihre Inhalte eingespeist werden, aber welcher Netzbetreiber kann einen Anschluss an den Kunden verkaufen, über den weder Google (inkl. Google Mail, Google Maps und Youtube!) noch Facebook aufzurufen ist? Diese Dienste verursachen einen Großteil des Traffics, aber das heißt ja schließlich auch, dass die Kunden sich genau deshalb erst einen Anschluss zulegen.

Übrigens stützen sich die Kabelnetzbetreiber damit auf ein Jahrzehnte altes Gesetz, das absolut nicht mehr Zeitgemäß ist und weshalb die Öffentlich Rechtlichen die Zahlung auch eingestellt haben. Ich weiß nicht mehr genau, was es war, aber wenn ich mich recht erinner, zahlten die Sender für den Ausbau des Netzes, das damals aber noch in staatlicher Hand lag. Das Kabelnetz wurde später privatisiert, den Kabelnetzbetreibern im fertigen Zustand quasi geschenkt und nun wollen die noch immer Geld für den Ausbau sehen, obwohl die seht ewigkeiten nichts mehr ausbauen. Und ich meine auch, dass die Privaten Sender gar nichts zahlen, da die von dem Gesetz nie betroffen waren. Müsste aber noch mal jemand genauer recherchieren.

Ganz davon ab will ich doch diese ewige Diskussion noch mal losbrechen, denn finde ich es wichtig, dass jeder Zugang zu den Öffentlichen Rechtlichen hat, auch wenn er es nicht nutzt. Wenn die Hürde die Sender zu empfangen zu groß wäre, würden es viele Leute gar nicht erst ausprobieren, sondern weiter vor den privaten Sendern verblöden. Ich war früher auch strikt gegen eine Pauschale, aber mit den Jahren hab ich verstanden, wofür die ÖR wichtig sind und sehe es daher inzwischen anders. Nur die Erhebung dieser Gebühren finde ich absolut nicht richtig, wegen der Höhe und wer wie viel zahlen soll. Und dann wird Geld für zu viele Sachen verschwendet, was aber der Tatsache Geschuldet ist, dass die wie gesagt zu hohe Einnahmen haben und das Geld muss ja irgendwo hin. Da bietet sich ein Klo ja schnell mal an.

(OT: Ich komme einfach nicht zu der geplanten Topic ~_~)

Klauserus

Zitat... Ich war früher auch strikt gegen eine Pauschale, aber mit den Jahren hab ich verstanden, wofür die ÖR wichtig sind und sehe es daher inzwischen anders. Nur die Erhebung dieser Gebühren finde ich absolut nicht richtig, wegen der Höhe und wer wie viel zahlen soll. Und dann wird Geld für zu viele Sachen verschwendet, was aber der Tatsache Geschuldet ist, dass die wie gesagt zu hohe Einnahmen haben und das Geld muss ja irgendwo hin. Da bietet sich ein Klo ja schnell mal an.

Ganz deiner Meinung. Ich finde diese Sender auch sinnvoll. Auch, wenn ich sie nicht oder gar nicht schaue. Aber für die Masse bzw. den Menschen mit 20/30 Kanäle sind diese noch die besseren. Auf jeden fall.

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Da hat Takeshi absolut recht, warum sollen Gebührengelder dafür draufgehen, dass das öffentlich Rechtliche Programm ins Kabelnetz eingespeist wird, während der Kabelbetreiber die Privaten dafür bezahlt, ihr Programm einspeisen zu dürfen?! Das ist absolut lächerlich.

Mir gehen die 55€ pro Quartal ehrlichgesagt auch auf den Sack, aber lieber zahl ich dafür, als für hochauflösendes Werbefernsehen, was sich zynisch HD+ nennt. Ich kenne sogar ein paar Leute, die sich immer besonders laut über die Rundfunkgebühren beschweren, sich dann aber ein Jahresabo HD+ kaufen. Vollkommen erbärmlich!

grave_digga

HD+ kommt mir nicht ins Haus, ich schau eh kaum was auf den Privaten, da ist mir das egal. Zumeist es eh nur hochskaliertes SD Material ist, von demher ist mir schnurz. Und die paar Sachen de ich wirklich schaue gehen auch gut in SD.
<- Der da ist gerne hier. :)

Takeshi

Wenn es keiner kauft, müssen die Privaten auch irgendwann nachziehen und HD kostenlos anbieten, wenn die wollen, dass noch jemand ihre Werbung guckt. Das ist natürlich auch vom Programm selbst abhängig, aber wenn die ganzen ÖR in HD ausgestrahlt werden und die Privaten in SD, gucken sicher auch ein paar Leute lieber eine Sendung mehr auf einem ÖR statt auf einem Privaten.