Autor Thema: Preise für Desinfektionsmittel und Schutzmittel rapide angestiegen  (Gelesen 565 mal)

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Anakin94

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Wie bestimmt jeder mitbekommen hat breitet sich das Coronavirus auch hier aus.
Ich find es echt fies, das jetzt die ganzen Verkäufer die Preise explodieren lassen.
Ich weiß die Vorräte werden knapp, aber Menschen die in Not sind auch noch abzuzocken und ein großes Geschäft daraus machen ist abartig. >:(

Beispiele:
250ml Handdesinfektionsmittel am 25.2.20 noch 7,95 Euro und jetzt 24,99 Euro.
1000ml Flasche Desinfektionsmittel heute Mittag noch 10,95 Euro und jetzt 49,95 Euro.
5 Einweg Atemschutz Gesichtsmasken für 20 Euro.

Weiß Jemand ob die Preise in den Apotheken auch so angehoben wurden?
Macht ihr was um euch zu schützen?
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RalleBert

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Re: Preise für Desinfektionsmittel und Schutzmittel rapide angestiegen
« Antwort #1 am: 28. Februar 2020, 08:59:33 »
Da müsste ich mal hier im Einkauf fragen, ob die Preise für diese Artikel auch für das Krankenhaus angezogen haben. Aber diese Vorgehensweise ist ja nicht neu. Angebot und Nachfrage... Jedoch sollte sich wegen des Corona Virus keiner einscheißen, wer mit Desinfektionsmittel ausgestattet ist, aber Grundregeln der Hygiene nicht beachtet, hat ja trotzdem nix gewonnen.

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Takeshi

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Re: Preise für Desinfektionsmittel und Schutzmittel rapide angestiegen
« Antwort #2 am: 28. Februar 2020, 10:24:39 »
Das ist völlig normal, wie RalleBert schon sagte, Angebot und Nachfrage. Selbst wenn wir noch in Holzhütten leben und Getreide gegen Hühner leben würden, wäre das nicht anders.
In der aktuellen Situation ist das auch ganz gut so, denn das verhindert, dass sich einer 10 Flaschen Desinfektionsmittel kauft und 3 andere Leute nichts mehr bekommen, weil schon alles weg ist. Denn du darfst bei all dem alltäglichen Überfluss nicht vergessen: Ressourcen sind endlich, auch unsere. Das wird in Teilen unserer Gesellschaft und Politik gern vergessen.

Gesichtsmasken bringen in Europa eh nichts, weil keiner weiß wie man sie sinnvoll einsetzt. Tragen muss sie der infizierte, um niemanden anzustecken, nicht der Gesunde, um nicht angesteckt zu werden. Die Japaner wissen das besser, da klallt das.

Anakin94

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Re: Preise für Desinfektionsmittel und Schutzmittel rapide angestiegen
« Antwort #3 am: 28. Februar 2020, 16:34:59 »
Ich wasch mir täglich regelmäßig die Hände und das Gesicht, ich wollte auch nur eine Flasche haben. ;)
Viele wissen aber auch erst gar nicht das sie infiziert sind.
Dann wäre das doch sinnvoller wenn alle direkt einen Atemschutz hätten oder?
Und es gibt bestimmt noch Leute die das gar nicht interessiert und nicht einmal zum Arzt gehen beim Verdacht.
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Klauserus

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Re: Preise für Desinfektionsmittel und Schutzmittel rapide angestiegen
« Antwort #4 am: 28. Februar 2020, 17:39:25 »

 "Die Hölle, dass sind die anderen!"

Sartre

@Anakin

Besser ist, Infizierte tragen einen und die anderen nicht. ABER, wie der Spruch vermuten lässst, andere wissen oft nicht, dass sie Überträger sind, gehen weniger gut damit oder halten sich nicht an Hygienevorschriften.
Also kannst DU tun was du willst und musst nicht mal Schuld sein. Egal. Ich finde das wird alles zu heiß gekocht. Klar haben wir mehr Infizierte als z.B. 2002 ABER in der Masse gesehen und im Vergleich zur Grippe ist es wohl eher harmlos. Aber wer weiß wer am Ende als letzter lacht.

Bezüglich den Preisen kann ich den anderen nur Recht geben. Das war schon immer so. Du musst da anders denken. Wenn es dir so wichtig ist dich zu desinfizieren, dann kauf Spiritus im Baumarkt. Das macht auch "sauber" und kostet sicher noch das gleiche wie vor 10 Wochen.

Nutze das Ganze doch selbst zu deinem Vorteil. Ich sag nur Aktien ;)

Takeshi

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Re: Preise für Desinfektionsmittel und Schutzmittel rapide angestiegen
« Antwort #5 am: 29. Februar 2020, 13:11:01 »
Ich wasch mir täglich regelmäßig die Hände und das Gesicht, ich wollte auch nur eine Flasche haben. ;)

Hab ja nicht gesagt, dass du 10 Flaschen kaufen wolltest. Ich meinte nur, dass sich deine Chancen eine zu bekommen dadurch vergrößern, dass der Preis ansteigt.

Viele wissen aber auch erst gar nicht das sie infiziert sind.
Dann wäre das doch sinnvoller wenn alle direkt einen Atemschutz hätten oder?
Und es gibt bestimmt noch Leute die das gar nicht interessiert und nicht einmal zum Arzt gehen beim Verdacht.

Besser wäre es auf jeden Fall, aber wenn kranke Personen (egal welche Erkrankung) eine tragen wäre das auch schon mal besser als "niemand trägt eine Maske". So würde die Zahl der Ansteckungen zumindest reduziert. Außerdem meinte ich das generell, die Japaner tragen die ja auch bei einer normalen Erkältung.

Ich finde das wird alles zu heiß gekocht. Klar haben wir mehr Infizierte als z.B. 2002 ABER in der Masse gesehen und im Vergleich zur Grippe ist es wohl eher harmlos.

Das höre ich ständig und es ist einfach totaler Blödsinn. Mit den Grippe-Zahlen kann man das gar nicht vergleichen, zumindest nicht so einfach wie es immer getan wird.
- Erster grober Fehler: Es wird bei der Mortalitätsrate auf die Gestorbenen und Infizierten geguckt. Das kann man bei Grippe machen, da der Infektionszeitraum abgeschlossen ist. Wenn man infiziert ist, gibt es da nur zwei Möglichkeiten, nämlich "geheilt" oder "verstorben". Bei der aktuellen Pandemie gibt es aber noch eine dritte Kategorie, nämlich "noch nicht klar" und das ist gerade beim aktuellen Verlauf der größte Anteil. Man kann bei der Grippe auch "Gestorbene / (Gestorbene + Geheilte)" rechnen, dann kommt man auf das gleiche Ergebnis. Macht man das bei Corona, dann wird das Ergebnis wesentlich realistischer. Damit wäre die Sterblichkeit schon mal besser abgebildet.
- Zweiter großer Fehler: Man guckt sich die gesamten gestorbenen Personen an und vergleicht die mit denen, die an Grippe gestorben sind. Der aktuelle Erreger ist frisch ausgebrochen, er hatte noch gar keine Zeit sich auf der ganzen Welt zu verbreiten. Man vergleicht einmal die Wltbevölkerung mit der Bevölkerung einiger weniger Regionen. Hinzu kommt der zeitliche Rahmen. Hier geht es um bisher knappe 2 Monate, nicht ein ganzes Jahr. Meistens wird das ja mit den Grippetoten in einem Jahr gegengerechnet.
- Dritter Punkt, der vernachlässigt wird: Aktuell werden extreme Maßnahmen ergriffen, um den Mist einzudämmen. In China wurden sehr schnell ganze Regionen unter Quarantäne gestellt (in unserer Welt undenkbar), dort lief man teilweise schwer bewaffnet herum, um das durchzubekommen. Die Menschen wurden da sich selbst überlassen. Virus rein, Tür zu, warten und gucken, ob noch jemand lebend heraus kommt. Weltweit wwerden Großveranstaltungen abgesagt, was sicher schon einiges gebracht hat. China nimmt große wirtschaftliche Einbußen in Kauf, um der Sache Herr zu werden und natürlich, um den sonst automatisch drohenden wirtschaftlichen Einbruch zu dämpfen. Außerhalb China hat man sehr genau auf Menschen geguckt, die aus gewissen Regionen einreisen, das macht man nicht bei Grippe. Japan hat jetzt landesweit alle Schulen geschlossen, bis die regulären Ferien Ende April enden. Also einerseits sind die Maßnahmen ein Grund dafür, dass es noch nicht schlimmer ist und andererseits zeigen sie auch, dass offensichtlich nicht einfach nur eine Erkältung ist, sonst würden andere Länder nicht so rigerose Maßnahmen treffen.

Ich höre ständig, es werde in den Medien Panik verbreitet. Ich sehe dagegen nur, wie es überall verharmlost wird, nur weil noch nicht 10% der Wltbevölkerrung verreckt sind. Ich halte das für fatal, wenn man den Menschen einredet, alles sei wie immer und es gibt keinen Grund zur erhöhten Vorsicht. Denn genau das ist es, was letzte Woche noch aus der Politik zu vernehmen war, nachdem man nun sagt "da rollt was auf uns zu". Man sollte nicht erst was unternehmen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

So, das war jetzt viel Text, aber musste mal raus, mich regt dieses ständige "Voll die Panikmache, ist doch nicht so schlimm wie ne Grippe". Das alles heißt nicht, dass kein Mensch mehr vor die Tür sollte, weil man sonst Ebolaids bekommt und sofort stirbt, aber mehr vernünftige Aufklärung und sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen (wie Großveranstaltungen meiden) wären sinnvoll. Teilweise passiert das ja auch endlich mal.

Anakin94

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Re: Preise für Desinfektionsmittel und Schutzmittel rapide angestiegen
« Antwort #6 am: 29. Februar 2020, 14:22:37 »
@Klauserus
Das mit dem Spiritus ist ein guter Tipp, Danke :)
Kostet nur 3-7 Euro pro Liter.
Ich sehe die Problematik wie Takeshi.
Sowas sollte man sehr ernst nehmen und da bin ich lieber zu vorsichtig.
Selbst wenn andere das lockerer sehen, kann Sicherheit nie schaden.
Und Panik lässt sich im Hirn leider nicht abschalten. :'(
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Klauserus

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Re: Preise für Desinfektionsmittel und Schutzmittel rapide angestiegen
« Antwort #7 am: 29. Februar 2020, 14:41:51 »
 Ich habe das auch so gesehen wie ihr. ABER was soll ich machen? Ich arbeite viel mit Menschen. Habe auch schon Mundschutz getragen weil jeder krank ist. Einfach zu Hause bleiben ist nicht.
 Ich kann die besten Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, was bringen die, wenn andere unachtsam sind. In der Arbeit verrecke ich wenn ich den ganzen Tag Mundschutz trage. Meine Mitmenschen sind nicht so sensibel und husten/niesen wild in der Gegend herum. Ohen Hand davor bzw. in die Armbeuge. Wie soll ich mich bitte dagegen schützen? Klar wasch ich mir bzw. desinfiziere ich den ganzen Tag Hände. Fasse keine Klinken an ect. ich hasse es allgemein krank zu sein.

@Takeshi

Du hast Recht. Klar die Sterberate ist 20-30 mal höher. Grippe 0,1 Prozent. Cora ca. 3 Prozent. Das ist Hoch. Sehr hoch sogar. Bin der Meinung, wenn er wirklich schlimm ist, dass ist es eh schon zu spät. Dritteweltländer haben nicht das System um ihn einzudemmen und bei uns dauert es dann eben nur länger. Will sagen, wenn er wirklich schlimm ist, dann ists eh schon zu spät. Wir sind so viel Menschen, mehr wie 1918 (spanische Grippe) oder im Mittelalter (Pest) das kannst du schon vergessen. Wenn sich einer nicht an die Regeln hält gehts weiter. Denk mal über die Gesellschaft und deine Mitmenschen nach. Ich sah das genauso wie du aber wie gesagt, die Hölle sind die anderen.

Die politik sagt ja auch nur man soll besonnen damit umgehen. Keine Panik. Keine Hamsterkäufe. Viel Händewaschen ect. Mal ehrlich. Ein normaler Mensch macht das doch sowieso. Hände waschen nach dem Einkaufen z.B. oder ein paar Vorräte zu Hause haben.

Wenn sich jeder an diese Regeln, die die Regierung aufstellt halten würde, hätten wir evtl. nicht so einen krassen ausbruch an Grippe. Und Cora soll ja der Grippe ähnlich sein. Also wird es sich genauso schnell verbreiten. Das kann man nicht wirklich aufhalten.

Im Sommer wird es leichter. Die UV Strahlung tötet viele Viren und die Menschen gehen mehr raus.

Ich möchte das auch nicht verharmlosen aber ich weiß nicht was mir sonst über bleibt.

Ich war gestern übrigens beim Arzt. Wegen einer anderen Sache. Bis auf eine Patientin, die sagte "ich setze mich nicht ins Wartezimmer wegen der Ansteckungsgefahr" und das tuscheln der Krankenschwestern "...was meinst du wie das weiter geht? Was sollen wir machen? wie sollen wir uns verhalten?", hat man nix gemerkt.

Wenn nicht schon jetzt schärfere Maßnahmen greifen, bei so einer Bevölkerungsdichte und Globalisierung (Flugverkehr) dann ists eh schon zu spät wenn es so schlimm ist.

Hier mal die LiveKarte: Klick
« Letzte Änderung: 29. Februar 2020, 14:55:52 von Klauserus »

Takeshi

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Und Panik lässt sich im Hirn leider nicht abschalten. :'(

Da muss ich direkt an Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer denken. Er sagte mal in einer Ausgabe sinngemäß: Wir stammen von den Menschen ab, die einen Säbelzahntieger im Busch vermutet haben und weggerannt sind; und nicht von denen, die dachte "hm, vielleicht ist es nur ein Busch, gucken wir erst mal nach". Wie du schon sagtest, lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu unvorsichtig. Ganz normal, so tickt nicht nur der Mensch, sondern viele Lebewesen. Nur unsere kranke Gesellschaft sieht das heute leider anders und verlangt unnatürliches (und unsinniges) verhalten.

Ich habe das auch so gesehen wie ihr. ABER was soll ich machen? Ich arbeite viel mit Menschen. Habe auch schon Mundschutz getragen weil jeder krank ist. Einfach zu Hause bleiben ist nicht.
 Ich kann die besten Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, was bringen die, wenn andere unachtsam sind. In der Arbeit verrecke ich wenn ich den ganzen Tag Mundschutz trage. Meine Mitmenschen sind nicht so sensibel und husten/niesen wild in der Gegend herum. Ohen Hand davor bzw. in die Armbeuge. Wie soll ich mich bitte dagegen schützen? Klar wasch ich mir bzw. desinfiziere ich den ganzen Tag Hände. Fasse keine Klinken an ect. ich hasse es allgemein krank zu sein.

Natürlich liegt es nicht allein in deiner Hand. Aber was ist das für ein Argument? Im Straßenverkehr kannst du auch ums Leben kommen, weil jemand anderes besoffen am Steuer sitzt, aber das ist ja kein Grund sich nicht an Verkehrsregeln zu halten, sondern zu sagen "was bringt es mir, wenn ich mich an die Regeln halte, wenn jemand anderes mich durch Alkohol am Steuer oder durch extreme Raserei gefährdet?". Natürlich kannst du es nicht ganz verhindern, es liegt sogar nur zum kleinsten Teil in deiner Hand. Wenn genug Leute sich an bekannte Regeln halten, verringert das aber die Gefahr.
Du machst es so, wie es sinnvoll ist und das ist schon mal die halbe Miete. Damit schützt du dich und andere auch. Das ist ja nur die eine Seite. Die andere Seite, die ich kritisiere, ist die, dass "global" die Ansicht verbreitet wird, es wäre total harmlos, weshalb eben viele Menschen sich dann erst recht nicht so verhalten, wie es angebracht wäre. Ich finde es zum Beispiel unverantwortlich, dass alle Leute wie üblich Karneval gefeiert haben. Ja, viele Leute haben sich lange drauf vorbereitet, aber man gefährdet damit gerade das Leben hunderter, wenn nicht zig tausender Menschen! Nur weil man Karneval feiern will. Das ist einfach nur asozial. Und da sehe ich die Politik und Medien mit in der Verantwortung, denn die haben das mit legitimiert und eben nicht richtig aufgeklärt. Dafür sind sie aber da.

Du hast Recht. Klar die Sterberate ist 20-30 mal höher. Grippe 0,1 Prozent. Cora ca. 3 Prozent. Das ist Hoch. Sehr hoch sogar. Bin der Meinung, wenn er wirklich schlimm ist, dass ist es eh schon zu spät. Dritteweltländer haben nicht das System um ihn einzudemmen und bei uns dauert es dann eben nur länger. Will sagen, wenn er wirklich schlimm ist, dann ists eh schon zu spät.

Die Live-Karte habe ich auch schon entdeckt. Danach gibt es aktuell weltweit 2941 Tote zu 39778 Geheilten. Macht eine Mortalitätsrate von 6,9%. Das Ganze ist natürlich stark abhängig von der Altersgruppe, was da jetzt nicht zu sehen ist. Aber auch die Region spielt eine erhebliche Rolle. Im Iran sind es derzeit beispielsweise 43 zu 123, macht 25%. Singapur hat dagegen 0 Tote und 72 Geheilte.
Was bei einer großflächigen Erkrankung hilft ist Isolation, Neuansteckungen möglichst verhindern. Das hieße auch Grenzen schließen oder temporär welche einführen. Wo anders hat das geholfen, hier ist es undenkbar, darf man kaum aussprechen. Schlimm, wenn es irgendwo wütet, aber da muss man die Grenzen der eigenen Macht auch mal akzeptieren.
"Zu spät" ist es nicht und es wird ja nun auch nicht gleich die gesamte Menschheit aussterben (nur dann kann man von "zu spät" sprechen). Die Ausbreitung herauszögern ist elementar, denn das verschafft einem Zeit bei der Entwicklung von Gegenmaßnahmen. Und wenn sich die Ansteckungen in die Länge ziehen, dann müssen zu einem Zeitpunkt weniger Menschen versorgt werden, es ist also besser stemmbar. Klar, man wird nicht verhindern, dass es in quasi jeder Stadt in Deutschland mindestens einen Fall geben wird, aber darum geht es nicht.

Wenn sich jeder an diese Regeln, die die Regierung aufstellt halten würde, hätten wir evtl. nicht so einen krassen ausbruch an Grippe. Und Cora soll ja der Grippe ähnlich sein. Also wird es sich genauso schnell verbreiten. Das kann man nicht wirklich aufhalten.

Ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, du siehst das zu schwarz/weiß. Ich habe nie gesagt, dass ich glaube, dass sich jeder an die Regeln halten würde, wenn man vernünftig aufklären würde. Aber es wären mehr, die es tun würden.

Ich möchte das auch nicht verharmlosen aber ich weiß nicht was mir sonst über bleibt.

Natürlich weder Verharmlosung noch totale Panik, sondern einfach das tun, was man so machen kann. Wie gesagt, Hygiene etwas genauer nehmen als sonst und vorallem fremde Menschen möglichst meiden, also die Anzahl der "Kontaktpersonen" reduzieren. Im privaten und beruflichen Umfeld hat man ja auch viel Kontakt zu Menschen, aber immer zu den gleichen. Auf Messen, Konzerten oder aktuell auch in Fußballstadien ist das anders, da sind es immer wieder andere. Ich hielte es deshalb für sinnvoll, dass nicht die Veranstalter die Messen absagen, sondern dass es generell verordnet wird, dass alle Messen bis auf weiteres nicht stattfinden dürfen, Fußballspiele wären abzusagen (oder zumindest ohne Fans vor Ort), Karneval hätte man streichen sollen, Spaßbuden wie das Tropical Island gehören geschlossen, zumindest privater Flugverkehr wird erst mal eingestellt. Wenn viele Menschen schon nicht den Verstand haben so etwas zu lassen, dann muss es zum Schutz aller eben von oben kommen, wie in anderen Ländern geschehen. Aber das traut man sich nicht, während man letztes Jahr noch über eine Impfpflicht gesprochen hat, zum Schutze aller gegen die individuelle Freiheit einzelner. Das ist alles so verlogen.

Wenn nicht schon jetzt schärfere Maßnahmen greifen, bei so einer Bevölkerungsdichte und Globalisierung (Flugverkehr) dann ists eh schon zu spät wenn es so schlimm ist.

Was heißt "so schlimm"? Mir scheint das zu schwarz/weiß. Es liegt viel zwischen "ist nur Schnupfen" und "die Menschheit wird ausgelöscht". Aktuell sterben scheinbar nach den offiziellen Zahlen rund 7% (es waren mal über 20%). Da gibt es eine Menge ungenauigkeiten drin, denn gerade am Anfang treiben alte und chronisch kranke die Zahlen nach oben. Sind die einmal "weg", wird die Quote schon besser. Andererseits werden viele Kranke und auch Tote nicht erfasst, weil Regierungen es vertuschten oder schlicht die Möglichkeiten fehlen. Dann hat man wieder Menschen, die infiziert sind, kaum Symptome haben, genesen und keiner wusste, dass sie es jemals hatten. Es wird sich nicht jeder anstecken und von denen wird nicht jeder sterben, bei weitem nicht. Es ist nicht "so schlimm", dass wir alle sterben werden, aber es kann so weit kommen, dass viele von uns bald jemanden kennen, der daran verstorben ist, mit ganz kleiner Wahrscheinlichkeit trifft es einen selbst, wie bei allen Gefahren im Leben.

Um zum Ende zu kommen: Ich wollte eigentlich auch keine riesige Sache draus machen, sondern einfach nur darauf plädieren es nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, wie es von vielen gerade getan wird ... und vielleicht noch Leute anzufeinden, die das nicht tun.

Klauserus

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 Ich versuche mal ein paar Fakten aufzustellen und sehe das so:

 - Inkubationszeit so wird geschrieben 7-14 Tage
 - die meisten Menschen zeigen keine Symptome oder nur schwache
 - waehrend dieser Zeit sind sie aber Uebertraeger und wissen es nicht einmal
 
jetzt muss man sich ueberlegen mit wievielen Menschen man in dieser Zeit Kontakt hat.

Grossfleachig bei Grippe, welche ja die gleichen Symptome hat wie Cora wird auch nicht auf Cora getestet.

Bin der Meinung das es schon viel mehr haben, als man denkt.

Wir sind uns aber in manchen Dingen aehnlich. Ich habe die Sterberate auch schon ausgerechnet ect.

Am liebsten wuerde ich die neachten Monate zu Hause bleiben, da ich mit sehr vielen Menschen zu tun habe die sich nicht an die Regeln halten.
Kann ich aber leider nicht.


Papabär

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Jetzt kommt ja anscheinend der zuverlässige Antikörpertest.
Würde mich echt interessieren, da wir alle vier in der Familie im Februar/März eine mehr oder weniger heftige Erkältung, teilweise ohne Geruch-/Geschmacksinn hatten.
Aber alles ohne Fieber.
Bein uns auf der Arbeit sind im wöchentlichem Wechsel jeweils ein Mitarbeiter im Dienst.
Wenn ich wüsste, daß ich mittlerweile immun wäre, dann könnten die alle zu hause bleiben in ich könnte dann den "Laden schmeissen". Zuhause geht mir langsam auf den Sack.
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Takeshi

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Es gab ja am Anfang Corona-Partys, bei denen es das Ziel war sich anzustecken, bevor die Krankenhäuser überlastet sind, um dann im Ernstfall immun zu sein. War aber damals schon keine gute Idee, da es verschiedene Mutationen gab. Die Immunität gegen einen schützte nicht gegen den anderen. Dass es mehrere Varianten gab, erklärte auch, wieso manche Menschen kurz nach der Genesung wieder erkrankten. Sie hatten dann schlicht den anderen Typ.