Um lästige Rennerei (oder Handytelefonkosten) beim Prüfen von LAN Verkabelungen zu sparen habe ich mir übelegt das man das verlegte Kabel doch schon gut nutzen kann. Im Internet fanden sich ganz tolle Anleitungen, um aus alten Telefonen eine einfache Gegensprechanlage zu bauen. Eigentlich brauchte man fast nur den Hörer... Naja in Ermangelung alter Telefone habe ich zwei (moderne) Hörer zur Hand genommen und es damit versucht - ging natürlich nicht! Das Mikrofon ist bei den "modernen" Telefonhörern etwas schwach, auf der Gegenseite kommt ohne Verstärkung nichts an. Also noch schnell einen Verstärker her - aber sehr sehr klein, bitte! Der gesamte Stromverbrauch der Schaltung im Betrieb ist übrigens unter 15 mA@9V! Mein Ergebnis ist das Folgende:
(http://img.webme.com/pic/d/dein-elektriker/pict3046s.jpg)
Die Verstärkerplatine mit einstellbarer Verstärkung zwischen ca. 2 und 30 dB
Von diesem schönen Dings braucht man natürlich zwei, es soll ja ein Gegensprechgerät werden. Es ist wirklich pratisch das die Telefonhörer vierpolige Buchsen haben, so braucht man nur ein Gerät mit Batterie (oder sonstiger Stromversorgung)
(http://img.webme.com/pic/d/dein-elektriker/pict3048r.jpg)
Hier die nicht ganz so feine Rückseite, im Hörer eingeklebt und verdrahtet.
(http://img.webme.com/pic/d/dein-elektriker/pict3050r.jpg)
Beide Hörer fertig aufgebaut und funktionierend!
Zur besseren Handhabung ist in jedem Hörer noch eine kleine rote LED eingesetzt, so kann man im Notfall vom Hörer mit der Batterie noch morsen... Das kleine Loch in der Innenseite ist für den Poti, so kann man auch nochmal nachjustieren, falls es zu leise oder zu laut ist. Beim "Versorgungshörer" fehlt hier noch die Öffnung für die Batterie auf der Rückseite, aber das kommt auch noch. Die Sprachqualität ist überraschend gut, bleibt nur noch abzuwarten, wie lange diese filigranen Machwerke den harten Arbeitsalltag überstehen...
Naja gut, funktioniert nur "Netzwerkintern", aber man kann ja nicht alles haben xD
Nette Idee ;)
Nach mehrmaligem Gebrauch ist noch zu sagen, das es manchmal etwas unpraktisch ist, das Teil immer mit einer Hand halten zu müssen. Ich habe mir noch schnell eine Platine designt, um das Ganze etwas kleiner zu bekommen und will es dann in ein Headset einbauen, Version 2, sozusagen... Mal sehen was draus wird und wie ich das mit den 9V ins Headset bekomme :-\.
Kannst du das nicht auch mit 6V machen und zwei Knopfzellen verwenden?
Der Verstärkerchip gibt das zwar mit 6V als min. Versorgungsspannung, her, aber ich habe für den 9 Voltaufbau pro Hörer eine Schutzdiode gegen Verpolung eingebaut (sonst geht der Chip hoch, ~schon getestet~), die klaut ja auch noch ca. 0,7V * 2 = 1,4 wären noch 4,6. Ich muß halt einfach mal schauen, was das Teil dadraus macht. Es soll ja auch auf Strecken von 200 Metern (z.B. Hausinterne ISDN Verbindungen) vernünftig laufen.