Autor Thema: Probleme beim fitmachen der PS3  (Gelesen 542 mal)

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Dolby

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Probleme beim fitmachen der PS3
« am: 10. Mai 2018, 17:44:02 »
Moin Forum!

Kurze Vorgeschichte: Ich hatte damals die FAT PS3 eines Kollegen gekauft. Er hat sie mir billig überlassen, da sie einen Laufwerksschaden hatte. Meine war am YLOD erkrankt. Daraufhin habe ich meinen Laser in sein Laufwerk eingebaut, und die PS3 funktionierte eine ganze Weile lang. Irgendwann ist jedoch auch diese vom YLOD befallen, und ich habe mir eine neue PS3 gekauft.

Das ist jetzt schon viele Jahre her, und meine einzige funktionierende PS3 scheint auch bald den Geist aufzugeben. Hab daher die alten Dinger ausgekramt, die mir zu schade zum wegschmeißen schienen. Würde daraus gern 'ne funktionierende PS3 basteln, hab aber einige Probleme. Eine der Konsolen habe ich mithilfe der Fön-Methode kurzzeitig wieder zum laufen bekommen. Natürlich keine permanente Lösung (gibt es die überhaupt? Einmal YLOD immer YLOD, kann man das so sagen?) schien mir aber die beste zu sein, da sie einerseits günstig ist (null Ausgaben) und man (hoffentlich?) nichts großartig zerstören kann, schließlich wird das Ding ja nur auf etwas mehr als Betriebstemperatur gebracht.

Jedenfalls habe ich gemerkt, dass das Laufwerk gesponnen hat. Da wären wir bei meiner Zwischenfrage. Reagiert das Laufwerk, wenn es NICHT mit der Platine verheiratet ist? Jedenfalls leuchtete die LED blau, obwohl keine BD eingelegt war. Einige Male aufgeschraubt, und gesehen dass die Mechanik wohl nicht stimmte, denn der Schlitten war weit oben mit dem Zahnrad verzahnt. Bin der Meinung, dass ich es wieder richtig zusammengeschraubt habe. Angeschlossen und zack... wieder YLOD.

Bin mit meinen Nerven leicht am Ende. Bei einer Laufwerksplatine fehlt der Anschluss für einen gaaanz kleinen Stecker. Das ist wohl für diesen IR-Sensor. Das Teil kann ich vergessen, bleibt nur die andere Platine, und da wären wir wieder bei der Frage, ob das Laufwerk überhaupt eine Reaktion zeigt, wenn die Platine nicht zum Mainboard passt?

Und bei einem der Mainboards (das was kurzzeitig funktionierte) ist dieser Clip, wo das Flachbandkabel vom Laufwerk angesteckt wurde, abgebrochen. Das Kabel habe ich durch ein kleines Stück gefaltetes Blech halten können. Kontakt sollte es jedenfalls bekommen haben. Da wären wir schon wieder bei meiner Zwischenfrage. Ist es egal welche Seite des Kabels wo angeschlossen wird? Reagiert das Laufwerk nur bei "Vollkontakt" oder kann es auch sein, dass das Kabel nie richtig drin war?

Sorry für den langen Text. Kurz gesagt habe ich zwei Probleme. Einmal das Laufwerk, und vordergründig die ganze YLOD Sache. Was kann ich da noch machen?
Etwas Wärmeleitpaste ist noch da, und ehe ich es vergesse wäre da noch eine andere Baustelle. Bei einem Mainboard komme ich nicht an den Cell/RSX ran. Das ganze Board scheint mir dem Kühler verklebt zu sein, krieg es einfach nicht auseinander.

Bin echt fertig, mit den Trümmerhaufen! Hilfe!

RalleBert

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Re: Probleme beim fitmachen der PS3
« Antwort #1 am: 10. Mai 2018, 20:06:53 »
Moin Forum!

Moin Dolby!

Natürlich keine permanente Lösung (gibt es die überhaupt? Einmal YLOD immer YLOD, kann man das so sagen?) schien mir aber die beste zu sein, da sie einerseits günstig ist (null Ausgaben) und man (hoffentlich?) nichts großartig zerstören kann, schließlich wird das Ding ja nur auf etwas mehr als Betriebstemperatur gebracht.

Es gibt nie eine permanente Lösung, irgendwann geht das Teil wieder kaputt, klar. Die Frage ist: Wann?!
Der Fön-Fix repariert nix, -gar- nix. Damit wird das Board ein wenig gebogen, so das die defekten Kontakte wieder für kurze Zeit verbindung haben. Ist eigentlich nur zum abmelden aus dem PSN und Spielstände sichern. Eine Reparatur mit Heißluft braucht gute 300°C, denn das Zinn wird erst bei ca. 250°C flüssig.  Hier Infos zur Reparatur
[/quote]

Reagiert das Laufwerk, wenn es NICHT mit der Platine verheiratet ist? Jedenfalls leuchtete die LED blau, obwohl keine BD eingelegt war. Einige Male aufgeschraubt, und gesehen dass die Mechanik wohl nicht stimmte, denn der Schlitten war weit oben mit dem Zahnrad verzahnt. [...] Bei einer Laufwerksplatine fehlt der Anschluss für einen gaaanz kleinen Stecker. Das ist wohl für diesen IR-Sensor. Das Teil kann ich vergessen [...].

Hier sind Infos zum ---> Einstellen des Laufwerks
Den Stecker kann man auch erneuern oder die Drähte auf die Platine löten, ist im Forum schon mal beschrieben worden, suche bitte mal selber ;)

Und bei einem der Mainboards (das was kurzzeitig funktionierte) ist dieser Clip, wo das Flachbandkabel vom Laufwerk angesteckt wurde, abgebrochen. Das Kabel habe ich durch ein kleines Stück gefaltetes Blech halten können. Kontakt sollte es jedenfalls bekommen haben. Da wären wir schon wieder bei meiner Zwischenfrage. Ist es egal welche Seite des Kabels wo angeschlossen wird? Reagiert das Laufwerk nur bei "Vollkontakt" oder kann es auch sein, dass das Kabel nie richtig drin war?

Das mit den Clips passiert öfter, daher ist das im Forum auch oft beschrieben (suchen). Du brauchst Druck auf den Kontakten, ich würde einen Kunststoffstreifen nehmen und mit Klebeband fixieren. Die Seiten des Kabels sind für den Betrieb egal, aber nicht fürs Zusammenbauen, eine Seite ist (meine ich) etwas länger. Auf der Page findest Du aber auch Anleitungen zum Zerlegen der Konsolen, könnte in dem Falle sicher helfen.

Sorry für den langen Text. [...] Was kann ich da noch machen?

Kein Problem, ist doch zehnmal besser, als jedes Detail anfordern zu müssen...
Du kannst sie nach den Tutorials reparieren (siehe oben/Page), reparieren lassen, alle verkaufen und hoffen das es reicht eine gebrauchte dafür zu bekommen ;)

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Dolby

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Re: Probleme beim fitmachen der PS3
« Antwort #2 am: 10. Mai 2018, 22:14:15 »

Es gibt nie eine permanente Lösung, irgendwann geht das Teil wieder kaputt, klar. Die Frage ist: Wann?!
Der Fön-Fix repariert nix, -gar- nix. Damit wird das Board ein wenig gebogen, so das die defekten Kontakte wieder für kurze Zeit verbindung haben. Ist eigentlich nur zum abmelden aus dem PSN und Spielstände sichern. Eine Reparatur mit Heißluft braucht gute 300°C, denn das Zinn wird erst bei ca. 250°C flüssig.  Hier Infos zur Reparatur

Werde ich mir mal durchlesen, auch wenn ich die Möglichkeit dazu momentan nicht hab. Wie konnte Sony sich nur so einen Fauxpas erlauben? Klar, PS1 und PS2 haben eine geringere Energieaufnahme, und werden nicht so heiß, aber die Teile laufen & laufen. Es ist traurig, wenn nach einem Jahrzehnt, nurnoch gefühlte 30% aller Konsolen am Leben sind.

Hier sind Infos zum ---> Einstellen des Laufwerks
Den Stecker kann man auch erneuern oder die Drähte auf die Platine löten, ist im Forum schon mal beschrieben worden, suche bitte mal selber ;)

Mein Stecker ist im Nirvana. Also Drähte löten... sollte machbar sein.

Das mit den Clips passiert öfter, daher ist das im Forum auch oft beschrieben (suchen). Du brauchst Druck auf den Kontakten, ich würde einen Kunststoffstreifen nehmen und mit Klebeband fixieren. Die Seiten des Kabels sind für den Betrieb egal, aber nicht fürs Zusammenbauen, eine Seite ist (meine ich) etwas länger. Auf der Page findest Du aber auch Anleitungen zum Zerlegen der Konsolen, könnte in dem Falle sicher helfen.

Druck ist da ordentlich drauf, das Blech passt gerade unter die Abdeckung. Scheint also kein großes Problem zu sein. Danke!

Kein Problem, ist doch zehnmal besser, als jedes Detail anfordern zu müssen...
Du kannst sie nach den Tutorials reparieren (siehe oben/Page), reparieren lassen, alle verkaufen und hoffen das es reicht eine gebrauchte dafür zu bekommen ;)

Verkaufen/Kaufen ist keine Option, die dicken Mädels werden wieder laufen!

 :)
« Letzte Änderung: 11. Mai 2018, 15:51:16 von Dolby »

Takeshi

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Re: Probleme beim fitmachen der PS3
« Antwort #3 am: 14. Mai 2018, 00:51:16 »
Etwas späte Antwort, eher habe ich es leider nicht geschafft.

Erst mal was Grundsätzliches zum YLOD und der Reparatur. Wie RalleBert schon sagte, alles geht irgendwann kaputt. Selbst die Pyramiden sind irgendwann kaputt, es dauert nur (meist) tausende Jahre. Die Sonne wird in ein paar Millionen Jahre auch nicht mehr so frisch aussehen. Gut, etwas übertrieben, aber ich denke der Kern ist klar: Nichts hält ewig. Die Frage ist nie, ob etwas irgendwann kaputtgeht, sondern wann das der Fall ist bzw. mit welcher Wahrscheinlichkeit bezogen auf einen Zeitraum.
Also: Keine Reparatur hält ewig, aber sie kann nach einer Reparatur genau so lange oder theoretisch sogar länger halten als eine neue Konsole halten würde. Zugegeben ist es unwahrscheinlich, weil man nicht die technischen Möglichkeiten dafür hat. Aber so richtig professionell gemacht wäre es so, da man bleihaltiges Lot verwenden kann und das weicher ist.

Dann zu deiner Aussage, dass es ja nicht sein dürfte, dass so viele Konsolen inzwischen ausgefallen sind: Wie du schon sagtest, die Konsolen halten alle immer weniger, wenn man es mit den vorherigen Konsolen-Generationen vergleicht. Das stimmt, hat aber Gründe. Die Technik wird immer komplexer. Die Anzahl der Chips in einer Konsole ist gestiegen, die Komplexität der Chips genau so. Mechanisch wurden die immer aufwendiger. Früher ragten Drähte raus, die durch Löcher gesteckt und verlötet waren, klassische bedrahtete Bauteile halt. Der Beinchenabstand wurde kleiner, die Beinchen wurden nicht mehr durchgesteckt, sondern nur oben auf Pads gelötet, um mehr Anschlüsse pro Fläche unterzubringen. Das macht Lötstellen (häufig) schon empfindlicher. Die Flächen wurden mit der Zeit immer kleiner und irgndwann fielen die Beinchen komplett weg, nun sind wir bei BGAs. Die Gehäuse der Chips sind direkt mit der Platine verlötet. Dadurch gibt es viel weniger mechanischen Spielraum, da kann nichts mehr federn, wie früher bei bedrahteten Bauteilen. Hinzu kommt, dass die Leistungsaufnahme von Konsolen stark gestiegen ist. Begnügten sich Konsolen früher mit 5 W, sind es heute mal gern über 200 W! Und die Leistungsaufnahme ist 1:1 Wärmeentwicklung, denn was anderes als Wärme wird aus der zugeführten Leistung nicht. Wärme führt zu mechanischier Belastung. Das heißt mechanisch ist die Elektronik empfindlicher geworden, gleichzeitig die mechanische Belastung aber stärker.
Der technische Fortschritt ist damit teilweise auch eine Illusion. Er ist nicht so groß, wie er meistens aussieht, er wird durch stärkere Ausreizung der Grenzen größer vorgetäuscht. Aber wir wollen es. Über die Wii wurde damals nur gemeckert, weil sie nicht so leistungsstark war. Dabei war das von der Leistung her die "ehrlichere" Konsole.
Das alles betrifft nicht nur die Konsolen, bei denen fällt es nur stärker auf, wegen der längeren Nutzungsdauer und der überall gleichen Erscheinung, auch in Fehlerbildern. Fernseher, Handys, Laptops, Tablets, Spiele-Grafikkarten, ... alles heute ähnlich empfindlich, merkt nur kaum einer.
Sony (und Microsoft) kommt das natürlich recht, kein Grund da großartig gegenzusteuern, verkauft man halt mehr Konsolen. Aber wirklich verantwortlich machen würde ich die dafür nicht, außer vielleicht damals Microsoft ein wenig.

Kleiner Einschub: Mir wurde mal gesagt, komplett freie Marktwirtschaft ist super, denn es wird das produziert, was die Leute haben wollen und die wollen etwas, das gut ist. Schlechte Produkte werden nicht gekauft. Hier sieht man aber super, das funktioniert nicht, denn es verkauft sich das am besten, was den potentiellen Käufer vor dem Kauf am besten blendet, danach ist alles egal. Und damit wird teilweise das produziert, was eigentlich Müll ist. Und das, was gut ist, wird gar nicht mehr hergestellt und obwohl es freie Marktwirtschaft gibt, habe ich nicht die Möglichkeit zu kaufen, was ich gern hätte, denn es produziert keiner. Das ist wie mit dem Internet, da findet man angeblich alles und es vergisst nichts. Beides Mythen, wenn es drauf ankommt, wie ich schon lange feststellen musste. Aber ich schweife ab.

So, DAS war jetzt viel Text, nun weiter zu deinen Problemen. Einiges wurde ja schon beantwortet.

Das Board, das du nicht aus dem Gehäuse bekommst: Geklebt ist das nicht, das ist die Wärmeleitpaste, ist manchmal so. Versuche mal die Konsole warm zu machen. Kannst auch mit einem Fön auf die Platine blasen, bis die gut warm ist, dann noch in den Kühlkörper, wie bei der billigen "Reparatur".

Wenn Laufwerk und Mainboard nicht verheiratet sind, dann arbeitet die Konsole schon damit. Die blaue LED funktioniert wie vorgesehen, Einzug und Auswurf gehen, die Disc wird auch gedreht. Nur im Menü wird dir keinerlei Reaktion angezeigt, das ist alles.
Bei dir liegt höchstwahrscheinlich ein Verbindungsfehler oder eine verstellte Mechanik vor.

Gebogenes Blech würde ich nicht verwenden, das leitet! Die Kontakte werden in der Buchse nach oben geführt, aus mechanischen Gründen. Die schließt du damit kurz. Verwende Kunststoff.

Den IR-Sensor kannst du löten, wurde ja schon gesagt.

Ich hoffe, damit ist dir erst mal geholfen. Wenn noch Fragen sind, immer raus damit! :)

Dolby

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Re: Probleme beim fitmachen der PS3
« Antwort #4 am: 19. Mai 2018, 18:48:13 »
Etwas späte Antwort, eher habe ich es leider nicht geschafft.

Erst mal was Grundsätzliches zum YLOD und der Reparatur. Wie RalleBert schon sagte, alles geht irgendwann kaputt. Selbst die Pyramiden sind irgendwann kaputt, es dauert nur (meist) tausende Jahre. Die Sonne wird in ein paar Millionen Jahre auch nicht mehr so frisch aussehen. Gut, etwas übertrieben, aber ich denke der Kern ist klar: Nichts hält ewig. Die Frage ist nie, ob etwas irgendwann kaputtgeht, sondern wann das der Fall ist bzw. mit welcher Wahrscheinlichkeit bezogen auf einen Zeitraum.
Also: Keine Reparatur hält ewig, aber sie kann nach einer Reparatur genau so lange oder theoretisch sogar länger halten als eine neue Konsole halten würde. Zugegeben ist es unwahrscheinlich, weil man nicht die technischen Möglichkeiten dafür hat. Aber so richtig professionell gemacht wäre es so, da man bleihaltiges Lot verwenden kann und das weicher ist.

Dann zu deiner Aussage, dass es ja nicht sein dürfte, dass so viele Konsolen inzwischen ausgefallen sind: Wie du schon sagtest, die Konsolen halten alle immer weniger, wenn man es mit den vorherigen Konsolen-Generationen vergleicht. Das stimmt, hat aber Gründe. Die Technik wird immer komplexer. Die Anzahl der Chips in einer Konsole ist gestiegen, die Komplexität der Chips genau so. Mechanisch wurden die immer aufwendiger. Früher ragten Drähte raus, die durch Löcher gesteckt und verlötet waren, klassische bedrahtete Bauteile halt. Der Beinchenabstand wurde kleiner, die Beinchen wurden nicht mehr durchgesteckt, sondern nur oben auf Pads gelötet, um mehr Anschlüsse pro Fläche unterzubringen. Das macht Lötstellen (häufig) schon empfindlicher. Die Flächen wurden mit der Zeit immer kleiner und irgndwann fielen die Beinchen komplett weg, nun sind wir bei BGAs. Die Gehäuse der Chips sind direkt mit der Platine verlötet. Dadurch gibt es viel weniger mechanischen Spielraum, da kann nichts mehr federn, wie früher bei bedrahteten Bauteilen. Hinzu kommt, dass die Leistungsaufnahme von Konsolen stark gestiegen ist. Begnügten sich Konsolen früher mit 5 W, sind es heute mal gern über 200 W! Und die Leistungsaufnahme ist 1:1 Wärmeentwicklung, denn was anderes als Wärme wird aus der zugeführten Leistung nicht. Wärme führt zu mechanischier Belastung. Das heißt mechanisch ist die Elektronik empfindlicher geworden, gleichzeitig die mechanische Belastung aber stärker.
Der technische Fortschritt ist damit teilweise auch eine Illusion. Er ist nicht so groß, wie er meistens aussieht, er wird durch stärkere Ausreizung der Grenzen größer vorgetäuscht. Aber wir wollen es. Über die Wii wurde damals nur gemeckert, weil sie nicht so leistungsstark war. Dabei war das von der Leistung her die "ehrlichere" Konsole.
Das alles betrifft nicht nur die Konsolen, bei denen fällt es nur stärker auf, wegen der längeren Nutzungsdauer und der überall gleichen Erscheinung, auch in Fehlerbildern. Fernseher, Handys, Laptops, Tablets, Spiele-Grafikkarten, ... alles heute ähnlich empfindlich, merkt nur kaum einer.
Sony (und Microsoft) kommt das natürlich recht, kein Grund da großartig gegenzusteuern, verkauft man halt mehr Konsolen. Aber wirklich verantwortlich machen würde ich die dafür nicht, außer vielleicht damals Microsoft ein wenig.

Kleiner Einschub: Mir wurde mal gesagt, komplett freie Marktwirtschaft ist super, denn es wird das produziert, was die Leute haben wollen und die wollen etwas, das gut ist. Schlechte Produkte werden nicht gekauft. Hier sieht man aber super, das funktioniert nicht, denn es verkauft sich das am besten, was den potentiellen Käufer vor dem Kauf am besten blendet, danach ist alles egal. Und damit wird teilweise das produziert, was eigentlich Müll ist. Und das, was gut ist, wird gar nicht mehr hergestellt und obwohl es freie Marktwirtschaft gibt, habe ich nicht die Möglichkeit zu kaufen, was ich gern hätte, denn es produziert keiner. Das ist wie mit dem Internet, da findet man angeblich alles und es vergisst nichts. Beides Mythen, wenn es drauf ankommt, wie ich schon lange feststellen musste. Aber ich schweife ab.

So, DAS war jetzt viel Text, nun weiter zu deinen Problemen. Einiges wurde ja schon beantwortet.

Das Board, das du nicht aus dem Gehäuse bekommst: Geklebt ist das nicht, das ist die Wärmeleitpaste, ist manchmal so. Versuche mal die Konsole warm zu machen. Kannst auch mit einem Fön auf die Platine blasen, bis die gut warm ist, dann noch in den Kühlkörper, wie bei der billigen "Reparatur".

Wenn Laufwerk und Mainboard nicht verheiratet sind, dann arbeitet die Konsole schon damit. Die blaue LED funktioniert wie vorgesehen, Einzug und Auswurf gehen, die Disc wird auch gedreht. Nur im Menü wird dir keinerlei Reaktion angezeigt, das ist alles.
Bei dir liegt höchstwahrscheinlich ein Verbindungsfehler oder eine verstellte Mechanik vor.

Gebogenes Blech würde ich nicht verwenden, das leitet! Die Kontakte werden in der Buchse nach oben geführt, aus mechanischen Gründen. Die schließt du damit kurz. Verwende Kunststoff.

Den IR-Sensor kannst du löten, wurde ja schon gesagt.

Ich hoffe, damit ist dir erst mal geholfen. Wenn noch Fragen sind, immer raus damit! :)

Klar, auf unbegrenzte Dauer liegt die Todesrate bei 100%. Bezogen war das natürlich auf einen normalen Zeitraum, sprich ein Zockerleben (so 20 Jahre) - bin immernoch gerne mit der PS1 unterwegs, und werde das auch wohl immer sein. Und zur Not (ich hoffe ich werde es nie miterleben!) wenn alle PlayStation 1's das Zeitliche gesegnet haben, gibt es noch Emulatoren. Bei der PS3 ist das ja leider nicht der Fall, oder nur schwer umsetzbar.

Und ja, das schnelle Geld zählt eben... an ewig haltenden Produkten verdient man doch nichts, siehe Smartphones, und viele andere Dinge.

Board hab ich nun ab, durch die Fönmethode, und mit dem Laufwerk komm ich momentan nicht weiter, dank YLOD. Die beiden Boards mit der Heißluftpistole zu bearbeiten wäre dann der nächste Schritt. Wann und wie ich dazu komme, muss ich schauen. Jedenfalls danke ich euch für die Hilfe, die Seite ist echt ein Goldschatz!

So müsste der Sony-Support sein. Da frage ich mich, was die noch machen könnten? PlayStation 3's werden ja nicht mehr hergestellt, haben die also überhaupt noch Ersatzteile? Wenn ich das Ding einschicke könnten die wohl auch nix mehr damit anfangen, richtig?

Takeshi

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Re: Probleme beim fitmachen der PS3
« Antwort #5 am: 23. Mai 2018, 22:45:52 »
Noch interessanter als eine absolute Zahl an Ausfällen nach einer festen Zeit ist die Kurve der Ausfälle in Abhängigkeit von der Zeit. Aber das wird man noch weniger zu sehen bekommen, eine absolute Zahl ist schon kaum auszumachen.

Ich denke nicht, dass wir es noch erleben werden, dass es keine lebende PS1, PS2 oder PS3 auf diesem Planeten gibt. Einige wenige halten "ewig" (länger als wir leben), auch wenn das unter einem Prozent sein wird. Und dann lassen sich die Konsolen ja auch noch reparieren. Gerade die Lötstellen der PS3 sind ein Thema, da kann man immer was machen. Dafür braucht es keine Ersatzteile, die irgendwann nicht mehr verfügbar sein werden, es ist nur Lötzinn. Und einmal perfekt repariert hält es statistisch länger als eine neue Konsole halten würde. Von daher mache ich mir wenig Sorgen. Mehr Sorgen machen mir da die Datenträger, also die Spiele.

Freut mich, dass du das Board nun runterbekommen hast :)

Jedenfalls danke ich euch für die Hilfe, die Seite ist echt ein Goldschatz!

Hehe, danke ;)

Konsolen werden zwar keine mehr Produziert, aber das muss nicht für die Ersatzteile gelten. Eventuell haben die auch schlicht ein riesiges Lager. So lange das für die noch lukrativ ist, wird es sicher angeboten. Ich erinnere nur dran, zur gleichen Zeit im Lebenszyklus der PS3 konnte man noch PS2s und Zubehör im Laden kaufen. Hab gerade gefunden, dass Sony die PS3-Produktion Ende März 2017 beendet hat. Bei der PS2 war das im Januar 2013. Nintendo hat erst im November 2007 den Reparaturdienst für das NES eingestellt, weil es keine Ersatzteile mehr gab. Gut, Nintendo ist nicht Sony.