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Unterhaltungselektronik und Computer => Computer => Thema gestartet von: Takeshi am 07. Februar 2013, 19:33:52

Titel: Debian
Beitrag von: Takeshi am 07. Februar 2013, 19:33:52
Da Hakan_2 vor kurzem empfohlen hat Debian zu nutzen, wenn man ein leeres Linux will, wollte ich es mir gerade herunterladen und bin etwas ... verwirrt. Das sollen 8 DVDs (http://cdimage.debian.org/debian-cd/6.0.6/amd64/bt-dvd/) bzw. 52 CDs (http://cdimage.debian.org/debian-cd/6.0.6/amd64/bt-cd/) sein? Hab ich irgendetwas verpasst? Was soll da alles drauf sein? Wie "leer" sieht das echt nicht aus.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: klesk am 07. Februar 2013, 20:27:33
Da hast du allerlei SchnickSchnack dabei, alles was der Mensch nicht braucht.
Ich geh mal nicht davon aus das du sie dir alle runterladen wollen würdest, daher rate ich dir mal zur Netinstall raten.

Oben rechts auf der Hauptpage.
Du kannst dir dann die einzelnen Pakete auswählen, oder halt kompakt Install auswählen.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: Takeshi am 07. Februar 2013, 20:51:53
Ich bevorzuge halt immer die offline-Installation, daher wollte ich die ISO herunterladen. Na dann nehme ich halt die Netzwerk-Installation.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: Takeshi am 07. Februar 2013, 23:09:22
Hab Debian nun über die Netzwerkinstallation installoert. In VBox hat der mit ganze 5GB auf der Festplatte belegt und von leer kann da keine Rede sein, ist so "voll" wie jedes andere Linux auch, obwohl ich bei der Installation nichts ausgewählt hab, bis auf die grafische Oberfläche (die sich als Gnome 2.30 entpuppt hat) und noch etwas anderes, hab ich wieder vergessen. Aber war jetzt nichts, was ich mit den Spielen in verbindung bringen würde, die da installiert sind, oder so Sachen wie OpenOffice.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: klesk am 14. März 2013, 15:07:54
Wenn du wirklich ein System willst, wo nix drauf ist und du dir alles selber installieren kannst dann schau dir ArchLinux an. Ist allerdings nicht für Anfänger, sondern eher an erfahrenere Benutzer gerichtet.

Evt noch Manjaro und Cinnarch, die ebenfalls auf ArchLinux basieren aber schon ein Desktop-Enviroment mitbringen und nur das Grundgerüst bilden.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: Takeshi am 14. März 2013, 23:04:39
Ein Desktop soll schon mit drauf sein, auch Konfigurationswerkzeuge. Ich will nur nicht, dass da schon Office, Grafikbearbeitung, Messenger, Mediaplayer und was weiß ich nicht noch für ein Gedöns drauf ist. Ich will meistens sowieso andere benutzen und damit installiere ich mir jedes Mal ein Linux, wie es bei Windows mit Recovery Disk immer so verhasst ist: zugemüllt. Das heißt aber nicht, dass ich nur den Kernel will, es soll schon ein fertiges und benutzbares Betriebssystem sein, das ich mir aber noch selbst einrichten kann.

Ich gucke es mir mal an, danke.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: mihodo am 14. März 2013, 23:19:24
Wieso gehst du denn nicht hin und installierst nur das Grundsystem? Du kannst doch bei einer Debian oder Ubuntu wunderbar das was du noch haben willst per APT installieren. Ich würde sowieso eine Ubuntu nehmen da dort mehr Quellen verfügbar sind und auch die Treiberunterstützung besser ist!

Lg
Titel: Re: Debian
Beitrag von: Takeshi am 14. März 2013, 23:36:31
Zitat von: mihodo am 14. März 2013, 23:19:24
Wieso gehst du denn nicht hin und installierst nur das Grundsystem?

Weil der ganze Mist eigentlich immer direkt mitinstalliert wird und ich es gar nicht abwählen kann. Und wenn ich es kann, ist es ja meistens sehr undurchsichtig gestaltet durch die ganzen Abhängigkeiten. Es ist kein großes Problem ein Programm hinzuzufügen, da werden alle abhängigen Pakete mitinstalliert. Aber wenn ich ein Programm rausschmeiße, werden (so denke ich mal) die ganzen anderen abhängigen Programmteile weiterhin installiert.

Auf Ubuntu hab ich eigentlich keinen Bock wegen dem Desktop, der ist grauenhaft. Deshalb hab ich meistens von Ubuntu abstammende Distributionen verwendet. Die ganze paketquellenkiste ist eh so eine Sache, aber das ist ein grundsätzliches Ding, was mich an Linux etwas stört. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: mihodo am 15. März 2013, 00:44:54
Ok. Ubuntu ist mein Favorit da ich Gnom nur geil finde aber es gibt auch kubuntu das ist die KDE Oberfläche. Das mit den Abhängigkeiten wird aber durch das APT eigentlich geregelt. Du Must die netinstall Variante nehmen und da kannst du auswählen ob nur das Grundsystem oder auch der Desktop installiert wird.

Klar wenn Du da den Desktop auswählst bekommst du allerhand direkt mit drauf gepackt. Deshalb auch der Umweg über APT. Bei der Variante wird Office und so ein Zeug nicht mit installiert. Das Paket der Oberfläche wird mit allen Abhängigkeiten installiert die zum betrieb notwendig sind und nicht mehr.

Ich finde es klasse mit der paketinstallation in der Shell da man sich so ein schlankes System bauen kann was nur das hat was man will. Ich benutze die Denian hauptsächlich für Dienste wie Proxy, Datenbank oder Webserver.

Ruf dir doch maln die Manual Page auf und Schau es dir mal an. Klar mit klicken ist da nicht aber dafür dein System nur ein Bruchteil der von dir angesprochenen 5GB.

> man apt

LG

Michael
Titel: Re: Debian
Beitrag von: Takeshi am 15. März 2013, 14:51:12
KDE finde ich noch grauenhafter. Das alte Gnome war okay, aber ist halt alt. Deshalb nutze ich meistens Xfce, Lxde oder sowas.

Ich hab Debian mal per Netinstall installiert und daraufhin wurde aller mögliche Scheiß automatisch mitinstalliert.

Mal sehen, wann ich wieder Zeit dafür hab. Erst mal sowieso nicht.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: Takeshi am 12. Juli 2013, 23:32:29
Zitat von: Takeshi am 15. März 2013, 14:51:12
KDE finde ich noch grauenhafter. Das alte Gnome war okay, aber ist halt alt. Deshalb nutze ich meistens Xfce, Lxde oder sowas.

Jetzt wird es ganz lustig. Nun wollte ich auf meinem "Laptop-Server" doch von XP auf Linux wechseln und hab mir fast Mint mit Gnome drauf installiert. Aber ich dachte, ich probier einfach doch noch mal eben schnell KDE (Kubuntu) aus, warum auch immer. Jetzt bin ich von KDE auf einmal hellauf begeistert. Das kann so vieles, was ich sonst immer vermisst hab, auch bei Windows. Und es wirkt viel ausgereifter als Gnome, Xfce oder LXDE, da passt optisch alles zusammen, alles funktioniert richtig, ich stolper nicht nach wenigen Minuten über fehlende Übersetzungen, ... ein fertiges Betriebssystem. Es hat auch endlich das, was ich mir schon so lange bei Linux gewünscht hab: Eine programmverwaltung (neben der Paketverwaltung). Da tauchen dann nicht die einzelnen Pakete von allen Programme auf, wodurch ich bei der Suche total den Überblick verliere, was ja auch kein Schwein interessiert. Da taucht dann jedes Programm auf und fertig, der Rest ist im Hintergrund. Wenn ich eine Datei mit einem Programm öffnen will, dann bekomme ich nicht eine unsortierte Liste mit allen installierten Pakete, so dass ich die Datei auch mit der Uhr oder "Desktop anzeigen" öffnen kann, es taucht die Liste des Starmenüs auf. Da finde ich dann schnell das, was ich suche.

Das alles hilft mir zwar noch nicht bei Programmen, die es unter Linux nicht gibt, aber das ist hier sowieso erst mal egal.

Hätte ich nie gedacht, aber eins ist sicher, auf meinen Zweitlaptop kommt Kubuntu LTS drauf :woohoo
Titel: Re: Debian
Beitrag von: grave_digga am 13. Juli 2013, 07:36:31
Auf meinen Desktops bleibt vorerst noch W7 drauf, das hab ich schließlich bezahlt und dann wird es auch genutzt. Das nächste OS könnte aber auch ein Linux sein, mittlerweile sind die echt brauchbar.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: Takeshi am 13. Juli 2013, 10:36:16
Was ich auf meinen Rechnern mache, die wirklich produktiv genutzt werden, weiß ich noch nicht. Vorerst bleibt da XP drauf, zur Not liegt Windows 7 in der Schublade. Ist zwar nicht bezahlt, aber original.

Das ist jetzt nur für einen Laptop, der rund um die Uhr läuft und mit dem ich nichts weiter mache als Up- und Downloads laufen zu lassen oder vielleicht mal kurz den Browser aufzurufen, wenn gerade kein Rechner an ist. Deshalb wäre da die Wahl des Linux auch ziemlich egal, aber ich nehme natürlich trotzdem mal das (für mich) beste, wobei mir da die Entscheidung zuletzt sehr schwer gefallen ist.

Ursprünglich sollte auf dem Laptop auch XP laufen, nur das zog irgendwie keinerlei Updates (ganz schlecht) und deshalb wollte ich auf Windows 7 wechseln. Aber die ganze NSA-Geschichte hab ich dann mal zum Anlass genommen dort doch auf Linux umzusteigen. Das betrachte ich dann auch als Einstieg in den Umstieg.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: grave_digga am 13. Juli 2013, 10:48:13
Ich glaube die NSA Sache war weniger auf das OS bezogen sondern auf so Sachen wie Hotmail und Outlook usw..
Titel: Re: Debian
Beitrag von: Takeshi am 13. Juli 2013, 10:58:33
Ja trotzdem, ist mir alles zu bunt. Zu Linux muss ich sowieso irgendwann, weil Windows 8 und Blue einfach unbrauchbar ist und ich keine Chance sehe, dass sich das bessert. Und ein Open Source Betriebssystem bedeutet auch immer ein Zugewinn an Sicherheit.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: grave_digga am 13. Juli 2013, 11:08:18
Klar, Bock habe ich auf Linux auch, das Problem das ich eher habe ist das ich so 3-4 Programme habe an die ich mich sooo gewöhnt habe das ich sie nicht mehr missen möchte. Wobei die dann evtl. unter Wine auch laufen würden.
Titel: Re: Debian
Beitrag von: Takeshi am 13. Juli 2013, 11:15:06
Ja das habe ich ja auch. Das hält mich generell vom Umstieg ab. Deshalb vollziehe ich den Umstieg erst mal an einem Rechner, bei dem das keine große Rolle spielt. Lustigerweise war µTorrent eines der Programme, an die ich mich gewöhnt habe, das es nicht für Linux gibt und das ich brauche. Aber da steige ich auf ein anderes Programm um.

Für den alltäglichen Einsatz gibt es bei mir aber weit über 10 Programme, für die ich spontan keine Alternative finde. Und Wine ist auch nicht die ultimative Lösung. Das war mir schon für µTorrent zu blöd.