PS3 geht nach versuchtem Lüfterregelungseinbau nicht mehr an --> LED dauerrot

Begonnen von chameo, 11. Februar 2010, 22:31:31

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chameo

Hallo alle zusammen!

Ich brauche bitte dringend fachmännischen Rat.

Es geht um eine 40GB PS3 die gute zwei Jahre lang anstandslos ihren Dienst getan hat, bis sie dann das erste Mal Opfer des YLOD wurde, was ich mittlerweile zweimal mittels fluxen und reflowen wieder beheben konnte.
Nach knapp eineinhalb Monaten traten nun vorgestern erneut die YLOD-typischen Vorboten auf. Bei mir äußert sich das in der Form, dass die Station sich mitten im Spiel von alleine ausschaltet. das Intervall des "sich-von-alleine-ausschaltens" wird dann über die Zeit immer kürzer, bis sie am Ende mit YLOD den Dienst quittiert.

So weit so gut. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch zu wissen, dass die Station in den kompletten zweieinhalb Jahren, ganz egal wie viel Last man ihr gegeben hat (exzessive Killzone2 und Bad Company Sessions), nicht ein einziges Mal von alleine den Lüfter hoch geregelt hat.
Also dachte ich, ich könnte einem neuerlichen YLOD unter Umständen vorbeugen, indem ich eine manuelle Lüftersteuerung einbaue und beim zocken den Lüfter hoch regele.

Also ein 1 Megaohm Poti gekauft, ihn in Reihe mit dem braunen Kabel des Lüfters geschaltet, das Steuersignal gekappt (graue Leitung) und die Station wieder angeschmissen. Bild kam, Lüfter reagierte nicht auf das Poti. Meine Schlussfolgerung: es muss sich um einen durch Pulsweitenmodulation (PWM) gesteurten Lüfter handeln. Also das graue Kabel auf das braune gebrückt, Poti davorgehangen, angeschaltet. Bild kommt, Drehung am Poti bewirkt nichts, Lüfter läuft nicht. Als das Poti am Max war, machts ein kurzes, leises, knackendes Geräusch. Bild weg, Station aus.
Wenn ich jetzt das Netzteil einschalte geht die Station in den Standby (LED dauerhaft rot), lässt sich aber nicht einschalten!?
Mein erster Gedanke war die Netzteil-Sicherung, aber dann dürfte ich ja eigentilch auch keinen Standby kriegen oder?
Any suggestions? Bin dankbar um jeden Denkanstoß und jede Hilfestellung!

Viele Grüße!

bubiwutha

Teste doch mal die sicherungen auf dem Mobo durch. Die Vom NT natürlich auch.

Takeshi

Ein YLOD kommt also nicht? Dann kannst du das Netzteil nämlich schonmal ausschließen.

Würde auch sagen überprüfe mal alle Sicherungen.

Die Sache mit dem Poti kannst du total knicken. Der Lüfter wird über PWM gesteuert und die Puklsweite kannst du mit einem Poti ja nicht beeinflussen, nur die Aplitude.

chameo

hallo alle zusammen!

erst mal vielen dank für die raschen antworten.

habe heute mal die sicherung vom netzteil beim elektro-fachmann um die ecke durchmessen lassen - ist ok. temperatursicherung habe ich sträflicherweise vergessen, gehe aber davon aus, dass sie im gegebenen zusammenhang auch keine rolle spielt. denn: danach habe ich die station zuhause mal zu testzwecken an ein atx-netzteil gehängt - selber effekt: standby-mode, aber nicht einschaltbar. (@takeshi:) du behältst also völlig recht mit deiner feststellung - das netzteil ist es offenbar nicht.

musste feststellen, dass das platinenlayout meiner v3 deutlich vom layout der v2 abweicht. ein vorteil: auch deutlich weniger sicherungen ^^.
in ermangelung eines multis kann ich heute abend leider nicht weitermachen, ein weiterer newsflash folgt dann morgen sobald ich mir eines zugelegt habe ;).

viele grüße,

chameo

ps: irgendwer vielleicht eine vermutung welche der sicherungen es im zusammenhang mit fehlspannungen am connector des lüfters am ehesten erwischt haben könnte?

ruvi

Zitat von: chameo am 12. Februar 2010, 20:30:40

ps: irgendwer vielleicht eine vermutung welche der sicherungen es im zusammenhang mit fehlspannungen am connector des lüfters am ehesten erwischt haben könnte?

Das würde mich auch interessieren, bitte wenn du es rausgefunden hast Posten, mache ich morgen auch(durchmessen).

chameo

ok, sorry, hab die pm zu spät gelesen.

also noch mal von vorne:

ich verstehe einen teil der ausführungen zu den mainboard-sicherungen nicht. es heißt dort, falls die messung über 10 ohm liegt, kann man davon ausgehen, dass die sicherung defekt ist.
nun ist es so, dass die messung der sicherungen meines boards durchweg werte von 0.3 - 0.5 ohm ergab, einzig eine sicherung ergab einen wert von 2,1 ohm. darf ich daraus jetz schlussfolgern, dass die sicherung hinüber ist oder stellt sie einfach eine "ausnahme" dar?

falls ich davon ausgehen darf, dass sie durch ist, kann ich sie dann zu testzwecken mittels eines dünnen drahts (0,1-0,3mm) gefahrlos brücken?

viele grüße...
chameo

Takeshi

Das ist etwas komisch, 2,1 Ohm sind bisschen viel, aber auch zu wenig für "durch". Ich denke du hast da ein Kontaktoproblem hast. Pieks mal richtig rein oder löte die Kontakte nach, mess dann noch mal.

Gerade zu Testzwecken solltest du eine Sicherung nicht überbrücken, denn dann weißt du ja noch nicht, ob es die wieder durch hauen würde. Wenn, könnte es sie nicht raus hauen und dann hättest du den Schaden, den die Sicherung verhindern soll.

chameo

ok crap.

noch mal nachgemessen: 2,1 ohm

dann die kontakte auf beiden seiten noch mal erhitzt und neu ansetzten lassen und noch mal gemessen.... 5,8 ohm?!

was mache ich falsch?


Takeshi

Hm, also eindeutig der Kontakt, denn sonst hat sich ja nichts verändert ;)
Die Sicherung wird dann wohl heile sein. Kannst sie ja mal mit einem Draht überbrücken und dann feststellen, dass sich nichts verändert hat. Kannst dann ja auch mal mit Draht den Widerstand messen.

chameo

ok. habe jetzt drei-, vier-, fünfmal versucht die sicherung nachzulöten, jeweils mit dem ergebnis, dass der danach gemessene widerstand stetig ansteigt. von 5,8 über 10,2 und 12 bis zuletzt auf 22.
gib mir bitte jemand einen tip was ich wohl von der handhabung her falsch mache?!

Takeshi

Okay, vllt leidet die Sicherung ja durch die Hitze, weil sie doch kaputt ist.
Welche ist das denn?

RalleBert

Hast Du beim nachlöten auch mal etwas frisches Zinn (mit Flussmittelkern) zugegeben? Du könntest auch mal die Leiterbahnen verfolgen und an anderen Orten messen, die direkt im Pfad liegen, VIAs ect. Was zeigt Dein Messgerät an, wenn Du beide Spitzen verbindest (Ohm)? Oder Du misst (wenn das geht) im Betrieb mal vor und hinter der Sicherung nach Masse (Multimeter auf "Volt" Stellung =20V). Wenn da ein deutlicher unterschied ist, hast Du ein Kontaktproblem. Wenn halt "hinten" nix mehr kommt, ist die Sicherung defekt...

- veni, vidi, ferruminavi -
- ich kam, ich sah, ich l?tete -

chameo

hallo alle zusammen

@takeshi: es geht um die th2501.

@rallebert: das meßgerät zeigt einen eigenwiderstand von 0,3 ohm. beim nachlöten habe ich zunächst nur erhitzt und ansetzen lassen, dann mit einem kleinen tropfen noclean flux, dann mit zusätzlichem zinn (mit flussmittelkern), dann sogar noch mal mit flux und zinn.
im betrieb messen ist ja leider nicht, das ist ja das eigentliche problem, dass die station sich nicht mehr aus dem standby einschalten lässt.

edit: update: hatte eine der sicherungen auf der rückseite der platine vergessen: die th2401 zeigt auch seltsame 1,8 ohm!?

edit: @rallebert: ach ja, noch mal die ausgangssituation: der defekt ist eingetreten, nachdem ich beim versuch eine regelung für den lüfter einzubauen die 12 volt des pluspols versehentlich auf den teil des grauen steuersignalkabels gebrückt habe der von der platine kommt  :OMG, anstatt auf den teil, der zum lüfter führt  :nixweis . vercheckt.

Takeshi

Die TH2501 ist nur für den AV Ausgang (analog oder digital, weiß grad nicht). Daher spielt das eh keine Rolle, der Fehler muss wo anders liegen.
Bei den TH Sicherungen kann ich mir dieses Verhalten (Widerstand schwankt) aber auch ganz gut vorstellen.

chameo

@takeshi: mittlerweile ist die sicherung mit viel rumfrikeln "wieder runter" auf 16,8 ohm, damit aber ja noch immer weit entfernt von den ursprünglichen 2,1 ohm. was bedeutet das jetzt? ist das problematisch?
und eine andere frage bitte noch: neben dem connector für den lüfter sitzt ja ein elko, könnte es sein, dass ich den irgendwie geschossen habe? wie teste oder messe ich so was?