trisaster-Forum

?ltere Konsolen => PlayStation-Konsolen => PlayStation 3 => Thema gestartet von: Dragoon am 19. 2020, 22:51:03

Titel: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 19. 2020, 22:51:03
Da ja aktuell Stubenhocken angesagt ist mehr denn je, als ob ich damit ein Problem hätte  :lol, hab ich mich dem Thema YLOD "jahrelange Fehleinschätzung" / "Reballing ist nicht die Lösung" gewidmet, welches seit Mitte letzten Jahres im Web die Runden macht. Das Ganze entstand scheinbar in der PC/Notebook Community, da dort die NEC / Tokin Caps wie sie in den PS3s zu Hauf für RSX und CELL verbaut sind, auch bei Laptops für Komplettausfälle sorgten. Dort hatte man "tote" Notebooks wieder zum Leben erweckt indem man die Caps entfernte und durch handelsübliche Tantal Kondensatoren ersetzte.

Das komplette Tutorial findet ihr hier: https://www.psx-place.com/threads/tutorial-nec-tokin-capacitors-replacement-ylod-fix.25260/

Ich habe zuerst gedacht das kann doch nicht sein, Schwachsinn!
Direkt mal eine CECHC bestellt, gewechselt...läuft, WTF :o

Da ich mich nicht nur auf den Einzelfall stützen will, habe ich ein paar mehr Konsolen auf dem Weg, jegliche Phat Revisionen (zumindest die in der EU erhältlichen).
Alle Konsolen die ich aufgekauft habe, sind in der Bucht erworben. Mit intakten Siegel damit ich sicher sein kann dass keiner vorher drin rum gefummelt hat.

Berichten werde ich hier nach jeder reparierten Konsole. Standard Vorgehen IHS Köpfen von RSX+CELL und neue WLP bei jeder.
[die Konsolen werde ich natürlich wieder verkaufen, wer eine will, einfach melden]
[[ja ich kann auch bei Bedarf eine CFW drüber bügeln ::)]]
[[[natürlich stelle ich defekte Konsolen als Ersatzteilspender bereit, einfach anschreiben :)]]]
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 19. 2020, 23:02:01
16.03.20
CECHC04 - YLOD - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, läuft einwandfrei  ;D

17.03.20
CECHG04 - Konsole zeigt kein Bild/ Ton (screen freeze nach 1 Minute) - neue WLP, läuft

CECHG04 - Konsole zeigt kein Bild/ Ton - Bildeinstellung vermurkst, musste über Recovery Menu resetten, läuft allerdings Laser tot
UPDATE - Konsole gerade neuen Laser verbaut und wollte testen, kriege kein Bild mehr, Power LED bleibt dauerhaft grün, Controller blinkt nur...
UPDATE - Kondensatoren in der Spannungsversorgung zum CELL waren defekt, hab vom Spenderboard die richtigen Kondensatoren übertragen, allerdings startet die Konsole mit Grafikglitches...ist wohl der CELL/RSX defekt :<<

CECHH04 - Systemspeicher wird nicht erkannt - steckte im DEMO MODE fest, Reverser Firmware drüber, läuft allerdings Laser tot (hat jemand einen KES410?)

20.03.20
CECHC04 - nach 3 Jahren aus dem Keller geholt, YLOD - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, läuft einwandfrei  ;D somit schon die zweite PS2 Fähige :D :D :D

21.03.20
CECHC04 - Gewalteinwirkung, Schlag auf Konsole im Bereich PSU, Konsole bereits geöffnet gewesen und WLP auf IHS getauscht.
Lässt sich starten, Lüfter aber direkt mittlere Stufe.
Konnte Lair 20 Minuten spielen, konnte Mortal Kombat Deadly Alliance 10 Minuten spielen.
-
WLP Tausch / NEC / Tokin tausch - YLOD...
Mir ist dann erst im Nachhinein aufgefallen im Vergleich zu den anderen v2, dass gewisse Hintergrundgrafiken hier im Spiel Lair fehlten, denke durch die Gewalteinwirkung ist hier was an CELL/RSX.  :'(

CECHG04 - YLOD Konsole bereits geöffnet gewesen und die IHS auch schon geköpft - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, noch immer YLOD.
CELL hat Feinkratzer an einer Leiterbahn  :<<

22.03.20
CECHL04 - Lüfter laut - Konsole war hart zugestaubt, WLP erneuert, läuft

CECHP04 (zumindest glaube ich das, denn der Serien-/Modellnummer Sticker hinten an der Konsole fehlt, aber Board ist VER-001 und 160GB HDD verbaut)
 - Lüfter laut, schaltet von allein aus
UPDATE - Musste ja unbedingt im übermüdeten Kopf um 1 Uhr morgens noch den IHS vom RSX entfernen...bin abgerutscht und volle Lotte über den DIE und auf dem Weg drei Micro Kondensatoren/Spulen mit genommen...zum Glück noch gefunden und sehen so aus als ob ich sie nochmal anlöten könnte. Konsole startet noch ganz normal ohne die Kondensatoren/Spulen, allerdings kein Bild.  :<<
UPDATE - Zwei Kondensatoren konnte ich wieder anlöten (Stecknadelspitzengröße!!!) aber der Dritte hat sich mit Schwung von der Pinzette in den Raum verabschiedet.
ABER, Konsole startet und läuft einwandfrei  ;D :D

23.03.20
CECHH04 - YLOD - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, läuft einwandfrei  ;D
- Ich musste hier das obere Blech an der Stelle wo die Tantals sitzen ausfräsen, sonst hätte das Blech sich gebogen, ist aber noch genug Luft zum Laufwerk.

30.03.20
CECHG04 - YLOD, scheint Sturzschaden zu sein da vorne linke Zierleiste gebrochen und Ecke gedellt - NEC/Tokin gewechselt, nix, trocken Reflow des RSX, läuft!

02.04.20
CECHC04 - YLOD - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, läuft einwandfrei  ;D

06.04.20
CECHC04 - YLOD - Grünspan unter den IHS  :o sonst nirgends Feuchtigkeitsanzeichen auf dem Board...trockener Reflow, startet. Konsole kam ohne Hdd, ich bau eine ein und will Update machen, Fehlercode 8002F14E bei immer genau 85%. Bis ich dann mal das Flachbandkabel des Laufwerks gedreht habe, dann lief es durch.

CECHJ04 - 8002F157 Bootloop - Teensy eingelötet, Dump gezogen, gepatched und versucht zurück zu schreiben, nix tat sich. Flash mal gelöscht und dann versucht, nix. Nach weiterem Testing kam ich zum Ergebnis, der Flashspeicher (S29GL128) ist defekt. Wirtschaftlicher Totalschaden, den Flash nue zu kaufen und sich die Arbeit zu machen bringt nix.

10.04.20

CECHL04 - kein Bild über HDMI - Konsole lief, aber kein Bild über HDMI. Service Menu etc. brachte nix. Original Sony Playstation RGB Kabel dran, aha Bild, allerdings mit Grünstich. Bildeinstellungen geschaut, stand auf Component. Hab HDMI eingestellt, kein Bild. Konsole zerlegt IHs geköpft und alles frisch gemacht, Konsole hat YLOD. Ich nehme also stark an dass der RSX schon eine Weg hatte und somit kein Bild mehr über HDMI kam. Keine Lust da was zu machen...Wirtschaftlicher Totalschaden.

11.04.20

CECHC04 - YLOD - nach Köpfen der IHS und reinigen der DIE ... DIE vom CELL geplatzt O_O wtf
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 20. 2020, 14:49:48
Das erscheint mir doch auch sehr suspekt. Also klar, wenn die Versorgungsspannung nicht sauber ist, führt das sicher zum gleichen Problem. Aber ich würde bei solchen Kondensatoren eher Kurzschlüsse erwarten, keinen Kapazitätsverlust oder eine Erhöhung des ESR bzw. ESL.

Ich vermute eher, dass der Hase anders hoppelt. Beim Austausch muss man das Board nahe des Prozessors stark erwärmen, das wirkt sich auch auf Löststellen aus. Und wir wissen, dass es teilweise schon "hilft" nur die Wärmeleitpaste auszutauschen, weil damit mechanische Bewegung einhergeht. Hält aber in der Regel nicht lange. Also ich bin da noch skeptisch. Man könnte das auch mal messtechnisch analysieren. Wenn die Kondensatoren wirklich ein Problem sind, sollte sich das auf einem Oszilloskop zeigen. Ich glaube das werde ich mal versuchen zu messen, denn interessant ist die Theorie trotzdem - und eben leicht zu untersuchen.

Tantal würde ich eher nicht verwenden, die sind sehr empfindlich, verzichtet man heute wenn möglich drauf. Dafür sind Keramik-Kondensatoren stark fortgeschritten in den letzten 10 Jahren. Tantal wurden eigentlich dann benutzt, wenn die Kapazität von Keramik zu klein war, die Elektrolyth zu groß bauten. Da füllte Tantal die Lücke.
Der verbaute Kondensator hat 1200 µF bei 2,5 V. Es gibt schon Keramik-Kondensatoren mit 330 µF und 2,5 V in 1210 und X5R/X6S. Da kann man lieber 4 oder gleich 6 davon draufnageln. Ist dann nur ein teurer Spaß, denn du müsstest 8 Kondensatoren ersetzen, macht dann 50 Stück für eine Konsole, macht 50 €. Da ist Tantal natürlich echt günstiger.

Edit: Ich sehe gerade, im Service Manual sind diese Kondensatoren als einzige ohne Toleranz angegeben, vermutlich weil die fast keine haben. Das habe ich auch schon immer als Grund vermutet, die verbauten Kondensatoren sind vermutlich teuer gewesen, haben aber grandiose Eigenschaften: Keine Spannungsabhängigkeit, keine Temperaturabhängigkeit, niedriger ESR/ESL und dann noch Ausführung als Y-Kondensator.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 20. 2020, 19:13:15
Takeshi, da wird nix erwärmt, die NEC / Tokin werden mechanisch entfernt: https://youtu.be/Qq3z5nW471Q
Es hoppelt eher andersrum, denn durch die Reballerei hatten die NEC / Tokin wieder kurzweilig ihre originale Kapazität durch den Hitzeeinfluss.
Deshalb kam es bei vielen der reballten Konsolen nach kurzer Zeit wieder zu YLODs.
Gerade die zweite Rückwärts-Kompatible Konsole vom YLOD befreit damit  :o
Statt 32 (4x470uf=1880uf) Tantal, hab ich nur 24 (3x470uf=1410uf) verwendet, von der Wertigkeit passt es mit noch 210uf Spielraum.
Ich benutze im Übrigen diese Tantals: https://www.ebay.de/itm/10-x-Tantalkondensator-470uF-6-3V-10-T495X477K006ATE030-NEU/153253181038
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: walkabout am 21. 2020, 17:37:01
Hört sich interessant an und würde erklären, warum die eine PS3 bei mir nach längerer Standzeit einen ylod hat   ::)
Aktuell hat man ja doch etwas Zeit, da könnte man ja mal wieder PS3 basteln  ;D
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 22. 2020, 04:00:34
Ich nahm an, dass es durch Hitze passiert und diese Hitze zu einer mechanischen Beanspruchung führt und damit einen Einfluss auf den Fehler hat. Wenn man natürlich direkt mechanisch herangeht, macht es das nicht "besser".

Mir ist auch nicht bekannt, dass Erhitzen von irgendwelchen Kondensatoren langfristig irgendeine positive Wirkung hat. Das hält nur so lange an, wie der Kondensator warm ist. Und davon ab zählt diese Art von Kondensatoren nicht zu denen, bei denen es überhaupt etwas bringt, glaube ich zumindest nicht. Kann man aber auch super messen. Leider müsste ich das auf der Arbeit machen und ich bin derzeit ... hust ... krank.

Klar, die Tantal-Kondensatoren sind wesentlich günstiger als die Keramik-Kondensatoren. Auch ein grund, warum man teilweise noch Tantal einsetzt, aber eben echt kaum noch. Die Keramik-Kondensatoren haben bei 2 V von den 330 µF nur noch rund 220 µF, das muss man mit einberechnen. Bei den Tantal-Kondensatoren finde ich keinen Hinweis auf das Verhalten je nach Spannung, ist vielleicht bei denen nicht relevant. Aber die Frequenz ist ausschlaggebend. Ich weiß nicht, mit welcher Frequenz die Spannungswandler schalten, aber mehrere 100 kHz sind üblich. Bei 100 kHz haben die nur noch 30% ihrer Kapazität, bei 300 Khz nur noch rund 15%. Das heißt du müsstest als Ersatz nicht 3, sondern 9 Stück verbauen. Nicht zu vernachlässigen ist der Rippelstrom, den die Kondensatoren abkönnen müssen. Laut Datenblatt sind das ungefähr 2 A, bei 4x3 Stück wärst du bei 24 A. Ich bin mir ziemlich sicher, das ist zu wenig, das machen die nicht lange mit. So ein Prozessor hat ungefähr 50 bis 100 W bei einer Spannung von ... keine Ahnung, 1,5 V? Bei 50 W wären das schon 33 A im Mittel (im besten Fall!), vermutlich sind es auch mal 60 A. Das ist zwar nicht der Rippelstrom, aber das mal ganz grob zur Abschätzung der Größenordnung.

Also für mich sieht das immer mehr nach einem Holzweg aus, weil rein technisch gar nichts passt. Mag für einen Laien erst mal plausibel klingen, aber wenn man sich das genauer ansieht, ist das technisch alles ziemlicher Blödsinn, der aber zum Glück leicht überprüfbar ist. Wie gesagt, werde ich mal machen, wenn sich wieder die Möglichkeit bietet.

Muss übrigens gerade dran denken, dass wir hier mal jemanden hatten, der diese Kondensatoren für den Red Screen im Verdacht hatte, weil dabei ja der Speicher kaputt ist und diese Kondensatoren ja EnergieSPEICHER sind. Für Laien mag das plausibel klingen.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: walkabout am 22. 2020, 08:28:26
Könnte interessant werden  ;D
Für mich würde die Erklärung gut passen, weil bei mir die Konsole stirbt, ohne das sie am Netz hängt. Da wären Kondensatoren schon Kandidaten.
Ich warte mal noch. Zumal mir das mechanische entfernen nicht so gefällt  ::)
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 22. 2020, 16:57:00
Das mechanische entfernen ist echt kaum der Rede wert, da legt man mehr mechanische Kraft beim Entfernen der IHS an.
Ich mach das ganze mit dem BGA Schaber, selbes Prinzip wie beim Entfernen des IHS vom CELL.
Das dauert 3-5 Sekunden pro NEC / Tokin. Probiert es einfach selber aus, ihr werdet sehen dass es wirklich einfach ist.
Und ob es was bringt seht ihr ja dann bei euren Konsolen :)
Ich will dass ja jetzt auch nicht als neu entdecktes Allheilmittel alá NSC heilig reden  :rofl
Aber gerade bei Konsolen die länger standen und dann auf einmal den YLOD haben ist es doch ein Versuch wert.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 02. April 2020, 19:17:00
Also jetzt nach der dritten sealed v2 (CECHC04), würde ich mal vage behaupten, dass es sich definitiv lohnt gerade bei diesem Modell wenn sie noch sealed ist die Reparatur zu versuchen !
CECHG04 und CECHH04 lohnt sich in meinen Augen absolut nicht.
CECHL04 und CECHP04 ist ein Versuch wert, wobei es hier wohl eher selten der Fall sein wird.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 02. April 2020, 21:18:08
Die v3 und v4 würde ich auch nicht reparieren, die habe ich meistens auch nur ausgeschlachtet. Das sind einfach die schlechtesten Modelle.

Interessant ist es aber wirklich, dass das so häufig zum Erfolg führt, auch wenn ich mir das noch immer nicht im Entferntesten technisch erklären kann.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Hellraiser am 03. April 2020, 22:48:53
Also jetzt nach der dritten sealed v2 (CECH04), würde ich mal vage behaupten, dass es sich definitiv lohnt gerade bei diesem Modell wenn sie noch sealed ist die Reparatur zu versuchen !
CECHG04 und CECHH04 lohnt sich in meinen Augen absolut nicht.
CECHL04 und CECHP04 ist ein Versuch wert, wobei es hier wohl eher selten der Fall sein wird.

Also bist du der Meinung das es bei den V2 öfter der Fall ist?
es gab wirklich viele von denen mit YLOD aber nur bestimmte wo der Laser verreckte.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 03. April 2020, 23:38:47
auch wennn man denkt, da sollte doch eher was an CELL / RSX sein da die noch eine Energie aufwendigere Fertigung hatten.
mir scheint es zumindest, jetzt wo ich viele Konsolen Modelle im direkten Vergleich hatte, dass die v2 wesentlich ruhiger und sogar kühler laufen als nachfolge Modelle.
CECHC04 pegelte sich im Idle bei knapp 55°C ein und unter Last hat die bei mir nie die 68°C Marke erreicht. (Einstellung im Webman = 30% niedrigste / 68°C auto hochdrehen)
vergleichsweise hatten da die CECHG / CECHH / CECHL / CECHP im Idle schon die 60°C und unter Last waren da schon welche wo der RSX zumindest die 72°C hatte.
Slim Modelle konnte ich noch nicht viele testen, aber die 2000er hatten bei mir um die 58°C Idle und 68°C Last.
alles mit GTA 5 (viele Shader etc.) und Demon Souls (kaum irgendwas an Shadern etc.) getestet.

was die Spannungszufuhr für CELL / RSX anbelangt, so konnte ich von Modell zu Modell die Unterschiede sehr gut sehen, da sind sie z.b. noch vor den NEC / Tokin hingegangen und haben die Caps die da verbaut waren von 2x 150uf 16V NoName Alu-Elko auf höherwertige 3x 220uf 16-25V Marke umgestellt.
wobei ich mich Frage wieso, da CELL / RSX ja energiearmer wurden...
wenn man an Kondensatoren denkt die als Spannungsglätter eingesetzt werden in jeglicher Elektronik und diese hohe Einschaltspannungen und ewig viele Zyklen abkönnen müssen...wunderts mich bei den NEC / Tokin nicht. und das Thema kam ja wie gesagt aus der Ecke Notebooks.
Selbst bei den Tantals steht was von nur 2000 Zyklen.

Ach und was Laser angeht, die KES400 (1 Linse) sind um ein paar Euro günstiger als die KES410 (2 Linsen)  ;D
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 04. April 2020, 01:18:28
Die Temperaturen der Konsolen sind reine Einstellungssache. Die wird geregelt, hat also die Temperatur, auf die der Lüfter geregelt wird. Einzig die Differenz zwischen Cell und RSX kann nicht ausgeglichen werden und sind ein Indikator für partiell schlechte Kühlung.

Woran erkennst du, dass die Kondensatoren NoName sind? Steht bei den Elkos auf deinen Mainboards eine Spannungsfestigkeit in V drauf? Auf allen Boards, auf denen ich jetzt geguckt habe, stand da keine Spannung direkt drauf.

Da wirfst du einiges durcheinander. Es gibt keine 2000 Zyklen, sondern 2000 Stunden, und das bei Nenntemperatur. 2000 Stunden sind für Elkos schon recht passabel. Die ganz günstigen haben häufig 1000 Stunden. Das ist aber auch gar nicht so gut vergleichbar. Ein Elko, der für 105 °C spezifiziert ist und eine Lebensdauer von 2000 Stunden angegeben hat, kann langlebiger sein als ein anderer, der für 85 °C spezifiziert ist und da 5000 Stunden halten soll. Es gibt ja keine Angabe darüber, wie stark sich die Lebensdauer bei verminderter Temperatur verlängert. Das findet man eventuell im Datenblatt (hab ich ehrlich gesagt nie so genau danach geguckt), aber anhand der wenigen Zahlen ist das nicht vergleichbar.
Die Spannungsfestigkeit hat auch einen Einfluss auf die Lebensdauer, ja. Aber auch da reagieren unterschiedliche Kondensatortypen unterschiedlich auf eine Über- oder Unterschreitung der maximal zulässigen Spannung. Die NEC/Tokin-Kondensatoren sind eben KEINE Elkos. Die Spannungs ist mit unter 2V aber ohnehin sehr niedrig. Ich sehe aber bei keinem Mainboard Elkos für die Hauptversorgung. Bei der v7 wurden die NEC-Kondensatoren am Cell durch Tantal-Kondensatoren ersetzt, ab der v8 dann auch beim RSX. Selbst die v12 hat dort noch die Tantal-Kondensatoren.
Neben der Spannungsfestigkeit hat aber auch die Eigenerwärmung einen Einfluss auf die Lebensdauer, der wiederum durch den ESR und den Stromrippel beeinflusst wird.
Elkos, auf die diese Beschreibung passt, sehe ich nur am Eingang der Tiefsetzsteller für die Hauptversorgung. Da wurde allerdings bis zur v5 2x 150 µF eingesetzt, danach 2x 220 µF. Die haben mit den NEC/Tokin-Kondensatoren aber wenig zu tun. Die Gründe für die Erhöhung der Kapazität können vielfältig sein. Es kann eine andere Schaltfrequenz sein (die Schaltregler sind auch andere), Änderungen im Layout (Anbindung ans Netzteil), weniger Stromrippel im Schaltregler durch andere Induktivitäten (sind aber gleich geblieben), oder aber andere Eigenschaften der Elkos. Vielleicht sind die Elkos mit generell schlechteren Eigenschaften günstiger und mit größerer Kapazität dann wieder ausreichend gut? Man weiß es nicht, wir wissen ja nicht, welche Elkos da genau verbaut sind. Eine definitive Erklärung habe ich jedoch auch nicht.

Taugen die KES-400A-Ersatzlaser überhaupt noch was? Meine Erfahrung war bisher, dass die alle Müll sind und sich das auch nicht wirklich gebessert hat, genau so wie bei den ganzen PS2-Lasers. Da freut man sich schon, wenn die nicht wie Scheiße aussehen, wenn man sie bekommt. Bin jedenfalls froh noch ein paar wirklich originale KES-400A zu besitzen.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 04. April 2020, 11:33:58
Klar sind die temperaturen der Konsolen reine Einstellugnssache, aber die sind ja vom Syscon aus geregelt. Aber als Vergleich hab ich im Webman alle gleich gestellt (nicht weniger als 30% und ab 68°C hochregeln). Cell war ja immer kühler als der RSX.

Die ersten Kondensatoren die sie verbaut hatten, haben eine komische Zahlen+Buchstaben Typenbezeichnung aus der man nicht schlau wird, nur wenn man sich dahingehend auskennt oder vergleichbare schon in Händen hatte, auf denen stand keine Spannungsfestigkeit in V, auf den nachfolgenden hingegen alles in Klartext.

Mein Fehler, ich meinte natürlich Stunden mit Zyklen. Die ersten Kondensatoren waren 85° die danach 105°.

Die KES400 hab ich bei verschiedenen Händlern angefragt ob es refurbished oder wirklich neu sind.
Sintech hat gesagt "wirklich neu" wohingegen andere Händler erst drum herum geredet haben und letztendlich zu der Aussage kamen "es gibt keine neuen Laser da Sony die original Ersatzteile nicht gewollt hätte, somit wären alle refurbished, Laser Diode an original Laser ersetzt etc.).
Ich hab von Sintech gekauft und die sehen nicht gebraucht aus, kein Anzeichen und ich habe ein Auge dafür.
Bei den anderen hatte das Metall auf den Produktbildern schon "modrig" ausgesehen...

Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 04. April 2020, 15:04:37
Die v2 hatte auf jeden Fall den besseren Kühlkörper, vorallem im Vergleich zur v3. Das mag auch sein, dass die v2 zusätzlich noch niedriger eingestellt ist, was auch erklären würde, warum sie etwas lauter ist als die Nachfolgemodelle. Aber wirklich störend wird das nicht, meine v2 dreht ab und zu in die erste hörbare Stufe und dann auch mal wieder zurück.

Ob die Spannungsfestigkeit in Volt aufgedruckt ist, oder mit einer Buchstaben-Zahlen-Kombination kodiert ist, ist kein Anzeichen für die Qualität oder ob es ein namhafter Hersteller ist. Panasonic kodiert die Spannungsfestigkeit bei der FK-Serie wie folgt:
j: 6,3 V
A: 10 V
C: 16 V
E: 25V
V: 35V
...
2A: 100 V

Nichicon schreibt die Spannung bei den Serien WX, WT und UT als Zahlenwert drauf, bei der UD-Serie dagegen wieder kodiert, genau so wie Panasonic. Rubycon kodiert es bei der TZV-Serie ebenfalls wie Panasonic, bei der SGV-Serie dagegen anders:
0J: 6,3 V
1A: 10 V
1C: 16 V
1E: 25 V
1V: 35 V
...
2A: 100 V
Da gibt es zwar Ähnlichkeiten, aber man kann es nicht sicher 1:1 übertragen.
Jedenfalls halte ich Panasonic, Nichicon und Rubycon nicht gerade für NoName-Hersteller. Hab mal bei einer v2 geguckt, da steht auf dem Kondensator "702 SVPC 150 16". Dabei handelt es sich um die Industrie-Sparte SVPC von Panasonic (https://industrial.panasonic.com/ww/products/capacitors/polymer-capacitors/os-con/svpc). Die erste Zahl ist die Chargennummer, danach Name der Serie, Kapazität und Spannung. Damit wissen wir schon mal, welche Elkos Sony unter anderem eingesetzt hat, samt Datenblatt. Das Datenblatt sagt, die sind für 105 °C spezifiziert und haben dabei eine Lebensdauer von 2000 Stunden garantiert. Er kann 3,2 A Rippelstrom ab und hat einen ESR von 22 mΩ.

"Neu" ist bei den Lasern ja nicht mal unbedingt der Punkt. Die können ja von Drittherstellern und dann neu sein, aber mit billigen Laserdioden gebaut. Es kann sogar aussortierte Ware von Sony sein, wie mal spekuliert wurde. Dann sind die neu und sogar original, aber taugen trotzdem nicht so viel. Kann natürlich auch sein, dass die dort abgezwackt werden, wo die Vertragswerkstätten von Sony beliefert werden.
Ich habe auch mal PVR-802W gekauft. Sahen alle super neu aus, original waren sie trotzdem nicht. Hatte ich sogar irgendwo hier im Forum protokolliert, meine ich.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Hellraiser am 04. April 2020, 19:08:38
Also ich kann nur sagen das bei Sony mit steigender Revsion die Gerät eimmer " billiger " und von der Qualität schlechter werden.
Bei Microsoft mit der Xbox ist das genau umgekehrt. Je höher die Revision desto besser und ausgereifter die Konsolen.
Wenn ich eine Xbox 360 Xenon mit einer Slim vergleiche sind das extreme Welten und genauso mit der Normalen Xbox one und der Xbox one S.
Bei der PS4 im vergleich von der ersten PS4 zu der PS4 Slim ist die erste Revision klar die bessere.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 05. April 2020, 13:22:50
Da ist was dran, das kann man bei Sony fast immer beobachten. Bei der PS2 war es zumindest ähnlich. Die Konsolen wurden am Anfang noch besser, aber eher weil technisch ausgereifter, aber nicht wirklich "hochwertiger". Aber schnell wurden die Konsolen dann auch immer schlechter. Bei der PSP war das auch so. Das erste Modell super, danach immer schlechter. Die PS3 wurde bekanntermaßen richtig kaputtgespart. Bei der PS4 weiß ich es nicht.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 05. April 2020, 17:18:04
So, habe nun Messungen der Spannungsversorgung gemacht. Alle Bilder sind im Anhang. Kanal 1 zeigt die Ansteuerung (2 V/Kästchen), Kanal 2 die Spannung an der CPU bzw GPU (50 mV/Kästchen). Die Piekse bei Kanal 2 könnt ihr euch wegdenken, das sind Messfehler. Das konnte ich auf zweierlei Weise verifizieren. Einmal hab ich direkt an der Masse des Kondensators gemessen und da waren die Nadeln auch drauf. Dann habe ich mit einer sehr kurzen Verbindung direkt zwischen Masseanschluss und Ausgang des Kondensators gemessen und da waren die Nadeln weg. So konnte ich nur nicht praktikabel beide Spannungen messen, deshalb habe ich mich für diese Messung entscheiden. Wichtig ist ja, dass man weiß, was man misst.
Die Zeitbasis ist 500 ns/Kästchen. Die Schaltfrequenz liegt bei der CPU bei ungefähr 980 kHz, bei der GPU bei 930 kHz.
Alle 4 Bilder sind im Anhang und zeigen die Spannung an der CPU und GPU bei einer funktionierenden v2 (hatte nie einen YLOD) und einer v2 mit YLOD.

Man sieht, der Spannungsrippel liegt bei unter 20 mV bei allen 4 Messungen und es gibt keine nennenswerten Unterschiede. 20 mV sind echt nicht der Rede wert. Das sind keine 2%.
Der Rippel der Ausgangsspannung (GPU) hat eine doppelt so hohe Frequenz wie die Ansteuerung, was darauf hindeutet, dass mehrere Schaltregler (es sind ja jeweils 2 bzw. 3) im Interleaved-Verfahren arbeiten. Allerdings würde ich dann auch erwarten, dass die Nadeln auch zwischen den Flanken in der Ansteuerung auf dem Messsignal zu sehen sind, was bei der GPU nicht der Fall ist. Hab es aber noch mal schnell nachgemessen, die Schaltregler arbeiten tatsächlich im Interleaved-Verfahren, was auch sinnvoll ist, wenn mehrere parallel auf eine Kapazität arbeiten.
Ein großer Spannungsrippel ist somit nicht im Ansatz messbar, zumindest bei den beiden Konsolen.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Anakin94 am 05. April 2020, 17:19:19
Bei der PS1 wurde zwar auch immer mehr weggelassen und gespart.
Das Einzige was sich da verbessert hatte, war wohl das Hitzeproblem und die Laserqualität.
Gerade die Slim (PSone) hatte den besten Laser "KSM-440BAM", welcher auch empfohlen wird in älteren Modellen einzusetzen.
Die Einsparmaßnahmen bei der PSP waren schon derbe.
Die PSP 1004 fühlt sich sehr stabil an und die Akkulaufzeit war echt gut.
Während die PSP 2004 noch ein brauchbares Display hatte, wurde das bei der PSP 3004 durch ein viel schlechteres ersetzt.
Das von der 2004 hatte zwar leichtes Ghosting, das half aber bei kleineren Framerates.
Bei der 3004 konnte ich immer ein Bildzerreißen erkennen, gerade bei schnellen Bewegungen gab es immer einen Kamm-Effekt.
Auch war dort ein langsameres Netzteil beigelegt, nur noch 1500 mAh anstatt 2000 mAh.
Die letze PSP 1004E hatte nicht einmal mehr WLAN, wodurch dann die Adhoc Kompatibilität wegfiel.
Die schlimmste Einsparung an der PS2 war für mich der Tausch der PS1 CPU bei den späteren Slimkonsolen gegen die PowerPC CPU und dem IOP Emulator.
Die PS3 habe ich nie so verfolgt.
Die Slim die ich habe wirkt auf mich robust, aber hässlich.
Das die PS2 Hardware da weggelassen wurde finde ich sehr schade.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 05. April 2020, 17:39:26
Während die PSP 2004 noch ein brauchbares Display hatte [...]

Hatte die nicht Streifen im Bild, oder war das die 3004?

Die letze PSP 1004E hatte nicht einmal mehr WLAN, wodurch dann die Adhoc Kompatibilität wegfiel.
Das wusste ich gar nicht. Das ist besonders lustig, wenn man bedenkt, dass Sony zuvor noch die PSP Go! rausgebracht hat, die kein Laufwerk hatte und ausschließlich über WLAN Spiele beziehen konnte. Das Nachfolgemodell konnte dann keine Spiele mehr über das Internet beziehen, dafür nr noch von UMD.

Zur PS3: Die v3 hat einen viel kleineren Kühlkörper. Ich glaube der Kühler für CPU und GPU ist so groß wie bei der v2 für die CPU allein. Nur hat sich die Stromaufnahme der GPU gar nicht geändert, nur die der CPU. Also schon fatal. Dann haben die bei der v4 den internen Flash-Speicher von 256 MB auf 16 MB verringert, kostet ja Geld. Dadurch musste die Firmware von der HDD gelesen werden (merkt man nicht, denke ich) und Account-Daten waren dann auch auf der HDD. Beim Festplattenwechsel gingen diese also verloren, während das bei der PS3 bis v3 nicht der Fall war. Die Super Slim (v11+) ist schon richtiger Ramsch, davor hielt sich der qualitative Rückgang aber ehrlich gesagt in Grenzen, man hat einfach nur immer stärker optimiert, heißt Steckverbindungen gestrichen, versucht mit weniger Einzelkomponenten auszukommen, solche Geschichten. Die v3 war auch von außen viel billiger als die v1 und v2, aber das wurde aus Marketinggründen extra so gemacht, um den Preisfall zu rechtfertigen.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Anakin94 am 05. April 2020, 17:59:59
Hatte die nicht Streifen im Bild, oder war das die 3004?

Ich meine das war die 3004, was ich damit wohl meinte.
Bei der 3004 konnte ich immer ein Bildzerreißen erkennen, gerade bei schnellen Bewegungen gab es immer einen Kamm-Effekt.

Hab bei Wikipedia noch gelesen das die 1000E auch nur noch einen Mono-Lautsprecher hat. ;D
Richtig gammelig.

Dann haben die bei der v4 den internen Flash-Speicher von 256 MB auf 16 MB verringert, kostet ja Geld. Dadurch musste die Firmware von der HDD gelesen werden (merkt man nicht, denke ich) und Account-Daten waren dann auch auf der HDD. Beim Festplattenwechsel gingen diese also verloren, während das bei der PS3 bis v3 nicht der Fall war.

Da kann ich nicht ganz folgen.
Wenn die Firmware auf die Festplatte installiert wird und man diese wechselt, dann ist die Konsole doch tot oder?
Oder befinden sich auf den 16 MB Flashspeicher noch irgendwelche Recoverydaten?
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 05. April 2020, 18:37:35
Im Flash befindet sich der Bootloader, der auch den Bildschirm vom Recovery Menü macht. Die eigentliche Firmware befindet sich aber auf der HDD, weshalb man diese beim Festplattenwechsel erneut installieren muss. Das wurde 2x besonders spaßig, da der Bootloader zweier Versionen (3.41 und 3.56) defekt war und keine Neuinstallation zuließ. Mit der Version drauf war die Konsole also schrott, sobald die Festplatte nicht mehr zur Verfügung stand. Sony hat bei beiden Versionen eine neue Version mit gleicher Versionsnummer veröffentlicht, weshalb man nicht sieht, ob man die fehlerhafte Version installiert hat oder nicht, richtig mies.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Anakin94 am 06. April 2020, 16:22:41
Das ist ja richtig dämlich und fies.
Aber interessante Info.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: bbsan2k am 08. Mai 2020, 16:48:37
Hi zusammen,

Ich bin übers cibo auf diese ganze Thematik aufmerksam geworden und wollte auch mal ein wenig rum-doktorn.

Mitlerweile habe ich die 5. PS3 auf dem Tisch.

1. CECHC04 - habe ich selbst beim delid zerstört..
2. CECHC04 - NEC/TOKINs getauscht (6/8) - PS3 läuft - allerdings etwas warm am CELL
3. CECHC04 - Hat jemand vor mir beim Delid zerstört und es mir vorher nicht gesagt
4. CECHG04 - 2 NEC/Tokins getaucht - PS3 lieft, hatte allerdings Grafik Probleme
5. CECHC04 - 2 NEC/Tokins getauscht - PS3 läuft aber nicht - langer YLOD

Hat jemand eine Idee wie ich mit Nr 5 weitermachen kann?
Leider hat die Post das Paket mir Nr 5 einmal durchs Auto geworfen - entsprechend hat sie vielleicht physikalisch einen Schlag bekommen.
Was kann ich am besten testen oder tun, um die noch zu retten?
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 08. Mai 2020, 20:09:28
Ach, das hatte ich total vergessen, ich hatte noch mit einem vernünftigen Oszilloskop neue Messungen gemacht. Die habe ich mal angefügt. Da sieht man auch, wie die einzelnen Schaltregler zueinander versetzt schalten. Die Messungen habe ich an einer PS3 mit YLOD gemacht. Der Rippel beträgt 4 mV, das ist kaum messbar.

@bbsan2k: Da würde ich ganz klassisch weitermachen, also Reflow der GPU, aber eventuell auch der CPU und der Southbridge. Den RAM könnte es beim Transport natürlich auch mitgenommen haben.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: bbsan2k am 09. Mai 2020, 10:54:12
@bbsan2k: Da würde ich ganz klassisch weitermachen, also Reflow der GPU, aber eventuell auch der CPU und der Southbridge. Den RAM könnte es beim Transport natürlich auch mitgenommen haben.

Ok Danke für die schnelle Antwort  :)

Muss ich beim re-flow der GPU zwingend den IHS entfernen? Habe durch meine bisherigen "Erfahrungen" damit etwas Respekt davor bekommen ...
Als erstes werde ich auf jeden Fall gleich noch 2 NEC/Tokins tauschen - auch wenn ich nicht sicher bin ob das wirklich noch einen Effekt haben kann;)
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 09. Mai 2020, 18:29:00
"Zwingend" nicht, anfangs haben das alle einfach so gemacht. Allerdings ist das nicht so gut für den RSX und der Reflow wirkt nicht so gut, die Reparatur hält also nicht so lange, oder aber dir geht der RSX hopps. Und du solltest Flussmittel verwenden und die Temperatur überwachen!
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: bbsan2k am 10. Mai 2020, 11:15:54
Also... Ich habe den RSX geköpft - glücklicherweise ohne Probleme!
Leider hat der Re-Flow aber nichts genützt  :(
Hat jemand noch eine andere Idee?
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 10. Mai 2020, 11:25:30
Wie gesagt, es können auch andere BGAs betroffen sein, das ist das Nervige an der Geschichte.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 12. Mai 2020, 20:41:52
Es gab auch noch Teststellen wo man schnell messen konnte ob der RSX hinne ist. Aber frag mich wo und welche das waren...Takeshi müsste das wissen.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 12. Mai 2020, 21:26:41
Du meinst wahrscheinlich "RSX überprüfen (https://www.trisaster.de/page/index.php?topic=484)". So kaputt, dass man es dort messen kann, geht er aber nur, wenn er zu stark erhitzt wurde. Das ist also eine gute Methode, um nach dem Reflow zu gucken, ob der RSX noch heile ist, sollte die Konsole nicht laufen. Am besten vorher die Werte selbst messen und vergleichen, da die Werte vom Messgerät abhängig sind.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: bbsan2k am 13. Mai 2020, 18:43:00
Ah super, sowas habe ich gesucht!:)
werde ich mal überprüfen, wenn sie wieder hier ist.
Habe sie jetzt erstmal an die Post übergeben, weil ich es nicht so toll fand, wie die mit dem Paket umgegangen sind!:(
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 13. Mai 2020, 18:51:55
Das wird die nicht interessieren. Die sagen, wenn der Inhalt beschädigt wurde, war er wohl nicht gut genug verpackt, fertig. Die Diskussionen hatte ich schon.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 14. Mai 2020, 22:34:01
Ich auch.
Die verweisen dann gern auf ihre AGBs dass der Versicherungsschutz nur greift, wenn Karton in Karton verpackt wurde.
Und mal ganz ehrlich, wer macht das schon  ::)
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 03. Juli 2020, 20:09:12
So, da es mir nun gereicht hat, habe ich ein längeres Video dazu gemacht, in dem ich versuche die genauen Hintergründe verständlich zu erklären. Ist etwas holprig, da mein allererstes Video, aber ich hoffe das passt so.

Über den YLOD und die NEC/TOKIN-Kondensatoren [PS3] (https://www.bitchute.com/video/9wgHzS4nG7dh/)
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Anakin94 am 04. Juli 2020, 12:54:34
Ich fand das nicht holprig, das war doch super und flüssig erklärt.
Meine PS3 wird zwar nie einen YLOD erleben, aber ich fand es im auch im allgemeinen Bezug auf Grafikchips interessant. :)
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 04. Juli 2020, 13:19:17
Es wirkt halt etwas schläfrig, da ich verglichen mit vielen anderen eher monoton spreche, das Thema ist sehr trocken und ich klinge, warum auch immer, in dem Video sehr nasal. Rein optisch ist das auch kein Effektfeuerwerk und wirkt wie Youtube vor 10 Jahren. Aber war mir auch alles egal, der Inhalt zählt! Und ich hoffe es bring ein paar Leuten was.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Anakin94 am 04. Juli 2020, 15:19:36
Das du Monoton sprichst war mir gar nicht aufgefallen, war alles perfekt. :thumb
Betonung ist aber eh unnötig und verwirrt nur.
Falls da noch mehr kommt, bin ich dafür das es so bleibt.
Poste das Video ggf. noch bei psXtools (https://psxtools.de/) und im Circuit-Board (https://circuit-board.de/forum/).
Ich denke das werden die dort auch interessant finden.

Über UltraNSC gab es doch hier auch mal ein Thema...
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 04. Juli 2020, 15:38:59
UltraNSC ist da gar nicht wirklich der Punkt. Die Topic psx-place ist ja über 100 Seiten stark und andere Seiten propagieren das auch. Hab gesehen, bei Laptops machen das manche scheinbar auch. Dabei habe ich die Kondensatoren echt noch nie irgendwo gesehen, interessant.
Dass UltraNSC das ebenfalls macht sollte einen natürlich stutzig machen, das stimmt schon :D
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: grave_digga am 11. Juli 2020, 06:53:41
Es wirkt halt etwas schläfrig, da ich verglichen mit vielen anderen eher monoton spreche, das Thema ist sehr trocken und ich klinge, warum auch immer, in dem Video sehr nasal. Rein optisch ist das auch kein Effektfeuerwerk und wirkt wie Youtube vor 10 Jahren. Aber war mir auch alles egal, der Inhalt zählt! Und ich hoffe es bring ein paar Leuten was.

Ist alles gut verständlich, bissl näselnd aber ansonsten echt gut gesprochen.  :thumb
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Gysiestarter am 27. Juli 2020, 00:18:31
Ich habe mir gerad das Video angeschaut und es ist sehr gut und plausiebel erläutert das es ebend zu fast allen YLOD der Fehler an den verbindungen zwischen Meinboard und GPU-CPU ist.Ich habe früher bei aussichtslosen Konsolen komplett GPU-CPU vom Board genommen haben neue kügelchen bekommen.Ich habe dann außerdem unten am boden im Kreis Löcher gebort und an der rechten Seite unter dem laufwerk die innere Plastewanne weg-geschnitten,so das der warme bis Heiße Luftstrom entweichen kann und sich nicht im inneren sich staut.
Ich hatte auch immer den verdacht,daß die billiges Lötzinn verwendet hatten da es zu schnell bricht,ein Satellit hatte glaubeich auch noch nie ein YLOD ;D.

Wenn ich heute daran denke als die PS3 auf den Markt kam,in jeden grossen Kaufhaus konnte mann Spielen und die waren in so ein durchsichtigen Plastekasten eingeschlossen und die liefen da stunden lang,da denke ich heut zu tage das sie die Konsolen alle 3 Tage wegen Hitzetot austauschen mussten.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 27. Juli 2020, 19:39:44
Es muss nicht immer die Lötverbindung zwischen Mainboard und GPU sein. Manchmal ist es auch die Verbindung innerhalb der GPU, zwischen Trägermaterial und dem Die bzw. dem RAM auf dem Träger. Oder es ist die CPU, der normale RAM, ... viele dieser Lötstellen lötet man unweigerlich mit, nur nicht so vernünftig. Der Punkt ist vorallem, dass es meistens auf irgendeine Lötverbindung zurückzuführen ist und die liegt auch noch häufig bei der GPU.

Ich habe dann außerdem unten am boden im Kreis Löcher gebort und an der rechten Seite unter dem laufwerk die innere Plastewanne weg-geschnitten,so das der warme bis Heiße Luftstrom entweichen kann und sich nicht im inneren sich staut.

Das ist etwas, was ich sogar häufig kritisiert habe und auch heute noch kritisiere. Das Kühlkonzept ist sicherlich schon durchdacht. Es ist vielleicht etwas dürftig ausgelegt, aber das Prinzip wird gut durchdacht sein. Und gerade an dieser Stelle erkennt man leicht, dass es keine gute Idee ist. Der verbaute Lüfter zieht an den breiten Flächen Luft an und pustet sie zur Seite weg. Wenn du nun ein Loch in den Boden machst, zieht er Luft von unten an, statt die Luft durch die Konsole anzusaugen. Dadurch verschlechtert sich die Kühlung innerhalb der Konsole.
Sowieso macht es überhaupt keinen Sinn irgendwas an der Lüftung zu schrauben, denn die Konsole hat eine Temperaturregelung. Das heißt sie hält die Temperatur konstant, indem sie dafür die Drehzahl anpasst. Du kannst maximal die Drehzahl und damit die Lautstärke senken, die Temperatur senkst du aber nicht.
Und wenn heiße Luft aus der Konsole kommt, dann ist das kein schlechtes, sondern ein gutes Zeichen. Dann funktioniert die Kühlung sehr gut, denn sie schafft es die Wärme von der CPU/GPU zu einem großen Teil in die Luft zu übertragen. Wenn aus einer Konsole kalte Luft kommt, ist das ein klares Anzeichen dafür, dass die Kühlung nicht funktioniert, meistens wegen alter Wärmeleitpaste. Da die Energiemenge, die abzuführen ist, aber immer gleich bleibt, egal wie gut die Kühlung funktioniert, muss bei kühlerer Luft die Energie also auf mehr Luft verteilt werden -> höhere Drehzahl. Daran erkennt man dann auch, dass die Kühlung nicht richtig läuft.
Eine Ausnahme ist hier natürlich eine veränderte Soll-Temperatur für die Regelung, das geht bei gehackten Konsolen natürlich auch noch.

Ich hatte auch immer den verdacht,daß die billiges Lötzinn verwendet hatten da es zu schnell bricht,ein Satellit hatte glaubeich auch noch nie ein YLOD ;D.

Das ist ebenfalls so ein gern geglaubter Mythos. Der böse große Konzern spart an den kleinsten Stellen, deshalb geht alles kaputt. Das trifft natürlich häufig zu, aber hier glaube ich das kaum. Die verwenden ganz normales bleifreies Lötzinn. Und bleifreies Lötzinn ist viel härter. Vergleiche mal Lötzinn auf der Rolle mit gleicher Stärke, einmal bleihaltig, einmal bleifrei. Bei dem bleifreien denkst du fast, du hast Eisendraht in der Hand. Und das ist denke ich ein wesentlicher Grund, warum die Kontakte so schnell brechen. Dafür kann Sony aber nichts, das ist eine EU-Vorgabe, dass Konsumer-Elektronik bleifei sein muss. Für die Umwelt mehr Elektroschrott, aber dafür bleifrei. Ich denke aber in China gibt es die Vorgabe auch. Für Militär und Luft- und Raumfahrt gibt es das Bleiverbot nicht, da steht Sicherheit an erster Stelle.
Hinzu kommt das verwendete Gehäuse. Betroffen sind vorallem BGAs, also Chips mit Lötkugeln drunter statt Beinchen an der Seite. BGAs wurden früher kaum eingesetzt und ohne gäbe es das Problem kaum bis gar nicht. Aber ohne BGAs gäbe es auch keine solche GPU.

Wenn ich heute daran denke als die PS3 auf den Markt kam,in jeden grossen Kaufhaus konnte mann Spielen und die waren in so ein durchsichtigen Plastekasten eingeschlossen und die liefen da stunden lang,da denke ich heut zu tage das sie die Konsolen alle 3 Tage wegen Hitzetot austauschen mussten.

Auch das ist kein Problem. Schlimm ist nicht die hohe Temperatur, sondern die Temperaturänderung, denn dabei verbiegt sich das gesamte Board. Natürlich ist mit höherer Endtemperatur die Temperaturänderung beim Ein- und Ausschalten größer, aber eine Verringerung der Zyklenanzahl bringt auch viel. Deshalb ist eine Wasserkühlung ohne Verbindung mit der internen Temperaturregelung auch kontraproduktiv. Die Konsole ist dann zwar kühler, aber dafür schwankt die Temperatur stärker.

Sony war das zur Markteinführung bekannt, da bin ich sicher. Schließlich hatten Sony und Microsoft schon bei der Entwicklung mit Temperaturproblemen zu kämpfen. Aber Sony musste sich entscheiden. Sie hätten die Konsole noch größer bauen können, um mehr Kühlung zu verbauen. Es war klar, dass die Temperatur in den nächsten Jahren sinken wird, wenn das Gehäuse gleich bleibt. Also würde man am Anfang das Gehäuse aufblasen, was für die nächsten Generationen unnötig wäre. Das wäre nicht so gut bei den Kunden angekommen. Sie hätten die Drehzahl und damit die Lautstärke erhöhen können. Dann hätte die PS3 so geklungen wie eine Xbox 360, wäre auch nicht gut angekommen. Also hat Sony einen Kompromiss aus Baugröße, Lautstärke und erwartete Ausfallrate gewählt und die sah eben so aus. Wenn du einen Ausfall verzögern möchtest, musst du eine CFW aufspielen und die Temperatureinstellungen ändern. Dann ist die Konsole lauter, aber hält länger. Viel mehr kannst du nicht machen.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Hellraiser am 28. Juli 2020, 07:12:42
Es muss nicht immer die Lötverbindung zwischen Mainboard und GPU sein. Manchmal ist es auch die Verbindung innerhalb der GPU, zwischen Trägermaterial und dem Die bzw. dem RAM auf dem Träger. Oder es ist die CPU, der normale RAM, ... viele dieser Lötstellen lötet man unweigerlich mit, nur nicht so vernünftig...

Genau das ist der Punkt!
Deshalb fallen die meisten Geräte nach kurzer Zeit wieder aus.
Wenn man bedenkt das eine PS3 5-7 Jahre lief und nach einem vernünftigen Reballing nur 6-12 Monate.
Bei der Xbox360 Xenon war es am extremsten. Ärgerlich ist da einfach nur das man die Bauteile neu nirgens kaufen konnte.
Besser ist da schon ein Notebook wobei die beschissener zu reparieren sind mit dem ganzen scheiß Harz um den Bauteilen herum.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 28. Juli 2020, 09:59:50
Nur bringt es dann nichts irgendwelche Kondensatoren zu tauschen, auch dabei wieder zwangsläufig alles mehr oder weniger mit zu löten und nachdem es erst mal läuft zu sagen "HA! Es waren nie die Lötstellen, sondern die Kondensatoren, jetzt haben wir den wahren Grund!".

Es steht aber trotzdem noch eine kleine Messreihe bei mir aus, da werde ich die Versorgungsspannung bei mehreren Konsolen messen, um zu prüfen, ob nicht doch irgendwo einer defekt ist. Es ist auch denkbar, dass die Kondensatoren früher nie das Problem waren, aufgrund der inzwischen vergangenen Zeit aber einzelne doch langsam den Geist aufgeben. Dann hätte das nichts mit der früheren Ursache zu tun, es ist nur ein weiterer Fehler hinzugekommen. Vielleicht betrifft es auch vorallem die Boards, die schon mehrmals mit einem Reflow behandelt wurden, wobei dann die Kondensatoren (mehrmals) zu stark erhitzt wurden und wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Gysiestarter am 28. Juli 2020, 11:41:09
Zitat
Das ist etwas, was ich sogar häufig kritisiert habe und auch heute noch kritisiere. Das Kühlkonzept ist sicherlich schon durchdacht. Es ist vielleicht etwas dürftig ausgelegt, aber das Prinzip wird gut durchdacht sein. Und gerade an dieser Stelle erkennt man leicht, dass es keine gute Idee ist. Der verbaute Lüfter zieht an den breiten Flächen Luft an und pustet sie zur Seite weg. Wenn du nun ein Loch in den Boden machst, zieht er Luft von unten an, statt die Luft durch die Konsole anzusaugen. Dadurch verschlechtert sich die Kühlung innerhalb der Konsole.
Sowieso macht es überhaupt keinen Sinn irgendwas an der Lüftung zu schrauben, denn die Konsole hat eine Temperaturregelung. Das heißt sie hält die Temperatur konstant, indem sie dafür die Drehzahl anpasst. Du kannst maximal die Drehzahl und damit die Lautstärke senken, die Temperatur senkst du aber nicht.
Und wenn heiße Luft aus der Konsole kommt, dann ist das kein schlechtes, sondern ein gutes Zeichen. Dann funktioniert die Kühlung sehr gut, denn sie schafft es die Wärme von der CPU/GPU zu einem großen Teil in die Luft zu übertragen. Wenn aus einer Konsole kalte Luft kommt, ist das ein klares Anzeichen dafür, dass die Kühlung nicht funktioniert, meistens wegen alter Wärmeleitpaste. Da die Energiemenge, die abzuführen ist, aber immer gleich bleibt, egal wie gut die Kühlung funktioniert, muss bei kühlerer Luft die Energie also auf mehr Luft verteilt werden -> höhere Drehzahl. Daran erkennt man dann auch, dass die Kühlung nicht richtig läuft.
Eine Ausnahme ist hier natürlich eine veränderte Soll-Temperatur für die Regelung, das geht bei gehackten Konsolen natürlich auch noch.

Ja/Nein,die Löcher auf den Boden sind eventuell nicht das optimale,aber meine CECH C-04 und von meiner Tochter die G-04 steht ja auf ein Laptop-Kühler.
Und das ich den Luftstrom zur rechten Seite rausgeführt habe durfte denke ich ein vorteil haben,da diese ja dann Rechts gut und viel heiße luft ausbläst und die frische kühlere von hinten bekommt.
Wenn die hinten die heiße Luft Ausbläßt und gleich daneben wieder ansaugt mhh dann steht die ja auch nicht mitten in raum das die frische luft Verwürbelt würd.
Also meine C-04 läuft schon so mit dem seitichem Luftausgang so seid 2012 die G-04 seid 2016. Die sind im Betrieb viel ruiger da hatte ich unter voll-last die vorher schon ordentlich gehört was jetz die ganzen jahre nicht der fall ist.Ich wecksel zwar alle 3 Jahre die WLP und den staub,weil ich dachte das die mehr Staub ja drine haben müsste wegen den unteren Löcher auf den Boden aber nein ist kaum was zu sehen also haut die den Staub auch gut zur Seite raus.

Ist zwar ein schlechtes Beispiel,Aber bei einem Aquarium legt mann ja auch nicht beim außen-Filter den ansaug und einlass Schlauch im Aquarium neben-einander,mann will ja da auch nicht das Ge´filtertes wasser erneut Filtern zwar vermischt sich das im wasser alles besser aber da will mann ja auch so viel abstand dazwischen haben.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 28. Juli 2020, 13:41:55
Die PS3 saugt aber hinten keine Luft an, die wird hinten herausgeblasen. Sie saugt die Luft vorne und rechts an, links ist sie größtenteils geschlossen. Hab vor kurzem zufällig auch ein Bild gefunden, auf dem eingezeichnet war, dass die PS3 hinten Luft ansauge und herausblase. Habe mich da schon gefragt, woher der Mumpiz kommt.

Ich sage ja auch nicht, dass eine PS3 mit der Modifikation schnell ausfallen wird, nur dass die Kühlung der restlichen Komponenten schlechter wird. Einzelfälle sind ohnehin nicht so aussagekräftig, da die Ausfallquote nicht bei 100% liegt. Mit "diese Konsole läuft noch" kann man nur beweisen, dass sie nicht 100% ist. Die Argumentation habe ich schon mal zur Xbox 360 gehört. Da meinte jemand, der seine Konsole seit dem Release hat, dass sie noch läuft und deshalb die anderen nur die Konsole falsch aufgestellt hätten, wodurch die Kühlung schlechter wäre.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Gysiestarter am 28. Juli 2020, 14:32:34
Die PS3 saugt aber hinten keine Luft an, die wird hinten herausgeblasen. Sie saugt die Luft vorne und rechts an

Ja das denke ich ja auch b.z.w ist das ja bei der CECH-C 04 die hatt ja vorne und rechts die Öffnungen,aber wenn ich mir das so anschaue bei der G-04 dann frage ich mich ja wo sie vorne und Rechts die Luft denn holen soll,Rechts da sind keine Öffnungen in der innenwand nur an der außen Wand und vorne ist bei der ja auch alles dicht bis zum Mainboard von linkst sind nur die Kleinen Schlitze unter der Festplatte.
Und wenn ich mir den Kühler anschaue der hatt ja nur ein Einang/Ausgang hinten dann ist ja um den Lüfter von Links Bis rechts rum alles geschlossen.

Ob das Jetz nur Bei der G-04 Modell Reihe so alles geschlossen ist weiß ich nicht aber da ist das mir gerade wieder so aufgefallen das die ja nur hinten die Luft sich holt und wieder aus-stöst.Könnt ja nochmal bei der L-04 Schauen aber da muss ja das Mainboard vom Kühler genommen werden um sich das an zu schauen.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Anakin94 am 12. Januar 2021, 16:30:38
So, da es mir nun gereicht hat, habe ich ein längeres Video dazu gemacht, in dem ich versuche die genauen Hintergründe verständlich zu erklären. Ist etwas holprig, da mein allererstes Video, aber ich hoffe das passt so.

Über den YLOD und die NEC/TOKIN-Kondensatoren [PS3] (https://www.bitchute.com/video/9wgHzS4nG7dh/)

Ich meine das würde die breitere Masse erreichen, wenn du das Video auch noch auf YouTube hochladen würdest.
Deine Einstellung zu YouTube kenne ich.
Aber es ist schade, das so die Verbreitung deines Fachwissens nicht die richtigen Leute erreicht.

Sind eigentlich noch mehr Videos geplant?
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 12. Januar 2021, 19:23:30
Ich war auch mit einiger Kritik konfrontiert, hast du im Circuit-Board sicher mitbekommen, Dragoon war da auch anderer Meinung. Ich sehe das Risiko, dass die Kritik an den Aussagen in dem Video riesig wird. Mir fehlt dann einfach die Zeit auf die Kritik einzugehen, ich habe es bis heute nicht geschafft die angekündigten Messungen nachzuholen. Das würde zu einer unendlichen Geschichte werden, das sehe ich jetzt schon. Von daher bin ich gerade ganz froh, dass es nicht die große Masse erreicht.

Dann bräuchte ich schlicht ein Youtube-Konto, das ich nicht habe und das ich mir definitiv absolut überhaupt gar nie nicht anlegen werde. Es war geplant, dass es jemand anderes für mich in seinem Kanal hochlädt, aber das hat er bisher nicht gemacht und sich auch ewig nicht mehr bei mir gelemdet. Also wenn jemand ein Youtube-Konto hat, kann er das gern mit mir abstimmen und dann hochladen.

Nein, mehr Videos sind derzeit nicht geplant. Ich wäre zwar grundsätzlich nicht abgeneigt weitere Videos zu machen, aber geplant ist im Moment nichts.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Anakin94 am 13. Januar 2021, 14:19:47
Ich hatte das eben nochmal im CiBo gelesen, war ja schon heftig.
Hatte das gar nicht so gemerkt.

Kann man den alten TrisasterDE Account nicht reaktivieren?
Ich hoffe das ich nicht der jenige war, der sich darauf nicht mehr gemeldet hat.
Falls dem so war, dann bitte ich um Verzeihung. :-[
Andernfalls kann ich das Video natürlich hochladen.
Müsstest mir dann nur schreiben, ob ich einen neuen Kanal machen soll.
Denn man kann ja mehrere Kanäle mit einem Google Account haben.
Oder falls es dir nichts ausmacht, kann ich es auf meinem Hauptaccount hochladen.
Da warne ich dich halt nur vorher, das meine Inhalte qualitativ deutlich minderwertiger sind als dein Video.
Kannst mir ja dann nochmal schreiben.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Takeshi am 13. Januar 2021, 21:17:13
Um das alte TrisasterDE-Konto zu reaktivieren, müsste ich mich bei Google Registrieren. Das war der Grund, warum ich das Konto irgendwann nicht mehr genutzt habe, da ein Google-Konto als Voraussetzung hinzukam.

Nein nein, mich hatte mal jemand angeschrieben und gefragt, ob wir nicht zusammen was machen wollen. Später erst kam das Thema mit den Kondensatoren auf und so dachte ich, kann ich es bei ihm hochladen, passt ja. Also habe ich das Video erstellt, aber dann passierte nichts mehr. Deshalb dann der Upload bei Bitchute, damit es überhaupt irgendwo sichtbar ist.

Du kannst es gern bei dir hochladen, kann auch auf deinem Hauptkanal sein, das ist mir ziemlich egal.
Titel: Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
Beitrag von: Dragoon am 13. Januar 2021, 21:28:05
Es ist ein gutes Video, welches sehr informativ ist. Nur wie Takeshi schon anmerkt, über das Thema lässt sich philosophieren und darauf hat nicht wirklich jemand Zeit und Lust  :D