[Test] Geschwindigkeit mit verschiedenen Festplatten

Begonnen von Takeshi, 04. Januar 2011, 17:39:47

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Takeshi

Mich hat interessiert, welchen Einfluss die Geschwindigkeit der Festplatte auf die Geschwindigkeit der PS3 hat. Deshalb hab ich einige Tests mit verschiedenen Festplatten durchgeführt.
Als Testsystem musste eine PS3 v2 (CECHC04) herhalten. Die hat einen internen NAND Flash mit 256MB, die Firmware befindet sich daher komplett auf dem Flash und es muss nichts von der HDD geladen werden. Die Firmware auf der PS3 ist 3.41.
Vier Festplatten hab ich getestet.

A: Seagate ST96812AS - Original aus einer PS3 CECHC04 (60 GB, 5400 U/min)
B: Toshiba MK1255GSX - Original aus einer PS3 CECH-2004A (120GB, 5400 U/min)
C: Seagate ST5500325AS - 500GB, 5400 U/min
D: Seagate ST9500420AS - 500GB, 7200 U/min

(siehe auch Festplatten - Spezifikationen)

Alle Festplatten sind zum Beginn des Tests leer, denn je nachdem, wo die Daten hin geschrieben werden, kann es unterschiedlich lange dauern.


Test 1: Installation einer Demo
Im ersten Test habe ich die Demo von "LitteBigPlanet 2" installiert. Die Installationsdatei ist 2025 MB groß, befindet sich auf einem USB Stick, der 16 MB/s schafft, bremst also nicht aus.

Bei allen vier Festplatten dauerte die Installation exakt 7:53 min, was einer Datenrate von 4,28 MB/s entspicht. Der USB Stick schafft 16 MB/s, die Festplatte weitaus mehr. Die Bremse liegt also in der Konsole.


Test 2: Installation der Spieldaten
Den Test habe ich mir dann geschenkt, da die Blu-ray im Mittel mit 8 MB/s gelesen wird.


Test 3: Ladezeiten bei Motorstorm BD vs. HDD
Für den dritten Test habe ich mich für Motorstorm entschieden. Gemessen wird die Zeit, die es braucht, um die erste Strecke zu laden. Es wird immer die Standardauswahl genommen.
Von Blu-ray beträgt die Ladezeit 46 Sekunden, mit jeder Festplatte 28 Sekunden.

Zwischenfazit
Egal welche HDD man verwendet, es scheint absolut nichts an den Ladezeiten zu verändern. Dabei ist der Unterschied der Festplatten groß. Entscheidend ist nicht nur die Geschwindigkeit, mit der sich die Platten drehen, sondern auch die Kapazität. Ist diese größer, ist auch die Datendichte größer. Pro Umdrehung rasen also viel mehr Daten am Lesekopf vorbei. Obwohl also die Festplatte D aufgrund ihrer Kapazität und Drehgeschwindigkeit wesentlich schneller ist als die Festplatte A, gibt es keinen Unterschied. Beim Festplattenkauf kann man den Faktor Geschwindigkeit also getrost ignorieren.

Eigentlich wollte ich noch testen, wie schnell ein Spiel von Disk lädt, wenn Daten auf der HDD ausgelagert werden. Allerdings haben alle Spiele, die ich besitze, keine großen Installationsdateien. LittleBigPlanet hat 421MB, aber die Ladezeit beträgt so schon unter 10 Sekunden, da lässt sich nicht viel vergleichen, zumal die Unterscheide erwartungsgemäßi schon niedrig wären.
Wenn ich ein Spiel finde, dann werde ich das noch nachholen.

Dreier Nuss

Cooler Test,gut das mal zu wissen,wollte nämlich eventuell auf ne 7200 upm HDD umsteigen,jetzt nicht mehr ;) Könnte dir Metal Gear Solid mal geben zum Testen,Installationsdatei über 4 GB.

Takeshi

Ich glaub die Info allein reicht schon, werd mal gucken, ob ich mir das besorgen kann. Wenn, kostet es mich nichts.

Ich hab mir selbst extra eine 500GB mit 7200rpm für die PS3 gekauft, eine mit 5400rpm für eine externe USB Platte. Hab damit gerechnet, dass man keine Wunder erwarten kann, aber gar nichts? Hab ich nicht gedacht. Naja, jetzt landet die mit 7200 trotzdem in der PS3, heiß wird sie eh nicht. Der Stromverbrauch ist dennoch 40% geringer als bei der originalen 60GB Festplatte. Im USB Gehäuse bringen 7200rpm auch nichts, da USB eh nicht mehr als 20MB/s packt und die 7200er HDD wäre stoßempfindlicher.

hide

MGS4 hat den Nachteil das es automatisch installiert und man nicht die Option hat es zu installieren.

Also GT5 oder Soul Calibur IV eignen sich da m.E. dafür besser, da man die Spieldateien optional installieren kann

Takeshi

MGS bekomme ich schonmal nicht.

Ob ich die Installation wahlweise durchführen kann ist egal, es geht ja vorrangig nicht um BD vs. HDD, sondern HDD vs. HDD.

Wie groß ist denn die Installation bei SC4?

hide

Soul Calibur 4 zählt 2656MB bei mir

wenn du MGS4 haben willst, kanns ich dir gerne geben  ;D

[[OD|N]]

Geile Idee ;)

Vllt liegt das ja auch am BluRay Player das da der Flaschenhals ist ?

Takeshi

Wie im Test schon geschrieben, die Blu-ray schafft 8 MB/s, der Vorgang ist langsamer.

Saigon

Gute Sache.
Danke für den Test. Das hat mich schon lange interessiert.
GTA 4 hat auch über 3GB Installation und das hat eigentlich fast jeder

Das Problem mit dem lahmen Laufwerk lässt sich ja lösen, indem man die Spiele komplett auf die HDD kopiert und von dort aus startet. Weiß jemand wie groß da der Unterschied beim Installieren und Laden ist?
Wenn ich mal Zeit habe und dran denke, teste ich es vielleicht auch selber.

Takeshi

#9
Das war ja der Test 3. Motorstorm hab ich einmal von Disk gezockt und dann komplett auf die HDD geschoben. Die Ladezeiten waren von HDD immer identisch, aber schneller als von Disk.
Bei der PS2 war der Unterschied aber noch 1:5 (oder noch größer), hier nur noch 1:2.

Edit: Ganz vergessen. Dass eine SSD absolut gar nichts bringt, das dürfte ja jedem einleuchten. Gibts Testvideos, die zeigen, dass es minimal was bringt, aber beim Laden der Spiele. Deshalb wollte ich das hier auch versuchen. Aber ich glaub das bringt auch nichts. Der Unterschied war sicher da, weil die Festplatten unterschiedlich voll waren. Die Testbedingungen bei Konsolentests sind ja meistens ein Witz.

Saigon

Achso, ich dachte das wär eines von diesen Games, die man optional installieren kann und davon dann die beiden Zeiten.
Dann hat sich das ja erledigt ;D

Also ist es so ziemlich egal, was man sich für ne HDD einbaut. Die mit 5400rpm sind ja etwas günstiger als die mit 7200rpm und da die Geschwindigkeit gleich ist, lohnt es sich ja nicht mehr zu bezahlen.

Takeshi

Genau das wollte ich mit dem Test erfahren. Man muss ja nicht sinnlos mehr bezahlen, zumal die 5400er robuster sind.

MEX

Zitat von: Takeshi am 04. Januar 2011, 23:47:37... Dass eine SSD absolut gar nichts bringt, das dürfte ja jedem einleuchten...
Der Einsatz einer SSD in einer PS3 würde nur dann etwas bringen wenn es nicht um LADEZEIT sondern um ZUGRIFFSZEIT gehen würde ... dh. einen ganz bestimmten Datensatz aus einer Datenbank lesen oder schreiben ... aber da alle derzeit für die PS3 erhältlichen Programme einfach nur sequentiell größere Datenmengen LADEN, anstelle auf auf nur einen Datensatz aus einer größeren Datenbank ZUZUGREIFEN, ist es klar das SSD in einer PS3 nur minimale Geschwindigkeitsvorteile bringen ( allerdings benötigen sie noch weniger Strom als jede HDD und wenn man alte Server-SSD hat, die man aus Gründen der Datensicherheit nicht mehr im Server einsetzen möchte, dann kann man die natürlich auch in seiner PS3 entsorgen  :-[ ).

MfG, MEX

Takeshi

Also ich formulier deine Aussage mal um: Das Spiel lädt nun Daten in einer Größe von 100MB von der Festplatte. Die sind derzeit an einem Stück in eine Datei geschrieben. SSDs haben keine höhere Datenrate, nur geringere Zugriffszeiten (was totaler Blödsinn ist, die Datenraten sind doppel so hoch und höher, wenn sie gut sind), deshalb bringen SSDs keinen Vorteil.
Deshalb sollten die Spiele die 100MB lieber in 1000 kleine Teile á 128kB hacken, diese wild auf der Festplatte verteilen, wodurch die Ladezeiten mit einer normalen HDD viel länger wären, da die Zugriffzeiten lang sind. Eine SSD würde dann schneller laufen als eine HDD (aber immer noch langsamer, als wären die Daten einfach an einem Stück), dann hätten SSDs endlich merkliche Vorteile gegenüber einer HDD.

Der Stromverbrauch einer HDD ist total egal. Eine neue HDD zieht unter 2,5W. Was will ich da mit einer SSW, um 1W einzusparen? Das bringts bei Laptops, wo der Gesamtverbrauch bei 15W oder 20W liegt, aber nicht bei einer PS3.

Ganz davon ab glaube ich nicht, dass eine SSD irgendwas bringen könnte, da ja ganz offensichtlich die normalen HDDs schon durch was anderes ausgebremst werden. Eine SSD bringt beim PC ja zum Beispiel Geschwindigkeitsvorteile, wenn die Daten langsamer gelesen werden, als verarbeitet. Hier ist dies scheinbar nicht der Fall, die Daten werden langsamer verarbeitet. Also bringt die schnellste HDD nichts.

MEX

#14
Zitat von: Takeshi am 05. Januar 2011, 15:41:31
Also ich formulier deine Aussage mal um: Das Spiel lädt nun Daten in einer Größe von 100MB von der Festplatte. Die sind derzeit an einem Stück in eine Datei geschrieben. SSDs haben keine höhere Datenrate, nur geringere Zugriffszeiten (was totaler Blödsinn ist, die Datenraten sind doppel so hoch und höher, wenn sie gut sind), deshalb bringen SSDs keinen Vorteil.
Deshalb sollten die Spiele die 100MB lieber in 1000 kleine Teile á 128kB hacken, diese wild auf der Festplatte verteilen, wodurch die Ladezeiten mit einer normalen HDD viel länger wären, da die Zugriffzeiten lang sind. Eine SSD würde dann schneller laufen als eine HDD (aber immer noch langsamer, als wären die Daten einfach an einem Stück), dann hätten SSDs endlich merkliche Vorteile gegenüber einer HDD...
Diese Umformulierung ist nicht zulässig !
( Oder willst Du das ich DIR beim nächsten mal auch so einen BLÖDSINN in den Mund schiebe ? )

Was ich gesagt habe ist das SSD beim LADEN von Daten in der PS3 nichts bringen, aber wegen der eingesparten Bewegungen der ( nicht vorhandenen ) Schreib-Lese-köpfe bei Datenbankanwendungen immer noch schneller sein sollten als jede HDD ... außer SONY hat den SATA-Controller dermaßen verpfuscht das auch die Zugriffszeiten von HDD schon schneller sind als es  der SATA-Controller der PS3 schafft die Daten abzufragen.
Da aber anscheinend bis jetzt keine Programme für die PS3 erhältlich sind bei denen die Zugriffszeit die wesentlichste Rolle spielt, außer man schreibt sie selber unter Linux, bringen  SSD in einer PS3 nur bezoglich des Stromverbrauchs einen Vorteil.

MfG, MEX

PS: Kannst Du bitte auch eine HDD mit 4KB Sektoren testen ? Ich vermute das der SATA-Controller der PS3 daran schuld ist das diese HDD eine noch schlechtere Performance haben als normale HDD ...