Hallo Zusammen,
ich habe einige Erfahrung mit YLODs basierend auf BGAs inkl. Reflow und Reballing. Jetzt habe ich mir eine FAT Lady bei eBay geschossen, die als funktionionstüchtig deklariert war. Angekommen, kam beim ersten Einschalten auch schon der YLOD. (Langer YLOD mit anlaufendem Lüfter --> Kein Netzteil defekt) Das schöne war, dass das Garantiesiegel noch dran war, also wurde dort noch nix "gegrillt" ;)
Nun, ich habe es erstmal mit dem Reflow versucht und das half nichts. Nächster Schritt: BGA's auf wärme prüfen (Nur Netzteil und Powerplatine dran): RSX, CELL, Northbridge, RAMs werden alle warm.
Meiner Meinung nach bleiben eigentlich nur noch die Varianten BRICK oder etwas anderes, oder liege ich hier falsch?
Zum Thema etwas anderes: Ich hatte bei früheren YLODs festgestellt, dass wenn das Laufwerk angeschlossen ist und auf die Auswurftaste gedrückt wird, die Konsole anläuft (mit entsprechendem YLOD gleich darauf). Das ist hier nicht der Fall. Sie piepst sofort dreimal, als ob kein Laufwerk angeschlossen wäre und startet garnicht (Auch kein blaues Licht). Könnte hier der Wurm drin sein und falls ja habt ihr Ideen woran genau das liegen kann?
P.S. Es handelt sich um eine 60GB Fat (COK-002)
Ich hoffe Ihr könnt mir helfen :-[
Dankeschön im Voraus.
Ob 60GB, 40GB oder 79Gb, spielt keine Rolle für die Hardware ;)
Die PS3 geht bei Druck auf Eject nur an, wenn sich auch eine Disk drin befindet. Piepst die 3x, heißt das nicht, dass kein Laufwerk dran ist, sondern keine Disk im Laufwerk.
Das Garantiesiegel heißt nichts. Du musst schon gucken, ob das alles so original aussieht.
Es kann auch trotzdem noch ein lockerer BGA sein. Es muss ja auch nicht der RSX sein.
Bei einem Brick bleibt die PS3 (meine ich!) länger auf grün.
Hallo Takeshi,
danke für die schnelle Antwort. Der Tipp mit dem Laufwerk schließt somit schon einiges aus, hatte irgendwie in Erinnerung, dass beim betätigen der Eject Taste die Playstation angelaufen ist und nicht einfach nur gepiept hatte. Aber gut wenn du das sagst dann wird das schon stimmen ;)
Zum originalen Aussehen muss ich sagen, dass es alles tatsächlich original aussah, keine Lötstellen, originale Wärmeleitpaste, keine Flussmittelspuren, kein Geruch von Flussmitelreiniger, alle Kabel noch dran geklebt, Staub ohne Fingerabdrücke, sah alles gut aus. Der Verkäufer hat auch geschworen und wollte davon auch nicht abkommen, dass die Konsole vor dem Versand noch einwandfrei lief und er sie noch auf den Werkszustand gesetzt hat (das werden wir dann noch sehen, wenn ich sie doch noch zum laufen bekomme.)
Über die BGAs bin ich jetzt 3 mal drüber gegangen (RSX, CELL und kurz die Northbridge), werde es heute nochmal mit Unterhitze versuchen, aber normalerweise habe ich es zumindest für 1-2 Monate mit meinem Vorgehen vom ersten Mal an hinbekommen, hier weigert sich das biest! -.-
Zum Thema Brick: Wenn die Konsole noch nie geöffnet wurde, wurde sie auch nicht (von Hand) geflasht, folglich wäre ein Brick nur per Ausfall beim Update möglich gewesen und ist wohl auch unwahrscheinlich, korrekt?
Wie ist es denn mit den Sicherungen, würden die BGAs überhaupt warm werden, wenn eine der Sicherungen raus wäre (also die auf dem Mainboard)
Die PS3 läuft mit Eject ja auch an - wenn eine Disk im Laufwerk liegt.
Hast du denn die IHS alle entfernt? Denn sonst bringt ein Reflow nicht viel, vorallem beim Cell.
Ein Brick kommt ja auch durch die Software, sei es durch ein Update oder durch unsachgemäße Benutzung mit einer CFW.
Die (Haupt-)Spannungsversorgung des Cell und RSX sind gar nicht mit einer Sicherung abgesichert.
Jop die IHS sind unten, Reflow lief mit Flussmittel und anschließender Reinigung, allerdings ohne Unterhitze. Ich werde mal nach der Arbeit folgendes versuchen:
1. NOR Tristate auf Masse legen, um Brick auszuschliessen.
2. Reflow mit Unterhitze
wenn das nicht hilft, werde ich morgen Abend die Sicherungen checken (Messgerät grad nicht da -.-).
Werde dann den (Miss-)Erfolg dem Forum mitteilen.
Danke erstmal für den Support.
Habe jetzt alles gemacht immernoch defekt...
Das komische ist: Solange man nur das Mainboard am Netzteil hat, ist es ein langer YLOD. Als ich aber alles zusammengebaut hab, ist es ein kurzer... folglich Netzteil?
Sehr komisch, aber wie du auf das Netzteil kommst, kann ich gerade nicht nachvollziehen. Was heißt denn "alles zusammengebaut"? Neben dem Netzteil wäre da ja nur das Laufwerk, BT/WiFi-Modul und die Festplatte. Ohne all dem startet die PS3 normalerweise.
Genau das ist es ja. Wenn ich nur das Mainboard ohne Festplatte, Lüfter, Batterie, Laufwerk, Kartenmodul und Laufwerk anschließe ist es ein langer YLOD 2-3 sek. grün dann gelb dann rot blinkend. Jetzt habe ich aber alles zusammengebaut, also alles angeschlossen Playsie komplett zugemacht alles wie es komplett sein sollte. Jetzt leuchtet die grüne Leuchte weniger als eine Sekunde und das "anlaufen" des Lüfters ist nicht der Rede wert --> kurzer YLOD. Auf das Netzteil komme ich gemäß deiner Anleitung nach der Fehlersuche:
Langer YLOD: Irgendein Bauteil auf dem MB/Brick
Kurzer YLOD: Netzteil
Wie gesagt, Spannungen und Sicherungen kann ich noch nicht überprüfen, da ich erst morgen Abend ein Messgerät habe, aber insgesamt ist es schon sehr verdächtig, weil mit mehreren Komponenten sich das System wohl schneller abschaltet als nur mit dem Mainboard --> Höhere Belastung für das Netzteil --> Spannung kann kürzer gehalten werden, so zumindest mein Gedankengang.
Du hast ja nicht immer einen kurzen YLOD, ergo unwahrscheinlich, dass es das Netzteil ist. Die zusätzliche Belastung ist verhältnismäßig gering.
Dann bau die PS3 doch mal mit Blech zusammen, ganz normal. Nur dann lässt du die zusätzlichen Komponenten weg und testest erneut. Ist der YLOD kurz, liegt es irgendwie am Zusammenbauen. Ist der lang, schließt du immer eine Komponente an und testest erneut. Vielleicht wird da ja irgendwo ein Kurzschluss verursacht.
Es muss ja jedenfalls an irgendetwas liegen, was sich mit dem Zusammenbau verändert.
Jo mache ich dann sobald ich ein Messgerät habe. Nur das Problem, nämlich den YLOD ob kurz oder lang, löst das ja leider nicht ... Es liegt hier aber ziemlich sicher nicht an den BGAs... ich könnte die noch reballen aber davor will ich wirklich alles ausschließen.
P.S. das Blech war immer über der Platine damit keine Kurzschlüsse zwischen Platine und Netzteil entstehen während des Anschließens.
P.S.S: Kann natürlich sein, dass ich beim letzten Reflow einen Kurzschluss unter die BGAs reingehauen habe... -.-
Ja, das löst natürlich das Problem nicht, aber wer weiß, was wir dadurch erfahren.
Du kannst ja dann den RSX messen (siehe Page YLOD), vielleicht ist der auch defekt.
Hallo Zusammen,
kann mir einer sagen, welchen Widerstand die Thermalsicherungen THP101 und THP201 haben sollten?
und ach ja wenn ich an die Stifte des Mainboards gehe krieg ich nen Widerstand von 2,8 kOhm und steigend, istn Kurzschluss aufm Board oder?
Die Thermowiderstände liegen beide bei 50,5 Ohm
2,8kΩ (2800Ω!) ist sehr viel. Im eingeschalteten Zustand (~150W) liegt der Widerstand bei ungefähr 1Ω. Das ist also völlig in Ordnung.
Wie groß der Widerstände der Sicherungen sein muss, weiß ich jetzt nicht genau, aber ich meine mal was um die 4Ω gemessen zu haben. Und für eine Sicherung wäre das schon viel. Da jedoch beide den wert haben, wirds wohl stimmen. Außerdem, wäre es eine der Sicherungen, würde die PS3 schlagartig komplett abschalten. Mit dem Netzteil bist du auf dem Holzweg, denke ich.
Ja ich glaube auch, dass das Netzteil in Ordnung ist, die 12V kommen und die Sicherungen scheinen OK zu sein und aufgeplusterte Kondensatoren sehe ich auch keine.
Und mit dem Widerstand ist es wie gesagt... 2,8 kOhm ist nur der Anfang es steigt stetig bis wahrscheinlich ins unendliche... Also irgendwo ein kurzer auf der Platine... Die Widerstände auf der Platine waren auch alle ok
Nein, dass der Widerstand steigt, heißt NICHT, dass du einen Kurzschluss hast. Der wird ja immer größer, nicht kleiner.
Das Verhalten lässt sich auch einfach erklären: Du misst Kondensatoren. Die haben die Eigeschaft, dass kein Gleichstrom hindurchfließt. Am Anfang fließt ein Strom hinein und um so voller er wird, immer weniger, bis irgendwann gar kein Strom mehr fließt. Das Multimeter legt eine Spannung an, guckt nach, welcher Strom fließt und errechnet daraus den Widerstand. Da am Anfang der Strom groß ist, ist der Widerstand klein (R = U / I). Um so kleiner der Strom wird, desto größer der gemessene Widerstand.
Ich gebe es auf... wohl ein Fall für eBay... Keine Ahnung woran das liegt. Die BGAs sinds nicht.
Dass ein Reflow nicht hilft, heißt nicht, dass es nicht an den BGAs liegen kann. Nur wen du die Chips nicht reballen kannst, hilft dir das natürlich auch nicht sonderlich weiter.