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Allgemeines => 0815 => Thema gestartet von: Takeshi am 26. März 2013, 20:05:38

Titel: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 26. März 2013, 20:05:38
Die Telekom plant scheinbar 10 Jahre in die Vergangenheit zu reisen, zumindest was die verträge betrifft. Es kursieren Gerüchte, nach denen die Telekom plane von einer Flatrate zurück auf Volumentarife zu wechseln, wie es zu Beginn ds flechendeckenden Internets einmal war. Wer ein gewisses Volumen überschreitet, kann zusätzliches Volumen hinzubuchen, andernfalls wird die Leitung gedrosselt - so der Plan. Da es bei mobilem Internet derzeit gut funktioniert, hat man scheinbar eine Geschäftsidee für DSL-Anschlüsse gewittert. Wird alles übernommen, heißt der Volumentarif weiterhin "Flatrate", denn Volumentarif verkauft sich ja nicht so gut.

Technisch sinnvoll ist das nur bedingt. Da bei einem Großteil der Kunden zur gleichen Zeit angefangen wird das Volumen zu zählen, lasten über einen gewissen Zeitraum weiterhin alle Kunden die Leitungen voll aus. Gegen eine des Monats haben dagegen mehrere Leute ihr Limit erreicht und surfen langsamer. Das bringt den übrigen Kunden nur wenig, außer ihr DSL war vorher sehr langsam, was nicht Sinn der Sach wäre.

Bestehende Verträge sollen nicht betroffen sein (wird rechtlich sicher auch schwierig), aber es bleibt abzuwarten, ob nicht versucht wird bestehende Kunden vermehrt in neue Verträge zu drängen, natürlich am besten so, dass sie es gar nicht merken. Wird zum Beispiel die Geschwindigkeit des Anschlusses ohne Mehrkosten erhöht, wird ein neuer Vertrag abgeschlossen.

Weitere Details gibt es hier: heise.de Newsticker (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutsche-Telekom-erwaegt-Volumendrosselung-bei-DSL-1828179.html)
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: grave_digga am 26. März 2013, 20:41:03
Zum Glück bin ich seit nem halben Jahr bei Vodafone und hoffentlich machen die bei dem Spiel nicht mit. Wozu das gut sein soll weiss der Fuchs.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 26. März 2013, 20:55:23
Bisher hab ich eigentlich immer recht viel von der Telekom gehalten, von vielen anderen Anbietern und auch Vodafone (hier schon allein wegen der nervigen Werbung) weniger. Aber bei der Telekom häufen sich die Schlagzeile. Erst muss ich lesen, dass die einem Kunden eine Rechnung von glaube um die 700€ stellen, weil ein paar Wochen der Webspace voller war als er gebucht hat und die bleiben an sich bei der Forderung. Und nun kommt der Mist.

Leider werden die anderen Anbieter mitziehen, die Chance werden die sich nicht entgehen lassen. Ich werde aber wechsel, sollte ich sonst zu einem vertrag mit Drosselung gezwungen werden.
Den Sinn einer Flatrate sollte denen aber noch mal einer erklären. Erst werden die damit, dass man immer gleich viel bezahlt, egal wie viel man surft, dann wird mit immer schnellerem Internet geworben, und nun darf man es nicht mehr nutzen, ohne extra dafür zu bezahlen.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: grave_digga am 26. März 2013, 21:02:01
Solange die dann die Einzigen sind bei denen das so ist werden genügend Kunden abwandern, soviel ist sicher. Aber ob die anderen dann nicht nachziehen (sobald sie die "Wechsler" abgegriffen haben) ist auch ungewiss. Wollen wirs mal nicht hoffen. Ich war jahrelang Telekomkunde aber die wollten mir weder höheres DSL buchen (6000, Fritzbox sagte 5200 wären möglich) noch wollten sie mir einen Preisnachlass (den Neukunden bekommen hätten) gewähren. Dann blieb mir nichts anderes übrig als zu wechseln. Seitdem mehr Speed und ca. 20€ im Monat weniger Kosten.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 26. März 2013, 21:30:18
Zitat von: grave_digga am 26. März 2013, 21:02:01
Seitdem mehr Speed und ca. 20€ im Monat weniger Kosten.

Da wirds auch dran liegen, die Telekom ist in arger Bedrängnis. Die Aktie ist von knapp 105€ ca. 2001 bis heute stetig abgefallen, steht bei um die 8,40€. Die wollen oder eher müssen mit allen Mitteln Gewinn einfahren. Zudem werden auch die Kunden weiter abwandern, da die, wie grave_digga schon sagt, weniger Leistung für mehr Geld bringen.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: hide am 27. März 2013, 00:14:33
Für VDSL Kunden (ohne Entertain) gibt es schon seit Jahren die Klausel im Vertrag, dass sich die Telekom das Recht vorbehält die Leitung auf 6mbit zu drosseln wenn ein bestimmtes Datenvolumen überschritten wurde, aber meines Wissens nach wurde das noch nie angewendet
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 27. März 2013, 07:16:17
Richtig, die Klausel gibt es da schon und wird aber nicht angewendet (steht auch in den News, meine ich), nur hat die Telekom ja nichts davon, wenn die einfach die Leitung drosseln. Die wollen Kohle machen und deshalb wird jetzt wohl geplant das auch wirklich zu nutzen und eben die Option anzubieten Volumen hinzuzukaufen (ab hier bringt es der Telekom etwas). Das ist der große Unterschied. Und hier will die Telekom ja unter 1 Mbps drosseln.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: klesk am 27. März 2013, 18:23:59
Schwere Zeiten werden anbrechen.
Ich geh auch davon aus das die anderen mitziehen werden, zumal die Telekom der einzige VDSL Anbieter ist, mal von den Kabelanbietern abgesehen.
Volumen ist das schlimmste was passieren könnte. Können sich bald nur noch reiche Menschen Youtube und Internetdownloads leisten. Updates und DLCs für Spielekonsole werden zum Luxusgut.
Wenn man es überlegt, die ganze Internetentwicklung basiert auf einem hohen Datenvolumen, die ganzen Streamingdienste und sonstige Dienstleitungen, es werden hoch auflösende Grafiken verwendet. Da hängt ein enormer Rattenschwanz dran.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 27. März 2013, 18:32:34
Der Knaller ist ja, die Telekom baut ihre Leitungen aus, das DSL wird immer schneller. Da kein Mensch das schnelle DSL brauchte, mussten die irgendetwas erfinden, damit man es doch braucht: Entertain. Eigentlich die schwachsinnigste Erfindung seit dem Internet, aber das belastet das Netz halt gut. Und genau dafür (viel Auslastung) will man nun die Kunden extra zur Kasse bitten. Die wissen nicht, was die wollen.

Und das ist ja nicht das einzige Problem mit dem Internet. Die ganzen Provider sind ja ganz heiß drauf die Netzneutralität abzuschaffen, da das noch mehr Kohle (und keinen Nutzen für den Kunden) bringt. Und so, wie ich die Politiker kenne, lassen die sich die Notwendigkeit von den Providern schön einreden.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 27. März 2013, 19:29:08

Oha wirklich zurück in die Steinzeit. Für wann haben die das denn geplant?
Mein erster gedanke war, Kampf gegen Raubkopierer. Kommt eben auf der Volumen drauf an. Klar gibt es Streamingangebote, Updates, DLC usw. aber niemand braucht so viel Traffic wie einer, der sich Software downloadet.

Ist das ganze überhaupt umsetzbar? So dumm sind die ja auch nicht. Die wissen doch, dass die restlichen Kunden wechseln werden. Wenn dann machen das alle. Dann bleibt nur auswandern :D und der Rest in Europa? Kann mir nicht vorstellen, das wir im Technikland Europas so einen Schritt zurück machen werden.

Anderer Gedanke war: die bekommen das mit Ihren Leitungen bzw. mit Ihrer Technik nicht gebacken und müssen die Leitungen entlasten. Bin auch T-Com Kunde und es hat über ein Jahr gedauert bis ich 16000 bekommen habe. Erst war es 3000. Dann war kein Port frei. Dann rauf auf 6000 RAM und als ich doch mal wieder vorbei geschaut habe: "ahhh ja, da haben wir jetzt eine neue Technik, jetzt gehts..."

Wollte ich einfach mal alles in den Raum werfen....
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: DoggyDog am 27. März 2013, 19:42:31
Also, meines Wissens nach ist es im Ausland auch nicht unüblich, dass ab einen gewissen Volumen die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Habe auch bei Kabelkunden oft gehört, dass nach exzessiven Downloadsessions plötzlich die Downloadrate gedrosselt wurde.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 27. März 2013, 19:46:11
Zitat von: Klauserus am 27. März 2013, 19:29:08
[...] und der Rest in Europa? Kann mir nicht vorstellen, das wir im Technikland Europas so einen Schritt zurück machen werden.

Wir sind in Sachen Netzausbau so weit hinten, dass wir in einigen Statistiken nicht mal mehr auftauchen.

Bei den Leitungen, die eine hohe Datenrate bieten, braucht man nichts drosseln, um die Leitung zu entlasten. Bei den langsamen Leitungen qualmt die Leitung, bis du so viel gesaugt hast, dass die Drosselung greift. Zumal ja wie gesagt am Anfang alle mit voller Datenrate laden können und da klappt es ja auch.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 27. März 2013, 20:03:56
Zitat von: Takeshi am 27. März 2013, 19:46:11
Zitat von: Klauserus am 27. März 2013, 19:29:08
[...] und der Rest in Europa? Kann mir nicht vorstellen, das wir im Technikland Europas so einen Schritt zurück machen werden.

Wir sind in Sachen Netzausbau so weit hinten, dass wir in einigen Statistiken nicht mal mehr auftauchen.

Bei den Leitungen, die eine hohe Datenrate bieten, braucht man nichts drosseln, um die Leitung zu entlasten. Bei den langsamen Leitungen qualmt die Leitung, bis du so viel gesaugt hast, dass die Drosselung greift. Zumal ja wie gesagt am Anfang alle mit voller Datenrate laden können und da klappt es ja auch.

Echt? warum hat Deutschland das so verschlafen?
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: walkabout am 27. März 2013, 20:35:38
Naja, wenn Du ein staatliches Unternehmen privatisierst, dann wird erstmal versucht, richtig Kohle zu machen.
Dabei wird erstmal auf Verschleiß gefahren. Neue Investitonen werden herausgezögert.
Mitarbeiter werden entlassen (vornehmlich die das Unternehmen viel Geld kosten aber nicht die Manager)
Teile des Unternehmens werden ausgelagert oder über Subunternehmer abgewickelt.

...und dann fragst Du Dich, wieso Deutschland noch mit Buschtrommeln kommuniziert????
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 27. März 2013, 20:40:55
Ich denke, das liegt vorallem an der Privatisierung. Dadurch wird nur noch gewinnorientiert ausgebaut. Das heißt auf dem Land wird nichts gemacht, denn das ist teuer und die wenigen Kunden bringen das kaum wieder rein. In der Stadt ist das umgekehrt, aber quersubventioniert wird nicht, ist ja nicht wirtschaftlich. In der Stadt wird aber auch kaum Glasfaser ausgebaut, da man lieber mit allen Mitteln versucht noch irgendwas aus der Kupferleitung zu kitzeln. Da legt man da lieber noch etwas drauf, denn der Glasfaserausbau kostet viel Geld mit einmal, bringt aber nicht so viel mehr Geld. Langfristig wird in der freien Marktwirtschaft ja selten gedacht. Wenn es sich in den nächsten 5 Jahren nicht schon rechnet, rechnet es sich nicht.

Ein weiterer Grund ist die schlechte Organisation. Zu oft buddelt irgendeiner die Straße auf, weil da ein Rohr neu gelegt werden muss oder die Straße neu gemacht wird und ein halbes Jahr später buddelt da die Telekom wegen einer Leitung, wenn die denn mal buddeln. Das ist nämlich mit Abstand der teuerste Posten beim Netzausbau. Würden die das mal absprechen, sähe die Sache ganz anders aus. Wenn irgendwo etwas offen ist, legen die da ihr Kabel lang und fertig. Aber daran ist nicht nur die Telekom schuld, sondern auch die Stadt. Die könnte a) die Telekom informieren oder b) selbst die Kabel legen (wird teilweise gemacht). Der Vorteil daran ist, die Leitung gehört dann der Stadt und die vermieten die, wie sie wollen. Und das bringt langfristig Geld. Passiert aber eben auch zu selten.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 27. März 2013, 20:59:03

ok. das klingt nachvollziehbar. Wettbewerb hin oder her aber die Grundpfeiler der Deutschenwirtschaft san ja schon fast alle weg...
Das mit der Absprache, wenn ein Loch gebuddelt wird finde ich sehr sinnig.... wenn man das alles so ließt, denkt man sich doch, warum ist dene das nicht eingefallen bzw. warum wird das nicht so gemacht?

ach egal... ich steig aus der Diskussion aus. Als Privater kann man eh kaum was ändern. leider. hoffen wir das Beste
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 27. März 2013, 21:19:53
Einwenig muß man die Telekom dennoch in Schutz nehmen, denn die haben ja auch den Netzausbau am Hacken. Ich würde auch nicht viel viel Geld in die Erde buddeln, um das Geschäft dann jemand anderem zu überlassen. Nich weil ich gerne möchte, sondern weil ich muß. Denn so ist es ja: Die Telekom muß ihr Netz für andere hergeben. Dafür gibt es ein bisschen Geld. Würden die das selber an den Kunden verkaufen, brächte das mehr. Aber wenn jeder sein eigenes Netz baut, wäre es natürlich wahnsinnig beknackt.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 27. März 2013, 21:23:00
Zitat von: RalleBert am 27. März 2013, 21:19:53
Einwenig muß man die Telekom dennoch in Schutz nehmen, denn die haben ja auch den Netzausbau am Hacken. Ich würde auch nicht viel viel Geld in die Erde buddeln, um das Geschäft dann jemand anderem zu überlassen. Nich weil ich gerne möchte, sondern weil ich muß. Denn so ist es ja: Die Telekom muß ihr Netz für andere hergeben. Dafür gibt es ein bisschen Geld. Würden die das selber an den Kunden verkaufen, brächte das mehr. Aber wenn jeder sein eigenes Netz baut, wäre es natürlich wahnsinnig beknackt.

dann würden wir bald keine Sonne mehr sehen (http://www.geo.de/reisen/community/bild/regular/111162/Elektriker-in-La-Paz-ein-Traumjob.jpg)
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 27. März 2013, 21:51:30
Deher der letzte Satz:
Zitat von: RalleBert am 27. März 2013, 21:19:53
Aber wenn jeder sein eigenes Netz baut, wäre es natürlich wahnsinnig beknackt.

Nur gut, das wir nicht durch die Teerdecke der Straße sehen können. Irgendwo laufen die ganzen Haushalte einer Straße ja auch mal zusammen. Die Knoten dafür könnten dann so aussehen:

(http://www.speexx.de/blog/images/2006/11/verteilerschrank.jpg)
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: grave_digga am 28. März 2013, 05:56:58
Zitat von: RalleBert am 27. März 2013, 21:19:53
Einwenig muß man die Telekom dennoch in Schutz nehmen, denn die haben ja auch den Netzausbau am Hacken...

Also Vodafone hat hier bei mir ein eigenes Netz, nur dadurch konnten die mir auch die 6000 schalten.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 28. März 2013, 16:38:21
Trotzdem ist es so, dass die Telekom ihre Leitungen vermieten MUSS, weil die meisten Leitungen der Telekom gehören. Baut die Telekom nun weitere Leitungen, müssen die auch vermietet werden, ob die wollen oder nicht.
In der c't gab es sogar mal einen Fall, da hat die Telekom einen richtig flotten DSLAM in so einem Kasten gehabt, nur durften die Leitungen nicht angeschlossen werden, weil das einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen Anbietern bedeutet hätte. Ist ja auch schon krank.

Sogesehen kann ich das in der Tat schon verstehen. Die Regelung ist an sich richtig, weil sonst kein anderer Anbieter eine Chance hätte. Die Telekom war halt lange in staatlicher Hand, weshalb alle bestehenden Netze der Telekom gehörten. Aber ich finde, die Regelung hätte nur für Netze gelten müssen, die bei der privatisierung der Telekom schon vorhanden waren. Denn ab da konnten andere Anbieter ja auch problemlos eigene Netze ausbauen, da wusste man, was Sache ist.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 28. März 2013, 19:03:41
Der Staat hätte die Telekom als reinen Dienstleister privatisieren sollen, aber das Netz selber behalten und vermieten sollen. Dann wären ja alle Provider in ihrem Wettbewerb gleich.

Zitat von: grave_digga am 28. März 2013, 05:56:58
Also Vodafone hat hier bei mir ein eigenes Netz, nur dadurch konnten die mir auch die 6000 schalten.

Aber doch nicht die "Letzte Meile". Das ist doch immernpch die Telekomleitung von vor 45 Jahren, oder hast Du von mehreren Providern einen Anschlusskasten im Keller? Das Netz von Vodafone wird sich auf eine Backboneverbindung beziehen, mit der die Region versorgt wird.
___

Bei mir wollten die mal 16000 verkaufen. Anruf: "Hallo RalleBert, gute Neuigkeiten! Du kannst jetzt 16k bekommen, kostet nur ganz wenig mehr." Gemacht, geschaltet, die Leistung war um die hälfte schlechter als vorher! Messung machen lassen, Antwort: "Nee, in der ganzen Ecke da geht so grade 6k, wer hat das denn verkauft?!" Das war vor 8 Jahren, bis heute ist kein 16k verfügbar.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 29. März 2013, 00:10:48
Zitat von: RalleBert am 28. März 2013, 19:03:41
Der Staat hätte die Telekom als reinen Dienstleister privatisieren sollen, aber das Netz selber behalten und vermieten sollen. Dann wären ja alle Provider in ihrem Wettbewerb gleich.

Stimmt, das wäre die beste Variante gewesen. Hätte aber sicher auch nicht so viel Geld eingebracht.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 04. April 2013, 17:39:16
ZitatTelekom-Plan zur Drosselung verstößt gegen Netzneutralität

Ein Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirft der Telekom vor, mit ihren Plänen zur Drosselung im Festnetz zwischen guten hauseigenen und schlechten Daten von der Konkurrenz zu unterscheiden.

Die Deutsche Telekom verletze mit ihren Planungen zur Datendrosselung im Festnetz die Netzneutralität. Das vertritt der Autor Michael Spehr in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Die mögliche Drosselung gelte nicht für das IP-TV der Telekom oder Kooperationspartner.

"Nutzt man das Telekom-Angebot für TV-Empfang und Filmverleih, wird das dabei entstehende Datenvolumen nicht auf die DSL-Volumengrenze angerechnet." Im Mobilfunk werden von der Telekom in ihrer Kooperation mit Spotify die Musikdaten nicht auf Inklusivvolumen angerechnet.

"Es geht der Telekom also darum, eine Differenzierungslinie einzuziehen zwischen 'guten Daten' hauseigener Produkte und 'schlechten Daten', die von Mitbewerbern generiert werden." Das Ziel bestehe "in der Abschaffung der Netzneutralität", so Spehr.

Die Telekom erklärte: "Ähnlich wie im Mobilfunk soll es in Zukunft auch bei Festnetztarifen für die Datenübertragung ein bestimmtes Volumen geben, das inklusive ist. Ist dieses Volumen aufgebraucht, wird die Übertragungsgeschwindigkeit gebremst. Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er - wie im Mobilfunk auch - weitere Kapazitäten hinzubuchen. Natürlich ändert sich für bestehende Verträge nichts." Es existierten solche Überlegungen, aber es gebe "noch keine neuen Tarife".

Die Pläne sind nicht neu und in einigen Verträgen bereits vorbereitet. Im März 2012 hatte ein Telekom-Sprecher erklärt: "Wir haben die Geschwindigkeitsbegrenzung bisher nicht umgesetzt."

Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert dagegen: Verbraucher sollten Anspruch haben auf eine Internetverbindung, die ihnen ermöglicht, Inhalte ihrer Wahl zu senden und zu empfangen, Dienstleistungen und Anwendungen ihrer Wahl zu nutzen sowie Hardware ihrer Wahl anzuschließen und Software ihrer Wahl zu verwenden, solange diese dem Netzwerk keinen Schaden zufügt. Sie sollten Anspruch haben auf eine Internetverbindung, die frei von Diskriminierung ist in Bezug auf Art der Anwendung, der Dienstleistung, des Inhalts oder der Adresse des Senders oder Empfängers. Die Netzneutralität müsse daher gesetzlich festgeschrieben werden, reine Transparenzpflichten und verbesserte Wechselmöglichkeiten für Verbraucher reichten nicht aus.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: klesk am 07. April 2013, 21:29:46
Naja die Probleme mit der Telekom bzw T-online häufen sich. Hier im Gebiet gibts z.b Probleme mit YT und einer VDSL Leitung. Brauch mittlerweile ein Addon für den FF das die Videos überhaupt laden, ohne gehts gar nicht.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 30. April 2013, 18:37:10
Servus Leute. Wollte das Thema noch mal aufgreifen, da es in den Medien ja nun ziemlich present ist.

Einmal:

Spoiler
3%? Darauf hab ich ja gewartet!
Autor Unbedeutend 26.04.13 - 15:12

Jedem, der hier der Telekom das Wort redet, muss klar sein daß die Drosselung keineswegs nur "Poweruser, Dauersauger, Vielnutzer" betreffen wird.

Es gibt genug Gründe warum nicht allein nur dem Nutzer, sondern der ganzen Gesellschaft, daran gelegen sein muss, dieses Vorhaben der Telekom zu verhindern.
Netzneutralität zum einen. Es darf keine Diskriminierung oder Bevorzugung bestimmter Datenpakete geben.

Zum anderen wird niemand weniger zahlen! Aber früher oder später alle mehr!
Und das kommt schneller als sich das viele vorstellen können.

Der "zukünftig anwachsende Content" spielt der Telekom hier schon in die Hand. Es interessiert doch keinen Content-Bereitsteller (und das kann jeder von uns sein) wie groß seine Inhalte sind. Oder glaubt irgendjemand daß es gerade die großen Teilnehmer des Internets (MS, Google, Apple usw.) oder den Rest der Welt interessiert, ob Otto-Telekom-User an seine Volumengrenze stößt und deswegen gedrosselt wird?
Die CE-Industrie verschmilzt mit der IT-Industrie und spricht, auf der Jagd nach Innovation, nach 3D schon von 4k. Microsoft und Co. nur noch von Cloud.
Das Internet lebt von der zunehmenden Datenmenge. Das weiß auch die Telekom und begibt sich mit ihren eigenen Contentdiensten genauso auf die Seite der Anbieter.
Nur der im Drosseltarif hängende Nutzer hat in diesem Szenario die geringsten Möglichkeiten dies zu beeinflussen. Selbst wenn mein Surfverhalten sich nicht ändert, die Datenmenge sich auf der Contentseite jedoch erhöht oder die Zukunft Dienste hervorbringt, von denen wir heute noch nichts wissen oder ahnen, dann rauscht jeder irgendwann in die Drosselung.
Meine einzige Möglichkeit dies zu verhindern, ist eben nicht online zu gehen.
Denn ich kann nie wissen welche Datenmenge sich hinter einem Link verbirgt. Dank ultrabreiter Leitung bekomme ich davon auch nicht mehr unbedingt etwas mit. Ist die Seite erstmal geladen, ist der Traffic auch schon auf meinen Zähler.

Wer also denkt er wäre hiervon nicht betroffen, könnte schneller unsanft aufwachen als ihm lieb ist.

Die Telekom agumentiert unredlich wenn sie die Drosselung mit den Kosten des Breitbandausbaus verteidigt. Sie geht nach dem Teile und herrsche-Prinzip vor.
Der Grossteil der User soll, laut Telekom, also gar nicht betroffen sein?
Die Minderheit der "Vielnutzer" soll also den zukünftigen Breitbandausbau finanzieren?
Die 3 Prozent sollen also den Anteil der Telekom an den 80 Milliarden Ausbaukosten stemmen?
UNSINN! WIE SOLL SOWAS ÜBERHAUPT FUNKTIONIEREN?
Ich kann keinen Ausbau eines Netzes finanzieren in dem ich die Daten drossele und damit argumentiere es würde nur die "Vielnutzer, Dauersauger, Poweruser" betreffen!!

Ich kann Mehreinnahmen, wie sie für den "angeblichen" Ausbau des Breitbandnetzes nötig sind, nur generieren, wenn ich weiß daß ich die Nutzer auf voller Breite erwische und eben nicht nur diese "Minderheit der Vielnutzer". Genau dies kommuniziert die Telekom aber eben nicht.
Ich kann damit aber auch dafür sorgen daß ich den, nicht nur dringend notwendigen, sondern seit mindestens 5 Jahren verschleppten, Ausbau wieder ein paar Jahre hinauszögern kann, um am Jahresende gute Zahlen präsentieren zu können.

Mit diesen ominösen 3% wird die Argumentation nach dem Muster "Teile und herrsche" eindeutig. Gleichzeitig gibt es brancheninterne Aussagen das gerade im Backbone riesige Überkapazitäten herrschen. Nein, liebe Telekom das ist einfach zu durchsichtig. Wer nur ansatzweise eure Argumente verfolgt, sie auflistet und darüber nachdenkt, erkennt daß daraus nie ein Schuh werden kann.

Und ich unterstelle der Telekom daß sie auch gar keinen Ausbau in dem Sinne einer zukunftsweisenden Technologie (Glasfaser) vornehmen möchte. Das zeigt mit aller Deutlichkeit auch die Entscheidung hinsichtlich der Vectoring-Technologie.
Es wird nach allem gegriffen, was geeignet scheint um das Schreckgespenst Ausbau noch ein paar Jährchen nach hinten schieben zu können.
Den Herrn Obermann interessiert eh nichts mehr und der Herr Hoettges hat nur dafür zu sorgen daß die Zahlen am Jahresende stimmen. Kein Analyst wird Herrn Hoettges mit glänzenden Augen auf die Schulter klopfen, wenn der ihm erzählt daß er wieder Geld für den Ausbau ausgegeben hat und deswegen die Rendite und somit die Dividende nicht stimmt. Mal ganz abgesehen davon, das es natürlich taktisch klug war, damit jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Herr Obermann hat es entschieden und der Herr Hoettges braucht sich der Verantwortung nicht zu stellen. Hört ihr ihn schon sagen:"Das waren Entscheidungen die von meinen Vorgänger gefällt wurden. Darauf hatte ich nur wenig Einfluss."
Ich glaube der Herr Obermann hat bei ähnlichen Fragen auf Herrn Ricke verwiesen und der wiederum hat auf Herrn Sommer verwiesen.

Es soll hier eine schleichende Konditionierung des Kunden vorgenommen werden. Und aus dieser Büchse der Pandora kommt nichts Gutes.

Wie schon überall geschrieben, wird sich die Branche genau anschauen was passieren wird. Sollte die Telekom Erfolg haben, wird Deutschland in diesem Bereich immer mehr ins Hintertreffen geraten. Der jeweilige Provider wird keine Notwendigkeit sehen den Ausbau voranzutreiben, wenn er seinen Kunden über Drosselungsmassnahmen die Daumenschrauben ansetzen kann, und daurch sogar noch Mehreinnahmen generieren kann.

Desweiteren haben viele Nutzer schlicht auch keine Möglichkeit zu alternativen Anbietern zu wechseln. Auch nicht über Sat oder ähnliche Technologien. Es scheitert mal an Mietverträgen, die keine Sat-Schüssel erlauben. Oder mal an nicht ausgebauten Hausverkabelungen. Die Wunderwaffe LTE funktioniert ebenso in vielen Bereichen nicht. Und dafür war sie auch gar nicht gedacht. Dies findet man komischerweise aber auch erst raus nachdem der 24-Monatsvertrag unterschrieben ist.
Von einer gesunden Konkurrenzsituation auf dem Markt zu sprechen, die dem Nutzer eine Auswahl zwischen gleichwertigen, also konkurrenzfähigen, Angeboten ermöglicht, wäre, gelinde gesagt, lustig. Wenn es denn nicht so traurig wäre.

Wenn ich die Meldungen lese, an wie vielen Stellen die Telekom überall Geldgeschenke verteilt, dann ist es nicht nachvollziehbar, daß der Breitbandausbau nicht finanzierbar sei. Die Telekom verstand es jahrelang diesen Ausbau zu verschleppen. Die Taktik der Telekom erst dann tätig zu werden, und das dann komischerweise mit allen Mitteln, wenn Konkurrenz drohte, ist nicht gerade unbekannt.

Sollte die Telekom es also trotz alledem nicht schaffen den Ausbau "ihres" Breitbandnetzes voranzutreiben, dann müssen die Netze wieder in die öffentliche Hand zurückgeführt werden. Infrastruktur ist für eine Gesellschaft existentiell entscheidend. Gerne auch mit entsprechender Entschädigung, damit niemand von irgendwelchen Enteignungen sprechen könnte. Es sind mittlerweile so viele Dämme bei der Verteilung von Steuergeldern gebrochen, daß diese Verwendung von Steuergeldern nicht im geringsten auf Kritik stossen dürfte. An der Finanzierung einer, für eine Gesellschaft notwendigen, Infrastruktur ist noch kein Staat zugrundegegangen. Ganz im Gegenteil.
Darüber hinaus würde dies der Politik auch wieder Handlungsspielraum bieten, um mit Akzenten den Weg einer Gesellschaft zu zeichnen.

Wenn der Politik ein richtungsweisender Weg für die zukünftige Gesellschaft vorschwebt, dann muss sie hier, nicht nur rhetorisch, Flagge gegen diese Drosselungspläne zeigen. Aber, und das ist wichtig, eben auch nicht nur bei der Telekom allein.

Oder Frau Merkel muss sich von mir fragen lassen, was sie mit dem Satz meinte:
"Auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft nicht die Bevölkerung vergessen"

... abzuzocken?
... für dumm zu verkaufen?
... so richtig abzukochen?

Ich hoffe jedoch daß nicht diese Gedanken den Kontext dieser Aussage bildeten.

hab ich auf Golem.de gefunden. kann ich nur sagen Amen Bruder

Und ich war heute selbst beim Shop und habe Argumentiert. Der Mensch war aber so nett und würde meine Verbesserungsvorschläge gern weiterreichen. Ich soll sie nur zu Papier bringen. Wollen wir sammeln?
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 30. April 2013, 19:57:56
Ich glaube nur, es bringt nicht viel das der Telekom vor die Füße zu werfen. Und eine Unterschriftenaktion juckt die auch nicht, solange die Einnahmen stimmen.

Das Einzige, was hilft, ist, dass möglichst wenige solche Verträge eingehen. Und dafür hilft nur Aufklärung. Und da die Leute zu faul sind zu lesen und ihnen ist vieles egal, so lange es sie nicht ganz offensichtlich betrifft. Man müsste es also kurz zusammenfassen, so dass schnell und klar daraus hervorgeht, dass es jeden betrifft und wieso das alles Käse ist, was die Telekom da erzählt.

Was ich gar nicht bedacht hatte, aber sehr einleuchtend ist, ist die Tatsache, dass die wenigen Nutzer gar nicht so viel an Einnahmen produzieren können. Laut Statista (http://de.statista.com/themen/124/deutsche-telekom/) haben rund 22 Millionen Kunden einen Festnetzanschluss. Gehen wir einfach mal davon aus, jeder hat auch DSL, selbst wenn es utopisch ist. 3% davon wären 660.000 Anschlüsse. Wenn davon jetzt jeder statt 30€ im Monat 60€ zahlt, sind das knapp 20 Mio € im Monat mehr. Davon gehen noch Steuern runter, es werden weniger DSL-Anschlüsse dabei sein und es werden gerade diese Leute abwandern, auch wenn andere Anbieter solche Drosselungen einführen, denn es wird dennoch günstiger sein.

Dass die Backbones alle überhaupt nicht ausgelastet sind, ist auch mein aktueller Wissensstand. Es scheitert halt an den letzten Metern. Und genau da druckst sich die Telekom, wo es nur geht.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: ZEROFX am 01. Mai 2013, 00:59:34
Der ganze Mist ist doch eigentlich auf den Murks der EU und Deutschlands Politik gewachsen.

Warum wird oder wurde denn die Infrastruktur mit Privatisiert? Überall hat man doch nur Nachteile. Sei es die Deutsche Bahn oder eben die Telekom.

Die Netze gehören in die öffentliche Hand, das muss dabei so finanziert werden, dass alles Kostendeckend ist und vielleicht etwas für Investitionen über bleibt. Was hier aber fast überall abläuft ist doch eine Farce. Der Deutsche Steuerzahler hat doch die Netze schon vor Urzeiten Finanziert. Die Telekom und die Bahn kassieren hier doppelt ab.

Ich frage mich wann die ersten "Straßen" Privatisiert werden. Einfach nur noch dämlich wie Politiker und Staaten handeln.

Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 01. Mai 2013, 01:13:50
Ja, denke auch, da hilft langfristig nur eine Verstaatlichung, oder ein knallhartes Gesetz. Die Verstaatlichung wäre mir lieber.

Vor einigen Monaten lief auch mal ein Bericht, da wurde thematisiert, wie teilweise die Wasserversorgung (!) privatisiert wurde. Die Kurzfassung ist, die Preise sind explodiert, die Wasserqualität ist gesunken und am Ende wurde der ganze Kram von der öffentlichen Hand teurer wieder zurückgekauft. Letzteres ist mir aber lieber, als dass es grauenhaft bleibt. Und so lernt man wenigstens draus, dass das mit der Privatisierung bei Sachen mit öffentlichem Interesse eine blöde Idee ist. Denn um zum Internet zurückzukommen: Der Wert einer Immobilie bzw. einer ganzen Gegend hängt heute auch davon ab, was für eine Internetanbindung verfügbar ist.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: klesk am 01. Mai 2013, 11:53:09
Die Wahrheit sieht so aus, das wir in Deutschland einen Überschuss an Backbones haben und im Endeffekt nur um den Ausbau rumgedruckst wird obwohl schon einiges an Geld dahingehend geflossen ist.
Vieler Orts fehlen auch die alternativen zur Telekom, da nicht überall ein Kabelanschluss liegt und im High Speed DSL Geschäft noch nicht so viele Anbieter vorherrschen, hier z.b wäre es nur O². Denk da nutzt die Telekom auch ihre Monopolstellung aus.
Im Vergleich zu anderen Ländern ist Deutschland, zumindest was das Internet angeht auch eine dritte Welt Land.

Das die das jetzt bekannt geben, obwohl es erst 2016 durchgesetzt werden soll ist dahingehend ein schlauer Schachzug, da jetzt der Shitstorm abläuft, die Leute aber nicht wechseln werden weil es ja noch nicht stattfindet. 2016 hats dann eh jeder vergessen.
Ich hoffe nur das sich bis dahin noch einige alternativen herauskristallisieren.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Opium92 am 01. Mai 2013, 14:38:29
Zum Wasserthema, es gab mal ein Vorschlag in der UN. Nähmlich das sauberes Wasser ein Menschenrecht sein soll. Ratet mal wer diesen Vorschlag gemacht hat , ne weder die ( FRIEDENSNOBELPREISTRÄGER!!!!!) EU noch die USA. Bolivien! Ratet mal wer dagegen gestimmt hat :) die EU und USA.
Die CDU und FDP haben dagegen gestimmt mit der Begründung dadurch würde die Wasserqualität sinken. Noch enttäuschender fande ich die SPD, sie hat sich enthalten und nur die Linken und die Grünen haben für Ja gestimmt.
Was passiert wenn Wasser privatisiert wird ? Das Leitungswasser wird mir Flur und Chlor vollgepumpt so dass man in Flaschen gefüllten Wasser kaufen muss. Grüße an Nestle und Coca Cola.

Alle diese Konzerne Telekom miteingeschlossen kennen nur eine Sprache -> weniger Geld = schlecht , mehr Geld = gut weiter ausbeuten und ich hoffe die Telekom wird sehr viel Geld verlieren. Wenn mein Vertrag am Oktober ausläuft wechsle ich evt. zu unitymedia.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: hide am 01. Mai 2013, 16:04:40
Zitat von: Opium92 am 01. Mai 2013, 14:38:29
...

Alle diese Konzerne Telekom miteingeschlossen kennen nur eine Sprache -> weniger Geld = schlecht , mehr Geld = gut weiter ausbeuten und ich hoffe die Telekom wird sehr viel Geld verlieren. Wenn mein Vertrag am Oktober ausläuft wechsle ich evt. zu unitymedia.

Kabelanbieter drosseln den Downstream aber schon seit vielen Jahren
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Opium92 am 01. Mai 2013, 16:34:41
ich habe eine 16k leitung bei der telekom und ich kann keine youtube videos auf 1080p gucken weil telekom schon seit jahren die leitung mit youtube drosselt. muss extra ein add on herunterladen "youtube turbo" oder so heißt es. ach ja die telekom sagt, dass sie eine schlecht leitung zu youtube haben... klar der größte internetanbieter und der größte videoblog
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: hide am 01. Mai 2013, 16:55:01
ch hab vdsl bei der Telekom und bisher keine Probleme in dieser Art gehabt  :???
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 01. Mai 2013, 17:00:37
Vorallem hat die Telekom ja auch eine direkte Leitung zu Google. Die hängen auch nur an mehreren Backbones, an denen auch zig andere Anbieter hängen.
Aber bei mir lädt gerade ein 1080p Video schneller als es abläuft. Google selbst bestimmt aber auch, wie schnell die Daten geladen werden. Hab 14 Mbit/s, Telekom.
Das Video wird ja schon länger nicht mehr bis zum Ende vorgeladen, was besonders ärgerlich ist, wenn man einen langsamen Anschluss hat und darauf angewiesen ist, da man sonst kein Video am Stück gucken kann.

Zitat von: hide am 01. Mai 2013, 16:04:40
Kabelanbieter drosseln den Downstream aber schon seit vielen Jahren

Richtig, deshalb sind Kabelanbieter keine Alternative und so wirklich viel gibt es dann ja nicht mehr.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: klesk am 01. Mai 2013, 20:54:16
Zitat

Deutsche Telekom "Wenn Youtube zahlt, werden sie nicht gedrosselt"

Wenn Unternehmen wie Googles Youtube an die Deutsche Telekom zahlen, würde ihr Angebot "nicht das Datenvolumen der Nutzer verbrauchen" und sei nicht von der Drosselung betroffen.

Quelle (http://www.golem.de/news/deutsche-telekom-wenn-youtube-zahlt-werden-sie-nicht-gedrosselt-1305-99043.html)

... und ende ist es mit der Netzneutralität.
Aber die Hauptsache große Energiewende blablabla aber Internet dann auf dem Niveau eines dritte Welt Landes.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 01. Mai 2013, 21:12:26
Das ist doch eigentlich gesetzeswidrig. Noch gilt die Netzneutralität, deshalb versuchen Unternehmen wie die Telekom diese ja auch abzuschaffen. Aber die Telekom schafft die einfach eigenmächtig ab bzw. ignoriert die völlig.

ZitatIhr eigenes IP-TV-Angebot Entertain sei "kein Internetdienst".


Auch gut, das glauben die doch nicht selbst, oder? Dann ist Youtube und Maxdome auch keiner.

Zitat"Wir sind offen für Gespräche mit diesen Anbietern, um ihre Angebote in Entertain zu integrieren oder neue Kooperationsmodelle zu finden. Einen Teil dieser Erlöse würden wir dann in den Netzausbau investieren können. [...]"

Das ist auch dreist. Klar ist man zu Gesprächen bereit, schließlich ist es das Ziel der Telekom damit Profit zu machen und der kommt dabei nur raus, wenn andere Betreiber zahlen. Das werden die ohne einen Vertrag aber nicht machen, ergo MUSS die Telekom mit anderen Anbietern sprechen.
Und "einen Teil" der Erlöse in den Netzausbau zu stecken ist auch sehr gut formuliert. Das ist ja wie mit "bis zu 16 Mbit", was gleichbedeutend ist mit "maximal 16 Mbit". "Einen Teil" könnte auch heißen, man investiert 1% davon in den Netzausbau, was dem entspricht, was man sowieso darin investieren würde.

Zitat"Wir wollen diese Möglichkeiten diskriminierungsfrei anbieten, [...]"

Bei solchen Aussagen könnte ich kotzen. Dann lasst es doch so, wie es ist, bisher wurden die ja diskriminierungsfrei angeboten. Und wenn ein Anbieter dafür zahlen muss, WERDEN seine Daten diskriminiert.

Wie die sich aufführen, als würden sie damit noch etwas Gutes tun und anderen helfen wollen, echt widerlich. So langsam spiele ich immer mehr mit dem Gedanken den Anbieter zu wechseln, obwohl ich noch einen alten Vertrag habe, der nicht betroffen ist.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 01. Mai 2013, 21:18:25
Nuja, Youtube ist "für alle", das IP-TV Angebot der Telekom bekommst Du doch nur als Kunde, oder? Das wäre dann ein "über das Internet geliefertes Medium". Insofern könnte man da sicher argumentieren, auch wenn es total beknackt ist. Wie siehts denn mit den Leuten aus, die einen VoIP Telefonanschluss haben? Die machen ja auch Traffic...
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: klesk am 01. Mai 2013, 21:23:31
Naja dreist vor allem weil die, meines Wissens nach, schon 20 MRD Steuergeld für den Netzausbau bekommen haben und den einfach nicht machen.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Opium92 am 01. Mai 2013, 21:27:47
wieso zahl ich damit die telekom neue leitungen bauen kann ? wtf ? irgendwie verstehe ich die politik von heute nicht. hat die telekom der cdu oder fdp was gespendet ?
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: klesk am 01. Mai 2013, 22:40:29
kleiner Nachtrag der unter den sonstigen News wohl untergegangen ist

Zitat
Internet-Kontrolle: Jeder Haushalt muss Modem der Deutschen Telekom kaufen

Quelle (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/27/internet-kontrolle-jeder-haushalt-muss-modem-der-deutschen-telekom-kaufen/)

PS: Die Telekom ist eine Aktiengesellschaft und der Bund hält 68 % der Aktienmehrheit, also irgendwie hat die Telekom den Partein was gezahlt :D im übertragenen Sinne.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 01. Mai 2013, 22:48:30
Zitat
Internet-Kontrolle: Jeder Haushalt muss Modem der Deutschen Telekom kaufen

Ja, auch geil! Am besten darf der Kunde das Teil dann auch nicht administrieren ;D Letztens eine Vodafone Box von einem anderen Anschluß auf einen frischen Anschluß montiert, versucht, die Zugangsdaten einzurichten - war schon alles drin :o da war ich schon etwas erstaunt. Die haben das alles aus der Ferne schnell in die Box geblasen.
Gut das ich meinen Roauter mit CFW habe :P
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 01. Mai 2013, 22:50:56
Versteh ich nicht. Dort steht, dass der Internetanschluss nicht mehr die Dose ist, sondern der Router und daher der Providerdiktiren kann, welchen Router er nutzt. Das heißt doch aber nicht, dass jeder nun einen Router der Telekom kaufen muss. Das betrifft dann nur Kunden der Telekom. Und als Kunde eines anderen Anbieters könnte ich von diesem auch zu einem Router gezwungen werden. Die Darstellung ist für mich nicht sonderlich transparent oder sogar falsch.

Deutschland als "Pleite-Staat" hinzustellen ist auch übertrieben. Wir sind einer der reichsten Staaten Europas und damit der ganzen Welt. Den USA geht es so schlecht wie Italien oder Spanien und sonst ist da ja fast nur noch China. In Südamerika und Aufrika wird es kaum reiche Staaten geben.

Wie der Staat daran verdienen soll, wenn wir chinesische Billigware kaufen müssen, leuchtet mir auch nicht ganz ein.

Auf mich wirkt die Seite wie die Bild-Zeitung, auch wenn das Thema an sich sehr prikär ist.

Edit: Wenn ich so die Kommenatare so lese, viele Leser finden das wohl auch etwas überspitzt.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 01. Mai 2013, 23:09:53
Da ja aber die Telekom Netzeigner ist (oder nicht?) und diese Ihr Netz nur mit den "Mitbewerbern" teilen muß (und Geld dafür bekommt), könnten die doch auch wirklich vorschreiben, welches Endgerät eingesetzt werden muß. Aber es erinnert wirklich an die Zeit, in der der nette Onkel von der Post gekommen ist, um ein olles Telefon anzuschließen. Das dann mit 2 Markirgendwas pro Monat gemietet werden mußte ;D
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 01. Mai 2013, 23:19:25
Der Telekom gehören die Leitungen, ja. Aber trotzdem ist dein Anbieter nicht die Telekom.

Dann wechsel ich lieber zu einem Kabelnetzbetreiber, auch wenn ich die hasse wie die Pest.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 01. Mai 2013, 23:21:47
Und jetzt lese ich das:Übertragung im Glasfasernetzt vervierfacht. (http://www.teltarif.de/telekom-t-lab-glasfaser-rekord-uebertragung/news/45926.html) Nicht mehr ganz frisch, aber das sollte doch dann mal umgebaut werden ::)
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 01. Mai 2013, 23:38:09
Hier die Sache mit den Routern mal in seriös(er): AVM kritisiert Passivität der Bundesnetzagentur beim Routerzwang (http://www.itespresso.de/2013/01/22/avm-kritisiert-passivitat-der-bundesnetzagentur-beim-routerzwang/)

Die Betreiber von deutsche-wirtschafts-nachrichten.de betreiben auch noch andere Seiten wie deutsch-tuerkische-nachrichten.de, deutsche-bildungs-nachrichten.de oder readers-edition.de. Ich weiß nicht, das will einfach nicht seriöser auf mich wirken.

[edit]
Habe gerade mal auf der letzten Seite gestöbert. Was da für "Nachrichten" veröffentlicht werden, unfassbar. Das ist ja unter Bild-Nivau und mir war gar nicht bewusst, dass das geht. Einfach nur reißerisch, Meinung statt Tatsachen, das hat mit Nachrichten nichts zu tun. Und an der Kommasetzung und Fehlern bei das/dass merkt man sofort, das sind keine professionellenJournalisten.
Demnach kann ich den Artikel über die Router nun auch kein Stück mehr ernst nehmen.
[/edit]

@Rallebert: Schon der erste Satz.
ZitatDie Telekom bemüht sich seit Jahren um den Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland.

Da musste ich voll lachen ;D
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: DoggyDog am 02. Mai 2013, 18:03:20
Kennst du nicht den berühmten "...war stets bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden..."-Satz  ;)
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 02. Mai 2013, 18:11:12
Stimmt, jetzt wo du es sagst ;D
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 04. Mai 2013, 10:43:15

Also das persönliche Statement des T-Com Shop Mitarbeiters um die Ecke als ich mich beschwerte:

Erst einmal hat er die Argumente seines Arbeitgebers natürlich verteidigt. Ja die 3 Prozent Hardcore User...

Ich: Ich habe meinen Traffic gemessen und komme auf ca. 1 GB pro Tag und das, bei normalen Surfverhalten. Keine Großen Downloads ect. Dann nehme ich das mindestens mal 2, da ich in einer WG wohne. Dann bin ich schnell über 75 GB.

Er: Sie kommen über einen Gigabyte pro Tag? Das glaube ich nicht. Wie haben sie das gemessen? Was haben Sie geladen?

Ich: Mit einem Programm das über meine Hardware am Laptop den Traffic misst. Und nochmal nein, ich habe nichts großes geladen. Virenscanner Update, Youtube Vids auf 480p und Java Update ect. Ich finde es auch eine Frechheit die Konditionen so extrem anzusetzen. Da ja bekannt ist, dass immer mehr Traffic kommen wird. Besser Videos, evtl. mal Webseiten in 3D. Die PS4 wird viel mi Internet machen. Und dann auch noch die Drossel auf einen Internetstandart setzen der dem vor mind. 5 Jahren entspricht. 50 Kilobytes pro Minute. Das reicht mir nicht mal wenn ich eine Email mit Dokumenten bekomme. Ich kann Sie ja vielleicht verstehen das Sie Geld für Ihren Netzausbau brauchen (wusste zu diesem Zeitpunkt nicht das die Steuergelder bekommen haben) aber doch dann nicht so. Verlangen Sie es doch dann nur von den 3 % die angeblich die Poweruser darstellen.

Er: blabla ja irgendwie müssen wir das ja alles finanzieren. Außerdem sind Sie Herr XXX ja eh nicht davon betroffen, da Sie Ihren Vertrag ja erst vor 2 Monaten umgestellt haben. Betroffen sind nur die Neuverträge ab Mai. Und gekündigt wird Ihnen auch nur, wenn Ports gebraucht werden (Whaaat?). Das kommt aber nicht vor. Ich habe noch Verträge von 1980 die 12 Cent pro Minute zahlen. Außerdem tritt das ja erst 2016 in kraft....ich muss jetzt auch leider weiter machen. Kundschaft. Ich reiche Ihre Vorschläge gern weiter oder sie kommen Vormittag mal auf einen Kaffee dann können wir diskutieren. Wie haben eine Kaffeemaschine.... (oh eine Einladung)

Zu erwähnen ist, dass ich mit dem Satz den Shop betreten habe, dass wenn die Drosselung kommt ich schon mal vorsorglich meinen Vertrag zum nächst möglichen Zeitpunkt kündigen möchte.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 04. Mai 2013, 11:15:07
Um noch mal auf die Investition und die 3% Power-User zu kommen: Ich hatte ja grob überschlagen, dass die vielleicht 20 Millionen Euro im Monat an Mehreinnahmen bringen, abzüglich Steuern, aber lassen wir die mal weg. Das wären im Jahr 240 Mio €. Und klesk hatte im Kopf, die haben schon 20 Mrd € bekommen, dagegen sind die 240 Mio € gerade mal rund 1%! Und die Telekom hat laut c't (Ausgabe 10/2013 Seite 18) Investitionen von 6 Mrd € versprochen, was ein Witz ist, wenn die 20 Mrd dafür kassiert haben. Und die 6 Mrd stecken die ja auch nur in das VDSL-Vectoring und verhindern damit mal wieder den Glasfaserausbau.

Interessant fand ich auch die Ansicht, dass die Telekom natürlich nur in der Stadt ausbaut, weil sie dort die Kabelanbieter als Konkurrenz hat. In ländlichen Räumen sind die kaum vertreten, also muss das Netz auch nicht ausgebaut werden, wohin sollen die Leute schon abwandern?

Der Staat soll einfach wieder auf eigene Faust Leitungen legen und diese dann an die Telekom und andere Anbieter vermieten, wenn die es selbst nicht auf die Reihe bekommen.

Und zum Volumen: Lade dir mal zwei Spiele für die PS3 runter und du hast das Limit schon allein dadurch so gut wie erreicht. Und da braucht die Telekom auch nicht ankommen, ja dann müsse Sony halt zahlen, wie Youtube. ICH zahle dafür, dass ich das Internet nutzen kann, dass ich solche Dienste nutzen kann. Wieso sollten die Diensteanbieter noch mal dafür zahlen? Ich mein klar, damit die Telekom mehr Kohle verdient, aber warum sollten die das? Mit welcher sachlichen Argumentation?

Zitat von: Klauserus am 04. Mai 2013, 10:43:15
Ich reiche Ihre Vorschläge gern weiter oder sie kommen Vormittag mal auf einen Kaffee dann können wir diskutieren. Wie haben eine Kaffeemaschine.... (oh eine Einladung)

Die macht aber auch nur 90 Tassen im Monat, danach fließt der Kaffee tröpfchenweise in die Tasse.

Edit: Und falls noch jemand mal bei der Telekom nachfragt, kann er ja auch fragen, wofür man dann eigentlich schnelles Internet braucht, wenn man es nicht nutzen darf und es sonst extrem langsam wird. Mit gerade einmal DSL 16.000 schafft man nämlich 7 GB in der Stunde oder 84 GB bereits in einem halben Tag. Wer also irgendwie was von seiner Leitung haben will, der stößt damit sehr schnell an die Grenze von 75 GB. Wer da nicht dran kommt, der braucht auch keine schnelle Leitung. Das ist dann auch völlig losgelöst davon, was man mit dem Anschluss macht, was die Telekom nebenbei einen Scheidreck angeht.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 04. Mai 2013, 18:45:49
Zitat von: Klauserus am 04. Mai 2013, 10:43:15
Wie haben eine Kaffeemaschine...

Zitat von: Takeshi am 04. Mai 2013, 11:15:07
Die macht aber auch nur 90 Tassen im Monat, danach fließt der Kaffee tröpfchenweise in die Tasse.

Da würde ich sterben ;D

Zitat von: Takeshi am 04. Mai 2013, 11:15:07
Das ist dann auch völlig losgelöst davon, was man mit dem Anschluss macht, was die Telekom nebenbei einen Scheidreck angeht.

Genau. Es soll ja auch Leute mit "Home-Office" geben, ab Monatsmitte wird dann nicht mehr gearbeitet, weil das Netz dafür zu langsam ist - oder es wird sich freigekauft, was dann wieder auf Produkte und Dienstleistungen umgelegt wird. Erstklassig.

Da sich ja aber auch Seitenanbieter freikaufen können, damit ihre Inhalte ohne Bremse geliefert werden, werden auch da weitere Werbeeinblendungen kommen, die Traffic machen :rofl oder Nutzungsentgelte verlangt. Ganz bestimmt! Dieses vorgehen grenz aber an Wegelagerei, heute hält die Telekom die Hand auf, morgen vielleicht auch Vodafone, übermorgen dann die restlichen. Ob die Kabelanbieter da auch aufspringen und von Dienstanbieteren Kohle sehen wollen? Ein neues Geschäftsmodell...
Onlineauktionshäuser werden sich da auf alle Fälle drauf einlassen, da sonst die ganzen letzte-Sekunde-Geier aussterben und damit dicke Umsätze wegbrechen, falls die Drosselung das schwierig oder unmöglich macht.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 04. Mai 2013, 21:58:04
Zitat von: RalleBert am 04. Mai 2013, 18:45:49
Ob die Kabelanbieter da auch aufspringen und von Dienstanbieteren Kohle sehen wollen? Ein neues Geschäftsmodell...

Das ist kein neues Geschäftsmodell, das ist das aktuelle Geschäftsmodell der Kabelbetreiber. Die verlangen Geld vom Kunden dafür, dass sie die Sender empfangen können und von den Sendern verlangen die Geld dafür, dass deren Programme von den Kunden empfangen werden können. Und statt es hier endlich abzuschaffen, wird es auf das Internet ausgeweitet.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 04. Mai 2013, 22:03:50
Ich meinte ja auch, das es ein neues Geschäftsmodell fürs Internet ist. Wo könnte man denn noch sowas aufziehen? Im Tante Emma Laden: Emma bekommt Kohle vom Hersteller, weil sie ein Produkt an den Kunden verkauft. Ach nee, gibts schon...
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 05. Mai 2013, 01:11:40
Beim Warenhandel ist das doch eine andere Situation. Händler B kauft bei Hersteller A ein produkt ein (Geld von B nach A) und Kunde C kauft das Produkt wieder bei Händler B (Geld von C nach B, diesmal mehr). Der Händler B profitiert zwar davon, dass er die Produkte von A hat, aber es findet keine Zahlung von A nach B statt!

Beim Kabel und jetzt Internet ist es so, dass der Netzanbieter B das Programm von Sender A kostenlos bekommt, Sender A dafür aber noch an B bezahlt und B wiederum von seinem Kunden C ebenfalls Geld bekommt (Geld von A und C nach B).
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Opium92 am 06. Mai 2013, 12:57:59
Gute Nachrichten aus NRW :) http://www.computerbase.de/news/2013-05/bandbreiten-drosselung-verbraucherzentrale-mahnt-telekom-ab/

"Die Telekom hat bis zum 16. Mai 2013 Zeit, die der Abmahnung beigefügte Unterlassungserklärung zu unterschreiben und damit den Verzicht auf die Klausel zu erklären. Andernfalls wird die Verbraucherzentrale des Landes Nordrhein-Westfalen den Fall vor Gericht bringen."
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 06. Mai 2013, 13:50:58
Gut, klagen kann dagegen ja jeder, ob die Telekom das unterschreibt oder cie Verbraucherzentrale vor Gericht gewinnt, ist eine andere Frage.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Opium92 am 06. Mai 2013, 16:05:59
zumindest passiert was
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 07. Mai 2013, 08:50:41

Hab ich auch gerade gelesen. Aber auf Golem.de http://www.golem.de/news/flatrate-verbraucherzentrale-mahnt-telekom-wegen-drosselung-ab-1305-99106.html (http://www.golem.de/news/flatrate-verbraucherzentrale-mahnt-telekom-wegen-drosselung-ab-1305-99106.html)

Mhh ich denke nicht das die Telekom nachgeben wird. Der Druck aus den Medien wird zwar immer größer aber scheinbar ist sich die Telekom sicher, dass die Kunden nicht abwandern bzw. die anderen Anbieter mit ziehen. Also wo wollen die Kunden dann hin?!

Bullshit. Das ganze regt mich mitlerweile ziemlich auf!
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 07. Mai 2013, 09:31:47
Am Ende hilft es nur die Politik dazu zu bewegen die Netzneutralität ins Grundgesetz zu scheiben (wie in der Niederlande oder Frankreich) und zur Not mit einer Verfassungsklage dagegen vorzugehen.

Und aus Verbrauchersicht ist die Drosselung von 16 Mbps auf um die 300 kBps de facto eine Abschaltung des Anschlusses und da kann ich mir zumindest vorstellen, dass die Telekom dazu gezwungen werden kann nicht mehr so stark zu drosseln.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: klesk am 08. Mai 2013, 15:56:09
Naja jetzt wollen sie ja doch "richtige" Flatrates anbieten, sind dann halt nur 10 - 20 €uro teurer. Wird immer besser.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 08. Mai 2013, 16:14:41
Hätten die einfach nur die Preise etwas erhöht, hätte ich damit kein großes Problem. Die Preise sind ja immer weiter gefallen und es ist ja bekannt, dass das große Geschäft mit dem DSL nicht mehr das ist, was es einmal war. Klar, ich bezahle gern weniger, nur wenn es das ganze Unterfangen relativ unwirtschaftlich macht, sehe ich es auch ein, wenn der Preis mal wieder etwas steigt. Ist ja nicht gleich wie mit den Sprit- oder Strompreisen, die immer und immer steigen, ohne ersichtlichen Grund.

Wenn die Telekom dann auch noch mehr bietet als andere (keine Drosselung bestimmter Inhalte wie P2P), ist das auch für andere nachvollziehbar. Aber so?
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 11. Juni 2013, 22:17:56
Gibt wieder neue Infos

http://www.golem.de/news/statt-384-kbit-s-telekom-soll-drosselung-auf-2-mbit-s-heraufsetzen-1306-99754.html (http://www.golem.de/news/statt-384-kbit-s-telekom-soll-drosselung-auf-2-mbit-s-heraufsetzen-1306-99754.html)

jetzt wollen sie die Drosselung von 384 kbit auf 2 Mbit hochdrosseln :)

ein Tropfen auf den heißen Stein ^^ - so bringen sie das Argument ins wanken, dass sie bei überschreiten des Traffic auf ein Internet von vor 8 Jahren Drosseln.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 11. Juni 2013, 23:23:46
Ja, die versuchen so viel wie möglich rauszuschlagen und gehen da, notgedrungen, Kompromisse ein, aber auch nur so viele wie unbedingt nötig.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 13. Juni 2013, 20:50:37
Die Knallfrösche von der Teuerkom... (vor?!)gestern hörte ich im Radio, das die einen neuen Tarif bzw. ein neues Bereitstellungsmodell auf den Weg bringen, nämlich mit einem neuen Router der zwei W-Lans bereitstellt: ein privates und ein öffentliches. Die Telekom hat bereits eine ganze Batterie öffentlicher Zugänge aufgebaut, die dann jeder Telekomkunde nutzen kann, der auch einen öffentlichen Zugang von seinem Anschluss bereitstellt und somit einen weiteren Hotspot ohne irgendwelche Kosten für die Bande anbietet - den neuen Router muß man selber bezahlen. Das verursacht doch bestimmt noch mehr Traffic auf den ach so sehr ausgereitzen Leitungen - aber könnte UMTS entlasten :ugly
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 13. Juni 2013, 20:56:58
Die ticken doch nicht mehr ganz sauber, die glauben auch die können alle verarschen.
Das ist nämlich der Punkt, die Kabelgebundenen Anschlüsse sind nicht ausgelastet, nur die letzten Meter, das aber vorallem auf dem Land, nicht in der Stadt. Die Funknetze sind da aber besonders ausgelastet, weil der Frequenzbereich einfach irgendwann voll ist. Da müssen die dann kleinere Zellen erstellen und dafür braucht man mehr Sendemasten, kostet Geld. Und das lässt sich auch nicht unendlich steigern.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 13. Juni 2013, 21:51:55

Habt Ihr das noch nicht gewusst?

Das stand kurz vor der Drosselung zur Debatte. Da gab es Schlagzeilen wie "Telekom bringt 100 000 neue Hotspots auf den Weg"
Paar Wochen drauf, hieß es dann schon "...wer will kann sein WLan der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen....es wird dafür ein Routerupdate geben..."

Damals noch alles auf Freiwilligenbasis. Fand ich gut. Wer so sozial ist?! Natürlich gar nicht dumm von der Telekom. Spart man sich eine menge Geld. Macht ja alles der Endkunde :)

Arschlöcher.... Sorry is mir rausgerutscht.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: DoggyDog am 14. Juni 2013, 12:31:36
Ich würde nie auf die Idee kommen, bei der aktuellen Gesetzeslage mein WLAN für fremde freizugeben.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 14. Juni 2013, 12:54:53

Der werden das Router intern schon so trennen müssen, dass es da nix geben kann. Anders wäre es ja harakiri
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: DoggyDog am 14. Juni 2013, 18:55:01
Kann ich mir nicht vorstellen, das es im Zweifelsfall vor Gericht bestand hätte. Dann würde ich mir so ein Ding einrichten und fröhlich über mein eigenes, dann öffentlichen WLAN zweifelhafte Downloads durchführen. Wenn man erwischt wird, kanns ja quasi jeder Fremde gewesen sein  ;)
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: grave_digga am 14. Juni 2013, 18:57:43
Das was DoggyDog sagt. :)
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: RalleBert am 14. Juni 2013, 20:25:33
Du bekommst in einem "öffentlichen" Wlan jedesmal vorher den Text zum bestätigen, das Du da nichts illegales mit tun darfst usw. Die können ja dann auch Deinen Traffic mitprotokollieren, die MAC speichern (und wer die ändern kann, nutzt eh andere Kanäle...), um die jeweilige Person bzw. das Gerät zu identifizieren. Zudem mußt Du ja Telekom Kunde sein und dich mit (soweit ich weiß) Deinem Zugang einwählen, so das Du sowieso erkennbar bist.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 14. Juni 2013, 22:11:17
Zitat von: RalleBert am 14. Juni 2013, 20:25:33
Du bekommst in einem "öffentlichen" Wlan jedesmal vorher den Text zum bestätigen, das Du da nichts illegales mit tun darfst usw. Die können ja dann auch Deinen Traffic mitprotokollieren, die MAC speichern (und wer die ändern kann, nutzt eh andere Kanäle...), um die jeweilige Person bzw. das Gerät zu identifizieren. Zudem mußt Du ja Telekom Kunde sein und dich mit (soweit ich weiß) Deinem Zugang einwählen, so das Du sowieso erkennbar bist.

na also. denk ich mir. wo kommen wir denn da sonst hin ^^
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 09. Oktober 2013, 19:48:20

Servus. Heute diese News auf PC Welt gelesen

ZitatO2 hat neue DSL-/Telefon-Komplettpakete vorgestellt, die ab 17.10. starten sollen. Wichtigste positive Neuerung: Künftig sind Telefongespräche in alle deutsche Netze inklusive, also auch in Mobilfunknetze. Wichtigste negative News: O2 führt eine Geschwindigkeits-Drosselung ein.
Das günstigste der neuen O2- Komplettpakete  - O2 DSL All-In S - ist für monatlich 24,99 Euro zu haben. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt hier maximal 8 MBit/s. Sie wird ab einem monatlichen Verbrauch von 100 GB bis zum Ende des Monats auf 2 MBit/s gedrosselt.
Der Tarif O2 DSL All-In M ist bis zu 16 MBit/s schnell und kostet 29,99 Euro im Monat, für ,,O2 DSL All-In L" mit bis zu 50 MBit/s (VDSL) werden 34,99 Euro fällig. Für beide Tarife gilt die neue ,,Fair Flatrate"-Regelung von O2: Wer drei Monate in Folge mehr als 300 GB Datenvolumen verbraucht, wird in allen Folgemonaten ab jeweils 300 GB auf maximal 2 MBit/s ausgebremst. Um der Drosselung zu entgehen, müssen Power-User also alle drei Monate einen ,,Fastenmonat" einlegen.

Wie wir schon alle vermutet hatten. Die anderes ziehen mit. Habe aber selbst gehofft, dass sie es nicht tun. Wäre ja für die anderen eine Lücke um Wechselnde Kunden abzugreifen.
Wobei ich sagen muss, ist diese Variante noch die humanste. 300GB im Monat. Dass dann aber über 3 Monate durch. Wobei die Traffic ja von Jahr zu Jahr mehr wird....

PS: Frage von mir. Jetzt habe ich eine Doppelpost. Pusht das Thema auch hoch, wenn ich meinen Beitrag Editiert hätte?
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 10. Oktober 2013, 00:08:23
Ja, ist schon sehr human im Vergleich, aber es geht ums Prinzip. Es wird darauf hinauslaufen, dass der Wettbewerb darin besteht, wer die humansten Konditionen hat und nicht, wer eine echte Flatrate anbietet. Ich sehe dunkle Zeiten, vorallem da es immer weniger Anbieter werden und es daher immer weniger Wettbewerb gibt. Die Politik könnte da was machen, aber die ist ja nur damit beschäftigt den großen Firmen in den Arsch zu kriechen. Da wird das nichts.

Nein, wenn du editierst, bleibt das Datum bestehen und daher wandert der Beitrag nicht nach oben. Deshalb ist es auch okay, wenn man einen Tag später einen Beitrag hinter seinen eigenen setzt, nur nicht mehrmals innerhalb von einer Stunde.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 10. Oktober 2013, 01:15:09

Finstere Zeiten. Die Zeiten sind schon mehr als Dunkel  :-\

Bald bezahlen alle für eine gefakete Flatrate. Die Daten werden dann auch noch ausspioniert und vermutlich zu Forschungszwecken an die Industrie verkauft. So meine Theorie. Die Staaten brauchen nie so viel Infos für Ihren "4ntit3rror" Müll.

Das System ist einfach falsch. Wir brauchen eines, in der Lobbyismus nicht greift. Weil, wenn der Staat nicht das macht, gehen sie woanders hin und wo die Firmen sind, da ist das Geld. Naja ich lass gut sein. Anderes Thema

Ich versuche so lange wie möglich auf meinem Vertrag hocken zu bleiben.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 10. Oktober 2013, 14:06:28
Ich hab auch letztens einen Artikel in der c't zum Thema Datenschutz gelesen, da schreibe ich auch bald noch was zu. Da graut es einem echt.

Ja, bei dem Vertrag versuche ich auch möglichst lange zu bleiben. Aber ich gucke auch, dass ich vielleicht irgendwann noch zu nem anderen Anbieter wechsel, der eine echte Flatrate hat, einfach um nicht bei einem Anbieter zu sein, der normalerweise drosselt.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 10. Oktober 2013, 16:51:53

Da bin i gespannt was du noch für Infos für uns hast.

Wir könnten uns ja mal im Forum gemeinsam Gedanken machen wie man einen Rechner sicher* macht. Programme, Maßnahmen usw.

*naja nix is heutzutage sicher. Aber man kann es schwerer gestalten.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 10. Oktober 2013, 19:16:55
Ja, darum mache ich mir bei meinem eigenen Rechner auch schon Gedanken. Wobei es nicht nur darum geht seinen Rechner sicher zu machen, auch das eigene Nutzerverhalten muss sicher gemacht werden. Sind schon so kleine Sachen wie Dropbox -> ownCloud. Manchmal muss man einfach mal den Mut haben Alternativen zu probieren ... und teilweise leider auch naive Bekannte davon überzeugen, wenn es Sachen geht, die mit mehreren genutzt werden.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 11. Oktober 2013, 01:29:01
So etwas nutze ich gar nicht. Habe scheinbar das Glück das ich darauf nie gewartet habe bzw. es schlicht und einfach nicht brauche.
Mit dem Nutzerverhalten gebe ich dir recht. Es ist viel Bequemlichkeit und auch dieses Egal sein.

Wollen wir so einen Thread machen?
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 11. Oktober 2013, 17:49:30
Ich mach im Laufe des Wochenendes einen auf, wäre glaub halt ein guter Einstieg.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 11. Oktober 2013, 21:43:30
Da hast recht. Dann kommt das nicht so aus dem nichts. Wunderbar. Ich sammle derweil ein paar Infos
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: klesk am 12. Oktober 2013, 11:33:38
Da wo die Beute ist tummeln sich die Haie, glaub nicht das die anderen sich den Gewinn durch "gefakte Flatrates" entgehen lassen, siehe o² die jetzt auch nachgezogen sind. ( Was dann hier 100 % der VDSL Anbieter entspricht )

Naive Bekannte über Datenschutz aufklären... auweia. Bestes Argument von dennen ist meistens; ja können die alles haben, ich mach nichts illegales. Als Gegenargument kann man dann nur bringen, ja dann lass doch auch die Haustür offen damit jeder reinkommen kann, wenn dir egal ist das jeder deine Daten bekommt.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 12. Oktober 2013, 14:53:06

Das ist nicht böse gemeint. Aber bei den meisten reicht der Verstand/Vorstellungsvermögen nicht aus, was die da alles anstellen können.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 12. Oktober 2013, 20:31:20
Das seh ich auch so. Man wird für derartige Aussagen meistens schief angeguckt und für arrogant gehalten, aber so ist es nun mal. Ich halte mich nicht für sonderlich intelligent, die breite Masse nur für zu blöd. Und mir wäre lieber, es wäre nicht so, denn unter der Dummheit der Masse leide am Ende auch ich.

Ich merke, wird Zeit für die Topic.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Klauserus am 12. Oktober 2013, 20:38:12
Zitat von: Takeshi am 12. Oktober 2013, 20:31:20
unter der Dummheit der Masse leide am Ende auch ich.

schön gesagt  :thumb
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 30. Oktober 2013, 11:13:40
Urteil des Kölner Landgerichts - "Drosselkom" ist unzulässig (http://www.tagesschau.de/inland/gericht-telekom-drosselung100.html)

Endlich mal eine klare Ansage!
Nur leider wird das vermutlich nicht lange halten, denn drosseln wollen die Anbieter, es muss nur noch ein Weg gefunden werden. Das Urteil ist an den Begriff "Flatrate" gekoppelt und die Marketingabteilung wird schon fieberhaft an einem neuen Begriff arbeiten, mit dem dann gedrosselte Anschlüsse angeboten werden und wahrscheinlich dann ausschließlich.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: hide am 30. Oktober 2013, 11:56:18
Naja erstmal wird die Telekom noch durch weitere Instanzen gehen, bevor sie den Begriff aufgeben, denk ich.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 30. Oktober 2013, 12:02:29
Ja gut, das auch. Aber hätte das Gericht generell verboten die Geschwindigkeit zu drosseln, wäre schon ziemlich sicher, dass die Telekom in der nächsten Instanz gewinnt. War also sicherlich gar nicht so schlecht gemcht von den Richtern.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: hide am 30. Oktober 2013, 13:23:19
ich muss auch ehrlich sagen, dass die Drossel von der Telekom einfach zu krass ist, da finde ich das O2 Modell (http://www.heise.de/newsticker/meldung/DSL-Drossel-Neue-Telefonica-O2-Flatrate-in-alle-Netze-mit-Volumengrenze-1975587.html) bei weitem fairer.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: klesk am 30. Oktober 2013, 20:06:41
Die werden sich schon noch was einfallen lassen um ihr Modell durchzusetzen. Glaub kaum das die so ohne weiteres Aufgeben, z.b gar keine Flatrates mehr anbieten und nur noch ein VL-Tarif, was wohl das einfachste wäre und für die Bestandskunden finden die auch noch bestimmt ein Mittel.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: WAR-STEINER am 02. November 2013, 08:18:18
Ich verstehe die Kosten nicht, die angeblich verursacht werden, wenn man mit einer angeblichen Flatrate mehr als 75GB verbraucht, aber dann GBs gegen Bares zukaufen soll.

Es ist und bleibt Abzocke, da der Verbrauch mehr als 100-fach bereits im Vorfeld schon bezahlt worden ist.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: DoggyDog am 02. November 2013, 10:45:46
Zitat von: WAR-STEINER am 02. November 2013, 08:18:18
...Es ist und bleibt Abzocke, da der Verbrauch mehr als 100-fach bereits im Vorfeld schon bezahlt worden ist.

Ich bin ja keineswegs auf der Seite der Telekom, aber wie kommst du darauf  :???
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: WAR-STEINER am 02. November 2013, 18:00:15
Na der Umstieg auf DSL war ausreichend gering was angebliche Kosten verursacht hätte, jetzt der weitere Schritt : Glasfaser...

Der kostet etwas, doch wir, die Nutzer, haben bereits dafür bezahlt, denn, vor Jahren schon zahlte man den Anschluss monatlich, also nur Telefon, mittlerweile DSL, Preise sind diesbezüglich unangemessen und Wucher, jahrelang, doch es wurde DSL zur Verfügung gestellt mit einer unendlichen Verfügbarkeit, dass selbst jeder locker 500000GB verbrauchen könnte.
Clever nur, dass Experten diesbezüglich sagen, dass selbst 1GB nichts kosten kann, wenn es unendlich davon geben könnte. Es ist momentan nur so, dass die Telekom die Gelder nicht freiwillig zahlen will, die aber nötig für den Ausbau sind. Stattdessen nimmt man sich in DE natürlich den Kunden zur Brust, der eh Zahlmeister Nummer 1 ist und als solches gilt.

Vor 25 Jahren telefonierte man in Canada kostenlos im eigenen Staat... Sowas, will man gar nicht glauben. Was hier allerdings aktuell abgeht in unserer Bananenrepublik ist langsam echt nicht mehr schön.
Titel: Re: Deutsche Telekom plant scheinbar Reise in die Vergangenheit
Beitrag von: Takeshi am 02. November 2013, 18:33:35
Das trifft es ziemlich gut auf den Punkt. Die Telekom hat das damalige Kupfernetz quasi geschenkt bekommen und danach nur noch Geld damit verdient. Das Geld haben die aber nicht dafür zur Seite gelegt, um damit den weiteren Ausbau des Netzes zu bezahlen, sondern einfach für die Tasche der Manager oder was weiß ich. Jedenfalls hat die telekom angeblich kein Geld für den Ausbau, der dringend nötig ist und da soll der Staat dann ran. Da wäre es mir doch lieber gewesen, das Telefonnetz wäre weiterhin staatlich. Am Ende zahlen wir es ja doch über den Staat, nur lieber zahle ich dann meine monatlichen Gebühren an den Staat, als sie einem privaten Unternehmen in die Hand zu drücken und dafür quasi nichts zu bekommen (im Großen gesehen).