Irgendwie beißen sich ja alle an den AKWs fest. Gab letztens ne recht gute Sendung dazu.
Ich hab das Gefühl (mal wieder) die Leute sind alle total blöd o_O Die Diskussionen sind so ... frei von realitätsnahen Argumenten.
Angeblich wird 50% des Stroms mit Kohlekraftwerken produziert, glaub 20% mit AKWs. Die Diskussion geht ausschließlich um die AKWs. Ist ja alles so~ gefährlich. Häufig wird als "Beweis" Tschernobyl genannt. Man muss ja schon ziemlich schlecht informiert sein, um das mit unseren Kraftwerken zu vergleichen. Und das ist schlecht, wenn man da ganz groß mitreden will. Mir scheints so, als wenn nicht nur die großen Stromkonzerne Meinungsmache betreiben, sondern auch die Gegner. Der Unterschied ist nur der, dass die AKW Betreiber wissen, wovon sie reden.
Also für die, die es nicht wissen: Es gibt zwei grundlegend verschiedene Arten von AKWs. In beiden Typen werden Atome durch Beschuss von Neutronen gespalten, dabei werden neue Neutronen frei. Diese sind zu schnell, um andere Atome zu spalten. Ein "Moderator" verlangsamt diese und eine Kettenreaktion findet statt.
Bei dem in Tschernobyl dienen eingefahrende Stäbe als Moderator, in unseren das gleichzeitig zur Kühlung verwendete Wasser. In Tschernobyl hat man die Stäbe zu Testzwecken zu weit rein gefahren, die Kernreaktion wurde zu stark. Bei unseren Krafwerken würde das Wasser so heiß werden, dass es verdunstet. Der Moderator wäre weg, die Kettenreaktion würde aufhören.
Selbst wenn man wöllte, könnte man also das Ereignis bei uns gar nicht wiederholen! Aber das verraten die Ökofuzzis natürlich gar nicht gern, wäre ja ein Argument weg.
Aber was ich noch viel schlimmer finde: Von den Kohlekraftwerken spricht keiner! Das ganze CO2 kommt doch größtenteils aus den Kohlekraftwerken. Das CO2 ist doch so schlimm, aber wenns drum geht, wird das unter den Tisch gekehrt.
Klar, Atomkraft ist nicht so toll, wie man damals dachte. Der Atommüll wird eher uns in hunderten Jahren gefährlich (was nicht heißt, dass es egal ist), das CO2 könnte uns aber in den nächsten Jahrzehnten unangenehm werden. Angesichts dieser Tatsache kann ich vorallem die Umweltvertreter echt nicht verstehen, dass die nichts, echt GAR NICHTS zu den Kohlekraftwerken sagen.
Würden wir jetzt AKWs abschalten, müssten wir eventuell Energie aus dem Ausland kaufen (die eventuell mit den unsicheren Kraftwerken produziert wird), oder wir müssten Kohlekraftwerke bauen. Diese hätten aber ne Laufzeit von 40 Jahren (Aussage in der Sendung, der auch nicht widersprochen wurde).
Ich verstehs einfach nicht. Naja, musste ich mal los werden ;D
Die haben doch alle den arsch offen
wir brauchen ernergie der bedarf steigt ja auch
akw`s sind viel säuberer als kohlewerke
bei der politik geht es nur ums geld
da jeder politiker vorstand in einem konzernist und versucht die kohle in den eigenen
konzern zu steuern
um das geht es bei der politik und um mehr nicht
AKWs sind sauberer als Kohlekraftwerke, das stimmt. Ich mein ich kann die generelle Diskussion um AKWs ja verstehen, dass sie die zwingend notwendigen grünen Energieträger unterdrücken. Das aber nur auf AKWs zu reduzieren ist doch leicht beschränkt, da die Kohle mindestens genau so schlecht ist, vorallem da es imo ja ums CO2 geht.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Umwelttypen von den Grünen usw. nur aufs Geld aus sind und in irgend nem Vorstand von irgendeinem Konzern sitzen. Aber okay, anders könnte man sich das auch nicht erklären, außer mit "die sind dumm".
was meinst du wer hinter den demonstrationen steckt wenn wieder ein kastortransport rollt?
natürlich die energiekonzerne stacheln das ganze an
hinterher kommt dann die transporte sind gefählich und teurer durch die demos es wird mehr sicherheitspersonal benötigt und blabla
das ende vom lied ist das sie den strompreis teurer machen
das ganze wird in den medien hochgepusht um alls teurer zu machen
Ich kann hier halt nur aus Schweizer Perspektive reden, aber die Situation ist ja sehr ähnlich.
Mich stört an der Energiediskussion hauptsächlich, dass man irgendwo aussteigen will und auf andere Energien umstellen will, jedoch will gleichzeitig auch niemand irgendwo Windräder in der Landschaft stehen haben, niemand will etwas mehr für Solarstrom bezahlen, niemand will mehr Wasserkraftwerke, denn dabei würde ja wertvolle Natur zerstört. Aus der Atomkraft aussteigen will man aber trotzdem.
Irgendwo muss einfach ein Opfer gebracht werden, denn der Energiebedarf steigt. Hier wird meiner Meinung nach auch zu wenig Gegensteuer gegeben, Strom sparen muss attraktiver sein als es im Moment ist. Oder meinetwegen der Strom halt etwas mehr Kosten, aber dieses Geld müsste dann auch in erneuerbare Energien investiert werden.
Ich bezeichne mich zwar als links-grün, aber hier finde ich definitiv dass man halt etwas Umwelt "zerstören" muss. Man kann einfach schauen, dass man die am wenigsten "schlimme" Variante wählt. Ich bin definitiv für einen Ausstieg aus der Atomkraft, denn dieser Müll ist bereits heute ein grosses Problem und wir sollten nicht noch mehr davon anhäufen. Ich denke, es braucht halt das eine oder andere Wasserkraftwerk mehr (für welche wir in der Schweiz auch optimales Gelände haben), aber das will niemand, aber weniger Strom brauchen will auch niemand. Viel "grüner" als Wasserkraft geht's derzeit ohnehin nicht. Und ab einem gewissen Punkt muss man sowohl Bevölkerungswachstum als auch den steigenden Pro-Kopf-Verbrauch zu stoppen versuchen, ich finde das wird in diesem Zusammenhang viel zu wenig erwähnt.
Bei uns im Moment eine Diskussion betreffend dem Bau eines Atommüllendlagers im Gange. Auch hier wieder, niemand will das bei sich stehen haben (obwohl das Material bei fachgerechter Entsorgung für die Bevölkerung unbedenklich ist), aber doch wollten alle diesen Atomstrom. Jetzt muss man halt auch Verantwortung übernehmen, mich würde so ein Endlager in der Nähe ehrlich gesagt nicht stören (zurzeit lagert noch alles an der Oberfläche in Zwischenlagern). Ich finde es viel schlimmer, das Zeugs im Ausland einzulagern, dass es teilweise auch in zweifelhalfte Hände kommt. Man denke an die 3.Weltländer die wir bezahlen dass sie unseren Müll nehmen, aber der liegt dann einfach offen rum.
Im Endeffekt läuft es einfach darauf hinaus, dass es nicht ganz ohne Opfer geht. Das scheint allerdings niemand wahrhaben zu wollen.
Zitat von: sBastiZH am 05. September 2010, 16:03:04
Mich stört an der Energiediskussion hauptsächlich, dass man irgendwo aussteigen will und auf andere Energien umstellen will, jedoch will gleichzeitig auch niemand irgendwo Windräder in der Landschaft stehen haben, niemand will etwas mehr für Solarstrom bezahlen, niemand will mehr Wasserkraftwerke, denn dabei würde ja wertvolle Natur zerstört. Aus der Atomkraft aussteigen will man aber trotzdem.
Jap, genau das find ich auch lächerlich, vorallem von den Grünen. Da soll ein Windpark entstehen, wo irgend ne Vogelart beheimatet ist und schon geht die Demo los. Regenerative Energien sind doch fast nirgendwo realisierbar, ohne irgendwas zu verändern. Aber Hauptsache einfach mal dagegen sein.
Zitat von: sBastiZH am 05. September 2010, 16:03:04
Hier wird meiner Meinung nach auch zu wenig Gegensteuer gegeben, Strom sparen muss attraktiver sein als es im Moment ist. Oder meinetwegen der Strom halt etwas mehr Kosten, aber dieses Geld müsste dann auch in erneuerbare Energien investiert werden.
Genau dieser Punkt wurde in der besagten Sendung auch angesprochen.
(War btw. die einzige Person, die meiner Meinung nach realistisch war und auch für den Ausstieg und für grüne Energie, aber trotzdem von "Umwelt-Leuten" angegriffen wurde ;D)
Da liegt nämlich das Problem. Es gibt viele Möglichkeiten Energie zu sparen, es gibt genug Konzepte für Energieneutrale Gebäude. Aber wenn die Leute Energie sparen, dann sparen sie auch Geld und geben das wieder für Energie aus. Und deshalb finde ich auch, Strom sollte mehr kosten, wenn gleichzeitig das Geld in regenerative Energien gesteckt wird. Dazu eignen sich Steuern ja wunderbar. Ist zwar der Staat wieder das Arschloch, aber anders kommt man den Leuten ja nicht bei.
Zitat von: sBastiZH am 05. September 2010, 16:03:04
Ich bin definitiv für einen Ausstieg aus der Atomkraft, denn dieser Müll ist bereits heute ein grosses Problem und wir sollten nicht noch mehr davon anhäufen.
Für den Ausstieg bin ich auch, denn Atomkraft ist eine fossile Energie wie Kohle und Öl auch (weiß nur kaum einer). Mal ganz abgesehen von dem Atommüll. Allerdings sollte der Ausstieg nicht um jeden Preis übers Knie gebrochen werden. Wir haben Jahrzehnte Atommüll angesammelt, da machens weitere 10 Jahre auch nicht mehr sonderlich.
Wichtig ist aber, dass wir das nicht den Energiekonzernen überlassen. Denn die produzieren Strom "für Lau", verkaufen den teuer und wir dürfen am Ende noch für die Lagerung geradestehen (die Konzerne sicherlich nicht). Für die gibts absolut keinen Anreiz dafür auszusteigen und umzusteigen, also muss die Politik das machen.
Zitat von: sBastiZH am 05. September 2010, 16:03:04
Und ab einem gewissen Punkt muss man [...] den steigenden Pro-Kopf-Verbrauch zu stoppen versuchen, ich finde das wird in diesem Zusammenhang viel zu wenig erwähnt.
[sarkasmus]
Das ist mit dem Verbot der 100W Birne und dem Umstieg auf Energiesparlampen ja bereits geschehen.
[/sarkasmus]
Zitat von: sBastiZH am 05. September 2010, 16:03:04
Ich finde es viel schlimmer, das Zeugs im Ausland einzulagern, dass es teilweise auch in zweifelhalfte Hände kommt. Man denke an die 3.Weltländer die wir bezahlen dass sie unseren Müll nehmen, aber der liegt dann einfach offen rum.
Allerdings, gleiches wie bei den AKWs selbst. In anderen Ländern wird das Zeug für wenig Geld entgegen genonnemn, die kippens in einen Fluss, der Scheiß fließt in unsere Gewässer oder wir beziehen Nahrungsmittel von denen und haben den Mist wieder an der Backe.
Dass unser Müll bei denen rumliegt wär ja noch nichtmal ganz so schlimm. Den ganzen Schrott verbrennen die da ja auch noch offen, das geht alles so in die Luft und das merken irgendwann auch wir. Wir haben ja nicht unser eigenes Klima.
Zitat von: sBastiZH am 05. September 2010, 16:03:04
Im Endeffekt läuft es einfach darauf hinaus, dass es nicht ganz ohne Opfer geht. Das scheint allerdings niemand wahrhaben zu wollen.
Jap, das stimmt. Und bis die Leute das verstanden haben, ist es "zu spät". Ich mein es muss eigentlich sehr sehr viel passieren, da wir ja von wenigen großen auf viele kleine "Kraftwerke" umsteigen müssen. Es muss daher das Netz aus/umgebaut werden, neue Gebäude müssen passend dafür geplant und umgesetzt werden, damit wir in 10 oder 20 Jahren auch genug davon haben. Es müssten Energiespeicher installiert werden, eine Vielzahl an Techniken zur Energiegewinnung erforscht, marktreif gemacht und installiert werden, usw ...
Und wenn wir weiter so pennen, sind ist nicht nur unsere Energieversorgung gefährdet, wir verlieren einen weiteren Markt an China und Indien.
ich seh das mit den AKW's so: ich möchte nicht neben nem Atommüllendlager wohnen und mir tun auch ganz ehrlich die Bewohner rund um Asse richtig leid
Ich möchte es auch nicht, aber das ist eine Fehleinschätzung der Gefahr. Die meisten Menschen haben mehr Angst vor dem Fliegen, als vor dem Autofahren, Zugfahren oder sowas, obwohl es beim Fliegen die wenigsten Unfälle und die wenigsten Toten gibt.
Also ich finde der Ausstieg aus der Atomenergie ist zwingend notwendig. Der Strom wäre vermutlich teurer als jeder anders erzeugte Strom, wenn man die Kosten für die Lagerung miteinbeziehen würde.
Allerdings geht der Ausstieg logischerweise nicht von heute auf morgen. Was in Sachen Umwelt von der Politik getan wird ist halt immer übers Knie gebrochen.
Die Förderungen für Solarstrom waren anfangs zu hoch, aber die drastischen Einschnitte die Urplötzlich kamen gefährden dann einen ganzen Industriezweig.
Man müsste auf einen Mix aus Wasser-, Wind- und Solarstrom umsteigen, dann wäre auch immer etwas zur Produktion von Strom da.
Und mit Solarstrom verändert man nichts in der Natur, wenn man erstmal alle Dächer mit Modulen vollmacht.
Was ich viel bedenklicher finde ist, dass dritte Welt Länder erst mit Atomstrom anfangen. Da fühl ich mich bei unseren heimischen AKWs ja noch eher sicher.
Und wenn ihr weniger Strom verbrauchen wollt, dann kauft euch ne Slim Line zum zocken! ;D
Das Problem ist, steigen wir aus dem Atomstrom aus, haben wir weniger Strom, brauchen aber mehr, importieren den also aus dem Ausland - aus Atomkraftwerken. Wenn man sein Gewissen mit Biegen und Brechen beruhigen will ne tolle Sache. Wenn mans ernsthaft angeht, nicht so der Bringer.
Solarenergie ist aber auch kein Allheilmittel für untere Probleme. Aber das muss es auch nicht. Ich hör ständig Solarenergie könnte nur 25% des Energiebedarfs decken, Windenergie auch nur so und so viel Prozent usw. ... ja super, dann haben wir ja schonmal einiges zusammen. Wir müssen uns ja nicht auf eines festlegen.
Über Solarstrom hab ich aber letztens auch was interessantes gehört. Und zwar will man dazu kein Silizium mehr verwenden, sondern Spinat :D Die Zellen vom Spinat erzeugen ja auch in der Natur Energie aus der Sonne, das will man irgendwie übernehmen und das soll die Energiedichte steigern. Naja, mal sehen.
Sich ne neue Konsole zu kaufen, um was für die Umwelt zu tun ist Quatsch. Bei der Herstellung der Konsole wird so viel Energie verbraucht und durch andere Schadstoffe die Umwelt belastet, das rechnet sich nicht. Auf dem Konto rechnet sich das auch nicht, denn bis man den Preis wieder drin hat, dauerts ewig.
Auf eine Sache kann man sich auch schlecht festlegen. Legst du dich auf Solar fest, was machst du dann nachts. Legst du dich auf Wind fest, was machst du bei Windstille? Und Wasser alleine reicht nicht aus. Aber als Strommix sollte es irgendwann vielleicht mal reichen. Die alternativen Energien werden auch immer effizienter. während Solarzellen früher Wirkungsgrade von ein paar Prozenten hatten gibts heute schon Standardzellen mit 16-18% Wirkungsgrad.
Was auch eine sehr interressante Technologie ist sind Osmosekraftwerke, kann man halt nur an wenigen Stellen einsetzen.
Ich für meinen Teil hab meine Photovoltaikanlage Freitag vor einer Woche in Betrieb genommen und produziere wenigstens die Hälfte des Stromes den ich verbrauche. Für mehr reicht mein Dach nicht aus :-[.
Aber wenn man erstmal die bestehenden Häuserdächer voll machen würde, dann müssten auch nicht riesige Solarfelder aus dem Boden gestampft werden und so wieder in die Umwelt eigegriffen werden.
Zitat von: Takeshi am 06. September 2010, 17:15:26
Sich ne neue Konsole zu kaufen, um was für die Umwelt zu tun ist Quatsch. Bei der Herstellung der Konsole wird so viel Energie verbraucht und durch andere Schadstoffe die Umwelt belastet, das rechnet sich nicht. Auf dem Konto rechnet sich das auch nicht, denn bis man den Preis wieder drin hat, dauerts ewig.
war ja auch nicht ganz ernst gemeint :ironie
Ich mein die hatten letztens irgendwo gebracht, es gäbe Ideen, wie man die Effizienz von Solarzellen auf 60 bis 70% prügeln könnte. Das bringt einen aber auch nur bedingt weiter. Damit kann man halt mit weniger Geld und mit weniger Fläche genau so viel Stromk erzeugen, aber nachts oder bei schlechtem Wetter steht man trotzdem da. Und da muss man dann andere Energieträger haben, die eventuell auch dann Strom produzieren, wenn man Solarenergie nutzen kann. Dann wärs natürlich "doof" den Solarstrom so weit auszubauen, dass man tagsüber davon leben kann, aber andere Stromquellen nicht nutzt.
Da könnten aber Energiespeicher ganz gute Dienste erweisen. Die werden zwar immer als riesen Problem angegeben, aber ich denke da gibts doch sicher Möglichkeiten...
Ich denke da an das Ölproblem. Das kann man ja so leicht nicht ersetzen. Aber es gibt ja sicher einige Verfahren, wie man (mit viel Energie) Energieträger herstellen kann, wie z.B. Wasserstoff. Ich weiß ja nicht, wie die Wasserstoffproduktion so abläuft, aber da könnte ich mir gut vorstellen, dass man sich da gut nach der Sonne richten kann (Kohlekraftwerke hingegen müssen größtenteils konstant Energie erzeugen und können nicht mal eben für ein paar Stunden abgeschaltet werden, soweit ich weiß). Oder aus Biomasse Brennmaterial herstellen, das man dann irgendwo anders wieder verfeuert (wie z.B. nachts, wenn die Sonne nicht scheint in nem Kraftwerk).
Da fällt mir auch gerade das Thema Elektroauto ein. Heute wieder was gesehen, da meinte einer von RWE, wie toll Elektroautos doch wären. Ich finde sowieso die ganze Werbung für Elektroautos Schwachsinn. Klar, die könnte man auch aufladen, wenn die Sonne am meisten scheint (was sogar ökonomisch umsetzbar wär, tanken ist am Tag sau billig, nachts sau teuer), aber wir könnten nie genug Autos mit den nötigen Akkus bauen oô
Das wär also was für Vielfahrer wie ÖNVP, aber für die breite Masse nichts...
(man ich schweife ab...)
Zitat von: otisdriftwood am 06. September 2010, 19:34:00
Aber wenn man erstmal die bestehenden Häuserdächer voll machen würde, dann müssten auch nicht riesige Solarfelder aus dem Boden gestampft werden und so wieder in die Umwelt eigegriffen werden.
Das fände ich sogar nur bedingt sinnvoll, wenn man jetzt alles mit Solarzellen vollpflastert. Es wäre besser das nur teilweise zu machen und flächendeckend, wenn der Wirkungsgrad besser ist. So wäre das investierte Geld besser angelegt, man hätte aber schonmal einen Schritt in die Richtung gemacht.
Zitat von: otisdriftwood am 06. September 2010, 19:34:00
war ja auch nicht ganz ernst gemeint :ironie
Dass das jetzt nicht ganz so ernst gemeint war, dachte ich mir schon, dachte aber ein Funken Ernsthaftigkeit ist da schon drin, denn viele denken so ;)
Zitat von: Takeshi am 06. September 2010, 20:24:21
Ich mein die hatten letztens irgendwo gebracht, es gäbe Ideen, wie man die Effizienz von Solarzellen auf 60 bis 70% prügeln könnte. Das bringt einen aber auch nur bedingt weiter. Damit kann man halt mit weniger Geld und mit weniger Fläche genau so viel Stromk erzeugen, aber nachts oder bei schlechtem Wetter steht man trotzdem da. Und da muss man dann andere Energieträger haben, die eventuell auch dann Strom produzieren, wenn man Solarenergie nutzen kann. Dann wärs natürlich "doof" den Solarstrom so weit auszubauen, dass man tagsüber davon leben kann, aber andere Stromquellen nicht nutzt.
Ich glaub die Entwicklung wird eher zu den Dünnschichtmodulen hingehen, da die Herstellung einfacher und billiger ist als die normaler Zellen. Dünnschicht kann als Folie hergestellt werden.Hochleistungszellen finden ihre Anwendung ja eher im Bereich Raumfahrt.
Grad lief "odysso" auf EinsExtra und es ging um alternative Energien. Das Problem: Jeder will Öko-Energie, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür. Die Argumente dagegen waren echt haarsträubend.
Fall 1: Ein Wasserspeicher sollte auf einem Berg gebaut werden. An sich wäre man ja dafür, wenn es etwas bringen würde (lol). Aber es bringt nichts und deshalb wolle man auch mit keinem drüber reden. Das ist natürlich eine super Strategie.
Man unterstellt, dass das Wasserspeicherwerk für Atom- und Kohleenergie genutzt wird, denn davon hätte man ja mehr als man braucht. Da sagte einer echt, es wird mehr Energie durch Atomkraftwerke produziert, als man braucht, und den wolle man nun da speichern. Ne klar. Der hat wohl noch nie so weit gedacht, dass das Becken irgendwann voll ist und man dann nichts mehr speichern kann ;D Außerdem wird das ja zum Ausgleich zwischen Produktions- und Lastschwankungen genutzt, als Puffer. Selbst wenn das für Atomenergie genutzt werden würde, wäre es von Vorteil, da man die Energie so besser nutzen kann. Und das ist ja auch was.
Weiteres Argument: Man bräuchte 33 solcher Speicher in Deutschland, so viel könnte man gar nicht bauen, also baut man am besten gleich gar keins. Dass man am besten nicht nur auf eine Technik setzt, für ihn wohl zu schwer zu verstehen :<<
Letztes Argument: In Zukunft wird man sicher andere Technologien finden, durch die solche Speicher überflüssig werden. Genau! Wir warten einfach immer weiter auf die perfekte Technologie. Er hat vermutlich auch noch einen 486er mit Windows 3.11 und wartet auf den perfekten PC und das perfekte Windows.
Fall 2: Im Norden wird mehr Strom produziert als gebraucht, im Süden und Westen wird der Strom gebraucht. Damit er da hin kommt, braucht es neue Leitungen. Und: Demonstration!
Man befürchtet Elektrosmog, man höre auch jetzt schon ein Knistern im Ohr und das wird mit stärkeren leitungen sicher schlimmer LOL
Ein Mann bemerkt angeblich ein Kribbeln in den Fingern, wenn er den Spaten in den Boden rammt. Noch lächerlicher wird das, wenn man bedenkt, was die als nächstes fordern: Die Leitungen sollen unter der Erde verlegt werden. Das hilft bestimmt gegen das Kribbeln in den Fingern und gegen Elektrosmog sowieso.
Was passiert? Im Norden müssen Windkraftanlagen abgeschaltet werden, da der Strom, den sie produzieren, die Stromleitungen überlastet.
Echt schade, dass der Fortschritt in der Energieversorgung vorallem durch Dummheit der Bevölkerung behindert wird. Und natürlich sind die auch aus Prinzip bildungsresistent.
Super fand ich auch: Ja, wenn ich als Hobbyfotograf Bilder machen will, dann sieht das mit den Solaranlagen und Windrädern doch scheiße aus, das geht doch nicht! Erstens find ich klasse, dass die ihre Fotos über den Naturschutz stellen. Zweitens: Es liegt vielleicht im Sinne es Betrachters, was schön und was hässlich ist. Vielleicht bedarf es auch einfach ein wenig Offenheit gegenüber Veränderungen. Nicht alles, was man nicht gewohnt ist, ist hässlich. Ich mein alte Windmühlen aus Stein und Holz werden fotografiert, da so~ super toll. Warm nicht moderne Windkraftanlagen?
jaja diese Dorfpomeranzen die Freileitungen in die Erde legen wollen. Man kann ja nicht mal eben eine 380kV Freileitung unter die Erde buddeln, sondern dafür müssen Tunnelsysteme angelegt und die Leiterseile Gasisoliert werden, die kosten belaufen sich auf obere 8 stellige Summen pro Kilometer, aber zahlen will das dann natürlich wieder keiner.
Gut find ich auch wie so eine Gruppe Brandenburger Öko-Landeier sich unter eine 380kV Freileitung gestellt haben und Leuchtstoffröhren gen Leiterseile gestreckt haben. Die Röhren haben wegen der Felder natürlich angefangen schwach zu leuchten, das war deren Beweis für die Gesundheitsgefährdung durch "Elektrosmog". Erstens ist eine Gefahr/Gefährdung durch Elektrosmog NIE bewiesen worden, zweitens ist Elektrosmog nichts anderes als Elektromagnetische/Elektrische/Magnetische Felder und solange der Menschen Kapazitäten innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte ausgesetzt ist, ist auch keine Gefährdung zu erwarten.
Jap, der Elektrosmog ;D
Man sollte denen mal erzählen, dass die Erde ein Magnetfeld hat und aus dem All auch solche "Strahlung" kommt. Und wie du schon sagst, es ist nichts bewiesen.
Bewiesen ist, dass sich damit Moleküle ausrichten lassen, je nach Stärke der "Strahlung".
Witzig ist das ja auch mit den Handys. Ich glaube man bekommt sogar weniger Strahlung ab, wenn man mehr Sendemasten in der Umgebung hat. Denn um so stärker das Signal in der Luft ist, desto schwächer kann das Handy funken. Und da man das Handy ja immer am Körper hat, dürfte es das schon bringen.
das sind für mich Hypochonder die zuviel Freizeit haben. Oft behaupten die Verfechter der "Elektrosmog Theorie" auch "das Elektrosmog ungefährlich ist, wurde auch nicht bewiesen", na das nenne ich mal wissenschaftliche Beweisführung, "frische Bergluft atmen ist gefährlich, weil niemand die Ungefährlichkeit bewiesen hat". :lol
Großartig find ich auch die Leute die gegen den BBI-Flughafen protestieren (der neue Berliner Großflughafen). Ihre Argumente sind: Fluglärm, der Flughafen war zwar schon vorher da (ok nicht mit dem Passagieraufkommen, aber Nachtflugverbot wird gewährt), dann Verfall des Grundstückswertes, ach die wissen jetzt schon was ihr Grundstück später wert ist? das die Grundstücke in der nähe des Flughagen Tegel (der große internationale Flughafen im Norden Berlin) nach der Wende (also bevor die Stilllegung des Flughafens beschlossen wurde) die teuersten in der ganzen Region waren wird in keiner Weise erwähnt und auch das 50,000 Arbeitsplätze entstehen interessiert keinen.
Haha :D Das ist auch klasse mit dem Grundstückwert.
Und solche Menschen haben ja nichts mit Wissenschaft am Hut, mehr mit Terrorismus. Man will dagegen sein, aktiv werden, mit Gewalt gegen andere Meinungen vorgehen. Was interessiert da die Wissenschaft? Die Wissenschaft ist auch nicht bewiesen.
Edit: Ich würde gern mal wissen, wie viele von denen Rauchen und Alkohol trinken. Da ist es nämlich sogar bewiesen, dass es schädlich ist.
letztens sind die auch gegen die Flugrouten auf die Barrikaden gegangen, es kann ja nicht sei dass die Flugzeuge über dünn besiedeltes Land fliegen, viel besser wenn die Flugrouten über Berlin gehen :gruebel
[EDIT] oh nein du darfst jetzt bitte nicht mit logischen Argumenten kommen ;D
apropos Handystrahlung: Kennst du den Spinner Ulrich Weiner?
http://www.youtube.com/watch?v=VlMSjpyzL48
und wenn ich den Ösispinner dort reden höre kann ich auch nur lachen, "ein erhöhtes Krebsrisiko ist nachgewiesen", ich kann diesen Nachweis nicht finden, tut mir leid
Takeshi zu deinem AKW Kram, schau mal nach Japan dann weist du warum AKW´s gefährlicher sind als normale Kohlekraftwerke ;)
ich finde es nicht richtig diese Diskussion in diesem Moment auf dem Rücken der Japaner auszutragen.
Na, das ist ein wenig anders, nicht? Wegen der Gefährlichkeit will ich jetzt gar nicht striten, aber Japan ist viel stärker durch Erdbeben bedroht, als es bei uns der Fall ist. Wann war das letzte große Erdbeben in Deutschland, wo erhebliche Schäden an Gebäuden entstanden sind? Tsunamiwellen hab ich hier auch noch nicht gesehen...
Jetzt will ich über Gefährlichkeit reden:
Das Kraftwerk ist noch nicht so weit wie Tschernobyl, wird es auch wohl nicht, da es ein ganz anderer Reaktortyp ist. Prizipiell ist jedes AKW gefährlich, aber ich möcht nicht dran deken, was nun wäre, wenn eine solche Erschütterung ein russisches Gammel-AKW getroffen hätte. Wahrscheinlich wäre dann nur noch ein Krater...
Jetzt muß man noch sehen, das jeder Mensch gerne Strom braucht, ohne wärs im wahrsten Wortsinn recht düster. Und wenn die gefährlichen AKWs heute abgeschaltet werden könnten (ohne Probleme mit der Stromversorgung), wie lange dauert es, bis die nicht mehr gefährlich sind? ;) Der ganze Müll aus den Dingern ist ja auch noch da, hoffentlich haben die den in Japan gut und sicher gelagert, wenn dort was passiert, ist es gnau so schrecklich.
Fazit: Wir kommen noch nicht ohne Atom aus, die Gefährlichkeit ist hinlänglich bekannt.
Zitat von: RalleBert am 14. März 2011, 11:56:32
Na, das ist ein wenig anders, nicht? Wegen der Gefährlichkeit will ich jetzt gar nicht striten, aber Japan ist viel stärker durch Erdbeben bedroht, als es bei uns der Fall ist. Wann war das letzte große Erdbeben in Deutschland, wo erhebliche Schäden an Gebäuden entstanden sind? Tsunamiwellen hab ich hier auch noch nicht gesehen...
Die AKW's sind nicht durch das Erdbeben havariert, sondern durch einen Stromausfall und schlechter Notfallplanung/-stomversorgung und das kann uns auch in Deutschland treffen, deswegen sollen ja jetzt alle Meiler in diesem unserem Land geprüft werden.
Zitat
Jetzt muß man noch sehen, das jeder Mensch gerne Strom braucht, ohne wärs im wahrsten Wortsinn recht düster. Und wenn die gefährlichen AKWs heute abgeschaltet werden könnten (ohne Probleme mit der Stromversorgung), wie lange dauert es, bis die nicht mehr gefährlich sind? ;) Der ganze Müll aus den Dingern ist ja auch noch da, hoffentlich haben die den in Japan gut und sicher gelagert, wenn dort was passiert, ist es gnau so schrecklich.
Fazit: Wir kommen noch nicht ohne Atom aus, die Gefährlichkeit ist hinlänglich bekannt.
Das kann über 30 Jahre dauern bis man beginnen kann die Reaktoren zurückzubauen. Der THTR Reaktor in Hamm-Uentrop (übrigens zu seiner Zeit auch leicht havariert) wurde vor knapp 23 Jahren abgeschaltet und kann bis heute nicht zurückgebaut werden. Jülich wird vorraussichtlich 2015 vollständig zurückgebaut sein. Selbst wenn die Reaktoren zurückgebaut wurden, müssen sie, wie du schon sagtest, erstmal gelagert werden, das ist eine unheimliche Menge gefährlicher Müll. Er wird aber nicht weniger wenn wir die Meiler noch länger am Netz lassen.
Ich gebe dir Recht, dass man im Moment nicht ohne auskommt. Kernenergie macht im deutschen Strommix ca. 23% aus, das kann man von heute auf morgen nicht ohne weiteres kompensieren. Ich finde einfach nur das Konzept der Bundesregierung lächerlich: man führt eine Brennelementesteuer ein, die statt in neue Energiekonzepte zu fließen, von den Versorgern abgesetzt werden kann, so dass man den vier großen ein paar Jahre mehr mit ihren Meilern einfach so schenkt.
auch wenn ich mich hab hinreißen lassen: ich finde die Diskussion ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht angebracht
Zitat von: hide am 14. März 2011, 13:07:16
Die AKW's sind nicht durch das Erdbeben havariert, sondern durch einen Stromausfall und schlechter Notfallplanung/-stomversorgung und das kann uns auch in Deutschland treffen, deswegen sollen ja jetzt alle Meiler in diesem unserem Land geprüft werden.
Gut, dann bin ich schlecht informiert.
Zitat von: Skome am 14. März 2011, 07:17:42
Takeshi zu deinem AKW Kram, schau mal nach Japan dann weist du warum AKW´s gefährlicher sind als normale Kohlekraftwerke ;)
Was für ein dämlicher Beitrag, sorry.
Was mich generell ankotzt hier in Deutschland, ist die kompette falsche Informationen, auf Basis derer dann auch noch Politik betrieben wird. Das bezieht sich aber vorallem auf den Durchschnittsbürger, der irgendeinen Mist von sich gibt und daraufhin dann eine Partei wählt oder auf die Straße geht.
So viel schonmal vorweg.
Zitat von: hide am 14. März 2011, 13:07:16
Die AKW's sind nicht durch das Erdbeben havariert, sondern durch einen Stromausfall und schlechter Notfallplanung/-stomversorgung und das kann uns auch in Deutschland treffen, deswegen sollen ja jetzt alle Meiler in diesem unserem Land geprüft werden.
Das ist total falsch. Das Erdbeben seöbst war schlimmer als das, was maximal einkalkuliert wurde. Gut, es war dann trotzdem nicht ausschlaggebend, aber die Notstromversorgung sprang ja an. Allerdings kam dann die Flut, gegen die man sich auch geschützt hatte, aber eben nicht gegen eine so starke.
Das war das Problem.
Und die AKWs werden nicht geprüft, weil man nun Angst hat, es könnte doch was passieren, sondern im Grunde, da es nie schaden kann, wenn man sich das alles nochmal genau ansieht.
Zitat von: hide am 14. März 2011, 13:07:16
Ich gebe dir Recht, dass man im Moment nicht ohne auskommt. Kernenergie macht im deutschen Strommix ca. 23% aus, das kann man von heute auf morgen nicht ohne weiteres kompensieren.
Und da muss ich dir widersprechen. Klar, man kann nicht in allen AKWs von heute auf morgen den Schalter umlegen, aber wir kämen ganz gut ohne aus, da es eben nur 22% der Energieversorgung ausmacht. Ökostrom macht hingegen 16% oder 17% aus.
Und: Wir produzieren Überschuss.
Würde man die Politik um die AKWs anders gestalten, wäre es denk ich kein Problem innerhalb von 10 Jahren alle vom Netz zu nehmen, ohne neue Kohlekraftwerke zu bauen.
Außerdem könnte man jetzt sicher schon so ohne weiteres innerhalb von ein paar Wochen einige AKWs abschalten.
Zitat von: hide am 14. März 2011, 13:07:16
auch wenn ich mich hab hinreißen lassen: ich finde die Diskussion ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht angebracht
Auch wenn ich mich da nun auch mit eingemischt hab, kann ich dem im Prinzip nur zustimmen.
Allerdings hilft es den Japanern auch nicht, wenn wir keine Diskussion führen, genau so wenig wie Mitleid (so hart das auch klingt), auch wenn ich da selbst nicht gerade wenig Mitleid mit den Menschen hab. Aber das ist halt ne andere Sache.
Zitat von: Takeshi am 14. März 2011, 21:09:36
Das ist total falsch. Das Erdbeben seöbst war schlimmer als das, was maximal einkalkuliert wurde. Gut, es war dann trotzdem nicht ausschlaggebend, aber die Notstromversorgung sprang ja an. Allerdings kam dann die Flut, gegen die man sich auch geschützt hatte, aber eben nicht gegen eine so starke. Das war das Problem.
total falsch? Der Stromausfall mag auf das Beben zurückzuführen sein, aber letztenendes ist es der Stromausfall durch den die Kühlung im Reaktor nicht mehr sicherzustellen war. Ich will mit dir hier nicht über die Funktionsweise eines SWR diskutieren, aber wo auch immer du deine Informationen her hast, aber was die Flut jetzt mit der Havarie direkt zu tun hat ist mir ein Rätsel.
ZitatUnd die AKWs werden nicht geprüft, weil man nun Angst hat, es könnte doch was passieren, sondern im Grunde, da es nie schaden kann, wenn man sich das alles nochmal genau ansieht.
und man schaltet Isar I jetzt aus weils nicht schaden kann?
[EDIT] Angela Merkel hat im ZDF gesagt, dass von allen AKW's die Notstromversorgung überprüft wird, außerdem wurde die Laufzeitverlängerung ausgesetzt, wie man da keinen Zusammenhang zwischen der havarie in fukushima und der Aktion der Bundesregierung, also der geplanten Überprüfung sieht, hat Tomaten auf den Augen
Zitat von: hide am 14. März 2011, 21:23:58
total falsch? Der Stromausfall mag auf das Beben zurückzuführen sein, aber letztenendes ist es der Stromausfall durch den die Kühlung im Reaktor nicht mehr sicherzustellen war.
Der Stromausfall ist nur die Ursache für den Ausfall der Kühlung, aber es geht ja um die Ursache für den Stromausfall. Und der kam durch die Flut. Quelle: Irgendwann im ZDF. Das ist eine der seltenen Informationen, die nur tröpfchenweise durch die ständig wiederholten, abgestandenen Informationen durchdrangen, die man halt nur dann mitbekommt, wenn mans den halben Tag sieht und auch dann nur zufällig.
Es ist jedenfalls so: Durch die Flut versagten die Dieselgeneratoren, die die Kühlung im Falle des normalen Stromausfalls sichergestellt hätten. Und die liefen sogar an wie gesagt.
Zitat von: hide am 14. März 2011, 21:23:58
und man schaltet Isar I jetzt aus weils nicht schaden kann?
Öh kein Plan. Aber ich denke nicht, dass man das einfach so direkt verbinden kann.
Es ist eher der öffentliche Druck und es ist auch bekannt, dass einige AKWs gehäuft Probleme hatten. Deshalb werden diese jetzt eventuell auch abgeschaltet. Aber das kann man ja nicht auf die Untersuchung zurückführen, die ist ja noch nichtmal gelaufen.
Natürlich kam der Stromausfall durch das Erdbeben/Seebeben/Tsunami, das habe ich auch nie abgestritten. Das Erdbeben alleine als Ursache ist aber nicht haltbar, wenn jedes mal in Japan ein AKW havariert wenn die Erde bebt würde es die Insel wahrscheinlich gar nicht mehr geben. Da spielt auch ein schlampiges Sicherheitskonzept von Tepco eine tragende Rolle. Die Dieselgeneratoren mögen angesprungen sein, aber nur kurz, danach sind Batterien eingesprungen, als diese fast leer waren hat der Schlamassel erst angefangen.
Ich verfolge die Geschichte recht intensiv seit Freitag, u.a. hier (http://www.tagesschau.de/nachrichtenticker/) und hier (http://www.tagesspiegel.de/).
Der öffentliche Druck ist gar nicht mal so groß, selbst die Opposition ist noch recht ruhig. Die Ereignisse in Japan führen uns doch jetzt vor Augen das solche Havarien auch in großen Industrienationen passieren können. Auch bei uns kann es großflächige Stromausfälle geben, wie 2005 als Fachwerkmasten unter der Schneelast zusammengebrochen sind.
Zitat von: hide am 14. März 2011, 22:00:50
Das Erdbeben alleine als Ursache ist aber nicht haltbar, [...]
Dir ist aber klar, dass es meine Aussage ist, dass das Erdbeben NICHT die Ursache ist, also genau das, was du sagst?!
Zitat von: hide am 14. März 2011, 22:00:50
Da spielt auch ein schlampiges Sicherheitskonzept von Tepco eine tragende Rolle.
Klar, die Firma konnte man in der Pfeife rauchen, dem widerspreche ich auch gar nicht. Allerdings (und das betonen einige der "seriösen Experten") ist Sicherheit eine Sache von Wahrscheinlichkeit und Einflussfaktoren. Das ist einfach so. Und die Einflüsse, die man da hatte, wurden nicht einberechnet. Erstens waren die Kraftwerke nicht gegen solch ein Erdbeben ausgelegt (was wie gesagt aber glücklicherweise kein Problem war), noch hat man Erdbeben + Tsunami bedacht. Das ist mir zugegeben auch recht schleierhaft, wieso man das nicht gemacht hat. Vielleicht hat man Tsunamis generell ausgeschlossen, da man sich davor sowieso schützt, aber auch nur bis zu einer bestimmten Stärke, die wurde übertroffen. Und das war nun das Problem.
Und ich verfolge die Sache auch schon lange, intensiv, das kannst du mir glauben. Und ich lese keine Bild, gucke kein RTL, sondern ARD und ZDF, also das, was du da in Schriftform hast.
Außerdem steht meine Aussage gar nicht im Widerspruch zu deiner, sie füllt eher eine Lücke in deiner. Du sagst, die Generatoren sind wieder ausgefallen - richtig. Nur warum? Wegen dem Wasser, das war meine Aussage, die sich wiederum auf ZDF stützt.
Zitat von: hide am 14. März 2011, 22:00:50
Der öffentliche Druck ist gar nicht mal so groß, selbst die Opposition ist noch recht ruhig.
Klar, weil die gar nicht viel sagen müssen. Die brauchen dem Volk nichts eintrichtern, da das Volk ja schon genau das denkt. Trotzdem freuen die sich in irgendeiner Weise natürlich einen Ast darüber, da es ihre Richtung bestätigt und zum Erfolg führt. Und da ich auch für einen schnellen Ausstieg bin, finde ich es natürlich auch irgendwo gut, dass das nun näher rückt. Selbst ein Japaner sagte noch, dass er hoffe, andere Ländern würden daraus lernen.
Nur ist es einfach eklig, wie die Opposition damit umgeht, ich hoffe ich wiederhole mich jetzt nicht. Jedenfalls war die aktuelle Regierung zu Untersuchungen bereit, man überlegt die Laufzeitverlängerung auszusetzen, dem öffentlichen Willen nachzukommen. Doch statt sie sich freuen, ärgern sie sich über solche Aussagen. Denen gehts nicht primär darum den Ausstieg voran zu treiben, es geht ihnen darum, dass SIE es sind, die diesen Ausstieg vorantreiben. Da gehts nur um Macht, nicht um die Ziele. Und das kotzt mich an der Politik an.
Zitat von: hide am 14. März 2011, 21:23:58
[EDIT] Angela Merkel hat im ZDF gesagt, dass von allen AKW's die Notstromversorgung überprüft wird, außerdem wurde die Laufzeitverlängerung ausgesetzt, wie man da keinen Zusammenhang zwischen der havarie in fukushima und der Aktion der Bundesregierung, also der geplanten Überprüfung sieht, hat Tomaten auf den Augen
Das seh ich jetzt gerade erst. Ich rate dir wirklich Texte zu lesen und zu verstehen, statt drum herum zu argumentieren.
Ich habe NIE behauptet, dass die Überprüfung der Generatoren usw. nichts mit Fukushima zu tun haben, im Gegenteil. Ich habe eigentlich genau das gesagt. Mit Fukushima hängen die neuen Überprüfungen zusammen. Jedoch wird jetzt nicht mal eben schnell ein AKW vom Netz genommen wegen Fukushima, natürlich indirekt (weil das Thema present ist). Es Spielt ja keine Rolle, dass es nicht gegen Erdbeben mit einer Stärke von 9,0 und Tsunamis nicht nicht stand hält. Es sind andere Mängel, die man sonst unter den Tisch gekehrt hat, die nicht wirklich was mit den Einflüssen in Japan was tu tun haben.
Btw:
Dritte Explosion, diesmal im Reaktor 2 und nun könnte der eigentliche Behälter beschädigt sein.
Zitat von: Takeshi am 15. März 2011, 00:44:50
Das seh ich jetzt gerade erst. Ich rate dir wirklich Texte zu lesen und zu verstehen, statt drum herum zu argumentieren.
Ich habe NIE behauptet, dass die Überprüfung der Generatoren usw. nichts mit Fukushima zu tun haben, im Gegenteil. Ich habe eigentlich genau das gesagt.
Mein lieber Takeshi, dann musst du dich auch ein wenig präziser ausdrücken, und wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Du hast meine Aussage auch aus dem Zusammenhang gerissen, mit dem Prädikat "total falsch" versehen und mich als Idioten dargestellt.
Ich habe dir außerdem nie vorgeworfen dass du dich aus dem Privatfernsehen oder Boulevardmedien informierst, ich hab lediglich meine Quellen genannt.
ZitatKlar, die Firma konnte man in der Pfeife rauchen, dem widerspreche ich auch gar nicht. Allerdings (und das betonen einige der "seriösen Experten") ist Sicherheit eine Sache von Wahrscheinlichkeit und Einflussfaktoren. Das ist einfach so. Und die Einflüsse, die man da hatte, wurden nicht einberechnet. Erstens waren die Kraftwerke nicht gegen solch ein Erdbeben ausgelegt (was wie gesagt aber glücklicherweise kein Problem war), noch hat man Erdbeben + Tsunami bedacht. Das ist mir zugegeben auch recht schleierhaft, wieso man das nicht gemacht hat. Vielleicht hat man Tsunamis generell ausgeschlossen, da man sich davor sowieso schützt, aber auch nur bis zu einer bestimmten Stärke, die wurde übertroffen. Und das war nun das Problem.
Sicherheit ist das Gegenteil von Risiko und bedeutet auch nicht Gefahrlosigkeit, das hab ich auch einst gelernt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ein Tsunami solch starke Kräfte aufbaut (ich kann mich aber auch irren), die ein Gebäude mit einem solch hohen Gefahrenpotential wie ein Kernreaktor nicht aushalten müsste, vorallem wenn es an einer Küste steht. In Deutschland erwartet man das Reaktoren Flugzeugabstürze aushalten sollen :???
ZitatKlar, weil die gar nicht viel sagen müssen. Die brauchen dem Volk nichts eintrichtern, da das Volk ja schon genau das denkt. Trotzdem freuen die sich in irgendeiner Weise natürlich einen Ast darüber, da es ihre Richtung bestätigt und zum Erfolg führt. .
Das ist nunmal Demokratie. Auch wenn ich Sigmar Gabriel auf den Tod nicht ausstehen kann (ich denke mal dass du auf ihn anspielst, ein anderer Oppositionspolitiker mit großer Klappe ist mir da nicht aufgefallen bisher), würde ich nicht soweit gehen und ihm Schadenfreude unterstellen, das wäre pietät- und taktlos und das sollte ein Politiker einfach nicht sein. Wenn ich meinem Bruder sage "fahr nicht immer so schnell", freu ich mich auch nicht wenn er einen Unfall baut nur damit ich Recht habe. (das Beispiel hakt vielleicht, aber Schadenfreude wäre schon eine üble Unterstellung)
ZitatUnd da ich auch für einen schnellen Ausstieg bin, finde ich es natürlich auch irgendwo gut, dass das nun näher rückt. Selbst ein Japaner sagte noch, dass er hoffe, andere Ländern würden daraus lernen.
Alles andere wäre auch verantwortungslos, wenn ich daran denke, dass der letzte Meiler nach der Verlängerung erst 2036 vom Netz gehen soll, wird mir schlecht.
Ich lass es jetzt mal gut sein, bringt ja nichts.
Was anderes: Oft wird gesagt, was bringt es denn, wenn wir aussteigen? Im Rest Europas stehen genug AKWs. So eine Haltung nervt mich auch, auch wieder zurück zu führen auf schlechte Information.
Es ist ja so schlimm, den ersten Schritt zu machen. Wieso sollten nicht wir das sein? Außerdem vergessen die Leute immer, dass auch Uran ein seltener Rohstoff ist, genau so wie Öl, Kohle oder Gold. Das Zeug wird auch knapp, die Preise steigen. Zudem entsteht bei der Gewinnung von Uran viel CO2, was die Bilanz nicht mehr so super aussehen lässt.
Und zum Thema Endlagerung: Ich denke der einzige brauchbare Weg ist es den Scheiß von diesem Planeten zu verbannen. Man kanns in eine Rakete Richtung Sonne packen und zusehen, wie es verschwindet. Eine End"lagerung" halte ich für naiv. Kein Mensch weiß, wie die Welt in 1000 Jahren aussieht, keiner weiß, wie viele Jahrtausende irgendein Matrial oder Gebilde hält. Dann Prognosen über 1.000.000 Jahre zu machen ist lächerlich. Die Chance, dass da irgendwas passiert, ist nahe 100%.
Das alles geht aber erst, wenn die Raumfahrt sicherer geworden ist, also vielleicht in 100 Jahren oder mehr.
Zweiter Weg wäre, irgendeine Reaktion, von der man heute vielleicht noch nichts weiß. Wir erfahren ja heute noch Neuigkeiten über den Aufbau der Atome, wir haben nichtmal ein funktionierendes Atommodell. Der grund für Radioaktivität ist (soweit ich weiß) nicht wirklich geklärt und vielleicht findet man Wege, den Zerfall zu beschleunigen oder sowas. Es gibt ja am Ende Spaltprodukte, die ungefährlich sind. Aber darauf bauen, dass man das rasufinden, würde ich nicht.
Das kostet sicher Energie, aber das dürfte in Zukunft nicht das Problem sein. Ich denke in mehr oder weniger ferner Zukunft haben wir Energie im Überfluss. Die Natur hält genug Energie bereit (der Tsunami hatte angeblich eine Energie, vergleichbar mit dem Jahresverbrauch der USA!), wir müssen sie nur nutzen. Und da arbeiten wir ja dran.
Zitat von: Takeshi am 15. März 2011, 01:33:57
Ich lass es jetzt mal gut sein, bringt ja nichts.
;D
Zitat
Was anderes: Oft wird gesagt, was bringt es denn, wenn wir aussteigen? Im Rest Europas stehen genug AKWs. So eine Haltung nervt mich auch, auch wieder zurück zu führen auf schlechte Information.
Es ist ja so schlimm, den ersten Schritt zu machen. Wieso sollten nicht wir das sein? Außerdem vergessen die Leute immer, dass auch Uran ein seltener Rohstoff ist, genau so wie Öl, Kohle oder Gold. Das Zeug wird auch knapp, die Preise steigen. Zudem entsteht bei der Gewinnung von Uran viel CO2, was die Bilanz nicht mehr so super aussehen lässt.
Genau meine Meinung, noch besser ist das Argument "Kernkraft ist eine saubere Energie". Was die Leute unter Sauberkeit verstehen ist mir rätselhaft :??? etwas das solch einen gefährlichen und hochgiftigen Müll produziert, sauber zu nennen ist doch schon zynisch. Des weiteren ist es nachgewiesen (wenn auch nicht im Zusammenhang geklärt), das es höhere Krebsraten im näheren Umkreis von AKW's gibt. Die Gewinnung von Uran ist nicht nur durch eine CO
2 Bilanz belastet, sondern auch durch Umweltverschmutzung in höchstem Ausmaß.
Zitat
Und zum Thema Endlagerung: Ich denke der einzige brauchbare Weg ist es den Scheiß von diesem Planeten zu verbannen. Man kanns in eine Rakete Richtung Sonne packen und zusehen, wie es verschwindet. Eine End"lagerung" halte ich für naiv. Kein Mensch weiß, wie die Welt in 1000 Jahren aussieht, keiner weiß, wie viele Jahrtausende irgendein Matrial oder Gebilde hält. Dann Prognosen über 1.000.000 Jahre zu machen ist lächerlich. Die Chance, dass da irgendwas passiert, ist nahe 100%.
Das alles geht aber erst, wenn die Raumfahrt sicherer geworden ist, also vielleicht in 100 Jahren oder mehr.
Vor allem wird in diesen "Prognosen" auch nicht vom unwahrscheinlichen ausgegangen, Krieg, Terror, Wetterkatastrophen, Tiere etc.. außerdem verseucht man dadurch das Erdreich, da Metallfässer und Betonsärge nicht 1,000,000 Jahre halten. Auch hat Asse gezeigt dass die Lagerung nicht so einfach ist wie man sich das vorstellt.
Zitat
Zweiter Weg wäre, irgendeine Reaktion, von der man heute vielleicht noch nichts weiß. Wir erfahren ja heute noch Neuigkeiten über den Aufbau der Atome, wir haben nichtmal ein funktionierendes Atommodell. Der grund für Radioaktivität ist (soweit ich weiß) nicht wirklich geklärt und vielleicht findet man Wege, den Zerfall zu beschleunigen oder sowas. Es gibt ja am Ende Spaltprodukte, die ungefährlich sind. Aber darauf bauen, dass man das rasufinden, würde ich nicht.
Radioaktiv sind doch Isotope deren Kerne nicht stabil sind, wenn ich mich richtig an Physik zurückerinnere (grob modelliert). Den Zerfall von Atomen kann man auch nicht genau, sondern nur statistisch vorraussagen. In Kernkraftwerken entsteht ja als Abfallprodukt vom U
235, Pu
239. In der Natur zerfällt U
238 solange bis Blei übrig bleibt, das ist dann ein stabiles Isotop. Bis es eine neue Theorie in der Atomphysik gibt, wird man den exakten Ablauf des radioaktiven Zerfalls nicht exakt vorraussagen können. Ein weiteres Problem ist das Ceasium als Spaltprodukt von Uran mit einer Halbwertszeit von ca. 30 Jahren, ist ein starker Betastrahler, schwer künstlich spaltbar und kann je nach Dosis die Strahlenkrankheit verursachen.
Zitat
Das kostet sicher Energie, aber das dürfte in Zukunft nicht das Problem sein. Ich denke in mehr oder weniger ferner Zukunft haben wir Energie im Überfluss. Die Natur hält genug Energie bereit (der Tsunami hatte angeblich eine Energie, vergleichbar mit dem Jahresverbrauch der USA!), wir müssen sie nur nutzen. Und da arbeiten wir ja dran.
Möglichkeiten gibt es genug, ich finde ja Wasserkraftwerke großartig, hoher Wirkungsgrad, nutzt Netzspitzen und bei entsprechender Laufzeit auch mit einer guten CO
2 Bilanz
Zitat von: hide am 15. März 2011, 02:13:59
Radioaktiv sind doch Isotope deren Kerne nicht stabil sind, wenn ich mich richtig an Physik zurückerinnere (grob modelliert). Den Zerfall von Atomen kann man auch nicht genau, sondern nur statistisch vorraussagen.
Richtig. Ich denke man kann schon vorhersagen, welche Isotope zerfallen, aber so 100%ig was dahinter steckt, weiß man denk ich nicht. Eben weil man auch nicht vorhersagen kann, wann ein Isotop zerfällt.
Am schlimmsten soll ja das "Transuran" sein. Werd dir aber gleich noch was dazu schicken ;)
Zitat von: hide am 15. März 2011, 02:13:59
Möglichkeiten gibt es genug, ich finde ja Wasserkraftwerke großartig, hoher Wirkungsgrad, nutzt Netzspitzen und bei entsprechender Laufzeit auch mit einer guten CO2 Bilanz
Ja, wobei ich kein Freund davon bin nur oder verstärkt auf eine Technologie zu setzen. Außerdem kann man nicht jede Energieform überall nutzen, wie auch Wasserkraft. Aber wo man es kann, klar. Da sollte man es machen. Wird ja in Österreich gemacht, weshalb die vermutlich auch keine AKWs haben.
Ich weis das der Beitrag ein wenig dämlich war Takeshi,
aber ich denke du hast verstanden was ich gemeint habe. In DE gab es bereits auch mehrere Fälle in den AKW´s. Brände, zu lasche Sicherheit, Ausfälle etc. Im Gesamtaspekt sind AKW´s in meinen Augen gefährlicher, denn die Endlagerung der Brennstäbe wird noch hunderte wenn nicht gar tausende Generationen nach uns belasten und die Umwelt stark schädigen. Das sind meine Bedenken.
Kohlekraftwerke sind auch keinen deut besser, der Ressourcenverbrauch von diesen ist extrem hoch damit die Temperatur gehalten werden kann, die verschmutzung durch CO² ist auch bedeutend höher als bei AKW´s allerdings haben Kohlekraftwerke nicht das Problem die Umwelt über einen so extrem langen Zeitraum zu schädigen.
Und nur diese schädigung über den langen Zeitraum macht AKW´s gefährlicher und wenn sie explodieren. Nicht mehr und nicht weniger.
Zumindest aus meiner Sicht der Dinge.
Zitat von: Takeshi am 15. März 2011, 12:30:27
Richtig. Ich denke man kann schon vorhersagen, welche Isotope zerfallen, aber so 100%ig was dahinter steckt, weiß man denk ich nicht. Eben weil man auch nicht vorhersagen kann, wann ein Isotop zerfällt.
Am schlimmsten soll ja das "Transuran" sein. Werd dir aber gleich noch was dazu schicken ;)
Ich meinte auch den Zeitpunkt des Zerfalls ;D
Schrödingers Katze ist dazu ein wunderbares Gedankenexperiment.
Zitat
Ja, wobei ich kein Freund davon bin nur oder verstärkt auf eine Technologie zu setzen. Außerdem kann man nicht jede Energieform überall nutzen, wie auch Wasserkraft. Aber wo man es kann, klar. Da sollte man es machen. Wird ja in Österreich gemacht, weshalb die vermutlich auch keine AKWs haben.
Wasserkraft kann alleine auch nur schwer existieren, aber es steckt großes Potential drin. Das es einen Mix aus Technologien sein muss, ergibt sich schon aus der Geographie unseres Landes ;D
Zitat von: Skome am 15. März 2011, 13:10:20
Im Gesamtaspekt sind AKW´s in meinen Augen gefährlicher, denn die Endlagerung der Brennstäbe wird noch hunderte wenn nicht gar tausende Generationen nach uns belasten und die Umwelt stark schädigen. Das sind meine Bedenken.
Schon, aber Atommüll haben wir sowieso schon in großen Mengen. Ob wir die nun sofort oder in 10 Jahren abschalten, das Problem Atommüll ändert sich damit kaum. Das ist es. Und ich denke HIER sind die AKWs, solange da nicht total geschlampt wird, schon "sicher".
Das, was du sagst, hätte man sich vorher überlegen müssen. Hätten wir nie AKWs gehabt, wäre ich ganz der Meinung.
Zitat von: hide am 15. März 2011, 14:06:50
Ich meinte auch den Zeitpunkt des Zerfalls ;D
Öh, ich doch auch oô
Hab mir das Video angesehen, dass du mir gezeigt hast.
Vieles davon kannte ich schon, aber neu waren mir aber die Aufsummierung der Subventionen die der Kernkraft bisher zugekommen sind, da find ichs umso frecher dass die großen 4 jetzt anfangen zu pöbeln, dass der Strompreis steigt. Quelle (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/strom124.html) Das finde ich wirklich pietätlos und dreist.
Ich hab da noch ein interessantes Video von Planet Wissen zum Thema Kernkraft allgemein.
Ja, neu ist das natürlich nicht alles, aber es gibt immer ein paar Sachen, die man noch nicht wusste ;D
Das mit dem Strompreis ist sowieso ein Witz. Hab ich gestern erst gelesen, nur ein Drittel des Strompreises kommt durch die Produktion, der Rest ist einfach nur Gewinn und Steuern (nehme ich dann mal an). Außerdem ist Atomstrom für die Konzerne sau billig. Würde sich der Strompreis danach richten, wäre er ja jetzt schon viel günstiger. Also da wäre eigentlich viel Luft für den Preis in der Produktion. Zudem sind die Kosten gesunken, die Preise aber gestiegen.
Aber wie das immer so ist. Steigen die Kosten, steigt auch der Endpreis. Sinken die Kosten, bleibt der Endpreis.
Gestern kam auch nochmal Quarks & Co zum Thema Japan, wird denk ich am Samstag wiederholt. Fand ich auch interessant, auch wenn es teilweise aus alten Sachen zusammengestückelt wurde.
Hier einige News, die vielleicht den ein oder anderen auch interessieren.
Fette aus dem Schlachthaus werden zu Bio-Plastiksackerln (http://derstandard.at/1325486023977/Die-beste-Nachricht-Fette-aus-dem-Schlachthaus-werden-zu-Bio-Plastiksackerln) (10.01.2012)
Da macht die EU ja direkt mal was sinnvolles. Der Effekt allein davon wird ja aber leider verschwindend gering sein, wenn ich mir die Zahlen da durchlese. 0,5 Mio. Tonnen Fett im Jahr, 250 Mio Tonnen Kunststoffe aus fossilen Stoffen im Jahr 2010, das ganze weltweit.
Aber wenn ich dann das mit dem Käse lese, pro Tag 1 Mio Liter Molke (also im Jahr 356 Mio Liter!), das nur in Oberitalien. Irgendwie stimmt die Relation da nicht so wirklich. Wenn das doch stimmt, könnte man damit aber schon irdentlich was reißen.
Wasserstoff aus Biomasse (http://derstandard.at/1328507223487/Ansatz-Wasserstoff-aus-Biomasse) (11.02.2012)
Sonnenblumen helfen Solarkraftwerke zu optimieren (http://derstandard.at/1328507390618/Effizienzsteigerung-Sonnenblumen-helfen-Solarkraftwerke-zu-optimieren) (11.02.2012)
Es gab ja letztens hier noch eine Dikussion über Elektroschrott, daher interessierts vielleicht einige.
Der ein oder andere wird es mitbekommen haben, sogenannte "seltene Erden" werden knapp und damit teuer. Der Großteil kommt aus China und China reduziert die Exporte, was zu einer Preissteigerung führt, genau so aber auch die gestiegene Nachfrage. Die seltenen Erden werden vorallem in der Elektronik oft gebraucht, zum Beispiel für Displays oder die Magnete in Lautsprechern und Kopfhörern, aber auch Akkus oder Windräder.
Nnun war ich ja der Meinung, ok, wenn mehr vom Elektroschrott vernünftig entsorgt wird, können die Stoffe da ja auch wieder raus gewonnen werden, wie es ja bei Metallen wie Aluminium, Eisen, Kupfer und Gold der Fall ist. Doch dann musste ich heute in einem Artilel in der aktuellen c't (9/2012) lesen, dass es derzeit nichteinmal ein Verfahren gibt, um die Stoffe aus den Displays heraus zu gewinnen. Jetzt wird erstmal die Forschung daran gefördert, damit das in einigen Jahren möglich ist! Da war ich ja echt schon etwas geschockt, dass wir da so zurückgeblieben sind. Das hieße ja auch, dass bisher die ganzen Stoffe schlicht entsorgt werde. Ob man die später wieder da raus holen kann, würde mich ja schon interessieren.
man hat sich auf die billigen Importe aus China verlassen, jetzt kommt man erst auf die Idee die Elemente auch anderswo abzubauen, Grönland hat z.B. auch riesige Vorkommen die an Quantität mit China konkurenzfähig sind, aber leider fängt man jetzt erst an Abbaumöglichkeiten (vorallem umweltverträgliche, was China ja bekannterweise scheißegal ist) zu erforschen.
Das man sich bisher nicht um Recycling gekümmert hat, zeigt die perversität der Wegwerfgesellschaft. Vergleichbar mit der Energiewirtschaft, für Wartung gibts keine Förderung nur für Neuinvestitionen.
Ja, dass es verschiedene andere Quellen gibt, stand da auch. Mir ging es auch eher darum, dass wir derzeit keine Möglichkeit haben die Stoffe aus alten Geräten zurückzugewinnen, das ist irgendwie schon echt ein Armutszeugnis. Dass man es nicht macht, weil es sich nicht lohnt, das wäre ja die eine Sache. Es aber nichtmal können! Puh.
Als Grund für die Begrenzung des Exports gibt China ja auch an dies wegen der Umwelt zu tun. Angeblich werden rund 50% der Erden umweltkritisch gewonnen, was dadurch etwas eingedämmt werden soll. Kann man natürlich glauben oder nicht. Aber selbst die WHO nimmt das ein wenig ernst, wie es scheint.
Kurz drauf stand übrigens ein Artikel, wie Handyhersteller mit fehlenden Updates von Android für Elektronikschrott sorgen ;D
vielleicht sollten wir einfach mal versuchen etwas länger mit unseren Gerätschaften auszukommen statt alle halbe Jahre ein neues Mobiltelefon (muss es immer das allerneueste iphone sein?), jedes Jahr das neue ipad oder im zweijahresturnus ein neues Notebook zu kaufen
Auch das stand da drin: Einfach mal weniger Zeug kaufen und den alten Krempel länger benutzen. Ich mach das eh so, da ich gar keinen Bedarf hab ständig ein neues Handy zu kaufen.
Aber erklär das mal den anderen Menschen, denen das an sich egal ist. Davon gibts ja doch genug (= zu viele), die auf Umweltschutz keinen Wert legen und solange das Handy bezahlbar ist, ist doch alles super.
da kenn ich auch experten die drei oder mehr handyverträge am laufen haben um immer das neuste modell zu haben
Das sind immer die besten; keine Kohle haben aber das neueste iphone in der tasche und 3 handyverträge an der backe...
Mein Handy ist über 5 Jahre alt und läuft immer noch, der Akku schwächelt zwar aber ist ja auch von Vorteil nicht immer erreichbar zu sein. Ich nutz eigentlich alles ziemlich lang. Warum sollte ich mir was neues kaufen wenns das alte locker noch tut?
Ich hab erst neulich einen Bericht gesehen wie in Indien alte Mainboards und Röhrenbildschirme recycelt werden. Die Bildschirme werden gescheit gereinigt und alle Lötstellen nachgelötet und dann kommt nen Aufkleber drauf und die Dinger werden als neu weiterverkauft. Aber bei den Mainboards wird umwelttechnisch mehr kaputt als gut gemacht. Erst mit dem Bunsenbrenner die Bauteile runterlöten. Dann in Handarbeit das Kupfer raus. Und danach die Platinen in einfache Tonnen mit Säure um das Kupfer zu gewinnen. Die Säure wird dann am Schluss mit Wasser verdünnt um den Kupfermatsch zu gewinnen und danach wird die Plörre irgendwo in den Gulli gekippt. Oder in den nächsten Fluss. Natürlich alles ohne jegliche Schutzkleidung/Handschuhe/Lötrauchabsaugung oder ähnliches.
IPCC zensiert Klimawissenschaftler Klimaschwindel (http://www.youtube.com/watch?v=wsaPBX2xnQY)
An sich interessant, nur können die einem ja genau so das Blaue vom Himmel erzählen wie die Gegenseite. Und eine Sache habe ich da auch direkt entdeckt, bei ca. 6:00. Da vertritt einer die Meinung, die Sonnenaktivität wäre verantwortlich für den Klimawandeln. Die Theorie gibt es auch, dumm nur, dass die Sonnenaktivität zuletzt ziemlich gering war und jetzt wieder ansteigt, trotzdem gab es in der ruhigen Zeit viele heißeste Sommer usw., weshalb das sogar als Gegenargument verwendet wird: Stellt euch mal vor, trotz sinkender Sonnenaktivität steigen die "Wetterextreme", wie soll das wohl werden, wenn die Aktivität wieder steigt?
Weiß natürlich nicht, wie träge das System bei einzelnen Ereignissen ist, es ist ja teilweise schon sehr sehr träge.
Aber naja, alles mit Vorsicht zu genießen.
So ist es. Aber wenn die Klimaerwärmung direkt mit dem CO² Ausstoß zu tun hätte (was ja immer behauptet wird) hätte das CO² während des Zweiten Weltkriegs extrem ansteigen müssen (Rüstung, Truppenbewegungen, Brände usw.) was aber nicht der Fall war. Die Erwärmung ging in diesem Zeitraum sogar zurück. Ich persönlich glaube das wir uns einfach am Anfang einer wärmeren Erdphase befinden welche es in der Vergangenheit ja schon öfter gegeben hat, genauso wie es mehrere Eiszeiten gab.
Du darfst nicht vergessen, das System ist sehr träge. Wenn du in die Erdgeschichte guckst, dann ist der Klimawandel immer ein Prozess gewesen, der sich über Jahrhunderte oder Jahrtausende erstreckt. Da werden erstmal so ein paar Bomben und Brände im Krieg nicht so viel Auswirkung gehabt haben und dann treffen die Auswirkungen nicht sofort ein, das kann dauern.
Zitat von: grave_digga am 15. Juni 2012, 18:43:18
Ich persönlich glaube das wir uns einfach am Anfang einer wärmeren Erdphase befinden welche es in der Vergangenheit ja schon öfter gegeben hat, genauso wie es mehrere Eiszeiten gab.
Jetzt verwechselst du etwas, nämlich die Frage, ob es einen Klimawandel gibt, und wenn ja, ob er von Menschen gemacht ist. Wenn es einen Klimawandel gibt und er nicht von Menschen gemacht ist, tritt der trotzdem nicht einfach so ein. Der Wandel des Klimas wird immer verursacht durch Veränderungen in der Atmosphäre, dazu gehört auch CO
2 (übrigens mit 2 unten, nicht oben). Dass CO
2 den Treibhauseffekt (der an sich ja nichts schlechtes ist, im Gegenteil) fördert, ist unumstritten, zumindest unter Leuten, die ein klein wenig Ahnung von dem Thema haben. Das hatten wir sogar beiläufig mal im Studium. Witzigerweise kam am Sonntag Abend noch Leschs Kosmos mit dem Thema Klimawandel, da wurde das auch angesprochen ;D
Dass es einen Klimawandel gibt, daran habe ICH keine Zweifel (dafür gibt es viele seriöse Quellen). Dass es Veränderungen in der Atmosphäre gibt, geht damit einher, daran habe ich also auch keinen Zweifel. Nur was wir für einen Einfluss haben, da bin ich mir nicht sicher.
Das meinte ich, vermutlich nehmen wir uns wieder wichtiger als wir sind. Klar ist das System träge aber wer sagt denn das es momentan nicht doch einfach ein Klimawandel ohne menschliches Zutun ist? Das kann Dir ja keiner konkret sagen, das ist das was ich meinte. Vielleicht hatte ich mich da etwas doof ausgedrückt.
Wie geht der 2er unten, hab nur den ² meiner Tastatur? Alt+Irgendwasaufmziffernblock?
CO(sub)2(/sub), nur mit eckigen Klammern ;D CO2
Das ist dann aber HTML. Einen "normale" Tastenkombination gibts dafür aber wohl nicht wie meine Google Recherche ergab.
Mit träge wollte ich nur klar machen, dass nur, weil es im zweiten Weltkrieg keine direkten Auswirkungen gab, es keinen Zusammenhang zwischen CO2 und dem Klimawandel gibt. Und dann gibt es immer wieder so Helden, die meinen, sie hätten in ihrer Kindheit schon solche Sommer oder solche Winter erlebt und deshalb gäbe es keinen Klimawandel. Nur das Leben eines einzelnen Menschen ist viel zu kurz und unsere Wahrnehmung viel zu ungenau, um das erkennen zu können.
Wegen dem "sub": Das ist kein HTML, das ist BBCode ;)