Autor Thema: YLOD Experimente NEC / TOKIN  (Gelesen 1252 mal)

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Dragoon

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YLOD Experimente NEC / TOKIN
« am: 19. Mrz 2020, 22:51:03 »
Da ja aktuell Stubenhocken angesagt ist mehr denn je, als ob ich damit ein Problem hätte  :lol, hab ich mich dem Thema YLOD "jahrelange Fehleinschätzung" / "Reballing ist nicht die Lösung" gewidmet, welches seit Mitte letzten Jahres im Web die Runden macht. Das Ganze entstand scheinbar in der PC/Notebook Community, da dort die NEC / Tokin Caps wie sie in den PS3s zu Hauf für RSX und CELL verbaut sind, auch bei Laptops für Komplettausfälle sorgten. Dort hatte man "tote" Notebooks wieder zum Leben erweckt indem man die Caps entfernte und durch handelsübliche Tantal Kondensatoren ersetzte.

Das komplette Tutorial findet ihr hier: https://www.psx-place.com/threads/tutorial-nec-tokin-capacitors-replacement-ylod-fix.25260/

Ich habe zuerst gedacht das kann doch nicht sein, Schwachsinn!
Direkt mal eine CECHC bestellt, gewechselt...läuft, WTF :o

Da ich mich nicht nur auf den Einzelfall stützen will, habe ich ein paar mehr Konsolen auf dem Weg, jegliche Phat Revisionen (zumindest die in der EU erhältlichen).
Alle Konsolen die ich aufgekauft habe, sind in der Bucht erworben. Mit intakten Siegel damit ich sicher sein kann dass keiner vorher drin rum gefummelt hat.

Berichten werde ich hier nach jeder reparierten Konsole. Standard Vorgehen IHS Köpfen von RSX+CELL und neue WLP bei jeder.
[die Konsolen werde ich natürlich wieder verkaufen, wer eine will, einfach melden]
[[ja ich kann auch bei Bedarf eine CFW drüber bügeln ::)]]
[[[natürlich stelle ich defekte Konsolen als Ersatzteilspender bereit, einfach anschreiben :)]]]
« Letzte Änderung: 24. Mrz 2020, 15:03:37 von Dragoon »

Dragoon

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #1 am: 19. Mrz 2020, 23:02:01 »
16.03.20
CECHC04 - YLOD - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, läuft einwandfrei  ;D


17.03.20
CECHG04 - Konsole zeigt kein Bild/ Ton (screen freeze nach 1 Minute) - neue WLP, läuft

CECHG04 - Konsole zeigt kein Bild/ Ton - Bildeinstellung vermurkst, musste über Recovery Menu resetten, läuft allerdings Laser tot
UPDATE - Konsole gerade neuen Laser verbaut und wollte testen, kriege kein Bild mehr, Power LED bleibt dauerhaft grün, Controller blinkt nur...
UPDATE - Kondensatoren in der Spannungsversorgung zum CELL waren defekt, hab vom Spenderboard die richtigen Kondensatoren übertragen, allerdings startet die Konsole mit Grafikglitches...ist wohl der CELL/RSX defekt :<<


CECHH04 - Systemspeicher wird nicht erkannt - steckte im DEMO MODE fest, Reverser Firmware drüber, läuft allerdings Laser tot (hat jemand einen KES410?)

20.03.20
CECHC04 - nach 3 Jahren aus dem Keller geholt, YLOD - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, läuft einwandfrei  ;D somit schon die zweite PS2 Fähige :D :D :D


21.03.20
CECHC04 - Gewalteinwirkung, Schlag auf Konsole im Bereich PSU, Konsole bereits geöffnet gewesen und WLP auf IHS getauscht.
Lässt sich starten, Lüfter aber direkt mittlere Stufe.
Konnte Lair 20 Minuten spielen, konnte Mortal Kombat Deadly Alliance 10 Minuten spielen.
-
WLP Tausch / NEC / Tokin tausch - YLOD...
Mir ist dann erst im Nachhinein aufgefallen im Vergleich zu den anderen v2, dass gewisse Hintergrundgrafiken hier im Spiel Lair fehlten, denke durch die Gewalteinwirkung ist hier was an CELL/RSX.  :'(

CECHG04 - YLOD Konsole bereits geöffnet gewesen und die IHS auch schon geköpft - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, noch immer YLOD.
CELL hat Feinkratzer an einer Leiterbahn  :<<


22.03.20
CECHL04 - Lüfter laut - Konsole war hart zugestaubt, WLP erneuert, läuft

CECHP04 (zumindest glaube ich das, denn der Serien-/Modellnummer Sticker hinten an der Konsole fehlt, aber Board ist VER-001 und 160GB HDD verbaut)
 - Lüfter laut, schaltet von allein aus
UPDATE - Musste ja unbedingt im übermüdeten Kopf um 1 Uhr morgens noch den IHS vom RSX entfernen...bin abgerutscht und volle Lotte über den DIE und auf dem Weg drei Micro Kondensatoren/Spulen mit genommen...zum Glück noch gefunden und sehen so aus als ob ich sie nochmal anlöten könnte. Konsole startet noch ganz normal ohne die Kondensatoren/Spulen, allerdings kein Bild.  :<<
UPDATE - Zwei Kondensatoren konnte ich wieder anlöten (Stecknadelspitzengröße!!!) aber der Dritte hat sich mit Schwung von der Pinzette in den Raum verabschiedet.
ABER, Konsole startet und läuft einwandfrei  ;D :D

23.03.20
CECHH04 - YLOD - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, läuft einwandfrei  ;D
- Ich musste hier das obere Blech an der Stelle wo die Tantals sitzen ausfräsen, sonst hätte das Blech sich gebogen, ist aber noch genug Luft zum Laufwerk.


30.03.20
CECHG04 - YLOD, scheint Sturzschaden zu sein da vorne linke Zierleiste gebrochen und Ecke gedellt - NEC/Tokin gewechselt, nix, trocken Reflow des RSX, läuft!

02.04.20
CECHC04 - YLOD - NEC/ Tokin raus, Tantals rein, läuft einwandfrei  ;D


06.04.20
CECHC04 - YLOD - Grünspan unter den IHS  :o sonst nirgends Feuchtigkeitsanzeichen auf dem Board...trockener Reflow, startet. Konsole kam ohne Hdd, ich bau eine ein und will Update machen, Fehlercode 8002F14E bei immer genau 85%. Bis ich dann mal das Flachbandkabel des Laufwerks gedreht habe, dann lief es durch.

CECHJ04 - 8002F157 Bootloop - Teensy eingelötet, Dump gezogen, gepatched und versucht zurück zu schreiben, nix tat sich. Flash mal gelöscht und dann versucht, nix. Nach weiterem Testing kam ich zum Ergebnis, der Flashspeicher (S29GL128) ist defekt. Wirtschaftlicher Totalschaden, den Flash nue zu kaufen und sich die Arbeit zu machen bringt nix.

10.04.20

CECHL04 - kein Bild über HDMI - Konsole lief, aber kein Bild über HDMI. Service Menu etc. brachte nix. Original Sony Playstation RGB Kabel dran, aha Bild, allerdings mit Grünstich. Bildeinstellungen geschaut, stand auf Component. Hab HDMI eingestellt, kein Bild. Konsole zerlegt IHs geköpft und alles frisch gemacht, Konsole hat YLOD. Ich nehme also stark an dass der RSX schon eine Weg hatte und somit kein Bild mehr über HDMI kam. Keine Lust da was zu machen...Wirtschaftlicher Totalschaden.

11.04.20

CECHC04 - YLOD - nach Köpfen der IHS und reinigen der DIE ... DIE vom CELL geplatzt O_O wtf
« Letzte Änderung: 12. April 2020, 07:47:39 von Dragoon »

Takeshi

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #2 am: 20. Mrz 2020, 14:49:48 »
Das erscheint mir doch auch sehr suspekt. Also klar, wenn die Versorgungsspannung nicht sauber ist, führt das sicher zum gleichen Problem. Aber ich würde bei solchen Kondensatoren eher Kurzschlüsse erwarten, keinen Kapazitätsverlust oder eine Erhöhung des ESR bzw. ESL.

Ich vermute eher, dass der Hase anders hoppelt. Beim Austausch muss man das Board nahe des Prozessors stark erwärmen, das wirkt sich auch auf Löststellen aus. Und wir wissen, dass es teilweise schon "hilft" nur die Wärmeleitpaste auszutauschen, weil damit mechanische Bewegung einhergeht. Hält aber in der Regel nicht lange. Also ich bin da noch skeptisch. Man könnte das auch mal messtechnisch analysieren. Wenn die Kondensatoren wirklich ein Problem sind, sollte sich das auf einem Oszilloskop zeigen. Ich glaube das werde ich mal versuchen zu messen, denn interessant ist die Theorie trotzdem - und eben leicht zu untersuchen.

Tantal würde ich eher nicht verwenden, die sind sehr empfindlich, verzichtet man heute wenn möglich drauf. Dafür sind Keramik-Kondensatoren stark fortgeschritten in den letzten 10 Jahren. Tantal wurden eigentlich dann benutzt, wenn die Kapazität von Keramik zu klein war, die Elektrolyth zu groß bauten. Da füllte Tantal die Lücke.
Der verbaute Kondensator hat 1200 µF bei 2,5 V. Es gibt schon Keramik-Kondensatoren mit 330 µF und 2,5 V in 1210 und X5R/X6S. Da kann man lieber 4 oder gleich 6 davon draufnageln. Ist dann nur ein teurer Spaß, denn du müsstest 8 Kondensatoren ersetzen, macht dann 50 Stück für eine Konsole, macht 50 €. Da ist Tantal natürlich echt günstiger.

Edit: Ich sehe gerade, im Service Manual sind diese Kondensatoren als einzige ohne Toleranz angegeben, vermutlich weil die fast keine haben. Das habe ich auch schon immer als Grund vermutet, die verbauten Kondensatoren sind vermutlich teuer gewesen, haben aber grandiose Eigenschaften: Keine Spannungsabhängigkeit, keine Temperaturabhängigkeit, niedriger ESR/ESL und dann noch Ausführung als Y-Kondensator.
« Letzte Änderung: 20. Mrz 2020, 14:54:10 von Takeshi »

Dragoon

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #3 am: 20. Mrz 2020, 19:13:15 »
Takeshi, da wird nix erwärmt, die NEC / Tokin werden mechanisch entfernt: https://youtu.be/Qq3z5nW471Q
Es hoppelt eher andersrum, denn durch die Reballerei hatten die NEC / Tokin wieder kurzweilig ihre originale Kapazität durch den Hitzeeinfluss.
Deshalb kam es bei vielen der reballten Konsolen nach kurzer Zeit wieder zu YLODs.
Gerade die zweite Rückwärts-Kompatible Konsole vom YLOD befreit damit  :o
Statt 32 (4x470uf=1880uf) Tantal, hab ich nur 24 (3x470uf=1410uf) verwendet, von der Wertigkeit passt es mit noch 210uf Spielraum.
Ich benutze im Übrigen diese Tantals: https://www.ebay.de/itm/10-x-Tantalkondensator-470uF-6-3V-10-T495X477K006ATE030-NEU/153253181038
« Letzte Änderung: 20. Mrz 2020, 23:42:53 von Dragoon »

walkabout

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #4 am: 21. Mrz 2020, 17:37:01 »
Hört sich interessant an und würde erklären, warum die eine PS3 bei mir nach längerer Standzeit einen ylod hat   ::)
Aktuell hat man ja doch etwas Zeit, da könnte man ja mal wieder PS3 basteln  ;D

Takeshi

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #5 am: 22. Mrz 2020, 04:00:34 »
Ich nahm an, dass es durch Hitze passiert und diese Hitze zu einer mechanischen Beanspruchung führt und damit einen Einfluss auf den Fehler hat. Wenn man natürlich direkt mechanisch herangeht, macht es das nicht "besser".

Mir ist auch nicht bekannt, dass Erhitzen von irgendwelchen Kondensatoren langfristig irgendeine positive Wirkung hat. Das hält nur so lange an, wie der Kondensator warm ist. Und davon ab zählt diese Art von Kondensatoren nicht zu denen, bei denen es überhaupt etwas bringt, glaube ich zumindest nicht. Kann man aber auch super messen. Leider müsste ich das auf der Arbeit machen und ich bin derzeit ... hust ... krank.

Klar, die Tantal-Kondensatoren sind wesentlich günstiger als die Keramik-Kondensatoren. Auch ein grund, warum man teilweise noch Tantal einsetzt, aber eben echt kaum noch. Die Keramik-Kondensatoren haben bei 2 V von den 330 µF nur noch rund 220 µF, das muss man mit einberechnen. Bei den Tantal-Kondensatoren finde ich keinen Hinweis auf das Verhalten je nach Spannung, ist vielleicht bei denen nicht relevant. Aber die Frequenz ist ausschlaggebend. Ich weiß nicht, mit welcher Frequenz die Spannungswandler schalten, aber mehrere 100 kHz sind üblich. Bei 100 kHz haben die nur noch 30% ihrer Kapazität, bei 300 Khz nur noch rund 15%. Das heißt du müsstest als Ersatz nicht 3, sondern 9 Stück verbauen. Nicht zu vernachlässigen ist der Rippelstrom, den die Kondensatoren abkönnen müssen. Laut Datenblatt sind das ungefähr 2 A, bei 4x3 Stück wärst du bei 24 A. Ich bin mir ziemlich sicher, das ist zu wenig, das machen die nicht lange mit. So ein Prozessor hat ungefähr 50 bis 100 W bei einer Spannung von ... keine Ahnung, 1,5 V? Bei 50 W wären das schon 33 A im Mittel (im besten Fall!), vermutlich sind es auch mal 60 A. Das ist zwar nicht der Rippelstrom, aber das mal ganz grob zur Abschätzung der Größenordnung.

Also für mich sieht das immer mehr nach einem Holzweg aus, weil rein technisch gar nichts passt. Mag für einen Laien erst mal plausibel klingen, aber wenn man sich das genauer ansieht, ist das technisch alles ziemlicher Blödsinn, der aber zum Glück leicht überprüfbar ist. Wie gesagt, werde ich mal machen, wenn sich wieder die Möglichkeit bietet.

Muss übrigens gerade dran denken, dass wir hier mal jemanden hatten, der diese Kondensatoren für den Red Screen im Verdacht hatte, weil dabei ja der Speicher kaputt ist und diese Kondensatoren ja EnergieSPEICHER sind. Für Laien mag das plausibel klingen.

walkabout

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #6 am: 22. Mrz 2020, 08:28:26 »
Könnte interessant werden  ;D
Für mich würde die Erklärung gut passen, weil bei mir die Konsole stirbt, ohne das sie am Netz hängt. Da wären Kondensatoren schon Kandidaten.
Ich warte mal noch. Zumal mir das mechanische entfernen nicht so gefällt  ::)

Dragoon

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #7 am: 22. Mrz 2020, 16:57:00 »
Das mechanische entfernen ist echt kaum der Rede wert, da legt man mehr mechanische Kraft beim Entfernen der IHS an.
Ich mach das ganze mit dem BGA Schaber, selbes Prinzip wie beim Entfernen des IHS vom CELL.
Das dauert 3-5 Sekunden pro NEC / Tokin. Probiert es einfach selber aus, ihr werdet sehen dass es wirklich einfach ist.
Und ob es was bringt seht ihr ja dann bei euren Konsolen :)
Ich will dass ja jetzt auch nicht als neu entdecktes Allheilmittel alá NSC heilig reden  :rofl
Aber gerade bei Konsolen die länger standen und dann auf einmal den YLOD haben ist es doch ein Versuch wert.
« Letzte Änderung: 02. April 2020, 19:14:05 von Dragoon »

Dragoon

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #8 am: 02. April 2020, 19:17:00 »
Also jetzt nach der dritten sealed v2 (CECH04), würde ich mal vage behaupten, dass es sich definitiv lohnt gerade bei diesem Modell wenn sie noch sealed ist die Reparatur zu versuchen !
CECHG04 und CECHH04 lohnt sich in meinen Augen absolut nicht.
CECHL04 und CECHP04 ist ein Versuch wert, wobei es hier wohl eher selten der Fall sein wird.

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #9 am: 02. April 2020, 21:18:08 »
Die v3 und v4 würde ich auch nicht reparieren, die habe ich meistens auch nur ausgeschlachtet. Das sind einfach die schlechtesten Modelle.

Interessant ist es aber wirklich, dass das so häufig zum Erfolg führt, auch wenn ich mir das noch immer nicht im Entferntesten technisch erklären kann.

Hellraiser

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #10 am: 03. April 2020, 22:48:53 »
Also jetzt nach der dritten sealed v2 (CECH04), würde ich mal vage behaupten, dass es sich definitiv lohnt gerade bei diesem Modell wenn sie noch sealed ist die Reparatur zu versuchen !
CECHG04 und CECHH04 lohnt sich in meinen Augen absolut nicht.
CECHL04 und CECHP04 ist ein Versuch wert, wobei es hier wohl eher selten der Fall sein wird.

Also bist du der Meinung das es bei den V2 öfter der Fall ist?
es gab wirklich viele von denen mit YLOD aber nur bestimmte wo der Laser verreckte.
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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #11 am: 03. April 2020, 23:38:47 »
auch wennn man denkt, da sollte doch eher was an CELL / RSX sein da die noch eine Energie aufwendigere Fertigung hatten.
mir scheint es zumindest, jetzt wo ich viele Konsolen Modelle im direkten Vergleich hatte, dass die v2 wesentlich ruhiger und sogar kühler laufen als nachfolge Modelle.
CECHC04 pegelte sich im Idle bei knapp 55°C ein und unter Last hat die bei mir nie die 68°C Marke erreicht. (Einstellung im Webman = 30% niedrigste / 68°C auto hochdrehen)
vergleichsweise hatten da die CECHG / CECHH / CECHL / CECHP im Idle schon die 60°C und unter Last waren da schon welche wo der RSX zumindest die 72°C hatte.
Slim Modelle konnte ich noch nicht viele testen, aber die 2000er hatten bei mir um die 58°C Idle und 68°C Last.
alles mit GTA 5 (viele Shader etc.) und Demon Souls (kaum irgendwas an Shadern etc.) getestet.

was die Spannungszufuhr für CELL / RSX anbelangt, so konnte ich von Modell zu Modell die Unterschiede sehr gut sehen, da sind sie z.b. noch vor den NEC / Tokin hingegangen und haben die Caps die da verbaut waren von 2x 150uf 16V NoName Alu-Elko auf höherwertige 3x 220uf 16-25V Marke umgestellt.
wobei ich mich Frage wieso, da CELL / RSX ja energiearmer wurden...
wenn man an Kondensatoren denkt die als Spannungsglätter eingesetzt werden in jeglicher Elektronik und diese hohe Einschaltspannungen und ewig viele Zyklen abkönnen müssen...wunderts mich bei den NEC / Tokin nicht. und das Thema kam ja wie gesagt aus der Ecke Notebooks.
Selbst bei den Tantals steht was von nur 2000 Zyklen.

Ach und was Laser angeht, die KES400 (1 Linse) sind um ein paar Euro günstiger als die KES410 (2 Linsen)  ;D
« Letzte Änderung: 03. April 2020, 23:40:35 von Dragoon »

Takeshi

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #12 am: 04. April 2020, 01:18:28 »
Die Temperaturen der Konsolen sind reine Einstellungssache. Die wird geregelt, hat also die Temperatur, auf die der Lüfter geregelt wird. Einzig die Differenz zwischen Cell und RSX kann nicht ausgeglichen werden und sind ein Indikator für partiell schlechte Kühlung.

Woran erkennst du, dass die Kondensatoren NoName sind? Steht bei den Elkos auf deinen Mainboards eine Spannungsfestigkeit in V drauf? Auf allen Boards, auf denen ich jetzt geguckt habe, stand da keine Spannung direkt drauf.

Da wirfst du einiges durcheinander. Es gibt keine 2000 Zyklen, sondern 2000 Stunden, und das bei Nenntemperatur. 2000 Stunden sind für Elkos schon recht passabel. Die ganz günstigen haben häufig 1000 Stunden. Das ist aber auch gar nicht so gut vergleichbar. Ein Elko, der für 105 °C spezifiziert ist und eine Lebensdauer von 2000 Stunden angegeben hat, kann langlebiger sein als ein anderer, der für 85 °C spezifiziert ist und da 5000 Stunden halten soll. Es gibt ja keine Angabe darüber, wie stark sich die Lebensdauer bei verminderter Temperatur verlängert. Das findet man eventuell im Datenblatt (hab ich ehrlich gesagt nie so genau danach geguckt), aber anhand der wenigen Zahlen ist das nicht vergleichbar.
Die Spannungsfestigkeit hat auch einen Einfluss auf die Lebensdauer, ja. Aber auch da reagieren unterschiedliche Kondensatortypen unterschiedlich auf eine Über- oder Unterschreitung der maximal zulässigen Spannung. Die NEC/Tokin-Kondensatoren sind eben KEINE Elkos. Die Spannungs ist mit unter 2V aber ohnehin sehr niedrig. Ich sehe aber bei keinem Mainboard Elkos für die Hauptversorgung. Bei der v7 wurden die NEC-Kondensatoren am Cell durch Tantal-Kondensatoren ersetzt, ab der v8 dann auch beim RSX. Selbst die v12 hat dort noch die Tantal-Kondensatoren.
Neben der Spannungsfestigkeit hat aber auch die Eigenerwärmung einen Einfluss auf die Lebensdauer, der wiederum durch den ESR und den Stromrippel beeinflusst wird.
Elkos, auf die diese Beschreibung passt, sehe ich nur am Eingang der Tiefsetzsteller für die Hauptversorgung. Da wurde allerdings bis zur v5 2x 150 µF eingesetzt, danach 2x 220 µF. Die haben mit den NEC/Tokin-Kondensatoren aber wenig zu tun. Die Gründe für die Erhöhung der Kapazität können vielfältig sein. Es kann eine andere Schaltfrequenz sein (die Schaltregler sind auch andere), Änderungen im Layout (Anbindung ans Netzteil), weniger Stromrippel im Schaltregler durch andere Induktivitäten (sind aber gleich geblieben), oder aber andere Eigenschaften der Elkos. Vielleicht sind die Elkos mit generell schlechteren Eigenschaften günstiger und mit größerer Kapazität dann wieder ausreichend gut? Man weiß es nicht, wir wissen ja nicht, welche Elkos da genau verbaut sind. Eine definitive Erklärung habe ich jedoch auch nicht.

Taugen die KES-400A-Ersatzlaser überhaupt noch was? Meine Erfahrung war bisher, dass die alle Müll sind und sich das auch nicht wirklich gebessert hat, genau so wie bei den ganzen PS2-Lasers. Da freut man sich schon, wenn die nicht wie Scheiße aussehen, wenn man sie bekommt. Bin jedenfalls froh noch ein paar wirklich originale KES-400A zu besitzen.
« Letzte Änderung: 04. April 2020, 01:23:40 von Takeshi »

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #13 am: 04. April 2020, 11:33:58 »
Klar sind die temperaturen der Konsolen reine Einstellugnssache, aber die sind ja vom Syscon aus geregelt. Aber als Vergleich hab ich im Webman alle gleich gestellt (nicht weniger als 30% und ab 68°C hochregeln). Cell war ja immer kühler als der RSX.

Die ersten Kondensatoren die sie verbaut hatten, haben eine komische Zahlen+Buchstaben Typenbezeichnung aus der man nicht schlau wird, nur wenn man sich dahingehend auskennt oder vergleichbare schon in Händen hatte, auf denen stand keine Spannungsfestigkeit in V, auf den nachfolgenden hingegen alles in Klartext.

Mein Fehler, ich meinte natürlich Stunden mit Zyklen. Die ersten Kondensatoren waren 85° die danach 105°.

Die KES400 hab ich bei verschiedenen Händlern angefragt ob es refurbished oder wirklich neu sind.
Sintech hat gesagt "wirklich neu" wohingegen andere Händler erst drum herum geredet haben und letztendlich zu der Aussage kamen "es gibt keine neuen Laser da Sony die original Ersatzteile nicht gewollt hätte, somit wären alle refurbished, Laser Diode an original Laser ersetzt etc.).
Ich hab von Sintech gekauft und die sehen nicht gebraucht aus, kein Anzeichen und ich habe ein Auge dafür.
Bei den anderen hatte das Metall auf den Produktbildern schon "modrig" ausgesehen...


Takeshi

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Re: YLOD Experimente NEC / TOKIN
« Antwort #14 am: 04. April 2020, 15:04:37 »
Die v2 hatte auf jeden Fall den besseren Kühlkörper, vorallem im Vergleich zur v3. Das mag auch sein, dass die v2 zusätzlich noch niedriger eingestellt ist, was auch erklären würde, warum sie etwas lauter ist als die Nachfolgemodelle. Aber wirklich störend wird das nicht, meine v2 dreht ab und zu in die erste hörbare Stufe und dann auch mal wieder zurück.

Ob die Spannungsfestigkeit in Volt aufgedruckt ist, oder mit einer Buchstaben-Zahlen-Kombination kodiert ist, ist kein Anzeichen für die Qualität oder ob es ein namhafter Hersteller ist. Panasonic kodiert die Spannungsfestigkeit bei der FK-Serie wie folgt:
j: 6,3 V
A: 10 V
C: 16 V
E: 25V
V: 35V
...
2A: 100 V

Nichicon schreibt die Spannung bei den Serien WX, WT und UT als Zahlenwert drauf, bei der UD-Serie dagegen wieder kodiert, genau so wie Panasonic. Rubycon kodiert es bei der TZV-Serie ebenfalls wie Panasonic, bei der SGV-Serie dagegen anders:
0J: 6,3 V
1A: 10 V
1C: 16 V
1E: 25 V
1V: 35 V
...
2A: 100 V
Da gibt es zwar Ähnlichkeiten, aber man kann es nicht sicher 1:1 übertragen.
Jedenfalls halte ich Panasonic, Nichicon und Rubycon nicht gerade für NoName-Hersteller. Hab mal bei einer v2 geguckt, da steht auf dem Kondensator "702 SVPC 150 16". Dabei handelt es sich um die Industrie-Sparte SVPC von Panasonic. Die erste Zahl ist die Chargennummer, danach Name der Serie, Kapazität und Spannung. Damit wissen wir schon mal, welche Elkos Sony unter anderem eingesetzt hat, samt Datenblatt. Das Datenblatt sagt, die sind für 105 °C spezifiziert und haben dabei eine Lebensdauer von 2000 Stunden garantiert. Er kann 3,2 A Rippelstrom ab und hat einen ESR von 22 mΩ.

"Neu" ist bei den Lasern ja nicht mal unbedingt der Punkt. Die können ja von Drittherstellern und dann neu sein, aber mit billigen Laserdioden gebaut. Es kann sogar aussortierte Ware von Sony sein, wie mal spekuliert wurde. Dann sind die neu und sogar original, aber taugen trotzdem nicht so viel. Kann natürlich auch sein, dass die dort abgezwackt werden, wo die Vertragswerkstätten von Sony beliefert werden.
Ich habe auch mal PVR-802W gekauft. Sahen alle super neu aus, original waren sie trotzdem nicht. Hatte ich sogar irgendwo hier im Forum protokolliert, meine ich.