Autor Thema: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler  (Gelesen 5464 mal)

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Takeshi

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Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« am: 26. November 2009, 18:04:15 »
Gehirn-Simulation - Meilenstein für Neurowissenschaftler

Es könnte ein Meilenstein in der Geschichte der computergestützten Gehirnforschung werden: Nach Vorlage des Gehirns einer Katze baute IBM einen Supercomputer, der in der Lage ist, durch Simulation von einer Milliarde Nervenzellen und zehn Billionen Synapsen die Funktionsweise aller Neuronalen Vorgänge im Hirn darzustellen. Zur Realisierung des Projekts und Bewältigung der enormen Anzahl an Rechenvorgängen waren über 147.000 Prozessoren und mehr als 144 Terabyte RAM nötig.

Die Maschine soll hauptsächlich dabei helfen, das Zusammenspiel verschiedener Hirnregionen, beispielsweise beim Erkennen von Mustern, besser zu verstehen. Aufgrund der enormen Komplexität der Rechenvorgänge ist das vom Computer simulierte Hirn noch knapp 100 Mal langsamer als das einer echten Katze. Die Forscher sind jedoch zuversichtlich, dass man sich dank der exponentiell steigenden Rechenleistung von Computern  in einigen Jahren eventuell auch an der Simulation von noch komplexeren Organen, wie dem menschlichen Hirn versuchen wird.


N24.de   
Bildmaterial: Nigel Treblin / ddp

Zitat
UPDATE:

Nach erster Euphorie wurde schnell Kritik laut, die von IBM verwendete Art der Simulation sei nicht geeignet, um ein Hirn oder allgemeiner Strukturen mit kognitiven Fähigkeiten nachzubilden. Die größte Aufmerksamkeit fand dabei ein offener Brief des Hirnforschers Henry Markram, der mit seinem Projekt „Blue Brain“ eine ähnlich komplexe Simulation von Hirngewebe zum Ziel hat, wie sie IBM nach eigenen Angaben bereits gelungen sein soll.

Dharmendra Modha, der Kopf hinter der Katzenhirnsimulation räumte daraufhin ein, das vorgestellte Modell verwende relativ einfach strukturierte Neuronen. Die Simulation stelle mehr eine skizzenhafte Abbildung der Wirklichkeit dar, so Modha.

Was haltet ihr denn davon?
« Letzte Änderung: 28. November 2009, 20:14:15 von Takeshi »

TomeeK

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #1 am: 26. November 2009, 20:00:17 »
LOL ist ja mal Übel.
Alleine die Technik die dazu gebraucht wurde es darstellen zu können.
Wäre mal Interessant zu sehen wie der Supercomputer aussieht und vorallem wie die das Realisiert haben ;)

Son Rechner will ich auch  ;D

Takeshi

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #2 am: 26. November 2009, 20:16:07 »
So übel ist der Rechner gar nicht, in der Top500 Liste gibts noch bessere.

Auf Technobase.fm hab ich auch fast nur "ist ja cool" gelesen. Sieht das keiner irgendwie kritisch? o.o

Ich finde das ganz ganz übel.

TomeeK

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #3 am: 26. November 2009, 20:48:49 »
Natürlich ist das was die da versuchen nicht so der Hit.
Wer weiss was später dadrauf alles aufgebaut wird aber ändern oder aufhalten können wir das ja sowieso nicht

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #4 am: 27. November 2009, 01:30:34 »
mich persönlich beunruigt das weil ich angst davor habe dass die gedanken eines tages nicht mehr frei sind ... ich hatte mal nen zusammentreffen mit nem typen der behauptet hat er sei von siemens und die würden ne technik entwickeln mit der sie die gedanken lesen könnten, ich habs ihm nicht geglaubt aber er hat mich mit seinen aussagen so wütend gemacht dass ich kurz davor stand ihm eine reinzuhauen ... auf wunsch kann ich die geschichte etwas ausführlicher beschreiben, da sie recht ausführlich ist mach ichs nur auf wunsch

Takeshi

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #5 am: 27. November 2009, 02:02:43 »
Ich befürchte, dass der Mensch das Magische, das Unbekannte, das Interessante verliert.
Das betrifft im weitesten Sinne alles, was mit Gefühlen zu tun hat. Wo bleibt der "Spaß" an all den Sachen, wenn dir ein Computer genau vorrechnen kannst, was du als nächstes machst, was dir Spaß macht und warum? Wenn die Liebe nur noch aus einer (wahrscheinlich sehr großen) Formel besteht. Das wär dann ein Leben mit Lösungsbuch. Wer es mit Lösungsbuch lebt, für den ist es langweilig. Der, der es ohne lebt, kommt nicht weit im Leben, da andere dank Lösungsbuch "besser" sind.

Das nächste ist die schöpferische Kraft des Menschen und die Arbeit an sich. Phantasie ist berechnenbar, genau so wie Kreativität. Neue Errungenschaften würden sich quasi selbst entwickeln, entwickelt von Computern. Der Mensch muss nicht mehr arbeiten gehen, denn denken können die Computer für ihn. Kraftarbeit erledigen sie ja heute schon. Nicht arbeiten müssen heißt aber auch nicht arbeiten dürfen. In einer idealen welt hieße das Reichtum für alle, in der realen Welt Armut für alle bis auf 10 Leute.

Wie ein Krieg mit so etwas aussieht, will ich mir nicht ausmalen.

Das ist natürlich alles noch "in weiter Ferne", klingt eher nach einem schlechten Film, wir werden es wohl nicht erleben. Aber da mich nicht nur mein eigener Arsch interessiert, beunruhigt mich das trotzdem.

Irgendwie spiegelt unsere Wirtschaft unser Wesen ziemlich gut. Die Wirtschaft muss immer weiter steigen und steigen, bis sie an sich selbst zusammenbricht. Irgendwann übertreffen wir uns selbst und können das alles nicht mehr richtig steuern. Entweder die Menschheit geht an der Waffenkraft in einem krieg zugrunde, oder eben an dem hier beschriebenem.

Mit dem Gedanken lesen finde ich gar nicht so abwägig. Immerhin kann man ja heute schon viel aus dem Hirn lesen. Man kann ja sogar schon durch Gedankenkraft schreiben (am PC), durch Gedankenkraft Protesen bewegen usw. In einem gewissen Maß ist das gut, aber irgendwo sollte man aufhören. Das wird aber nie passieren.
« Letzte Änderung: 27. November 2009, 02:04:20 von Takeshi »

Novae7

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #6 am: 27. November 2009, 12:22:44 »
sobald die das gehirn "entschlüsselt" haben.. was is das nächste? erstellen einer ki auf der basis eines gehirns?

ich mag KI`s nich ^^

will mir auch solange es möglich is nix machinelles anschaffen was selbst "denken" kann und sich auch selbs bewegen kann ;)

(aller I Robot und soweiter... man kennt die filme ja ^^)

machinen machen zwar keine fehler... aber bei der programmierung kann viel schief gehen...


und zu der gehirn simulation...
ich kenne auch nen paar menschen die simulieren das se ein gehirn haben XD
« Letzte Änderung: 27. November 2009, 12:24:48 von Novae7 »
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Takeshi

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #7 am: 27. November 2009, 13:48:11 »
machinen machen zwar keine fehler... aber bei der programmierung kann viel schief gehen...

Genau genommen schon. Mir fällt ga gerade das Beispiel RAM ein. In der Praxis kommt es da öfter mal zu Datenfehlern, das wirkt sich auf die Maschine allgemein aus.
« Letzte Änderung: 27. November 2009, 13:50:01 von Takeshi »

Novae7

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #8 am: 27. November 2009, 13:49:05 »
der ram macht aber nur fehler weil er so konstruiert wurde ;)
und wer baut die dinger ;)
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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #9 am: 27. November 2009, 13:50:51 »
Natürlich macht er die Fehler, weil er so kunstruiert wurde. Aber die Maschine ist nunmal auch real und in der Realität gibt es keine Perfektion, nur in der Theorie.


Ich hab in irgendeinem Kommentar auch gelesen, dass die da zwar ein Katzenhirn simuliert haben, aber das Hirn quasi "nicht programmiert" ist. Man hat also lediglich viele Nervenzellen simuliert, die miteinander verbunden sind. Das heißt der schwierigere und auch gefährlichere Teil würde noch fehlen, wenn es denn so stimmt.

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #10 am: 27. November 2009, 15:18:46 »
ist das besondere an einem Gehirn nicht dass es fähig ist sich selber zu "programmieren", sozusagen muss doch nur eine lernfähigkeit programmiert werden

Takeshi

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #11 am: 27. November 2009, 15:22:56 »
Doch schon, eine gewisse Struktur muss ja aber vorhanden sein.

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #12 am: 27. November 2009, 15:39:27 »
Doch schon, eine gewisse Struktur muss ja aber vorhanden sein.

das meint ich ja  ;D man kann ja kein allwissendes Wesen programmieren, wenn man das Gehirn simulieren will muss man auch versuchen die Komplexität des Gehirn nachzuahmen, dazu gehört ja Lernfähigkeit, die Wahrnehmung, die richtige Interpretation der Wahrnehmung und eine individuelle Entwicklung.

Vielleicht kann dieser Computer endlich die Frage auf die Antwort 42 rausfinden  ;D

Takeshi

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Re: Gehirn-Simulation - Meilenstein f?r Neurowissenschaftler
« Antwort #13 am: 28. November 2009, 20:14:28 »
Zitat
UPDATE:

Nach erster Euphorie wurde schnell Kritik laut, die von IBM verwendete Art der Simulation sei nicht geeignet, um ein Hirn oder allgemeiner Strukturen mit kognitiven Fähigkeiten nachzubilden. Die größte Aufmerksamkeit fand dabei ein offener Brief des Hirnforschers Henry Markram, der mit seinem Projekt „Blue Brain“ eine ähnlich komplexe Simulation von Hirngewebe zum Ziel hat, wie sie IBM nach eigenen Angaben bereits gelungen sein soll.

Dharmendra Modha, der Kopf hinter der Katzenhirnsimulation räumte daraufhin ein, das vorgestellte Modell verwende relativ einfach strukturierte Neuronen. Die Simulation stelle mehr eine skizzenhafte Abbildung der Wirklichkeit dar, so Modha.