habe mal verschiedene lötstationen angeschaut und da lese ich immer wider für bleifreies löten
und für bleihaltiges löten
genauso wie bei den lötspitzen die man kaufen kann
einmal für bleihaltig und einmal für bleifrei
wo ist da denn der unterschied?
Hab mal gehört füt bleifreies Löten braucht man eine stabilere Temperatur. Damit könnte es zusammenhängen. Ich würde jedenfalls für bleifreies Löten kaufen, bleihaltig kannst du trotzdem löten.
Das kann teilweise auch nur Marketing sein. Bei manchen LNBs (SAT-Empfang) steht "HDTV-fähig" drauf, dabei hat das LNB absolut nichts mit den Daten zu tun, weshalb der Hinweis Blödsinn ist. Das könnte hier mit bleifrei auch sein, zum Beispiel bei den Spitzen. Denke nicht, dass da Blei drin ist und das rauskommt.
War das nicht so das für bleihaltiges Lot Kupfer in den Spitzen sein musste? Ich hab mir da ehrlich gesagt noch nie drüber Gedanken gemacht, wenn man eine einigermaßen brauchbare Lötstation hat kann man damit eigentlich (fast) alles löten.
mmh, dachte mir eigentlich auch das dies eine verarsche ist, wie beim hd ready und so
aber jetzt wo grave digga da was von dem material geschrieben hat, habe ich mir gedanken gemacht
muss nochmal genau nachforschen
kann schon was dran sein
Hintergrund für die Unterscheidung soll sein:
-höhere Temperatur für bleifreies Lötzinn erforderlich
-geringeres Temperaturfenster zwischen der "gut zum Löten"- und "zu heiß fürs Bauteil"-Temperatur, weswegen eine schnelle und genaue Temperaturnachführung erforderlich ist
-Bleifreies Lötzinn reagiert aggressiver auf die Spitzen bzw. das Spitzenschonende Blei fehlt, dadurch geringere Standzeit der "normalen" Lötspitzen
Ich habe zu wenig Erfahrung mit Bleifreiem Löten. Ich weiß nur: Stationen sind teurer, Lötspitzen sind teurer, Lötzinn ist teurer. Ich löte meine wenigen Sachen deswegen mit Bleihaltigem Lot.
Jede billige Stataion schafft 400°C, die man eigentlich schon nicht nutzen sollte. An der maximalen Temperatur liegt das sicher nicht.
Doch!
? Bleifreies Lot schmilz bei 220°, das schafft jeder 0815 Lötkolben.
Das "Problem" ist dabei die Temperaturnachführung. Wenn du auf 220C stellst und den Kolben an den Punkt hältst, absorbiert das die Hitze. Jetzt muss der Kolben nachregeln, und dass relativ schnell. Wenn er das nicht tut werden die Bauteile ggf. zu lange der Hitze ausgesetzt. Alternativ regelst du den Kolben von vorn herein höher um den Temperaturverlust auszugleichen. Das könnte aber wiederum bei einigen Teilen zu viel des guten sein und du brätst das Bauteil kaputt.
Also ich stell immer so auf 300°, damit komm ich am besten zurecht.
ich könnte mir vorstellen das es z.b. an den themperatuschwankungen liegt
da man ja bei bleifreiem schon sehr genau seien muss
um eben bauteile nicht zu verheitzen
und eben das es was mit den lötspitzen zu tu hat
da durch den kontakt von 2 metallen eine reaktion stattfinden kann
wenn diese sich nicht vertragen
und somit dann die lötung scheiße ist und schneller vergammelt
werde aber morgen mal bei einem techniker anrufen, weil mich das doch jetzt wirklich interessiert
da ich mir in kürze eine gescheite lötausrüstung zulegen möchte
Zitat von: DoggyDog am 27. November 2012, 21:29:09
Das "Problem" ist dabei die Temperaturnachführung.
Mooooment. Du sagst im ersten Punkt die Temperatur schafft der Lötkolben sonst nicht, dem ich widerspreche und dannsagst du, die Temepratur kontakt zu halten wäre das Problem (wie vorher im zweiten Punkt, was ich ja schon vorher angesprochen hab), aber das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
Und das ist der einzige Punkt, von dem ich weiß, dass die temperatur bei bleifreiem Zinn besser gehalten werden muss. Dafür braucht der Lötkolben ordentlich Power, aber das ist generell nicht schlecht, ob bleihaltig oder nicht. Das hängt ja auch davon ab, was gelötet wird, ob kleine SMD Bauteile an noch kleineren Leiterbahnen, oder ein dicker Kühlkörper an einer noch dickeren Massefläche.
so, ich habe jetzt mit der ayoue technik telefoniert
oder zumindest hat sich die dame dafür ausgegeben
zum ersten sind die bleihaltigen stationen bei bleihaltigem lot mit vorsicht zu behandeln
eben wegen den themeraturschwankungen, die anlagen für bleifreies lot sind genauer und konstanter
( lt. techniker )
das nächste und vorallem das wichtigste bei der ganzen geschichte ist, man kann beide anlagen für beides benutzen, das ist kein problem
man muss nur unbedingt die lötspitzen tauschen und sollte dies auch wirklich getrennt benutzen
da sich angeblich die beiden lot arten schlecht miteinander legiren lassen
und sich nicht richtig verbinden
das kann auch ein grund sein warum man immer wieder im netz liest das nach einem reballing die konsole
gerdade mal 6 monate gehalten hat :)
hier, das habe ich mir jetzt mal gegönnt ;D
http://www.aoyue.de/product_info.php/info/p2950_AOYUE-2702A--RepairingStation-bleifreie-Hei-luftloetstation-Entloeten.html (http://www.aoyue.de/product_info.php/info/p2950_AOYUE-2702A--RepairingStation-bleifreie-Hei-luftloetstation-Entloeten.html)
Zitat von: Hellraiser am 28. November 2012, 10:53:45
so, ich habe jetzt mit der ayoue technik telefoniert
Da hast du ja die Kompetenz persönlich gefragt ;D
Zitat von: Hellraiser am 28. November 2012, 10:53:45
da sich angeblich die beiden lot arten schlecht miteinander legiren lassen
und sich nicht richtig verbinden
Das hab ich auch schon gehört, kann das absolut nicht bestätigen. Wenn ich BGAs mit bleifreiem Zinn hab und da bleihaltiges Zinn hinzugebe, verbindet sich das wunderbar.
Zitat von: Hellraiser am 28. November 2012, 10:53:45
das kann auch ein grund sein warum man immer wieder im netz liest das nach einem reballing die konsole
gerdade mal 6 monate gehalten hat :)
Warum das? Ich entferne vorher das bleihaltige Zinn durch Schwerkraft, hau dann bleihaltiges Zinn drauf (senkt den Schmelzpunkt zum Entlöten, schont die Kontakte), entferne das Gemisch dann komplett (Entlötlitze) und zum Schluss kommen die Kugeln drauf. Ich denke da ist nicht mehr viel bleifreies Zinn übrig, der Bleigehalt im Zinn ist höchstens um ein oder zwei Prozent geringer als sonst.
Und ich denke so ähnlich machen das andere auch.
ja, wenn du und andere die das können so machen
habe aber schon oft, wirklich oft gelesen
das nach dem reballing die konsolen gerade mal ein halbes jahr gehalten hatte
kann der selbe defekt sein durch schlechtes reballen oder ein anderer defekt
es ist nur verdächtig das es so viele sind
wegen dem legieren,
mag schon sein das es sich wunderbar mischen lässt
hab ich auch schon oft festgestellt und konnte es so auch nicht nachvollziehen
das hat aber eher was mit der chemie zu tun
weis jetzt nicht was die genauen bestandteile derern beiden lotarten sind
aber hier mal ein beispiel aus dem blech handwerk
wenn man z.b. 2 verschieden metalle zusammenbringt kann es zur kontaktkorrossion kommen
z.b. moderne kfz-motoren bestehen aus aluminium aber der zylinderkopf wird auf dem motorblock mit stahlschrauben festgeschraubt
diese schrauben müssen beschichtet sein, da sich das alu mit dem stahl nicht vertragen
das metall was unedler von beiden ist fängt an zu oxidieren und in dem fall ist es das alu
alu ist unedler als stahl
beispiel porsche
porsche hatte früher feuerverzinkte karossen
das war toll, angeblich waren die dinger rostfrei
ich hatte mal einen zum restaurieren aus der schweitz
als ich das schöne teil zerlegt hatte musste ich feststellen das die zinkbeschichtung noch da war
aber das blech drunter war völlig zerlöchert
das nächste ist,
es gibt ja kupfer und aluhämmer für den blechnerbereich
man soll aber nicht mit diesen das eigentliche blech bearbeiten
da du mit dem kupferhammer leine kupferpartikel ind das blech schlägst und somit kontaktkorossion verursachst
es gibt auch interkristalline korrosion und noch einige sachen mehr die durch das legieren hervorgerufen werden
schlecht legieren heist nicht die optische verbindung beider stoffe
sondern das die sachen auch zusammenpassen
und ich denke das ist hier der fall
kann sein das die lotlegierung nach einiger zeit zerfällt und irgendwie vergammelt
müsste ich aber noch genauer nachforschen um es richtig erkären zu können
aber das oberflächliche wissen reicht für den moment :)
Ja stimmt, das hatte ich auch mal gehört, aber schon wieder total vergessen. Nur komisch ist, es ist ja beides ziemlich ähnlich, in dem Einen ist nur Blei und in dem Anderen nicht. Und soweit ich weiß, kann man bleifreie Kontakte auch bleihaltig löten, nur das Vermischen vom Zinn soll schlecht sein - was ich wie gesagt nicht ganz nachvollziehen kann. Aber da könnte man sich in der Tat mal erkundigen, ist ein interessanter Ansatz.
Dass Konsolen nach dem Reballing nicht lange halten, hab ich auch schon gehört.
warscheinlich nicht sauber gearbeitet
wenn ich mir den konsoledepp auf ebay so anschaue
dann wundert es mich nicht das die nach dem reballen nicht lange halten
wegen dem lot schau ich mal nach, interesannte sache
Zitat von: Takeshi am 27. November 2012, 22:36:44
Mooooment. Du sagst im ersten Punkt die Temperatur schafft der Lötkolben sonst nicht, ...
Wo habe ich das bitte behauptet :???
Na hier:
Zitat von: DoggyDog am 27. November 2012, 18:36:52
-höhere Temperatur für bleifreies Lötzinn erforderlich
Zitat von: Takeshi am 27. November 2012, 19:43:16
Jede billige Station schafft 400°C, die man eigentlich schon nicht nutzen sollte. An der maximalen Temperatur liegt das sicher nicht.
Zitat von: DoggyDog am 27. November 2012, 21:05:00
Doch!
:D
:-*
http://www.youtube.com/v/w4aLThuU008?version=2&hl=de_DE
hahhaha
http://www.youtube.com/watch?v=isfha6hujG0 (http://www.youtube.com/watch?v=isfha6hujG0)