Hallo alle zusammen!
Ich brauche bitte dringend fachmännischen Rat.
Es geht um eine 40GB PS3 die gute zwei Jahre lang anstandslos ihren Dienst getan hat, bis sie dann das erste Mal Opfer des YLOD wurde, was ich mittlerweile zweimal mittels fluxen und reflowen wieder beheben konnte.
Nach knapp eineinhalb Monaten traten nun vorgestern erneut die YLOD-typischen Vorboten auf. Bei mir äußert sich das in der Form, dass die Station sich mitten im Spiel von alleine ausschaltet. das Intervall des "sich-von-alleine-ausschaltens" wird dann über die Zeit immer kürzer, bis sie am Ende mit YLOD den Dienst quittiert.
So weit so gut. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch zu wissen, dass die Station in den kompletten zweieinhalb Jahren, ganz egal wie viel Last man ihr gegeben hat (exzessive Killzone2 und Bad Company Sessions), nicht ein einziges Mal von alleine den Lüfter hoch geregelt hat.
Also dachte ich, ich könnte einem neuerlichen YLOD unter Umständen vorbeugen, indem ich eine manuelle Lüftersteuerung einbaue und beim zocken den Lüfter hoch regele.
Also ein 1 Megaohm Poti gekauft, ihn in Reihe mit dem braunen Kabel des Lüfters geschaltet, das Steuersignal gekappt (graue Leitung) und die Station wieder angeschmissen. Bild kam, Lüfter reagierte nicht auf das Poti. Meine Schlussfolgerung: es muss sich um einen durch Pulsweitenmodulation (PWM) gesteurten Lüfter handeln. Also das graue Kabel auf das braune gebrückt, Poti davorgehangen, angeschaltet. Bild kommt, Drehung am Poti bewirkt nichts, Lüfter läuft nicht. Als das Poti am Max war, machts ein kurzes, leises, knackendes Geräusch. Bild weg, Station aus.
Wenn ich jetzt das Netzteil einschalte geht die Station in den Standby (LED dauerhaft rot), lässt sich aber nicht einschalten!?
Mein erster Gedanke war die Netzteil-Sicherung, aber dann dürfte ich ja eigentilch auch keinen Standby kriegen oder?
Any suggestions? Bin dankbar um jeden Denkanstoß und jede Hilfestellung!
Viele Grüße!
Teste doch mal die sicherungen auf dem Mobo durch. Die Vom NT natürlich auch.
Ein YLOD kommt also nicht? Dann kannst du das Netzteil nämlich schonmal ausschließen.
Würde auch sagen überprüfe mal alle Sicherungen.
Die Sache mit dem Poti kannst du total knicken. Der Lüfter wird über PWM gesteuert und die Puklsweite kannst du mit einem Poti ja nicht beeinflussen, nur die Aplitude.
hallo alle zusammen!
erst mal vielen dank für die raschen antworten.
habe heute mal die sicherung vom netzteil beim elektro-fachmann um die ecke durchmessen lassen - ist ok. temperatursicherung habe ich sträflicherweise vergessen, gehe aber davon aus, dass sie im gegebenen zusammenhang auch keine rolle spielt. denn: danach habe ich die station zuhause mal zu testzwecken an ein atx-netzteil gehängt - selber effekt: standby-mode, aber nicht einschaltbar. (@takeshi:) du behältst also völlig recht mit deiner feststellung - das netzteil ist es offenbar nicht.
musste feststellen, dass das platinenlayout meiner v3 deutlich vom layout der v2 abweicht. ein vorteil: auch deutlich weniger sicherungen ^^.
in ermangelung eines multis kann ich heute abend leider nicht weitermachen, ein weiterer newsflash folgt dann morgen sobald ich mir eines zugelegt habe ;).
viele grüße,
chameo
ps: irgendwer vielleicht eine vermutung welche der sicherungen es im zusammenhang mit fehlspannungen am connector des lüfters am ehesten erwischt haben könnte?
Zitat von: chameo am 12. Februar 2010, 20:30:40
ps: irgendwer vielleicht eine vermutung welche der sicherungen es im zusammenhang mit fehlspannungen am connector des lüfters am ehesten erwischt haben könnte?
Das würde mich auch interessieren, bitte wenn du es rausgefunden hast Posten, mache ich morgen auch(durchmessen).
ok, sorry, hab die pm zu spät gelesen.
also noch mal von vorne:
ich verstehe einen teil der ausführungen zu den mainboard-sicherungen nicht. es heißt dort, falls die messung über 10 ohm liegt, kann man davon ausgehen, dass die sicherung defekt ist.
nun ist es so, dass die messung der sicherungen meines boards durchweg werte von 0.3 - 0.5 ohm ergab, einzig eine sicherung ergab einen wert von 2,1 ohm. darf ich daraus jetz schlussfolgern, dass die sicherung hinüber ist oder stellt sie einfach eine "ausnahme" dar?
falls ich davon ausgehen darf, dass sie durch ist, kann ich sie dann zu testzwecken mittels eines dünnen drahts (0,1-0,3mm) gefahrlos brücken?
viele grüße...
chameo
Das ist etwas komisch, 2,1 Ohm sind bisschen viel, aber auch zu wenig für "durch". Ich denke du hast da ein Kontaktoproblem hast. Pieks mal richtig rein oder löte die Kontakte nach, mess dann noch mal.
Gerade zu Testzwecken solltest du eine Sicherung nicht überbrücken, denn dann weißt du ja noch nicht, ob es die wieder durch hauen würde. Wenn, könnte es sie nicht raus hauen und dann hättest du den Schaden, den die Sicherung verhindern soll.
ok crap.
noch mal nachgemessen: 2,1 ohm
dann die kontakte auf beiden seiten noch mal erhitzt und neu ansetzten lassen und noch mal gemessen.... 5,8 ohm?!
was mache ich falsch?
Hm, also eindeutig der Kontakt, denn sonst hat sich ja nichts verändert ;)
Die Sicherung wird dann wohl heile sein. Kannst sie ja mal mit einem Draht überbrücken und dann feststellen, dass sich nichts verändert hat. Kannst dann ja auch mal mit Draht den Widerstand messen.
ok. habe jetzt drei-, vier-, fünfmal versucht die sicherung nachzulöten, jeweils mit dem ergebnis, dass der danach gemessene widerstand stetig ansteigt. von 5,8 über 10,2 und 12 bis zuletzt auf 22.
gib mir bitte jemand einen tip was ich wohl von der handhabung her falsch mache?!
Okay, vllt leidet die Sicherung ja durch die Hitze, weil sie doch kaputt ist.
Welche ist das denn?
Hast Du beim nachlöten auch mal etwas frisches Zinn (mit Flussmittelkern) zugegeben? Du könntest auch mal die Leiterbahnen verfolgen und an anderen Orten messen, die direkt im Pfad liegen, VIAs ect. Was zeigt Dein Messgerät an, wenn Du beide Spitzen verbindest (Ohm)? Oder Du misst (wenn das geht) im Betrieb mal vor und hinter der Sicherung nach Masse (Multimeter auf "Volt" Stellung =20V). Wenn da ein deutlicher unterschied ist, hast Du ein Kontaktproblem. Wenn halt "hinten" nix mehr kommt, ist die Sicherung defekt...
hallo alle zusammen
@takeshi: es geht um die th2501.
@rallebert: das meßgerät zeigt einen eigenwiderstand von 0,3 ohm. beim nachlöten habe ich zunächst nur erhitzt und ansetzen lassen, dann mit einem kleinen tropfen noclean flux, dann mit zusätzlichem zinn (mit flussmittelkern), dann sogar noch mal mit flux und zinn.
im betrieb messen ist ja leider nicht, das ist ja das eigentliche problem, dass die station sich nicht mehr aus dem standby einschalten lässt.
edit: update: hatte eine der sicherungen auf der rückseite der platine vergessen: die th2401 zeigt auch seltsame 1,8 ohm!?
edit: @rallebert: ach ja, noch mal die ausgangssituation: der defekt ist eingetreten, nachdem ich beim versuch eine regelung für den lüfter einzubauen die 12 volt des pluspols versehentlich auf den teil des grauen steuersignalkabels gebrückt habe der von der platine kommt :OMG, anstatt auf den teil, der zum lüfter führt :nixweis . vercheckt.
Die TH2501 ist nur für den AV Ausgang (analog oder digital, weiß grad nicht). Daher spielt das eh keine Rolle, der Fehler muss wo anders liegen.
Bei den TH Sicherungen kann ich mir dieses Verhalten (Widerstand schwankt) aber auch ganz gut vorstellen.
@takeshi: mittlerweile ist die sicherung mit viel rumfrikeln "wieder runter" auf 16,8 ohm, damit aber ja noch immer weit entfernt von den ursprünglichen 2,1 ohm. was bedeutet das jetzt? ist das problematisch?
und eine andere frage bitte noch: neben dem connector für den lüfter sitzt ja ein elko, könnte es sein, dass ich den irgendwie geschossen habe? wie teste oder messe ich so was?
Problematisch ist die Sicherung ohnehin nicht, da du selbst dann ein Bild bekommen solltest, wenn du sie auslötest.
Wenn du den Elko geschossen hast, hat er einen Kurzschluss. Also messen, ob zwischen den beiden Pins Druchgang ist. Das kann dann aber auch die Schaltung sein, also müsstest du den auslöten. Wenn du ihn dabei dann mal nicht beschädigst ;D
Aber wie kommst du drauf, dass der Elko was hat?
wie ich darauf komme? ;D relativ willkürlich fürchte ich. wie ich dir ja schon geschrieben hatte, bin ich technisch völlig unbedarft. und nunja, nachdem meine geliebte playstation im arsch ist, greif ich gedanklich grade nach jedem noch so kurzen strohhalm. und da der fehler im umfeld des lüfters passiert ist suche ich halt dort ziemlich blauäugig nach irgendwelchen ideen, werfe die dann in den raum und hoffe, dass irgendjemand schreit "hey, ja, das könnte ein ansatzpunkt sein".
noch mal die frage von ganz zu anfang:
wenn ich versehentlich pluspol und steuersingnal von der platine kommend kurzschließe und dahinter ein geschlossenes 1 megaohm poti hängt, besteht dann eine chance, dass nur irgendeine kleinigkeit, ein transistor, ein elko, eine sicherung (was auch immer) schaden genommen hat, oder muss ich davon ausgehen, dass ich den taktgeber/signalgeber gegrillt habe?
Mit blind raten kommst du da leider nicht weit. Wenn das immer so einfach wäre ;D
Bei Konsolen ist das Niveau bei Reparaturen ziemlich gering, da es sich meistens um "Serienfehler" handelt oder Fehler, die auf unsachgemäße Behandlung zurückzuführen sind und die Leute die Konsolen alle gleich behandeln. Da muss man einmal den Fehler finden und jeder kann ihn beheben, da es bekannt ist.
Das erweckt dann den Eindruck, Reparaturen sind immer so leicht durchzuführen, Fehler immer so leicht zu finden. Wenn es aber mal ein unbekannter, untypsicher Fehler ist, wird es erst richtig interessant und da haperts dann bei so gut wie allen. Erschwerend kommt hinzu, dass so eine Konsole eine komplett unbekannte und untypische Hardware ist.
Da kann man per Ferndiagnose auch nichts mehr viel reißen.
ok. falls zufällig gerade jemand eine offene (und noch funtionierende :D) playstation rumstehen hat, könnte derjenige dann bitte mal messen, was im laufenden betrieb am steuersignal des lüfters anliegtf? wär fett :)
Nun, derjenige sollte dannaber auch ein Ossziloskop haben... Das Steuersignal ist eine PWM, da geht es um Pulsabstände, nicht um Volt. Deshalb klappt es ja auch nicht, das mit nem Poti zu regeln.
EDIT:
Du könntest mit einem NE555 Timer (und klein wenig Beiwerk) eine einfache PWM Ansteuerung aufbauen, die dann mit Poti regelbar ist, nur sollte man vorher ausmessen, welche Pulse in der Standardschaltung verwendet werden, um gewisse Grundwerte zu bekommen.
ja. richtig. es geht hier ja aber nicht darum wie ich den lüfter regeln kann, also brauch ich auch nicht die abtastfrequenz.
ich brauche die spannung des gepulsten signals um beurteilen zu können welchen schaden ich potentiell angerichtet habe.
sollte das gepulste signal mit 12 volt anliegen, kann es sein, dass der taktgeber nur gesperrt hat als ich die steuerleitung mit den 12 volt vom pluspol gebrückt habe.
liegt das gepulste signal aber mit einer deutlich niedrigeren spannung an, kann ich mit einiger sicherheit davon ausgehen, dass ich den taktgeber gegrillt habe.
Zitat von: chameo am 15. Februar 2010, 17:27:40
ich brauche die spannung des gepulsten signals
Zitat von: RalleBertquote author=RalleBert link=topic=1774.msg16737#msg16737 date=1266226309]
Nun, derjenige sollte dann aber auch ein Ossziloskop haben...
Da bei hoher Pulsfrequenz ein billiges, doofes Multimeter evtl. falsche Werte anzeigt, die sind ja für ca 40-200Hz SINUSförmigen Wechselstrom. Bei dieser PWM wird aber ein Rechteck gepulst! Ergo... ;)
Ich denke die PWM ist 12V.
Hab leider keinen Platz auf dem Tisch, um das Oszi und ne PS3 anzuschließen.